archive-org.com » ORG » A » ARTHIST.ORG

Total: 981

Choose link from "Titles, links and description words view":

Or switch to "Titles and links view".
  • Frei-Raum unter dem Berliner Fernsehturm - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    1960er und 70er Jahre keineswegs eine Zäsur darstellt Im Gegenteil der heutige Freiraum unter dem Fernsehturm war bereits in den Jahrzehnten davor immer wieder einschneidenden städtebaulichen Transformationen unterworfen CHRISTIAN FREIGANG Berlin gab im Anschluss einen allgemeinen Überblick über die Gestaltung prominenter städtischer Plätze als staatliche Repräsentationsräume Die von ihm besprochenen Hauptbeispiele die Place de la Concorde in Paris die Mall in Washington und die Freiraumplanung in Brasília bezeugten welche vielseitigen Funktionen staatlich geplanten Vorzeigeplätzen im Laufe der Geschichte zukamen Nach diesen beiden Einführungsvorträgen die die Kontextualisierung erleichtern sollten folgten Vorträge zum eigentlichen Thema ROMAN HILLMANN Berlin legte die Planungsgeschichte der zu DDR Zeiten neu gestalteten Stadtmitte dar So war zu erfahren dass der Erhalt der Marienkirche aus dem 13 Jahrhundert die von SED Politikern zum Abriss freigegeben werden sollte engagierten Architekten und Planern zu verdanken ist und der 1969 fertig gestellte Fernsehturm an den Start einer Sputnik mit dem Schaft als Rauchwolke und der silbernen Kugel als Satellit erinnert HARALD ENGLER Erkner spürte daraufhin der Sozialgeschichte des DDR Platzes nach Sein Vortrag befasste sich mit der Vielzahl der Akteure die sich im Alltagsleben oder auch zu besonderen Veranstaltungen auf der großen Freifläche aufhielten und sie bespielten Zu den Nutzern des Areals gehörten Besucher aus anderen Bezirken der DDR die die Einkaufsvielfalt in der Rathaus und Karl Liebknecht Straße schätzten genauso wie die Punker Szene oder Rollbrettfahrer Einen persönlichen Einblick in die Entstehungsgeschichte der heutigen Freiraumgestaltung gab AXEL ZUTZ Berlin In seinem Beitrag kam in einem Filminterview der einst an der Planung des Areals beteiligte Landschaftsarchitekt Hubert Matthes zu Wort Dieser berichtete über den Ursprungsentwurf seines Kollektivs und die vielen Umplanungen bei dessen Umsetzung Zutz wies darauf hin dass die realisierte Gestaltung mit ihren geometrischen Formen Anklänge an einen Barockgarten aufweist Die folgende Sektion eröffnete ECKHART GILLEN Berlin Der Referent zeichnete die verworrene Entstehungsgeschichte des von dem Bildhauer Ludwig Engelhardt entworfenen Marx Engels Denkmals nahe der Spree nach dessen Realisierung bereits seit den 1950er Jahren geplant aber erst gut 30 Jahre später Wirklichkeit wurde Die auffälligen Unterschiede der älteren Entwürfe zum letztlich 1986 fertig gestellten Denkmal interpretierte Gillen als augenscheinlichen Verlust der geradezu utopischen Vorstellungen die noch die junge DDR prägten Von sehr aktuellen Entwicklungen berichtete im Anschluss MARTINA LEVIN Berlin In ihrem Beitrag stellte sie die Entwürfe des mit der Erneuerung der Freiraumgestaltung um den Sockelbau des Fernsehturms beauftragten Büros Levin Monsigny Landschaftsarchitekten vor Dabei betonte sie dass sich die derzeitigen Maßnahmen am überlieferten Bestand wie er vom Kollektiv um Matthes geplant wurde orientieren würden Am Ende der insgesamt acht 30 minütigen Vorträge stand PAUL SIGELs Berlin Referat Seine Ausführungen fassten die Entwicklungen der vergangenen 20 Jahre in denen vor allem die benachbarten Areale Schlossplatz und Alexanderplatz im Mittelpunkt des Interesses standen zusammen verwiesen auf die zum Teil gravierend unterschiedlichen Deutungsmuster und Wertungen des Freiraums und leiteten über zur abschließenden Podiumsdiskussion Die aus ausgewiesenen Kennern zusammengesetzte und von Arnold Bartetzky moderierte Runde befasste sich mit Fragen zum künftigen Umgang mit der spätmodernen Freifläche deren Zukunftsoptionen zwischen völliger Freihaltung und dichter

    Original URL path: http://arthist.org/reviews/5525/mode=conferences (2016-02-12)
    Open archived version from archive

  • Beyond Representation: An Interdisciplinary Approach to the Nature of Things - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    Thomas Mann or the writing pen of Marcel Proust things that are preserved and exhibited as representatives of absent persons Hereby his crucial question was what these things would signify by themselves far from the representational While reflecting on the practices of attributing meanings to things Geimer introduced aura according to Walter Benjamin and Georges Didi Huberman as a mechanism of our imagination that mediates between the object and its changeable attributions By using Darwin s dog example Spyrus Papapetros Princeton finally focused the discussion on animation on a discourse that had emerged in the 1870 s along the fine line between animism and animalization In The Descent of Man Charles Darwin told an autobiographical episode of his dog growling at a slightly moving parasol in his garden Darwin not only concluded the animation of the object by the dog He also compared it to spiritual agencies imagined by savages 3 Papapetros illuminated how Darwin s episode resonated in the writings of Herbert Spencer Tito Vignoli and through the latter had an impact on Aby Warburg Analyzing the ambiguity of Warburg s epigram Du lebst und thust mir nichts 4 Papapetros indicated that the reflexive rationalization of animistic behavior in modernity connects Darwin s episode with Warburg s epigram It was Alfred Gell who took on the anthropological concept of animism within the framework of modern sociology and in 1998 suggested a theory of agency wherein art was considered as a system of action intended to change the world rather than encode symbolic propositions about it 5 Not surprisingly several papers of this conference were infused by a Gellian vocabulary The social anthropologist s theory was explicitly critical addressed in the paper of Richard Neer Chicago amongst others for its tendency to decontextualize While Neer s reading of Gell stressed agency as the attribution of intentionality to an image or object a lively and controversial debate claimed an agency conception that leaves the notion of intentionality or will behind and underlined the enhancement of some of Gell s anti constructivist ideas within the philosophy of embodiment and concepts of the extended mind An alternative way to theorize material agency without giving up the notion of causality was suggested by the political theorist Jane Bennett Baltimore On the basis of her reading of Paracelsus and Walt Whitman s poetry collection Leaves of Grass Bennett conceptualized sympathy as an apersonal infrastructure that creates affinities or connections between human and non human bodies an undetermined leaning toward Different perspectives on the agency of things were exemplified with the paper of David Frankfurter Boston In the light of his interest in the ritual efficacy of female figurines in late antique early Christian Egypt Frankfurter described the dynamics of mimetic identification of an assumed female buyer with the miniature at the workshop His tackling of the question what the figurines were meant to do in the context of a shrine or a domestic altar animated members of the audience to reverse the question of the

    Original URL path: http://arthist.org/reviews/5516/mode=conferences (2016-02-12)
    Open archived version from archive

  • Konstellationen der Kunstbetrachtung - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    Thema war Ausgehend von Carolyn Christov Bakargievs Anspruch leibliche Wahrnehmung ins Zentrum der Besuchererfahrung zu stellen diskutierte Dickel die multisensorische konvulsivische Vereinnahmung der Betrachter anhand von Beispielwerken Verschiedene Künstler versuchten so Dickel sich dem Modus der Gruppenausstellung entgegenzusetzen durch die Schaffung eines Museums im Museum Kader Attia die Inszenierung persönlicher Erlebniswelten Shinro Ohtake die Umkehrung des Werk Betrachter Verhältnisses Thea Djordjadze oder die Inszenierung eines Naturtheaters Pierre Huyghe Dickel beobachtete weiter einen Rückzug der Videokunst die dOCUMENTA 13 habe heimelige Arrangements statt digitaler Bildwelten geboten wobei zeitweise Holzhütten sinnwidrig auch für Videoinstallationen verwendet worden seien Dies lässt allerdings auch einen anderen Schluss zu nämlich den einer zunehmenden Hybridisierung die sich weniger in einer Ablehnung von Videokunst als in einer Verschleierung des Dispositivs Videoprojektion äußert In der Diskussion wurde auch die anthropokritische Aufwertung der Dinge z B in der als Brain präsentierten Rotunde des Fridericianums angesprochen sowie herausgestellt dass auch auf der dOCUMENTA 13 leibliche Erfahrung oft eher repräsentiert als tatsächlich ermöglicht wurde Eine andere Form des Eigenlebens der Exponate beobachtete Dan Karlholm Södertörn University Stockholm angesichts der 2012 im Stockholmer Magasin 3 gezeigten Einzelausstellung von Anton Henning Das hier vom Künstler inszenierte Ensemble aus unzähligen Gemälden Skulpturen und Möbelstücken erschien zwar nicht zuletzt aufgrund der selbst gebauten ihrerseits skulpturalen Rahmen und Sockel als Gesamtkomposition allerdings kritisierte Karlholm den für Hennings Kunst verwendeten Begriff des Gesamtkunstwerks gehe es doch nicht um ein abgeschlossenes Ganzes sondern um die Präsentation eines beliebig skalierbaren Ausschnitts eines Systems welches Henning selbst als autopoietisch bezeichnet Ein zentrales Element der Ausstellung bildete der Salon ein erhöhtes Podest auf dem die Besucher Platz nehmen durften um sich von den so Karlholm post coital nudes auf Hennings Gemälden wie ein victim to a slide show version of the lacanian gaze betrachten zu lassen Hennings Ausstellungskonzept basiert somit auf einem geschickten Spiel mit der ambivalenten Rolle des Betrachters zwischen distanziertem Beobachter dem Künstler bzw den Exponaten dienendem Statisten und Selbstdarsteller Diskutiert wurde inwieweit sich Hennings Inszenierung trotz des Fehlens jeglichen Bezugs zum konkreten Ausstellungsort und des ausschließlichen Kreisens um den Künstler als Individuum nicht letztlich doch nur vor der Matrix postmoderner Institutskritik erschließt Auch Dorothea von Hantelmann FU Berlin wandte sich anschließend zwei Einzelausstellungen zu die den Betrachter maßgeblich konditionieren nun jedoch im Sinne einer auch zeitlich zu verstehenden Choreographie des Ausstellungsbesuchs Sowohl Anri Sala als auch Philippe Parreno präsentierten in der Londoner Serpentine Gallery 2010 bzw 2011 neue Formen einer der Ausstellung eingeschriebenen Besucherführung Während Sala zeitlich aufeinander abgestimmte Videos parallel abspielte aber einen Live Saxophonspieler durch die Räume schickte der zu Passagen der Filme improvisierte und damit das Publikum durch die Ausstellung führte aktivierte Parreno die in verschiedenen Räumen präsentierten Videos nacheinander um die Besucher zu leiten verstärkt durch sich schließende Jalousien die den jeweils aktiven Raum verdunkelten und sich nach Ende des Films wieder öffneten Im Unterschied zur traditionellen Ausstellung deren Dramaturgie nur als Vorschlag dient wird der Besucher hier vollständig gelenkt es entsteht ein hybrides Format aus Ausstellung und Aufführung Die vermeintliche Lenkung des Betrachters war

    Original URL path: http://arthist.org/reviews/5118/mode=conferences (2016-02-12)
    Open archived version from archive

  • Warburg redivivus - Liebe Bilder, was tun mit Aby Warburg? - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    Rüttinger und dem Medienwissenschaftlichen Seminar der Universität Siegen Thomas Hensel veranstaltet wurde F A Z 30 01 2013 Dabei wurde nicht länger gefragt was Warburg zum Verständnis von Bildern beitragen sondern umgekehrt ob die wissenschaftliche und vor allem auch die künstlerische Rezeption Warburgs Aufschluss über sein Werk geben könne Mit dem Ergebnis eines regelrechten Schismas in der Warburg Lektüre Darüberhinaus sahen sich die Teilnehmer mit dem von mehreren Seiten vorgetragenen Vorwurf einer Warburg Mode ausgesetzt Zeit 10 01 2013 dem es etwas entgegenzuhalten galt Ludwig Seyfarth machte deutlich dass das Gros der künstlerischen Rezeption Warburgs an dessen Projekt eines Bilder Atlas mit dem programmatischen Namen Mnemosyne griechisch Gedächtnis anknüpfe für das hier stellvertretend Gerhard Richters Atlas Unternehmen genannt sei Ein spätes unvollendetes Projekt Warburgs das posthum veröffentlicht seinerseits Produkt wissenschaftlicher Rezeption ist und möglicherweise gerade deswegen jenes sonderbare Eigenleben entwickeln konnte das Warburg in der Beschäftigung mit dem dynamisch wiederbelebten antiken Formenrepertoire so faszinierte Michael Diers identifizierte Ninfa Pathos Schlagbild Schlangenritual und Atlas als zentrale Forschungsthemen Warburgs für die sich jeweils zeitgenössische Kunstwerke finden ließen wobei der Nachweis eines realen Auseinandersetzungsprozesses mit Warburg nicht für alle Werke erbracht werden konnte Hier entzündete sich die teils heftig geführte Diskussion um die wahren Absichten Warburgs Bevorzugte er als Collagist von flatternden Bildern auf schwarzen Tafeln die freie Assoziation beliebiger Formen und Inhalte oder siegte am Ende doch der gründliche Ikonologe jener zu Lebzeiten veröffentlichten Schriften die an quellenkundlicher Exaktheit und stilistischer Gestaltung einen Höchstgrad an wissenschaftlicher Dichte darstellen Joseph Imorde beschrieb diesen Widersatz als Pendelgang zwischen Emotio und Ratio der sich in einem vergrößerten Maßstab auch in der zeitgenössischen Diskussion zwischen empfindsamer Einfühlung der Zeitenwende um 1900 und ersten Versuchen einer wissenschaftlichen Systematisierung der Kunstgeschichte zeigen lasse Ausgehend vom bislang wenig erforschten naturwissenschaftlichen Hintergrund Warburgs informierte Niklas Maak in Zusammenarbeit mit der

    Original URL path: http://arthist.org/reviews/4880/mode=conferences (2016-02-12)
    Open archived version from archive

  • Mythmaking Eastern Europe: Art in Response - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    most prominent Romanian artists Constantin Brancusi and Tristan Tzara she indicated the heroic status of these two artists in their home country as well as the misinterpretations these myths initiated within the work of contemporary artists In a broader context the troublesome relationship between the past and the present was analyzed through the lenses of art historical research the inadequate scholarly contextualization of avant garde art from Eastern Europe said Dan opens a space for peculiar ideological perspectives that influences the development of contemporary art and scholarship which is in fact detached from the original ideas of avant garde it refers to Her proposition for the solution of this methodological impediment is the creation of new art that is able to start a balanced dialogue with its social surroundings The second part of the conference was opened by Zdenka Badovinac Museum of Modern Art and Museum of Contemporary Art Ljubljana who discussed the phenomenon of institutional critique in the context of art from Eastern Europe Concentrating on her own curatorial practice Badovinac presented the particular cooperation between Slovene art collective Neue Slowenische Kunst NSK and Moderna galerija Museum of Modern Art in Ljubljana The practice of NSK art collective which was established around authentic and often controversial forms of institutional critique in former Yugoslavia during the 1980s was immediately recognized and supported by the institutional politics of the Modern Art Museum in Ljubljana Promoting the institutional critique as an integral part of the institutionalized exhibition strategies in former Yugoslavia indicates that the universally imposed Western art terminology needs to be reconsidered and readjusted when investigating associated phenomena from non Western regions The last session of the symposium chaired by Annika Hossain SIK ISEA Zurich and Jörg Scheller Züricher Hochschule der Künste introduced young scholars who are undertaking the research within the complex subject of East European art Daria Ghiu Bucharest explored the legacy of Constantin Brancusi in Romania through analysis of an unrealized proposal for the Romanian Pavilion at the 2009 Venice Biennale As a response to the status of a national hero Brancusi has in his homeland the young artist Alexandra Croitoru with the art historian Stefan Tiron proposed a potentially subversive exhibition concept that imagined the national Pavilion as a place of active remembrance of Brancusi and his artistic legacy in the setting highly resembling the interior of a catholic church A widely established artist myth in this situation functioned as a starting point for artistic deconstruction of the public imagination which in broader context presents a requisite of the younger generation of artists to release a burden of social and artistic stereotypes that constitute the troublesome relationship between the present and the past in Romania The relationship with the national heritage was the topic of Kinga Bódi s Budapest presentation as well Through an examination of Andreas Fogarasi s art project Kultur und Freizeit Culture and Leisure which won a Golden Lion at the Venice Biennale in 2007 she presented the shift in the collective perception of

    Original URL path: http://arthist.org/reviews/4607/mode=conferences (2016-02-12)
    Open archived version from archive

  • Transnationale Museumsgeschichte 1750-1940 - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    Inspiring Spying Close Inspections of the Other Commissions and Experts on Tour Die dritte Sektion rückte die Rolle der Museumsgründer und angestellten ihren Austausch gegenseitige Beobachtungen sowie die Entstehung von Netzwerken in den Vordergrund Thomas Adam Arlington erläuterte wie in der zweiten Hälfte des 19 Jahrhunderts deutsche Museumsmodelle in Nordamerika adaptiert wurden Voraussetzung für den Transfer war das Interesse am europäischen Kulturerbe das viele amerikanische Bürger zu Bildungsreisen über den Atlantik anregte In Deutschland begeisterten diese sich vor allem für Dresden wobei nicht allein die reichen Kunstsammlungen ausschlaggebend waren sondern auch die niedrigen Lebenshaltungskosten und die Offenheit der höfischen Gesellschaft gegenüber Ausländern Reisetagebücher und Berichte so von William Cullen Bryant George Fiske Comfort oder James Mavor belegen die Auseinandersetzung der reisenden Amerikaner mit der deutschen Museumslandschaft nachdrücklich Sich auf diese Quellen stützend konnte Adam herausarbeiten dass insbesondere die bürgerlichen Museumsvereine das Augenmerk auf sich zogen Sie standen Pate für die Organisation von Museen wie das Metropolitan Museum of Art oder das Boston Museum of Fine Arts welche nach der Jahrhundertwende im Zuge der Museumsreformbewegung wiederum in Deutschland auf Beachtung stießen Der Vortrag von Arnaud Bertinet Paris widmete sich den Reisen französischer Museumsexperten wie Clément de Ris die während der Regierungszeit Napoleon III in deutschen Städten etwa München Kassel oder Mainz nach Impulsen suchten um die Entwicklung der eigenen nationalen Museen zu Stätten der Volkserziehung voranzubringen In einer bewegten Zeit die durch Rivalität und Konflikten zwischen beiden Ländern geprägt war stellte die Auseinandersetzung der französischen Museumsleitung mit deutschen Modellen eine Konstante dar Ein weiteres Beispiel für die systematische Inspektion der Organisationsstrukturen und Hängungsprinzipien bis hin zu den didaktischen Maßnahmen von Museen in ganz Europa seitens eines französischen Kritikers und Kunsthistorikers Marius Vachon stand im Mittelpunkt des letzten Vortrags der Sektion Wie Lieske Tibbe Nimwegen auf der Grundlage der Berichte Vachons erläuterte war es Ziel seiner ausgiebigen Reisetätigkeit während der 1880er und 1890er Jahre geeignete Vorbilder für ein zu gründendes Kunstgewerbemuseum zu finden Das Musée des arts décoratifs das dann 1905 tatsächlich im Louvre eröffnet wurde enttäuschte ihn allerdings Vachon bezweifelte dass es in der Lage wäre das regionale Kunstgewerbe wiederzubeleben wie er es 1889 mit einer Ausstellung in St Étienne die zur Gründung des dortigen Musée d Art et d Industrie führte angestrebt hatte Reforming the Museum A Supranational Project In der vierten Sektion galt das Hauptaugenmerk den transnationalen Reformbestrebungen welche die Institution Museum im 19 und frühen 20 Jahrhundert begleiteten und ihr Selbst Verständnis ihre Ziele und Funktionen einem steten Wandel unterzogen Alan Crookham und Susanna Avery Quash beide London erörterten die Anfänge der 1824 gegründeten National Gallery die bekanntlich zunächst im Privathaus John Julius Angersteins beheimatet war Es existierten weder Verwaltungs oder Besucherregularien noch eine gezielte Ankaufs und Hängungspolitik Nach dem Umzug an den Trafalgar Square trug maßgeblich der freundschaftliche Austausch zwischen Charles Eastlake dem ersten seit 1855 amtierenden Direktor der National Gallery und Gustav Friedrich Waagen dem Direktor der Berliner Gemäldegalerie zur Professionalisierung des Museumsbetriebs bei Die Aneignung deutscher Konzepte und Praktiken in London war jedoch keineswegs selbstverständlich

    Original URL path: http://arthist.org/reviews/4609/mode=conferences (2016-02-12)
    Open archived version from archive

  • Das Atrium von San Marco in Venedig. Die Genese der Genesismosaiken - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    ist Er geht davon aus dass schon in diesen eine theologische Intellektualisierung der Bildmotive erfolgt ist Kunsthistorisch interessant ist vor allem die Frage der Vorstellungssynthese die in San Marco oder in den Illustrationen der Cotton Genesis oder in beiden zugleich aber auf unterschiedliche Weise vollzogen wird Mehrere antike Motive gehen in die Schöpfungsdarstellung ein die eng mit der theologischen Aussage verbunden werden Die Bedeutung von Augustinus Konzept der Erkenntnis der Engel im Mittelalter und insbesondere die eher auf Ablehnung gestoßene Vorstellung der Erschaffung des Menschen bedarf noch in manchem der Klärung Welches Interesse konnte man in Venedig damit verfolgen Oder wird eher eine frühchristliche Konzeption mittransportiert weil die Wiedergabe von Illuminationen einer griechischen Handschrift besonders attraktiv erschien Alexander Brungs erklärte die Struktur mittelalterlicher Genesiskommentare die zwar alle auf Augustinus zurückgreifen aber damit andere Gedanken verbinden Daher schlug er vor nicht nur nach augustinischen Aspekten in den Mosaiken zu suchen um gerade dadurch die mittelalterliche Diktion offen zu legen Die Schöpfungsmosaiken von San Marco sind ein Solitär und werden dennoch als wichtigstes Zeugnis der Cotton Genesis Tradition betrachtet die für mittelalterliche Schöpfungsdarstellungen zum Gattungsbegriff geworden ist Herbert Broderick machte sich auf die Suche in dieser Tradition Antworten auf die Frage zu finden ob die Vermutung zahlreicher Lücken in den Illuminationen der Handschrift eine Bestätigung finden könne Die Antworten machten die Ambivalenz der Fragestellung deutlich Auch Katrin Müller suchte den Vergleich Zu den eindrucksvollsten Schöpfungsdarstellungen des 12 Jahrhunderts gehören die Mosaiken in Monreale im normannischen Sizilien Die Nähe zu den zuvor in Palermo entstandenen Genesismosaiken macht die klare Strukturiertheit der Darstellungen in Monreale deutlich Müller zeigte auf dass hier signifikante Elemente der mittelalterlichen Kommentartradition eingegangen sind In viel einfacherer Weise als in San Marco wird realisiert dass die Erschaffung des Lichtes die Erschaffung der Engel bedeutet und dass deren Wissen nach den Schöpfungstagen geordnet ist Sieben Engel von denen ein Lichtkranz ausgeht wenden sich dem Schöpfer zu Die auf die Einzelerklärung abzielende Kommentartradition macht den Unterschied zum weitumfassenden Entwurf der Erkenntnis der geistigen Kreatur in San Marco deutlich der außerdem durch den starken Rückgriff auf frühchristliche und antike Vorlagen nicht den Eindruck mittelalterlicher Traditionsbildung hervorruft Es ist damit geboten gerade die Unterschiede zwischen dem jeweiligen exegetischen und intellektuellen Niveau der Darstellungen herauszuarbeiten Das mittelalterliche Konzept in San Marco drückt sich unmittelbar darin aus dass die Darstellung der Genesis in fünf Kuppeln realisiert wird die entscheidende Unterschiede untereinander aufweisen Davon gingen die Überlegungen von Peter Scholz zu dem bislang kaum beachteten zentralen Medaillon der Schöpfungskuppel aus Auch Karin Krause setzte hier an Sie lenkte den Blick auf das Bild Text Verhältnis Die Texttradition ändert sich bei der Darstellung des Sündenfalls Statt auf die Vulgata wird nun auf eine kompilatorische Form zurückgegriffen die die Zusammenfassung jeweils mit hic beginnt für Krause auch eine Zäsur in der Bilddarstellung Sie zeichnete genau nach wie die Textabfolge in den einzelnen Kuppeln organisiert wird beschäftigte sich aber auch mit der Frage der Lesbarkeit und der Kalligraphie der Schrift Die fünf Kuppeln überspannen das Atrium das nach wie vor

    Original URL path: http://arthist.org/reviews/3922/mode=conferences (2016-02-12)
    Open archived version from archive

  • Dutch art in 19th-century European perspective (E. Deneer) - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    the nineteenth century onwards tend to tell us the opposite France was in fact not the only country of artistic interest in Europe at that time With her study on the Dutch cosmopolite artists family Haanen and their contacts with artists and art dealers in the German speaking regions Manon van der Mullen showed convincingly that Germany is another important factor to be taken into account when one considers the transnational exchanges between the Netherlands and Europe Whereas Paris attracted Dutch artists particularly for its culture Germany attracted them to great extend for its nature study trips to the Rhineland were considerably popular among Dutch artists Although most artists confined themselves to rather short trips the brothers Remigius and George van Haanen continued to travel extensively in Central and Eastern Europe and even settled there Remigius in particular built up around him a network of German and Austrian contacts art dealers patrons colleague artists through which he ensured the international diffusion of his own work and that of his brother George and other compatriots The second part of the lectures covered as has been said the second half of the nineteenth century What appears most strikingly from this second session presided by Wessel Krul University of Groningen is the impact the Hague School had on the international reputation and spread of Dutch contemporary art Taking the international collecting policy of the Musée de Luxembourg from 1818 onwards the French national museum of contemporary art as a starting point Sara Tas studied the reception of Dutch contemporary art in France within the larger scope of the appreciation for foreign contemporary art She concluded that the relatively disappointing number of Dutch contemporary paintings in the Musée de Luxembourg was not so much due to a lack of interest in these works artists like Josef Israëls and Hendrik Willem Mesdag enjoyed great admiration in France during the second half of the nineteenth century not least from the museum s chief curator Léonce Bénédite himself That one painting by Mesdag was the only Dutch contemporary work Bénédicte acquired for the museum between 1870 the moment foreign art was officially accepted in the museum and the turn of the century was more due to the fact that conservative board members opposed the acquisition of foreign art for the museum Although Bénédite aimed to establish an intenational collection for his museum by the time he actually disposed of a special budget for foreign art in 1900 the prices of top works by Hague school artists like Mesdag and Israëls had already risen to levels beyond his reach The appreciation for the art of the Dutch school in nineteenth century France owed much to the writings of Thoré Bürger who celebrated Dutch art for its authenticity and its glorification of contemporary everyday life The very dutchness of Dutch art the supposed embedment of artists in their own culture and society was considered its highest virtue The international focus on this aspect of the art of the Dutch

    Original URL path: http://arthist.org/reviews/3173/mode=conferences (2016-02-12)
    Open archived version from archive



  •