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  • „alles bleibt anders… Handwerk als Gestaltung / Gestaltung als Handwerk“ - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    der jenseits künstlerischer Ambitionen im Rahmen des tradierten und bewährten Formenkanons schafft Obwohl mit der Kunstgewerbebewegung dem Werkbund und dem Bauhaus eine Annäherung zwischen Handwerk und Kunst stattgefunden habe blieben beide doch voneinander getrennte Tätigkeitsbereiche In der Epoche der Klassischen Moderne 1880 1933 und mit der Kunstgewerbebewegung diversifizierten sich die Meinungen darüber was Kunst sei Vielen Definitionsversuchen ist dabei eigen dass der Kunstbegriff gegenüber anderen Tätigkeitsfeldern geöffnet wurde und sowohl das Handwerk als auch die Industrie in den Fokus künstlerischer Tätigkeit rückten Für die Annäherung von Kunst und Handwerk im Kunstgewerbe stehen in dieser Zeit nicht nur die neu eingerichtete Handwerker und Kunstgewerbeschulen sondern auch die etwa zeitgleich entstanden Kunst und Kunstgewerbemuseen Kunstgewerbliche Gegenstände wurden in die Kunstsammlungen integriert und neben Gemälden und Skulpturen ausgestellt 3 Das Museum für Modernes Glas der Veste Coburg und die kunstgewerbliche Sammlung deren Leiter Sven Hauschke ebenfalls als Referent auftrat steht in dieser historischen Tradition Obwohl die Museen als deutungsmächtige Institutionen mit dem Ankauf und der Präsentation von Werken erheblichen Einfluss auf ihre Wahrnehmung als Kunst ausüben beharrte Hauschke darauf dass das Museum jenseits der Zuordnung zu Kunst und oder Handwerk die objektive Aufgabe des Zeigens ausfüllen solle In der anschließenden Diskussion galt die Aufmerksamkeit der Bedeutung des Kontextes in dem ein kunstgewerblicher Gegenstand steht Ob er als Obstschale im Küchenschrank steht oder in einem Museum in gebührendem Abstand zum Betrachter präsentiert wird entscheidet über seine Wahrnehmung und verleiht ihm den Charakter eines Gebrauchsgegenstandes oder eines Kunstwerkes Der Frage nach der beruflichen Realität zwischen den Tätigkeitsbereichen Handwerk und Kunst ging Christoph Henning mit einem Bericht aus einer auf Interviews beruhenden arbeitssoziologischen Studie nach Sowohl KünstlerInnen als auch GestalterInnen wurden nach ihrer Zufriedenheit mit dem jeweils ausgeübten Beruf gefragt Für die selbstständig tätigen bildenden KünstlerInnen waren demnach ungehinderte Selbstbestimmung und Souveränität über den Arbeitsalltag und für die GestalterInnen ökonomische Sicherheit und korporative Arbeit für ihre berufliche Vervollkommnung besonders wichtig Während der Tagung standen vor allem die begrifflichen Ebenen des Handwerks als kulturelle Praxis und des Handwerks als normativ aufgeladener Begriff im Zentrum Das Handwerk in seiner ursprünglichen und allgemein sanktionierten Bedeutung einer überwiegend mit Hand und einfachem Werkzeug ausgeübte n Berufstätigkeit 4 wurde vor allem im Werkstattbericht der Porzellanmacherin Maria Raab anschaulich Anhand ihrer kunsthandwerklichen Tätigkeit benannte sie wesentliche Elemente handwerklichen Selbstverständnisses Sie beschrieb das handwerkliche Schaffen als Ringen nach der besten Form in andauernder Auseinandersetzung mit dem zugrunde liegenden plastischen Material Als Kern ihrer Arbeit identifizierte sie das aus langjähriger Erfahrung erwachsende Zusammenspiel von haptischem und theoretischem Begreifen Das der handwerklichen Tätigkeit innwohnende schöpferische Potential rückt es in die Nähe zur künstlerischen Tätigkeit Trotz ihrer filigranen Erscheinung und außergewöhnlichen Formgebung sind die Ergebnisse ihrer bildnerischen Arbeit für den Alltagsgebrauch bestimmt Aus kulturanthropologischer Perspektive thematisierte auch Hajo Eickoff das Handwerk als grundlegende menschliche Tätigkeit die die Gesellschaft von Beginn an begleitet und geprägt habe Seit die Maschine einen Großteil der Warenproduktion übernommen und das Handwerk zurückgedrängt habe sei das Design zum Teil an seine Stelle getreten Sowohl Handwerk als auch Design sieht Eickoff in gesellschaftlicher

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  • Dopo la catastrofe. La storia dell’arte e il futuro della città - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    Sicherheit Città e terremoti in Italia il nodo storico delle ricostruzioni Die zweite Sektion begann mit einem Gruppenbeitrag über städtischen Raum und kulturelle Identität in L Aquila Spazi urbani e identità culturali a L Aquila Zunächst präsentierte Daniel Screpanti die Ergebnisse seiner in den New Towns durchgeführten Analyse der Psychogeographie Darauf folgte Giovanna Ceniccola deren Ansatz das Verhältnis zwischen Lokal Identität und historischer Umgebung an dem Fallbeispiel der Kirche S Pietro in Onna untersuchte Piero Gilento stellte hingegen die Notwendigkeit eines offeneren Dialogs unterschiedlicher Disziplinen wie Urbanistik Denkmalpflege und Archäologie an einem vom Erdbeben zerstörten Ort wie der Stadt L Aquila dar Grundlegender hinterfragte Tommaso Montanari die Valenzen und die Begriffsevolution des Konzeptes Com era e dov era perché Wo es war und wie es war warum anhand einiger Fallbeispiele und korrelierten Positionen renommierter Persönlichkeiten des 20 Jahrhunderts Die Kontroverse über die Rekonstruktion zerstörter historischer Bauwerke erfordere vor allem einen offenen Dialog um Nutzen Symbolhaftigkeit Identitätsdefinition und Zugehörigkeit besagter Bauten angemessen beurteilen zu können und nicht ohne weiteres in den fatalen Umkehrprozess des Konzepts in Dov era ma non com era Wo es war aber nicht wie es war zu verfallen wie es vom italienischen Kulturministerium 2013 proklamiert und in Folge des Erdbebens in Emilia Romagna fragwürdig angewandt wurde Eindrucksvoll zeigte anschließend Olimpia Niglio den unterschiedlichen Umgang mit und Anspruch an das historische Bild einer Stadt nach einer Naturkatastrophe im Orient und Okzident an den Beispielen Tokyo und Popayàn in Kolumbien L immagine storica della città nel confronto percettivo tra Oriente ed Occidente Zwei weitere vergleichende Vorträge über Italien und die USA schlossen den ersten Tagungstag ab Valentina Russo zeigte den komplizierten verirrenden Umgang mit durch Erdbeben zerstörten historischen Zentren Italiens Terremoti catastrofi e architetture stratificate il progetto contemporaneo e i riflessi della storia An einigen Beispielen hinterfragte sie die Existenz einer einheitlich adäquaten Methode der architektonischen Instandsetzung im Hinblick auf Erhalt und Wiederaufbau Der letzte Beitrag des Tages von Michael Falser untersuchte am Beispiel der Zerstörung New Orleans durch den Hurrikan Katrina die Unerlässlichkeit eines Netzwerks welches der Erhaltung und der Konservation der Kulturgüter dieselbe Priorität wie dem Erhalt der sozialen Strukturen der Gemeinschaft zugestehen müsse Die Konferenz eröffnete am folgenden Tag mit einem weiteren Gruppenbeitrag diesmal mit der Problematik der Dislokation von Kulturgütern in L Aquila und der Frage ob der künstlerische bzw religiöse Wert eines Objekts über der Bedeutung desselben für die städtische Identität stehen solle oder dürfe The Dislocation of Cultural Heritage at L Aquila Artistic and Religious Value vs Civic Function Luca Pezzuto präsentierte das Fallbeispiel des Museo Nazionale d Abruzzo und dessen Umgang mit seinen Kunstwerken nach dem Erdbeben von 2009 Die Rolle der Museen sowie ihre potentiellen Möglichkeiten in der Aufarbeitung einer Katastrophe waren Thema des Beitrags von Jamie Sanecki Pavla Langer zeigte anhand der Reliquien der heiligen Stadtpatrone L Aquilas welch unterschiedliche Bedürfnisse an derart religiöse Kunstwerke gestellt werden wie diese besonders nach einer Katastrophe zum Ausdruck kommen und deshalb neben Fragen der adäquaten Restaurierung und sukzessiver Unterbringung auf Aspekte der lokalen

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  • Simone Martini e il suo polittico per i domenicani di Pisa - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    Überlegung aufwarf dass es eventuell zwei sagristani im Konvent gab Mauro Ronzani ergänzte Salvadoris Ausführungen mit einer Erläuterung der politisch schwierigen Situation der Pisaner Dominikaner in dieser Zeit aufgrund der Spannungen zwischen der Stadt und dem dominikanischen Erzbischof Oddone della Sala Er ging außerdem auf die Bedeutung des Kardinals Niccolò da Prato an der Kurie ein dessen Entscheidung es vermutlich war dass Tommaso da Prato 1320 Prior in Santa Caterina wurde Gianfranco Fioravanti rekonstruierte anhand einer Chronik die Bedeutung des Dominikanerstudiums in den 1320er Jahren La vita culturale del convento di Santa Caterina di Pisa a cavallo tra XIII e XIV secolo vorgelesen von Andrea De Marchi Nicht nur die sehr gut ausgestattete Bibliothek zeuge von der intellektuellen Konzentration innerhalb Pisas auch die Tatsache dass Dominikaner aus Florenz kamen um sich dort dem Studium zu widmen unterstreiche die Bedeutung des Konvents Fioravanti betonte außerdem die Zugänglichkeit des Studiums auch für Laien Den zweiten Konferenzteil eröffnete nach einführenden Worten von Andrea De Marchi Giampaolo Ermini Simone Lippo e la scrittura Immagini forme testi der ein Forschungsgebiet Monica Donatos aufgriff zu welchem die beiden gemeinsam gearbeitet haben jenes der Künstlersignaturen und Inschriften 3 Anhand von Beispielen erläuterte Ermini Charakteristika der Inschriften von Simone Martini und Lippo Memmi das verkehrte N der Buchstabe R in Form der Zahl 2 und das doppelte überlappende P verdeutlichte wie fortgeschritten die Alphabetisierung der sienesischen Künstler im Trecento war und zeigte dass sie darin Vorreiter waren ein differenziertes grafisches System in ihren Bildern zu entwickeln Victor M Schmidt The Prophets in the Pisa Polyptych by Simone Martini widmete sich der Darstellung der Propheten in den Giebeln wobei er u a auf die außergewöhnliche Kopfbedeckung von Daniel und die als einzige im Profil gezeigte Figur Ezechiel aufmerksam machte Darin wollte er dessen innere Vision kein schlichtes Lesen im Buch sehen Seinem Vergleich mit Francesco Trainis Propheten auf der Dominikus Tafel ebenfalls für Santa Caterina d Alessandria und seiner Schlussfolgerung dass sich hierin der Unterschied zwischen einem guten und einem exzellenten Künstler zeige entgegnete Cannon mit einem Verweis auf das unterschiedliche ikonographische Programm der Bilder Der Beitrag von Giacomo Guazzini San Tommaso d Aquino raffigurato da Simone Martini a Pisa e sue prime ripercussioni bot anregende Vergleiche der Darstellungstradition von Ordensheiligen wie z B jenen des Gloriosus Franciscus in der Unterkirche von Assisi als Prototypen mit der Figur des Thomas von Aquin sowohl auf Simones Altar als auch im Bild von Lippo Memmi in Santa Caterina Demnach so Guazzini wäre es konsequent die Triumphdarstellungen als Gloriendarstellungen zu bezeichnen weshalb er die Ikonographie in Beziehung zum heiligen Augustinus in der Glorie brachte Erling Sigvard Skaug Simone Martini and the development and significance of Trecento punchwork betonte Martinis Pioniercharakter auf dem Gebiet der Punzierkunst und hierbei die Bedeutung des Pisaner Polyptychons auf welchem im Vergleich zur Ludwigstafel in Neapel eine Vielzahl an neuen Stempeln auftaucht die der Künstler später nicht mehr nutzte Mit der Erweiterung der Punzen Vielfalt ginge eine Komplexität der einzelnen Motive einher die Simones Interesse an Material und

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  • Rückgang ins Unbestimmte – Zur Kontinuität ikonischer Formprozesse - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    Sichtbarkeit emotional gesättigt ist Deshalb bedeutet das Licht eines Bildes für Boehm die formale Anwesenheit des Emotionalen Als eine entwicklungsfähige Unbestimmtheit sei das Licht eines Bildes dasjenige Element das Form erst ermögliche indem es selbst unbestimmt ist Was im Bild beleuchtet ist und leuchtet bleibt selbst unbestimmt wie das Weiß der Leinwand und deshalb den Emotionen als Bedingung allen Erscheinens so verwandt Die Frage wie die Emotion ins Bild kommt beschäftigte auch die Kunsthistorikerin Kerstin Thomas in ihrem Vortrag Das bestimmte Unbestimmte Formen der Emotion im Bild Dabei ging es ihr darum Gefühle nicht lediglich im Sinne eines Verursacher Prinzips entweder einer dargestellten Figur oder einem vor der Leinwand agierenden gleichsam isolierten Künstlersubjekt zuzuschreiben und damit dingfest zu machen Gefühl so Thomas sei immer schon Beziehung zu etwas In jedem Erleben von Emotion ereigne sich eine besondere Begegnung die sich als emergentes Phänomen nicht auf den Urheber zurückrechnen lasse und sich daher einer klaren Bestimmbarkeit entziehe Auch die im Rezipienten ausgelöste Emotion müsse also im Kontext von dessen eigenem Erfahrungswissen verstanden werden Der Charakter des Unbestimmten besteht in seiner unendlichen Unabgeschlossenheit vielfältiger Beziehungen zwischen Objekt Rezipient und Künstler Für die Analyse des Bildes bedeute dies so Thomas dass die Beziehungen des Ikonischen selbst nicht erschöpfbar sind Ebenfalls Vertreterin eines Verständnisses demzufolge künstlerischer Ausdruck zugleich die Form einer Beziehung hat ist die Philosophin Marion Lauschke In ihrem Vortrag Deweys radikaler Enaktivismus Zur Kontinuität qualitativen Denkens sprach sie sich für die Verwandtschaft Deweys zum Enaktivismus aus Dewey gehe ebenso wie der Enaktivismus von einer konstitutiven Verbundenheit des Menschen mit seiner Umwelt aus deren reflexiv gewordenen Beziehungen in Kunstwerken zu finden seien Auch die Kunsthistorikerin Claudia Blümle wendete sich Deweys enaktivistischer Philosophie der Interaktion zwischen Mensch und Umwelt zu Sie versuchte die Dynamik dieser Prozesse als im Bild auffindbare Rhythmen zu begreifen Die Kontinuität von Natur und Kunst zeige sich im Bild als rhythmische Wiederkehr seiner Elemente Die Entstehung und Rezeption von Werken der Kunst verstand die Philosophin Eva Schürmann ebenfalls als emergente Prozesse In ihrem Vortrag Medialität und Performativität im Aisthetischen entwickelte sie unter Bezugnahme auf den Philosophen Maurice Merleau Ponty einen phänomenologischen Zugriff in dem die Subjekt Objekt Dichotomie keine erschöpfende Alternative darstellt Ein leibliches Subjekt sei zwar die Wirkursache des von ihm zur Erscheinung Gebrachten Mit dem Eigensinn des Dings auf den schon Merleau Ponty hingewiesen habe müsse der Künstler dennoch umgehen können indem das Material vorgebe was mit ihm anzufangen sei Bedenke man darüber hinaus so Schürmann die Vielfalt möglicher Perspektiven der Rezeption dann interferiere die Sichtbarkeit eines Werks immer mit dem Unsichtbaren als den nicht aktualisierten Möglichkeiten auch anders wahrzunehmen zu können Bei der Bildlichkeit selbst setzte der Kunsthistoriker Horst Bredekamp an In seinem Vortrag Die Wahrheit der Störung Hans Leinbergers Modell zeigte Bredekamp den missglückten Bronzeguss einer Marienstatue des deutschen Bildhauers der Spätgotik Trotz seiner offensichtlichen Mängel war der Guss im Rathaus der Stadt Moosburg aufgestellt worden wo er den protestantischen Bildersturm unbeschadet überstand Bredekamps These lautete dass schon in der Zeit kurz vor den Bilderstürmen die

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  • Skandinavien in den Kulturen des Baltikums - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    Aija Brasliņa und Natalja Jevsejeva nach G uchowska befasste sich mit der Mittlerrolle des deutsch polnischen Schriftstellers Stanis aw Przybyszewski 1868 1927 der durch seine publizistische Tätigkeit Ausstellungen und seine hervorragende Vernetzung mit Künstlern Literaten Galeristen und Sammlern maßgeblich zur Verbreitung der Skandinavien Mode in Deutschland Polen und Russland beigetragen habe In Lettland habe die große Bedeutung skandinavischer Malerei und Literatur für die Entwicklung der Kunst nach dem Ersten Weltkrieg abgenommen wie Brasliņa in ihrem Beitrag unterstrich Im unabhängigen Lettland seien Kunstkontakte zu Skandinavien vor allem im Rahmen vom offiziellen Ausstellungsaustausch realisiert worden Die Künstler selbst hätten sich mehr für das zeitgenössische Geschehen in Paris und Berlin interessiert Wobei dort freilich Gelegenheit bestand aktuelle Werke von skandinavischen Künstlern kennenzulernen 3 Die lettische Avantgarde Künstlerin Alexandra Belzova 1892 1981 in deren Werk Jevsejeva nach einem Aufenthalt in Stockholm 1938 eine Rezeption der zeitgenössischen schwedischen Malerei erkennt darunter Siri Derkert Vera Nilsson Gustav Anderson und Olle Olsson sei damit eine marginale Erscheinung in der lettischen Kunst dieser Zeit geblieben Dem Verhältnis von Tradition und Moderne im Mythos Skandinavien gingen der Abendvortrag von Janis Kreslins sowie das letzte Panel nach die den Blick auf Architektur Städtebau und Design der Moderne richteten Kreslins wies in seinem Vortrag der als Inszenierung in sechs Akten Züge einer Lecture Performance trug auf die ideengeschichtlichen Zusammenhänge und semantischen Aufladungen von Materialien wie Holz und Leinen von heller Farbigkeit und Licht für die bis heute kursierenden mentalen Skandinavienbilder hin sowie auf deren Ursprünge im nationalen Romantizismus des 19 Jahrhunderts Andreas Fu lberth befasste sich mit unverwirklicht gebliebenen Rathausentwu rfen für Riga und Tallin aus den 1930er Jahren Anhand einer Analyse von deren Rezeption in der zeitgenössischen Presse zeigte Fu lberth dass die Verwandtschaft zu den früheren Rathausbauten in Stockholm und Oslo Riga beziehungsweise in Kopenhagen Tallin mehrheitlich begrüßt wurde ein funktionalistischer Entwurf für Tallin jedoch auf Ablehnung stieß Dies ließe entgegen der verbreiteten Interpretation eines modernisierenden Kulturtransfers aus Skandinavien ins Baltikum die Frage aufwerfen ob nicht auch die Bevorzugung des Traditionalistischen skandinavischen Vorbildern geschuldet sei Juliane Aleithe untersuchte die Rezeption von schwedischem Design in der DDR in den 1950er und 1960er Jahren unter dem Gesichtspunkt des vermittelten Schwedenbilds Dort hätten die Ablehnung des Bauhauses sowie die politische Neutralität Schwedens und die Betonung der sozialen Dimension von schwedischem Design eine positive Rezeption begünstigt Dieses sei jedoch nur selten als direktes Vorbild benannt worden obwohl zahlreiche DDR Produkte wie das Montagemöbelprogramm Sybille VEB Möbelwerk Stralsund oder Leuchten von PGH Metalldrücker Halle stark an Entwürfe von Nils und Kajsa Strinning bzw von Poul Henningsen erinnerten Zwei Beiträge widmeten sich den Vorbildfunktionen skandinavischer Architektur und Stadtplanung in der baltischen Nachkriegsmoderne 1956 1968 So hätten wie Lilian Hansar ausführte die Stockholmer ABC Stadt Vällingby 1954 und die Gartenstadt Tapiola 1956 60 im finnischen Espoo als innovative Modelle gegolten die Wohnen Arbeiten und Dienstleistungen sowie die Integration von Stadt und Natur miteinander verbanden und seien in die Gestaltung der ersten Großwohnungssiedlung in Tallin Mustamäe 1959 Planung abgeschlossen eingeflossen Marija Dr mait unterstrich in ihrem Beitrag

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  • Dmitry Prigov’s legacy as a multimedia artist and writer - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    sich am Beispiel vor allem literarischer Texte mit Concepts of subjectivity in Prigov s work insbesondere dem Fehlen eines stabilen Subjekts In ihrem typologischen Vergleich mit Werken von Vladimir Majakovskij deutet sich eine wichtige Perspektive der zukünftig noch zu leistenden Forschung an der Vergleich der historischen mit der neuen Avantgarde Alena Machoninová Prag Moskau wählte mit Vsevelod Nekrasov s and Dmitrii Prigovs Prague poems ein angesichts des Tagungsortes überaus passendes Thema Der Textvergleich zeigte charakteristische Unterschiede im Umgang mit dem gemeinsamen Thema Nekrasovs Zyklus Vospominanija o Prage Erinnerungen an Prag beschreibt authentische Eindrücke während Prigovs Izučenija vospominanija Pragi Untersuchungen der Prag Erinnerung klischeehafte Topoi aufzählt Prigovs Imitation des tschechischen Konsonantismus in Izučenie sokraščenija glasnych Untersuchung der Vokalkürzung stellt ein interessantes Beispiel für translinguale Dichtung dar Valentina Parisi Mailand Delmenhorst Bremen verließ den literarischen Bereich und wählte als Untersuchungsgegenstand Late DAP s performances between self portrait and family album Im Zentrum standen Performances und Fotos der Prigov family group die Prigov seine Frau Natal ja Mali und seinen Sohn Andrej zeigen Die autobiographischen häuslichen Repräsentationen sind charakteristisch für das Spätwerk des Künstlers Parisi zeigte auch Prigovs Beitrag zu der Rock Oper von Iraida Jusopova in dem er sich nach Kräften bemüht einer Katze das Wort Rossija Russland beizubringen Exemplarisch zeige sich hier die Entwicklung hin zu Theatralität zur Auffassung der eigenen Arbeit als Gesamtkunstwerk Giada dalla Bontà Venedig wandte sich mit Beasts on stage Bestiaries and Stichogrammy as the core of Prigov s performative strategy dem graphischen Werk zu Sie ging zum einen auf seine Zeichnungen von Monstern ein die immer die gleichen Motive variieren und denen jeweils Namen von FreundInnen bzw KollegInnen zugeordnet sind zum anderen den mit Hilfe der Schreibmaschine erstellten Buchstaben Objekten Hier seien Ideen greifbar die in den späteren Performances und theoretischen Postulaten wiederkehren In den Bestiarii manifestieren sich etwa persönliche Dimensionen die später mit Prigovs Idee des kurzzeitigen Aufflackerns mercanie des auctors ins Zentrum des Werks rücken Brigitte Obermayr Berlin stellte in ihrer Präsentation Newspaper news paper Temporality and dimension Prigovs Zeitungsinstallationen etwa die Übermalungen der Pravda in den Kontext der internationalen Zeitungskunst Grundsätzlich sei zwischen der Verwendung von Zeitung als Material etwa in der Collage oder als Dispositiv On Kawaras Serien die jeweils Datum und Zeitungstitelseite archivieren zu unterscheiden Weiterhin gebe es von KünstlerInnen in realen Zeitungen platzierte Texte sowie auch Zeitung im Text In der Diskussion wurde auf unterschiedliche mit der Zeitung verbundene symbolische Bedeutungen im Westen Temporalität und in der Sowjetunion Ideologie hingewiesen Ebenfalls um die vergleichende Einordnung ging es Sabine Hänsgen Zürich im Vortrag Poetic Performance Hugo Ball and Dmitry Prigov Programmatisch forderte sie die Berücksichtigung von über den reinen Text hinausgehenden medialen Dimensionen So gebe es zu Hugo Balls legendärer Performance von Karawane zwar keine Aufnahme aber über Fotos und Erinnerungen ließen sich einzelne Aspekte seines Züricher Auftritts rekonstruieren Balls Streben nach Sakralität kirchenähnliche Rezitation goldfarbenes Kostüm und Transzendierung des Alltags stellte Hänsgen vergleichend Prigovs Banalisierungs und Entsakralisierungsstrategien gegenüber Die Möglichkeit des Gegeneinanders von Text und Stimme Performance illustrierte sie durch

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  • Arena, Agens, Projektionsraum - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    Muthesius vollzog nach wie seit dem mittleren 19 Jahrhundert Krakauer Kunsthistoriker um Marian Soko owski die Architektur und Kunst in den polnischen Ländern als nationales Kulturerbe beschrieben und symbolisch aufgewertet haben Ewa Manikowska betrachtete Fotokampagnen zur Zeit des Ersten Weltkriegs Durch das fotografische Erfassen von Monumenten Artefakten Menschen Trachten und Landschaften in den deutschen russischen und österreichischen Teilungsgebieten sei erstmals die Vorstellung von einem polnischen kulturellen Territorium entworfen worden national visual mapping mit dem Ziel Argumente für die Wiederherstellung eines autonomen polnischen Staates zu liefern Ewa G adkowska analysierte wie nach 1945 die Volkskunst des Ermlandes und Masurens als das einzige mit der neuen staatlichen Zugehörigkeit der Region und auch mit den Anforderungen des Marxismus Leninismus kompatible Element des ostpreußischen Kulturerbes für die Legitimierung der neuen politischen Machtverhältnisse instrumentalisiert wurde Die Frage nach dem Verhältnis zwischen Tradition und Modernität stand im Mittelpunkt von drei Vorträgen Lidia G uchowska befasste sich mit Nationalisierung der polnischen Kunst am Beispiel des polnischen Expressionismus Nach der Zäsur des Ersten Weltkrieges hätten sich die avantgardistischen Gruppierungen Polens wie Bunt Revolte in Posen Pozna und Jung Jiddisch in ód mit ihrem Selbstverständnis als moderne Künstler im Spannungsfeld zwischen Patriotismus und Internationalität wiedergefunden Vorwürfe gegen diese deutsch jüdisch kosmopolitischen Bewegungen seien aus national katholischen Kreisen gekommen die eine Polonisierung des Expressionismus vorangetrieben hätten Hanna Grzeszczuk Brendel problematisierte das vermeintliche Gegensatzpaar modern und sozialistisch realistisch anhand zweier Bauten die im Jahr 1955 zur Nutzung freigegeben wurden des modernen Posener Rundbaus Okr glak und des Warschauer Kulturpalasts Neben der Bedeutungselastizität der Begriffe die zeitgenössisch und retrospektiv analog aber auch ganz unterschiedlich konnotiert worden seien fortschrittlich konservativ machte das Beispiel deutlich dass in den 1950er Jahren verschiedene architektonische Stilrichtungen nebeneinander existierten Die These eines Antimodernismus als Strategie des Privaten vertrat Piotr Korduba in seiner Untersuchung des Wohnens im Polen der 1960er Jahre Anhand einer Analyse von illustrierten Artikeln zu privaten Wohnräumen der Intelligenz aus der Lifestyle Zeitschrift Ty Ja Du und ich und von Interviews mit Zeitzeugen konstatierte Korduba dass diese soziale Gruppe einen Stil bevorzugte bei dem selbst im Plattenbau antike Möbel mit Neuem kombiniert wurden Korduba deutete diesen Einrichtungstrend als Strategie der Abgrenzung gegenüber der Standardisierung des Wohnens im neuen System Ein eigenes Panel widmete sich Ausstellungsprojekten und Erinnerungs bzw Identitätspolitiken in der Zwischenkriegszeit Szymon Kubiak befasste sich mit der Erinnerung an die Opfer des Ersten Weltkriegs im Stadtmuseum des avantgardefeindlichen Stettin Hierfür engagierte sich Museumsdirektor Walter Riezler der privat gestiftete Mittel für die Ausschmückung des zentralen Kuppelsaals mit moderner Kunst nutzte Ein Fresko sollte an die Opfer des Krieges erinnern Probefresken von Karl Hofer und Otto Hettner sowie ein Kruzifix von Ludwig Gies stießen jedoch beim städtischen Publikum auf Ablehnung und wurden im NS beseitigt Der konservative Mehrheitsgeschmack spiegelte sich auch in der offiziellen Kulturdiplomatie beider Länder wie die Beiträge Christian Saehrendts und Irena Kossowskas zeigten Beide Vorträge setzten sich mit Ausstellungen deutscher Kunst in Polen und polnischer Kunst in Deutschland zwischen 1929 und 1939 auseinander Trotz des belasteten Verhältnisses zwischen der Weimarer Republik und Polen eröffnete

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  • Die Klage des Künstlers - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    schließlich deshalb seinen Unmut hierüber schriftlich zum Ausdruck brachte Die dritte Sektion am Samstag widmet sich den Flüchtlingskünstlern die häufig bedrängt durch religiöse Unruhen in ihren Heimatorten zur Emigration gezwungen wurden und anderswo einen Neustart wagen mussten AXEL GAMP Bern eröffnete diesen Abschnitt mit seinem Vortrag über den Konvertiten Nicolaus Geisler welcher nach Luzern emigriert war und dort sehr erfolgreich erst mit der Ausstattung der Franziskanerkirche und später der Wiederausstattung der 1633 abgebrannten Luzerner Hofkirche beauftragt wurde Im Fokus stehen hier insbesondere die in der Konsequenz dieses Erfolges stehenden Dispute mit dem Luzerner Künstlerkollegen Hans Ulrich Räber Auch RUTH NOYES Baltimore Maryland Rom leistete einen Beitrag zu transformativen Krisen der Frühmoderne Hierzu erforschte sie eine Gruppe produktiver aber kaum beachteter Graphiker wie Mattheus Greuter Philippe Thomassin und Valerian Regnard die zur ersten evangelisch getauften Generation gehören zurück zum Katholizismus konvertierten und ihre Heimat um 1600 Richtung Rom als Glaubensflüchtlinge verließen Darüber hinaus diskutierte ANDREA M GÁLDY Trier Ottobeuren wie Benvenuto Cellini und andere Künstler seiner Zeit mit dem Wunsch ihrer Auftraggeber Antiken zu restaurieren umgingen Dies wird sowohl in Bezug auf Status Kreativität künstlerischer Freiheit als auch unter Berücksichtigung der höfischen religiösen und gesellschaftlichen Kontexte in denen die Künstler operierten untersucht Das Ende des Samstages läutete der Vortrag von NILS BÜTTNER Stuttgart ein in dem er ausgehend von einer bildhaften Beschreibung der Eroberung Antwerpens 1584 den Künstlerflüchtlingen in die nordniederländischen Städte so z B nach Amsterdam oder Haarlem nachspürte Dabei zeigte er u a dass neben den zahlreichen Innovationen die dieser künstlerische Schmelztiegel an der Nordsee hervorbrachte die in der Folge stehende nur logische Überproduktion auch zu zahlreichen Klagen von Künstlern beispielsweise in Richtung Kunsthändlern Jan van Gool oder das Publikum Rembrandt van Rijn führten Abschluss der dritten Sektion welches gleichzeitig den Auftakt am Sonntagmorgen bildete war das Referat von JOY KEARNEY Nijmegen Im Fokus ihrer Ausführungen stand die Familie Hondecoeter eine Flämische Künstlerfamilie die aus dem durch die Spanier besetzten Süden in den protestantischen Norden fliehen musste Kearney ging es darum zu zeigen wie sich die erfolgreichen Hondecoeters die aus Flandern Emigrierten ebenso wie die erste in den nördlichen Niederlanden Geborenen dort künstlerisch in Abgrenzung zu ihren niederländischen Kollegen positionierten Das vierte Panel der Tagung setzte sich mit der visualisierten Klage auseinander das heißt jenen Künstlerklagen die offen oder versteckt im Gemälde eingebettet wurden Ein äußerst spannendes Beispiel einer jedoch fehlgeleiteten Interpretation einer solchen Klage bildeten TOBIAS LANDERS Freiburg im Breisgau Überlegungen zu Jörg Ratgeb Dessen Herrenberger Altar wurde etwa von Wilhelm Fränger als klagend und aufrührerisch interpretiert Die Sichtweise eines im Bauernkrieg engagierten und für diesen Einsatz gestorbenen Ratgeb kulminierte schließlich zu DDR Zeiten zu einer Verehrung als Held und Märtyrer Dass dies jedoch nur ein Mythos war und es sich eben um keine Bild gewordene Künstlerklage handeln kann konnte Landner sowohl Bildinhärent als auch durch die Berücksichtigung zeitgenössischer Quellen zu Radgeb deutlich machen Ausgang für den zweiten Beitrag in dieser Sektion bestritten durch IVANA ROSENBLATT Columbus Ohio ist die These dass die zurückgebliebenen Antwerpener Künstler des späten

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