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  • Ernst von Wettin und Albrecht von Brandenburg - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    und Amtsverständnis zum Ausdruck gebracht haben Die verschiedenen Formen und Medien der Kommunikation der beiden Fürsten mit ihrer politischen Umwelt sind die Grundlage für eine Skizze der Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihres Herrschaftsverständnisses DR MATTHIAS DONATH Berlin Der wettinische Schlossbau des 15 Jahrhunderts Die Kurfürsten und Herzöge von Sachsen aus dem Haus Wettin trugen im 15 Jahrhundert entscheidend zur Entwicklung des neuzeitlichen Schlossbaus bei Die großartigen Residenzen die zwischen 1470 und 1510 entstanden formten nicht nur die sächsische Kunstlandschaft sondern revolutionierten darüber hinaus die Schlossarchitektur in Deutschland In den letzten Jahrzehnten des 15 Jahrhunderts bildeten sich in Sachsen die wesentlichen Merkmale des deutschen Schlossbaus des 16 und 17 Jahrhunderts aus Der Übergang vom mittelalterlichen Verteidigungsbau zur neuzeitlichen Residenz markiert die 1471 begonnene Albrechtsburg in Meißen In den folgenden Jahren ließen die Landesherren weitere Residenzen in Dresden Wittenberg Torgau Weimar Rochlitz Rochsburg Belzig Allstedt Lochau und Grimma errichten Dem wettinischen Schlossbau sind außerdem die Residenzen der Bischöfe von Meißen und Merseburg zuzuordnen Die Bistümer Meißen Merseburg und Naumburg waren zu dieser Zeit de facto in das wettinische Herrschaftsgebiet eingegliedert Die landesherrlichen und bischöflichen Residenzen die zwischen 1470 und 1510 in Sachsen entstanden veränderten den deutschen Schlossbau Die Schlösser zeichnen sich durch richtungsweisende Eigenheiten aus der mittelalterliche Verteidigungsbau wurde vom neuzeitlichen Herrschaftssitz abgelöst welcher zugleich fürstliche Wohnung Ort staatlicher Repräsentation und Verwaltungsmittelpunkt ist Die fortifikatorische Bedeutung trat zugunsten einer repräsentativen Erscheinung zurück Zwar wurden noch immer wehrhaft erscheinende Bauformen verwendet ohne aber die Absicht zu haben diese militärisch einzusetzen Die wehrhaften Motive beinhalten vielmehr eine symbolische Aussage Als traditionsverhaftete bildliche Zeichen verkörpern sie Macht und Herrschaft MARKUS LEO MOCK M A Berlin Die Schlosskapelle in Wolmirstedt Ein erzbischöflicher Repräsentationsbau an der Grenze zu Kurbrandenburg Die nördlich von Magdeburg gelegene Schlosskapelle in Wolmirstedt gilt seit einem 1856 publizierten Aufsatz Ferdinand von Quasts des ersten Konservators der preußischen Kunstdenkmäler als direktes Vorbild für die Maria Magdalenen Kapelle der Moritzburg in Halle sowie für die Schlosskirche zu Wittenberg Folgt man von Quast so hat der um 1480 unter der Regierungszeit von Erzbischof Ernst vollendete Bau eine Empore besessen die nahezu den gesamten Innenraum umschlossen hat In rezeptionsgeschichtlicher Hinsicht wäre er somit als das älteste Beispiel der vorzugsweise von den sächsischen Fürsten errichteten gedoppelten Schlosskapellen einzustufen die in den protestantischen Schlosskapellen der Renaissance ihre Nachfolger gefunden haben Um diese architekturhistorische Einordnung zu überprüfen stand die Frage nach der ursprünglichen Baugestalt im Mittelpunkt des Vortrages In Form einer Begehung die sich zunächst dem Außenbau anschließend dem Innenraum der Wolmirstedter Schlosskapelle zuwendete stellte er die aktuellen baugeschichtlichen Erkenntnisse vor die in einigen Fällen die Einschätzungen von Quasts revidieren Unterstützt und bereichert wurden sie durch archivalische Angaben zur Bau und Restaurierungsgeschichte DR HANS LANGE Technische Universität München Lehrstuhl für Kunstgeschichte Residenzen geistlicher Reichsfürsten im späten 15 und der ersten Hälfte des 16 Jahrhunderts Architektur im Spannungsfeld von Fürst und Staat Ausgehend von konkreten materiellen Befunden zur Architektur und Ausstattung bischöflicher Residenzen und von der Erörterung spezifischer Strukturmerkmale die im Rahmen fürstlicher Repräsentationsstrategien in einer Zeit zunehmenden Ausbaus der Landesherrschaft und vor dem Hintergrund offensiver wie defensiver Reaktionen auf die Reformation das Profil hochstiftischer Schlossanlagen konturieren helfen wurde in einem ersten Versuch das traditionelle und innovative Potential dieser eng definierten Bautengruppe vergleichend skizziert So sollte die Moritzburg und der Neue Bau in Halle in einen Kontext gestellt werden der Allgemeines und Besonderes besser unterscheiden hilft Dabei war die Entscheidung für differente Bautypen zwischen Burg und Schloß bzw Palast ebenso zu berücksichtigen wie das soziale Milieu und die kulturelle Prägung der Bauherren Was Ernst von Wettin und Albrecht von Brandenburg in Halle letztlich vergeblich ins Werk setzten führt fast zeitgleich in Würzburg in Salzburg sowie in Trient zu einer auf lange Sicht erfolgreichen Stabilisierung geistlicher Herrschaft im Zeitalter von Reformation und Bauernkrieg Die Relation von Residenz und Stadt erweist sich für Erfolg oder Scheitern solcher Strategien als ein wesentlicher Indikator Den Abendvortrag hielt PROF DR WERNER FREITAG Martin Luther Universität Halle Wittenberg Institut für Geschichte Reformation in Halle zwischen kommunalem Selbstbewusstsein und bischöflicher Macht Gezeigt wurde eine Reformation in langsamen Schritten die dem Normalverlauf im Eiltempo evangelische Bewegung Kloster und Bildersturm radikaler oder gemäßigter Ausschuss bedrängt oder paktiert mit dem Rat Rat führt Reformation ein mittels Usurpation der Pfarrstellen Kasten und Armenordnung Schulaufbau Klosterschließung usw nicht entspricht Die Fokussierung auf die restriktiven Maßnahmen Albrechts hat in der bisherigen Forschung den Blick auf die innerstädtischen Mechanismen und Motivlagen verdrängt Bis 1541 gab es in Halle keine breite handlungsbereite evangelische Bewegung es fehlten die lutherischen Prädikanten vor Ort denn Klerus und Mönche blieben altgläubig Der Rat handelte in der Tradition spätmittelalterlicher Kirchenpolitik denn er wollte einige der Bereiche des Konflikts der Sonderung im Verhältnis zur Kirche beseitigen Dazu bot ihm Albrecht die hilfreiche Hand und so profitierte die Stadt von der Entmachtung des Klosters Neuwerk Unabhängig von den religiösen Konstellationen im Rat die Mehrheitsverhältnisse zwischen Papisten und Lutheranern sind nur schwer auszumachen war es das Ziel des Rates als Obrigkeit den Stadtfrieden zu erhalten auch und gerade um die Geschehnisse von 1478 nicht zu wiederholen Deshalb war es vor und nach 1541 das Bestreben der städtischen Politik an der Landsässigkeit der Stadt nicht zu rütteln und die Superiorität des Erzbischofs anzuerkennen die Reformation war folglich kein Kampf um die Wiedererringung spätmittelalterlicher Autonomie sieht man von einigen Geschehnissen der Jahre 1546 47 ab Als in den bürgerlichen Sozialgruppen der Wille nach einer Reformation zu stark wurde sichtbar im Auslaufen und in der Kooptation nichtpapistischer Rastherren und dann in der Konstituierung eines Ausschusses erkannte der Rat an dass das neue Kirchenwesen notwendig für der Stadt Bestes sei Aber es blieb das Ziel des Rates Konflikte in der Stadt und mit dem Erzbischof zu verhindern So können wir auch für Halle die aus den Hansestädten von Mörke festgestellten Sachverhalte bestätigen wonach dem sozial heterogenen Stadtregiment ein ebenso sozial heterogener Bürgerausschuss dem ja Patrizier und Innungsmeister und sogar Ratsmeister angehörten gegenüberstand Doch beide zweifelten sich in ihrer Legitimität nicht an verhandelt und gestritten wurde über Tempo und Maßnahmen nicht aber über das Ziel Halle war folglich kein Ausdruck

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  • Symbol. Erfahrung. Bild. - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    den architektonischen Entwürfen Theo van Doesburgs Straßburg verfügt über ein beeindruckendes Beispiel von Doesburgs Architektur und deren Spiel mit den Interferenzen zwischen Raumerfahrung bildlicher Repräsentation und symbolischen Formen das Ciné Bal von Hans Arp Theo van Doesburg und Sophie Taeuber Arp in der Aubette Der mit der Restaurierung der 1928 eröffneten und durch unterschiedlichste Nutzungen und Renovierungen inzwischen fast unkenntlich gewordenen sixtinischen Kapelle der modernen Kunst beauftragte Architekt Patrique Vagner Département des constructions culturelles et historiques CUS konnte eindrücklich darlegen wie die Freilegungen und Rekonstruktionen ehemaliger Farb Flächen und architektonischer Details auch als Prozess der Wiederaneignung dieses Raumes verstanden werden muss Der Beitrag des Kunsthistorikers Matthias Noell Berlin Zürich vervollständigte diesen Eindruck indem er zeigte auf welche Weise Doesburgs Konzepte einer kinetischen Architektur Bewegung und Raum verknüpfen Doesburgs Entwürfe setzen das Bild von Architektur durch axonometrische Ansichten in Bewegung die zusätzlich zu den kippenden Perspektiven dieser speziellen Darstellungstechnik noch durch Farbfelder dynamisiert wurden Die Bewegung der zeichnerischen Darstellung sollte wie Noell anhand von Doesburgs Atelierhaus in Paris verdeutlichte auch in der baulichen Realisierung durch bewegliche Lagerung des Hauses umgesetzt werden Dynamisierung der Repräsentationen von Architektur als Vorstufe bewegter Bauten wurde auch im Zusammenhang mit den Architektur Phantasien der zwanziger Jahre namentlich von Bruno Taut und Scheerbarth und Behne diskutiert Im Kontext der Entwürfe von Glas und Kristall Architekturen löste sich der Architektur Begriff zum Prozessualen hin auf War im Briefwechsel der gläsernen Kette bereits Bauen in einen dynamischen Prozess von Entwurf Schrift und Aufhebungs Phantasien versetzt worden vertiefte Adolf Behne wie die Kunsthistorikerin Maria Stavrinaki Paris zeigen konnte diese Verbindung von Text und Bau in seiner Vision einer architektonischen Verwirklichung von künstlerischem Wollen und gesellschaftlichem Bedarf Stavrinaki zeichnete Behnes Versuch von dem visuellen Imperativ der geometralen Perspektive zu einer erfahrenen Architektur zu gelangen als unsicheren letztlich an den eigenen vom Expressionismus beeinflussten Intentionen gescheiterten Weg Die Einrichtung des Raums im Bild Damit wurde eine weitere Bedeutungsdimension des Leitbegriffs dieses Panels Bildräume Raumbilder sichtbar Bildräume sind nicht nur als Inszenierung bildender Künstler und Architekten zu verstehen sondern auch als Räume der Imagination in die die Entwerfenden einladen die Rezipierenden eintreten können Ein Raum der Imagination der niemals unstrukturiert sondern vielmehr immer bereits eingerichtet ist durch symbolische wiedererkennbare Ordnungen Im Abschnitt Symbolräume Raumsymbole hatte bereits der Literaturwissenschaftler Jens E Sennewald Paris darauf hingewiesen Er diskutierte die symbolische Einrichtung des Raumes anhand einer Re Lektüre von Lacans Bild Lektüre von Holbeins Gesandten Sennewald konnte zeigen dass Lacans Lektüre selbst die Einrichtung inszeniert die sie anhand des Bildes zu belegen vorgibt Ausgehend von Lacans Entwurf eines symbolischen Bild Raumes entwarf die Bild Lektüre einen Raum Begriff der nicht mit einer symbolischen Struktur fixiert wird sondern im dynamischen Prozess der Lektüre entsteht und mit dem unsicheren Gang des Betrachters im vom Bild eingerichteten Raum erst darstellbar wird In der Peregrinatio der gläubigen Wanderschaft zwischen symbolischer Ordnung und einer sich mit jedem Schritt erst erschließenden Räumlichkeit versuchte der Vortrag die tastende Erfahrung gegenüber einer a priori durch symbolische Ordnungen gebahnten Wahrnehmung von Raum stark zu machen

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  • Kunstgeschichte im Nationalsozialismus - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    Instrumentalisierung der Denkmalpflege und der Kunstgeschichte im Wartheland für den Kunst und Kulturgutraub und damit als Teil des Systems der totalen Enteignung des öffentlichen privaten und jüdischen Besitzes der polnischen Bevölkerung Die fließenden Übergänge zwischen wissenschaftlicher Forschung und nationalsozialistischer Kulturpropaganda zwischen sicherndem Kunstschutz und entziehendem Kunstraub benannte auch Michael Sprenger Marburg in seinem Referat über Richard Hamann dem Direktor des Preußischen Forschungsinstituts für Kunstgeschichte in Marburg Sprenger durchleuchtete kritisch Hamanns Funktion als organisatorischer Leiter der Fotokampagnen zur Dokumentation von Kunstdenkmälern in den besetzten Gebieten Europas während des Zweiten Weltkrieges Evident wird die Verquickung wissenschaftlicher Ambitionen mit militärischen Institutionen wie dem Kunstschutz mit dessen Unterstützung die Kampagnen ab 1939 in Osteuropa sowie parallel ab 1940 44 in Belgien und Frankreich durchgeführt wurden Sprenger markierte die fotografische Dokumentation als signifikantes Beispiel für die durchaus fragwürdigen Positionen der Kunstgeschichte deren Vertreter im Namen von Wissenschaftlichkeit nicht davor zurückschreckten für die Aufstockung des Bilderbestandes die Gunst der Stunde für die eigenen Zwecke zu nutzen und schwer zugängliche respektive ihnen bislang unzugängliche Objekte für die deutsche Kunstgeschichte zu dokumentieren Trotz dieser personellen und strukturellen Berührungspunkte der politischen Logik mit der Wissenschaftslogik kann für die Kunstgeschichte keine durchgängig einheitliche Nazifizierung des Faches profiliert werden Eine Ahnung von dem wachsenden Legitimationsdruck dem auch die universitären Kunsthistoriker innerhalb der strukturellen Entwertung der traditionellen geisteswissenschaftlichen Disziplinen durch die nationalsozialistische Politik ausgesetzt waren vermittelte das Referat von Sabine Arend Berlin über Albert Erich Brinckmanns Publikation Geist der Nationen Italiener Franzosen Deutsche 1938 Arend beschrieb Brinckmann als Vertreter einer Generation von Kunsthistorikern die den Übergang von der Weimarer Republik zum Nationalsozialismus ohne besondere Identifikationsprobleme vollzogen sowie den kulturpropagandistischen Thesen der deutschen Aussenpolitik Rechnung getragen habe Im Geist der Nationen legte Brinckmann die kulturelle Überlegenheit der deutschen Kunst aus völkerpychologischen Gesichtspunkten dar Während Brinckmann bereits 1938 auf pan europäische Konzepte rekurrierte schlagen sich vergleichbare Thematiken nach Beginn des Zweiten Weltkrieges auch im Werk anderer Kunsthistoriker nieder Auch die Konvergenzen zwischen dem Raumbegriff den Hans Jantzen der im Rahmen der Aktion Ritterbusch begonnenen Publikation Ottonische Kunst 1948 zugrundelegte mit Versatzstücken der nationalsozialistischen Ideologien zeigen dass oftmals nicht einzelne Begriffe für sich allein die Fülle des politisch sozialen Bedeutungszusammenhangs enthalten sondern sich der Bedeutungszusammenhang erst in der Verwendung der Begriffe erschließt Exemplarisch untersuchte Jutta Held Osnabrück die Analogien von Jantzens in kulturelle Zentren und Peripherien differenzierendem Raumbegriff mit konkreten Raumplanungen der historischen und geografischen Siedlungsprogramme während des Nationalsozialismus Während Jutta Helds Darstellung der raumtheoretischen Ansätze Jantzens keine eindeutige Konnotation mit den raumpolitischen Konzepten des Nationalsozialismus herstellen konnte warf ihr Beitrag jedoch die grundsätzliche Frage einer Trennung von wissenschaftlichem Werk und politischem Handeln auf Die Differenzierung zwischen nationalistischen und nationalsozialistischen Theoremen behandelte auch Hans Aurenhammer Wien Aurenhammer profilierte den Ordinarius für Kunstgeschichte in Wien Hans Sedlmayr institutionell und politisch als Repräsentanten einer nationalsozialistischen Wissenschaft Mit der Person Sedlmayrs vollzog sich bereits in der Mitte der 1930er Jahre eine grundlegende Transformation der Neuen Wiener Schule die sich in einer methodischen Verengung und Angriffen auf die Vertreter der Ikonologie niederschlug Sedlmayrs Eintreten für ein Projekt zur Umgestaltung

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  • Porta coeli restaurata - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    auch ueber eine ganze Reihe von Detailbeobachtungen zur Konstruktion und Geschichte des Portales Im Anschluss an die Vortraege hatten die Besucher des Symposiums Gelegenheit zu einer ausgiebigen Besichtigung des Portals wobei die oben genannten mit den Restaurierungsarbeiten befassten Referenten fuer vertiefende Auskuenfte zur Verfuegung standen Nach Abschluss der Restaurierung zeigt sich das Portal in einem voellig neuen Zustand der fuer die Kunstgeschichte von ausserordentlichem Interesse sein duerfte So sind nach der Abnahme eines neuzeitlichen fuer intensive Krustenbildung verantwortlichen kaseinhaltigen Anstriches erstmals die verwendeten Gesteine mit ihrer bewusst eingesetzten Farbigkeit muehelos zu erkennen Zweifelsfrei zu trennen von der Originalsubstanz sind nunmehr auch die im Laufe des 18 und 19 Jahrhunderts mit diversen Stuckmassen vorgenommenen Ergaenzungen Der zweite Tag des Symposiums war der Einordnung des Tisnover Westportales in einen breiteren europaeischen Kontext gewidmet Olaf Struck berichtete ueber die Erfahrungen bei der Restaurierung des Bamberger Fuerstenportales und des Westportales an der Abteikirche Ebrach Die im Zusammenhang mit der juengsten Restaurierung des Riesentores am Wiener Stephansdom gewonnenen Erkenntnisse zu Baugeschichte Polychromie und kunsthistorischer Einordnung fassten Arthur Saliger und Friedrich Dahm zusammen Aus Ungarn berichtete Edit Szentesi ueber die Restaurierung des Westportalgiebels an St Georg in Jak wobei sie auch kritische Einwaende gegen die dort vorgenommene Demontage der Originalskulpturen zur Sprache brachte Als besonderer Verdienst ist den Programmgestaltern des Symposiums anzurechnen dass im Bereich der kunsthistorisch ausgerichteten Vortraege in bisher nicht gepflegter Breite auf die ungarischen Parallelen und Folgeerscheinungen zum Tisnover Westportal eingegangen wurde So konnte Tibor Rostas seine detaillierten Forschungen zur Ornamentik des Portals und deren Parallelen im ehemaligen Koenigreich Ungarn vorstellen Stefan Orisko stellte das Westportal der Praemonstratenserkirche in Sahy in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen und verwies darueber hinaus auf weitere Faelle der Rezeption der Tisnover Ornamentik Der Vortrag von Alice Mezey ueber die Farbbefunde im Inneren sowie an den Fassaden der Basilika

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  • Wiener Schule - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    und politische Verhaertung des Wiener Ordinarius schloss natuerlich auch jede Kooperation mit dem 1933 nach London emigrierten Warburg Institut aus Der Beziehung zwischen diesen beiden Schultraditonen war ein eigener Vortrag gewidmet Dorothea McEwan die Archivarin des Warburg Nachlasses stellte Warburgs Nachfolger Fritz Saxl als Verbindungsmann zwischen Wien und Hamburg bzw London vor Bemerkenswert erscheint dass die Wiener Kollegen in den 1920er Jahren durchaus methodisch offen und an einer Zusammenarbeit interessiert waren aber diese letzlich nicht intensiver Ikonologen offensichtlich weniger Gemeinsamkeiten sahen Mit der politischen Krise der 1930er Jahre wurde aber die Kluft zwischen nationalsozialistischen Kunsthistorikern in Wien und den auch aus Wien nach London emigrierten Mitarbeitern des Warburginstitutes darunter der langjaehrige Direktor Sir Ernst Gombrich immer groesser Tatsaechlich gingen als unmittelbare Folge der Vertreibung der Vernunft ab 1934 auch methodisch zukunftsweisende Bereiche der Wiener Schule verloren und verhalfen umgekehrt der angloamerikanischen Kunstwissenschaft zum Aufschwung Dies gilt etwa fuer sozialgeschichtliche Fragestellung von Frederick Antal deren Aktualitaet im Rahmen der Cultural Studies Károly Kókai Wien aufgezeigt hat Der an der Albertina taetige Heinrich Schwarz der 1931 die erste Monographie ueber einen Fotografen publiziert hatte beeinflusste damit nicht nur Walter Benjamin sondern wurde spaeter in New York zu einem Begruender der Theorie der Photographie Monika Drechsler Faber Wien betonte vor allem sein Interesse fuer die Wechselwirkungen zwischen Kunst und technischem Medium das gerade im Zeitalter des digitalen Bildes methodische Vorbildhaftigkeit beanspruchen kann Schliesslich ist die von Freund beeinflusste psychoanalytische Richtung eines Ernst Kris zu nennen der waehrend des Krieges nationalsozialistische Propaganda anlysierte und in New York sogar als Psychoanalytiker arbeitete Umso erstaunlicher ist die Nichtberuecksichtigung der Frauenperspektive im Buch ueber die Kuenstlerlegende von Ernst Kris und Otto Kurz die Viktoria Schmidt Linsenhoff Trier als Folge des Wiener Antisemitismus zur Diskussion stellte Unter dem Titel From Universlism to Nationalism hatte Ján Bakos Bratislava aufgezeigt dass auch die vorhergehende Generation der Wiener Kunsthistoriker nicht unbelastet von der Nationalitaetenfrage der Donaumonarchie geblieben war und damit auch die Begruender der Kunstgeschichte von Prag bis Budapest und von Krakau bis Zagreb politisch methodisch zwischen zentralistischer Multikulturalitaet und nationaler Identaet oszillierten Es schiene also durchaus naheliegend dass es schon von Beginn an der politische Keil war der eine Zusammenarbeit der Wiener und Hamburger Schule atmosphaerisch und methodisch verhinderte Dennoch scheint es notwendig vor allzu simplen Parallelisierungen von politischem und methodischem Konservativismus zu warnen Denn es war niemand anderer als der allmaehlich in einen doktrinaeren arischen Wahn verfallende Josef Strzygowski der schon um 1930 Dissertationen ueber den Tonfilm sowie die von Freud aufgeworfene Frage der Homosexualitaet bei Leonardo akzeptierte und damit kunsthistorische Themen aufgriff die auch in den USA erst im Gefolge der Medientheorie und Gay Studies der 1980er Jahre an den Universitaeten salonfaehig wurden Schon aus den ersten Vortraegen wurde deutlich dass es d i e Wiener Methode auch in den Bluetezeiten der Wiener Schule nicht gegeben hat und das Motto Vielfalt statt Einfalt koennte auch eine ganz gute Ausgansbasis fuer die Zukunft der Kunstgeschichte sein Tatsaechlich hat schon der Verfasser der Schulgeschichte Julius Schlosser 1935 die Spannung zwischen

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  • Grabmalskultur und gesellschaftliche Realitaet - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    Beziehung zwischen der Vollendung des Grabmals Urbans VIII im Jahre 1647 und den Restitutionskaempfen der nach Frankreich gefluechteten Barberini Auch wenn der Papst bereits sechzehn Jahre vor seinem Tod mit den Planungen des Monuments begann die positive Rezeption des realisierten Grabmals wie sie von Bernini enthusiastisch beschrieben wird hatte eine Initialfunktion bei der Rehabilitierung der hinterbliebenen Familie Sie ist das Resultat affektiver Arbeit der in Rom verbliebenen Klientelgruppen allen voran des per Inschrift genannten Kardinals Angelo Giori Das Grabmal sei jedoch nicht allein ein Faktor im Klientelsystem ergaenzte Elisabeth Kieven in der nachfolgenden Diskussion sondern auch in der Karriere Berninis selbst der mit diesem Werk einen persoenlichen Tiefpunkt zu ueberwinden sucht Gerade das Grabmal Urbans VIII zeige dass es in vielen Faellen die spektakulaere kuenstlerische Leistung sei die die Memoria ueberhaupt erst zu tragen vermoege Das Sepulchrum des Papstes wird zum Monument des Kuenstlers Hierfuer steht wie kaum ein anderes Werk das Grabmal Pauls III Farnese 1534 49 Andreas Gormans zeichnete in seinem Vortrag die auf das Amtsverstaendnis des Papstes gemuenzte urspruengliche Bedeutung dieses Kunstwerks detailliert nach wobei er vor allem auf die paulinischen und mosaischen Bezuege in den Reliefszenen des Pluviale und ihr Zusammenspiel mit der Gestik der zentralen Figur aufmerksam machte Dennoch laesst sich der Gedaechtniswunsch des Kuenstlers nicht verdecken Als Vertreter des mit dem Requiem Projekt kooperierenden Aachener Papstgrabmaeler Projekts welches sich dem Themenfeld genuin kunsthistorisch zu naehern sucht machten Andreas Gormans und Andreas Beyer ihren trichotomen Ansatz stark Dieser geht von der Praemisse aus dass die Grabmaeler die Memoria von Papst Auftraggeber und ausfuehrendem Kuenstler miteinander zu verklammern suchen 4 Wie schnell dieses Refugium kuenstlerischer Freiheit auch wieder beschnitten werden konnte zeigt jedoch das Beispiel Bandinellis Obwohl die Medici Grabmaeler in S Maria sopra Minerva die Nicole Hegener vorstellte dem Florentiner Bildhauer eine prestigetraechtige Gelegenheit geboten haette sich gegenueber dem Konkurrenten Michelangelo zu profilieren wurde sein Beitrag schliesslich auf die plastischen Partien beschraenkt Und della Portas Versuch seinen schon 1550 skizzierten Entwurf eines Reiterdenkmals endlich an den Mann bringen zu koennen nachdem ihm vielleicht das Geruecht einer moeglichen Auftragsvergabe eines Grabmals fuer Karl V an Michelangelo zu Ohren gekommen ist so die These Barbara Ullrichs scheiterte Das eindrucksvollste und unterhaltsamste Gegenbeispiel zur ueppigen roemischen Sepulkralkultur lieferte Gregor Rohmann der ueber das Hamburger Bestattungswesen berichtete Generell wurde dort bis zur Franzoesischen Revolution in Kirchen bestattet Die Liegezeiten waren daher genau festgelegt Kinder bekamen ihre Grabstelle bisweilen zum Geburtstag offeriert und Mehrfachnutzungen simpelster Grabmonumente waren an der Tagesordnung Ganz unpraetenzioes wurden die Neubelegungen per Inschrift dann hinzugefuegt Ein Fortleben der Memoria im Sinne von Oexle oder gar eine eschatologische Zielsetzung ist nicht auszumachen Durch die Beilegung liess sich jedoch bisweilen am Ruhm des Vorgaengers partizipieren Die zentrale Streitfrage der Konferenz entfachte sich an Dietrich Erbens Beitrag zur Klassifizierung des Grabmals Mit sachlicher Nuechternheit zeigte dieser wie deutlich die relevanten Traktate wie Goldmann und Sturms Civil Bau Kunst aus dem Jahre 1696 Grabmahle der Kategorie der weltlichen Prachtbaukunst zuordneten Waehrend Volker Reinhardt nur schwer einen Moment der Entsakralisierung entdecken

    Original URL path: http://arthist.org/reviews/408/mode=conferences (2016-02-12)
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  • Uniformen fuer's Zivile - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    Haeuslichkeit und Sittlichkeit In ihrer Analyse der Rezeption dieser Ideen kam die Referentin zu dem Schluss dass deren allgemeine Durchsetzung nicht funktionierte Die Tuebinger Kulturwissenschaftlerin Alexandra Hillringhaus untersuchte politische Uniformen in Deutschland zwischen den Weltkriegen im Kontext einer zunaechst widersinnig scheinenden Remilitarisierung des innenpolitischen Lebens Die zeichenhaften Formen und ikonographischen Bezuege der Uniformen nicht staatlicher und paramilitaerischer Verbaende analysierte die Referentin als Ausdruck des Kampfes um die ideologische Ausdeutung des Kriegserlebnisses der in hohem Masse auf Symbole Rituale und Frontmarkierungen angewiesen war und die gesamte politische Kommunikation der Weimarer Republik praegte Wesentlich war dabei die Frage wie diese Kleidungssymbolik ihrerseits formierend auf die Erfahrung der Wirklichkeit in der Nachkriegsgesellschaft einwirkte Die in Kopenhagen als Textilrestauratorin am Schloss Rosenborg taetige Kleidungshistorikerin Katia Johansen setzte sich in ihrem Vortrag mit daenischen Ritterroben von 1671 1840 auseinander Anhand noch vorhandener Exemplare dieser Roben sowie Portraets Rechnungen und den Statuten einzelner Ritterorden zeichnete sie ein umfassendes Bild bezueglich der mit den Roben verknuepften Intentionen und Effekte Das Aussehen der Uniformen orientierte sich stark an einer quasi historischen spanischen Mode wodurch ein Teil der Aura von Geschichte Macht und Groesse den daenischen Rittern und ihrem Herrscher zugute kommen sollte Im 19 Jahrhundert fuehrten die Wandlungen der Weltordnung sowie der maennlichen Mode dazu dass die altmodischen Roben nicht laenger in diesem Sinne der Beleihung von Symbolen und deren Konnotationen funktionieren konnten Monica Kurzel Runtscheiner Kuratorin am Kunsthistorischen Museum und Betreuerin des Hofmonturdepots in Wien untersuchte die Ziviluniform am Wiener Hof im 19 und fruehen 20 Jahrhundert wobei sie insbesondere auf die subtile Sprache der Uniformen einging die sich in Zeichen wie Form Farbe und Dekorationen ausdrueckte und den Rang und die Funktion des Traegers deutlich machte Die Textilwissenschaftlerin Marieluise Kliegel untersuchte in ihrem Vortrag die Livreeverwaltung an deutschen Adelshoefen des 19 Jahrhunderts und stellte dabei die exklusive Bedeutung der Livree und der Livreekammer heraus die an den Kriterien von Sparsamkeit und Einhaltung des hoefischen Reglements orientiert eine strenge Systematik der Kleiderverwaltung entwickelte Olga Vainshtein taetig am Geisteswissenschaftlichen Institut der Universitaet Moskau befasste sich in ihrem Referat mit der Vergeschlechtlichung der Uniform in Russland 1796 1856 Die Referentin verdeutlichte dass die erste Haelfte des 19 Jahrhunderts die entscheidende Phase zur Festigung des semiotischen Systems der Ziviluniformen in Russland war Dieses System lasse sich in Begriffen des kulturellen Geschlechts gender analysieren das sich in den vorgeschriebenen Kleidungscodes spezifischen Regeln der Etikette und Abweichungen der Traeger von diesen Normen manifestiert Der Vortrag interpretierte die Genderdifferenzen in der Hofbekleidung und der Ziviluniform vor einem breiten kulturellen Kontext Die Kulturwissenschaftlerin Elke Gaugele verband in ihrem ebenfalls geschlechterhistorisch ausgerichteten Vortrag das Thema Ziviluniform und die damit verbundene Performanz von Maennlichkeit mit der psychologischen Fetisch Forschung unter dem Gesichtspunkt der modernen westlichen Genderkonstruktion im ausgehenden 19 und beginnenden 20 Jahrhundert Die Referentin machte deutlich dass sich durch den Begriff des Fetischs die Ebene der symbolischen Kommunikation durch Kleidung zur sozioaesthetischen Verknuepfung von Sexualitaet Gender und Macht verdichtet Gleichzeitig erscheint dadurch die Repraesentation von Gender mittels ziviler Uniformen als doppeldeutiger Prozess in dem Begehren

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  • Globale Architekturwelten - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    dem Senegal die aufgrund ihrer einfachen Boote und Ausrüstungen häufig kentern und ertrinken lebensrettende Schwimmgürtel herstellte Aber auch mit natürlichen Materialien wie Holz Tierhaut und Fett operiert Kroeker Im Rahmen eines in einem kanadischen Reservat durchgeführten Projekts belebte er ein zweitausend Jahre altes Bauprinzip und entwickelte diese Biegetechnik mit der Unterstützung der Bewohner weiter So ließen sich auf einfache und kostengünstige Weise eine Brücke ein Hausanbau und ein Kulturzentrum errichten Bei allen Projekten kommt den ansässigen Handwerkern eine bedeutende Rolle zu Die Bautraditionen die im Pool der jeweiligen Gesellschaft vorhanden sind werden unter Beteiligung der Gemeinschaft reaktiviert und perfektioniert So kann sich eine demokratische und wirtschaftlich vertretbare Bautätigkeit entwickeln Die Baukultur sollte sich nicht an einer auf Folklore reduzierten Regionalität orientieren Werner Durth Die Projekte Kroekers zeigen dass die Fähigkeit von Architektur kollektive Identität zu schaffen nicht auf der Verwendung sinnbildhafter Formen beruht sondern ihre Grundlage in der Berücksichtigung vorhandener Strukturen sowie der Integration der Nutzer in Bauvorhaben hat Der in allen Industrieländern konstatierte Verlust lokaler und kollektiver Identität ist eine Begleiterscheinung der Globalisierung Denn der Universalismus der Weltkonzerne und die in alle Lebensbereiche eindringende Informationstechnologie zieht ein universalistisches Design der Objektwelt nach sich Weltweit entstehen Architekturen die auswechselbar erscheinen standardisierte Prototypen gesichtslose Glasfassaden ohne erkennbare inhaltliche kulturelle oder soziale Bedeutung Dem gegenüber steht der Wunsch des Menschen nach regionaler und historischer Verwurzelung In den westlichen Ländern treten mit New Urbanism der Suche nach der europäischen Stadt des 19 Jahrhunderts oder auch der Berliner Schlossdebatte Phänomene einer rückwärtsgewandten und Kontinuität suggerierenden Architektur auf die als Reaktion auf diese Entwicklung verstanden werden müssen Der Rückgriff auf ein historisches Formenrepertoire soll regionale Identität sowie Beständigkeit in einer Welt der beschleunigten Prozesse sichern Doch besteht die Gefahr dass gerade diese historisierenden Formen zu leeren Hüllen erstarren Werner Durth 8 sieht hingegen lokale Identität in den spezifischen Gegebenheiten eines Ortes in seiner Topografie wie im bestehenden baulichen Kontext in Zentrum und Peripherie Er verwendet einen Regionalitätsbegriff der nicht nur den historischen Stadtkern umfasst Denn auch Industriegebiete Dienstleistungszentren und die Infrastruktur sind Bestandteile einer Stadt und prägen die Charakteristik einer Region In den nicht westlichen Ländern tritt bei der Identitätssuche der Aspekt hinzu dass zeitgenössische Architektur als eine aus dem Westen importierte Kultur aufgefasst wird die sich quasi als Subtext über die eigene Kultur legt und die Entwicklung authentischer kultureller Produkte erschwert Tay Kheng Soon 9 spricht von der Neokolonialisierung der Architektur Die Furcht des Verlusts der eigenen Tradition führt zur manischen Suche nach Identität die bisweilen in reaktionäre Ergebnisse mündet Ugur Tanyeli aus Istanbul zeigte Beispiele aus der Türkei und den arabischen Ländern in denen Versatzstücke traditioneller Bau und Konstruktionselemente in einer eklektischen Mischung für neue Gebäude verwendet werden Regionalität und kulturelle Identität dies zeigten die unterschiedlichen Beiträge lassen sich nicht über die zwanghafte Rekonstruktion vergangener Architekturstile schaffen Die Lösung liegt vielmehr in der Sensibilisierung für das Vorhandene im Respekt gegenüber dem Bestand Dies setzt die intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte voraus Die Historie kann ein wichtiger Impuls für zeitgenössische Architektur sein aber

    Original URL path: http://arthist.org/reviews/404/mode=conferences (2016-02-12)
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