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  • Nichts Neues Schaffen. Perspektiven auf die treue Kopie 1300–1900 - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    Weichheit des menschlichen Körpers noch lebensechter imitieren konnte als die antiken Vorbilder aus Marmor bzw die neuzeitlichen Kopien aus Bronze Über die glänzende Oberfläche hinaus steigerte der technisch anspruchsvolle Herstellungsprozess der Statuen in einem Material das zu diesem Zeitpunkt erst wenige Manufakturen in Europa herzustellen vermochten Attraktivität und Wert der Produkte Antikenkopien waren auch der Gegenstand des ersten Beitrags in der Sektion Authentizität und Konstruktion Begriffe die sich so Susanne Müller Bechtel sowohl auf die Werke selbst wie auch auf den Umgang mit ihnen beziehen lassen könnten Aus der Perspektive der klassischen Archäologin die sich mit der neuzeitlichen Rezeption antiker Plastik befasst legte Charlotte Schreiter Xanten dar wie die Kopienkritik den Umgang ihrer Disziplin mit Wiederholungen von Antiken geprägt hat Die für die Entwicklung der Archäologie unverzichtbare Methode stelle bis heute ein wichtiges Instrumentarium dar habe rückblickend gesehen aber auch zu folgenreichen Fehleinschätzungen geführt Denn die Ähnlichkeit mit dem Original sei zwar ein relevantes nicht aber das entscheidende Merkmal für das Verständnis einer Kopie Viel aufschlussreicher seien Faktoren wie Material Format und Technik Herstellungskontext und Funktion welche die Kopie von ihrem Modell unterscheiden also das Originale der Kopie ausmachten 2 Helmut Hess München bereicherte die Tagung um die Darstellung eines vielen Teilnehmern bislang unbekannten Phänomens Ausgerechnet in der Frühphase der neuen Technik der Fotografie kam es zu einem großen Anstieg in der manuellen Produktion von Kopien Für die Herstellung von Kunstkatalogen die anstelle von Reproduktionsgrafiken nun mit Fotos illustriert werden sollten stellten sich Gemälde als ungeeignete Vorlagen heraus da die Fotografie noch Probleme mit der Wiedergabe verschiedener Farbwerte hatte Daher wurden teilweise unter hohem Kosteneinsatz gezeichnete Grisaillekopien angefertigt die anstelle des Originals fotografiert wurden Der durch den Einsatz der Fotografie formulierte Anspruch einer treuen Wiedergabe des Originals wurde somit nicht nur nicht eingelöst sondern sogar vorgetäuscht denn kenntlich gemacht wurde das zwischengeschaltete Transfermedium dem Rezipienten nicht Peter Heinrich Jahns München Vortrag zur Plankopie im frühneuzeitlichen Architekturbetrieb befasste sich ebenfalls mit der Kopie als Medium und bildete zugleich den Auftakt für den kleinen Architekturschwerpunkt der Tagung Anhand zahlreicher Fallbeispiele aus dem Umkreis des römischen Architekten Carlo Fontana bot Jahn zunächst einen systematischen Überblick über die verschiedenen Methoden und Funktionen des Kopierens Besonderes Augenmerk legte er auf Plankopien die als Medium der Kommunikation entweder zwischen Auftraggeber und Architekt oder zwischen Architekt und Baustelle dienten Interessantes Ergebnis dabei war dass die Kopie als eine Reinzeichnung des Entwurfs also als eine um Fehler bereinigte Fassung galt und somit dem Original überlegen war Einen gelungenen Bogen in die Gegenwart und zum Tagungsort der Konferenz schlug der Vortrag von Olaf Gisbertz Braunschweig zu gebauten Wiederholungen Ausgehend von der Rekonstruktion der Braunschweiger Burg Dankwarderode im 19 Jahrhundert zeichnete Gisbertz anhand chronologisch geordneter Beispiele aus dem deutschsprachigen Raum die von Architekten und Öffentlichkeit geführte Diskussion über den Umgang mit verloren gegangenen Bauten nach die an Aktualität bis heute nichts eingebüßt hat Die widerstreitenden Auffassungen von Funktion und Wirkung von Architekturreproduktionen finden dabei Ausdruck in Bauprojekten die von Rückbauten in den vermeintlichen Ursprungszustand bis zu Rekonstruktionen reichen die das

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  • Der Fall Gurlitt – Was hat die Kunst­ge­schich­te daraus gelernt? - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    moderiert wurde Mit vier weiteren Standpunkten aus den betroffenen Berufsfeldern wurde im Hinblick auf die Bedürfnisse der Restitutionsabklärung die aktuelle Arbeitsteilung in den Ausbildungs und Berufsfeldern erörtert durch Isabel Pfeiffer Poensgen Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder die Kultureinrichtungen in Deutschland finanziell und beratend unterstützt durch den Kulturredakteur beim Deutschlandfunk in Köln und freien Autor Stefan Koldehoff welcher der Öffentlichkeit durch zahlreiche Beiträge zum Thema bekannt ist durch die Kunsthistorikerin und Rechtsanwältin Friederike Gräfin von Brühl und durch den Leiter der Abteilung Forschung und wissenschaftliche Kooperation an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden 1 Gilbert Lupfer Die unterschiedlichen Interessen und Prioritäten der direkt betroffenen außeruniversitären Berufsfelder führten zu zahlreichen Stellungnahmen Es wurden strukturelle Mängel und Vermittlungsschwierigkeiten hervorgehoben Sie führten so Großmann dazu dass die Aufgabe in Anbetracht der Vielzahl der gründlich zu erforschenden Werke im geforderten Umfang kaum erfüllt werden könne In den Museen treffe die anspruchsvolle Forderung die Kunstgegenstände systematisch und im Einzelfall zu untersuchen auf ungenügende Arbeitskapazität und fehlende finanzielle Mittel Zudem mangele es hier meist an Anerkennung für die geleisteten Anstrengungen und Klärungen Aber auch die Kulturstiftung der Länder hat laut Pfeiffer Poensgen immer wieder mit unzureichendem Fachwissen in Bezug auf diese komplexe Thematik zu kämpfen Ebenso wird laut Nathan der Beitrag des Kunsthandels zur Strukturierung des kulturellen Erbes und zur Erforschung des Status und Schicksals von Einzelobjekten z B mittels Werkverzeichnissen oder dem Art Loss Register 2 weithin unterschätzt auch wenn sich in jüngster Zeit eine wachsende Zahl von Forschungen diesem Thema widmen Die von vielen Seiten geforderte Einbettung der Provenienzforschung in die universitäre Kunstgeschichte wirft allerdings etliche Fragen auf an denen sich Interessen und Auffassungsunterschiede herauskristallisieren Einen besonders breiten Fächer ergeben die Meinungen zu drei Teilfragen zum Grad an Eigenleistung der universitären Kunstgeschichte in der Herkunftsforschung zur Vermittlung der dafür notwendigen Fachkompetenzen und zu deren Integration in das akademische Curriculum Eine grundlegende Schwierigkeit bezüglich der letzten Teilfrage benannte Kilian Heck mit seinem Hinweis dass in den Studieninhalten die Kunstwerke in noch unzureichendem Maße als materielle Objekte und Produkte eines kulturellen Kontexts betrachtet würden Die Entwürfe der akademischen Aufgabe reichen somit von der exemplarischen Sensibilisierung der Studierenden für die Beschaffenheit und kulturelle Einbindung des künstlerischen Objekts Kilian Heck über den systematischen Erwerb von bereichsspezifischen Zusatzkenntnissen zum besseren Verständnis der einschlägigen Aufgaben G Ulrich Großmann bis hin zum Anspruch auf eine vertiefte und möglichst vollständige Ausbildung in disziplinübergreifenden Fachkompetenzen im Hinblick auf die zukünftigen Tätigkeiten Friederike Gräfin von Brühl und zur Forderung sich der anspruchsvollen Aufgabe im Rahmen thematisch definierter ambitionierter Forschungsarbeiten anzunehmen Bénédicte Savoy Technische Universität Berlin Welzel verwies hier auf die Spannung zwischen dem Bedürfnis den ethischen Erfordernissen dieser Materie gerecht zu werden und dem Wunsch die Thematik für die Forschung fruchtbar zu machen zu Recht forderte sie dazu auf diese Spannung im Zuge des weiteren Diskurses genauer zu ergründen Die unterschiedlichen Modelle werden vom Verhältnis zwischen der Idealvorstellung kunsthistorischer Tätigkeit und der sachlich geforderten und moralisch geleiteten Aufgabenstellung geprägt Im erstgenannten Beitrag Kilian Heck wird ein unmittelbarer Bezug zum Werk und zu seinem Kontext im Studiengang durch

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  • Tales from the Crypt: Museum Storage and Meaning - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    kind of anxiety is behind the decisions of museums to create a visible storage area revealing all e g making as much as possible accessible and being seen to do so actions that can be described as pre digital ambitions Further points of discussions were the iconography of storage While visible storage appears to be backstage it is yet another front stage The contribution by Upinder Singh raised fundamental questions regarding the cultural codes and local specificities of the storage of artefacts Moving away from the large metropolitan institutions and sites Singh considered archaeological museums in the Indian hinterland showing a number of museums where it was hard to distinguish between the display and storage areas If a site museum simply may not have the resources to take care of it authorities might consider the object safer in the ground than in the museum re burial becomes a storage option Often local temples and shrines take charge of sculptures and temple fragments but what is the status of these treasures which exist but are hardly ever seen And conversely how should one think of museums that display sacred objects that are not intended to be seen by all What happens when the space occupied by a store becomes valuable real estate too valuable to continue as backroom Are museums then under pressure to de accession objects to reduce backroom expenses Have museums even come to the point of disposing of objects or destroying them because the costs of storing them are too high or will they remain committed to preserving objects for the longue durée for which objects must be retained and preserved forever These were issues considered in a Panel Discussion with Alice Stevenson Deborah Swallow and Bill Sherman chaired by V A director Martin Roth Roth opened the discussion by asking participants to speculate on the shape and meaning of museum storage 20 years from now inviting them to reflect on the different time horizons within which the museum operates addressing present day audiences as well as retaining custodianship of objects for the distant and even unforeseeable future Session 3 was titled Museums as Archive Museum collections like archives were and are places of scholarly encounter But how do museums justify the investment in storing conserving and servicing objects in storage and the small community of scholars who might use them Drawing on her experience in the Egyptian Section of the Manchester Museum Christina Riggs made a presentation that threw up sharp questions about the present day functions practices and meanings of museums that are the residue of colonialism In reference to Jacques Derrida Riggs explained that the colonial fantasy of the archive and a desire for completeness drove museums to acquire vast quantities of objects many of which were not intended for display but were to be part of the museum s archival store Drawing on ethical dilemmas of holding human remains Riggs explained how these concerns do not seem to apply to Egyptian mummies or other

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  • Les artistes et leurs galeries. Réceptions croisées. Paris-Berlin. 1900-1950 - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    Anhand dessen Korrespondenz und einem Geschäftsbuch aus dem Jahr 1918 untersuchte er seinen Übergang vom Privathändler marchand de chambre zum Betreiber der Galerie de Sévres Besonderes Augenmerk legte der Vortrag dabei auf die Korrespondenz mit Moise Kisling Leo und Nina Stein und auf den Exklusivvertrag mit Otakar Kubín Die Migrationsgeschichte Baslers kam in der Diskussion in Bezug auf seine Versuche wiederum in Polen französische Kunst auszustellen nochmals zur Sprache Dem Verhältnis von Krieg und Galerien widmete sich Claire Maingon Rouen in verschiedenen Facetten von künstlerischen Darstellungen des Krieges bis zu Benefizausstellungen Sowohl das Bild des Krieges als auch der Kontext des Krieges für den Kunstmarkt werden im Medium der Ausstellung greifbar Die Kunstwelt wurde einerseits dazu gedrängt medial und finanziell zum Krieg beizutragen konnte umgekehrt aber auch kulturelles und finanzielles Kapital aus ihm ziehen Marianne Le Morvan Dijon Paris behandelte wiederum eine konkrete Akteurin Berthe Weill eine Pionierfigur die unter anderem als die erste Händlerin Picassos in Erscheinung trat Le Morvan konnte in ihrem Vortrag nicht nur deren prekäre Karriere darstellen die trotz vieler Hindernisse mehrere Jahrzehnte andauerte sondern auch auf kommende eigene Projekte verweisen wie die Neuausgabe der Erinnerungen Weills sowie eine geplante Ausstellung über ihr Wirken In einem breit angelegten Überblick untersuchte Alice Ensabella Rom Grenoble das Debüt des Surrealismus auf dem Pariser Kunstmarkt Sie charakterisierte mit statistischen Mitteln die Mitte der 1920er Jahre als den Moment des Durchbruchs Ein Spannungsverhältnis zwischen der Vermarktung einzelner Werke und der Vermittlung eines künstlerischen Gesamtprojekts kennzeichnete die untersuchten Einzel und Gruppenausstellungen auch im Wechselspiel von GaleristInnen und KünstlerInnen Ihr Vortrag zeigte von welcher Bedeutung interdisziplinäres Vorgehen für die Kunstmarktforschung sein kann Eine Topographie und statistische Auswertung des Kunstmarktdebüts des Surrealismus bildete die Grundlage um dann die Vermittlungsstrategien an Medien wie Einladungskarten erläutern zu können Am Nachmittag moderiert von Hélène Ivanoff und Denise Vernerey Laplace sprach Chara Kolokytha Northumbria über Christian Zervos in seiner Doppelfunktion als Herausgeber der Cahiers d art seit Mitte der 1920er Jahre und Galerist in den Räumen dieses Journals ab 1934 Auf die Krise Ende der 1920er Jahre reagierten der Galerist und seine KünstlerInnen gemeinschaftlich unter anderem mit einer Auktion am Hôtel Drouot durch die Zervos seine weitere Tätigkeit sichern konnte Martin Schieder Leipzig stellte den Galeristen Egon Günther vor und die Ausstellung surrealistischer Kunst im Jahr 1948 unter dem Titel Vision und Magie Mit dem vielfältigen Rahmen und Vermittlungsprogramm der Ausstellung entstand auch in diesem Fall eine Spannung zwischen dem surrealistischen Ansatz und seiner Vermittelbarkeit in einer Galerie So erhielt die ambitionierte Ausstellung dann auch keine überregionale Rezeption Theoretische Beiträge des Programms die beispielsweise Musik und auch Mathematik thematisierten wurden von Zeitgenossen zudem als einigermaßen spekulativ kritisiert Die Leitideen der Ausstellung standen zudem im Konflikt mit dem französischen Surrealismus Martin Schieders Fazit angesichts der historischen Ablehnung des Projekts Eine Vision wurde entfaltet aber die Magie trat nicht ein Für Meta Maria Valiusaityte Berlin Paris zog sich eine kämpferische Rhetorik durch die Korrespondenz von Leonce Rosenberg bis hin zum Namen seiner Galerie L Effort Moderne Sie konnte die

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  • Scholars’ Monuments. Historical Meaning and Cultural Significance - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    Texte einer vergleichenden Analyse unterzog und insbesondere ihre Wechselwirkung mit anderen Gattungen sowie ihre mediale Transformation untersuchte Nachfolgend widmete sich Hans Christian Hönes London der Gelehrtenmemoria im antiquarischen Diskurs um 1800 wobei er d Hancarvilles Idee des abwesenden Denkmals dem Winckelmannschen Kult der Verewigung kontrastierend gegenüberstellte Im Abendvortrag kehrte Malcolm Baker Riverside zum Thema der Ensembles von Gelehrtenporträts im universitären Kontext zurück Anhand der Ausstattungen britischer Bibliotheken mit Büstenporträts verwies er neben pointierten Beobachtungen zur Form und Materialität der Skulpturen auf ihre Funktion im Dialog mit den Wissenschaftlern die in der Bibliothek die literarischen Werke der Dargestellten konsultierten Schon zuvor bot die Vorstellung des Wikis u monuments https monuments univie ac at durch Cigdem Özel Wien und Caroline Mang Wien einen konstruktiven Lösungsansatz für den Umgang mit der Masse von Forschungsdesideraten Das Wiki wurde in Zusammenarbeit von den Mitgliedern der Forschungsgruppe Ge l ehrte Köpfe mit den Studierenden des Instituts für Kunstgeschichte der Universität Wien über die Lernplattform Moodle erstellt Es kombiniert einen virtuellen Rundgang durch den Arkadenhof mit fundierten Artikeln zu den einzelnen Denkmälern Seit September 2014 ist es über den Server der Universität Wien zugänglich und liefert einen Zugang zu Informationen aus bislang unpublizierten Quellen und hochauflösende Abbildungen Der zweite Tag begann mit Fallstudien von Maria Pötzl Malikova München Hubert Szemethy Wien und Andrea Mayr Wien welche sich exemplarisch mit den Werken des Arkadenhofes der Universität Wien befassten Thomas Maisel Wien referierte im Anschluss über die Damnatio Memoriae also die Beschädigung und Entfernung jüdischer Denkmäler in den Jahren der NS Herrschaft Martin Engel Wien leitete mit seinem Vortrag über die Porträtbüsten des Arkadenhofes nach 1945 zur Problematik hinsichtlich Form und Funktion des Gelehrtendenkmals in der heutigen Zeit über Angelika Keune Berlin und Sigrid Ruby Gießen befassten sich daraufhin mit aktuellen Beispielen derartiger Denkmäler Gerade beim Vortrag Keunes zum Lise Meitner Denkmal an der Berliner Universität unter den Linden bei welchem es sich um das erste ganzfigurige Porträt für eine weibliche Wissenschaftlerin in Deutschland handelt wurde deutlich dass die auch im Wiener Arkadenhof zu beobachtende Ausklammerung weiblicher Gelehrter Teil einer bis heute wenig beachteten Problemgeschichte ist Lösungsansätze wurden in einer anschließenden Podiumsdiskussion unter der Moderation von Mechtild Widrich Basel Chicago Marianne Maderna Wien und Taylor J Acosta Minneapolis diskutiert Maderna stellte in diesem Rahmen ihr Projekt für die Installation Radical Busts vor welches ab 2015 den männlichen Porträts im Wiener Arkadenhof 33 Büsten bedeutender Frauen gegenüberstellen wird Dabei wurde ebenfalls kontrovers über die Frage diskutiert ob es sich bei den Denkmälern im Wiener Arkadenhof um ein in sich geschlossenes homogenes museales Ensemble oder um ein zu erweiterndes lebendes Denkmal handle das kontinuierliche Aktualisierung verlangt Mit der Frage nach zeitgemäßen Porträtdarstellungen befassten sich auch Sara Ayres London und Annabel Elton London die den dritten Tag einläuteten Dabei konfrontierten sie anhand exemplarischer Beispiele das öffentliche mit dem privaten Rektorenporträt an englischen Universitäten Die nachfolgenden Vorträge widmeten sich Gehlehrtendenkmälern auf europäischer Ebene Besonders hervorzuheben ist dabei das Paper von Jeannette Kohl Riverside zum Grabmal für Leonardo Salutati in Fiesole In einer herausragenden

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  • Civic Artists and Court Artists (1300–1600) - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    die Entwicklung des Amtes eines offiziellen Stadtmalers in den burgundischen Niederlanden im 15 Jahrhundert Um 1400 entstand hier die offizielle Position des stadsmeester schilders neu Seine vorrangige Aufgabe bestand darin die alljährliche Prozession der Stadt und ihrer Korporationen den sogenannten Ommegang zu organisieren und auszustatten Brot und Butter seines Geschäftes waren die Vergoldung von Skulptur und Architekturteilen die Bemalung von Stadttoren sowie die Unterhaltung aller kommunalen Gebäude und Monumente In eine andere Kategorie gehören hingegen die Stadtmaler eine seltene Auszeichnung die nur Rogier van der Weyden in Brüssel und Dieric Bouts in Löwen zuteil wurde als Würdigung ihres außergewöhnlichen künstlerischen Talents Ihre Werke für die Rathäuser beider Städte wurden zudem solchen Sonderstatus bekräftigend mit exzeptionellen Summen vergütet Die benachbarten Städte konkurrierten gleichsam um derartige Maler da sie der Kommune Glanz verliehen Die Wertschätzung künstlerischen Talents ausschließlich der Sphäre der Höfe zuzuordnen sei daher zu einseitig 4 Eine klare Definition von Amt und Aufgaben eines Stadtmalers gelang Katrin Dyballa Frankfurt am Beispiel von Georg Pencz des herausragendsten Porträtisten der Generation nach Dürer in Süddeutschland 5 Anhand der Quellen wies sie eindeutig nach dass die Bezeichnung als Stadtmaler auf einer Fehlinterpretation beruht Nicht als Stadtmaler sondern als ehrbarer Diener wird Pencz in den Nürnberger Dokumenten bezeichnet und steht damit im Rang neben dem Stadtsekretär Christoph Scheurl der wie Pencz von der Stadt ein Jahressalär erhielt Als Geometer war der vielseitige Pencz auch am Festungsbau der Stadt beteiligt wodurch er das Interesse Herzog Albrechts von Preußen in Königsberg auf sich zog In der Funktion eines Stadtmalers diente hingegen von 1531 bis 1546 der Maler Hans Plattner dessen bescheidenere Talente als Porträtist einige erhaltene Werke belegen Die Vorzüge einer prosopographischen wirtschafts und sozialgeschichtlich ausgerichteten Quellenanalyse für eine Künstlersozialgeschichte der Frühen Neuzeit und die Vorreiterrolle der Niederlandeforschung in diesem Bereich demonstrierte der Beitrag von Natasja Peeters Brüssel Sie nahm das korporative Milieu der Maler in Antwerpen die Künstlerausbildung und den Markt zwischen 1550 und 1600 in den Blick Dabei konnte sie auf ihre quellenbasierten Studien zur Antwerpener Lukasgilde zurückgreifen und auf den Tagungsband zu den unsichtbaren Händen der Gesellen ein erster Versuch die Rolle und den sozialen Status von Malergesellen in den Niederlanden zum Thema zu machen 6 Danica Brenner Trier rekonstruierte anhand der Steuerlisten die unterschiedlichen Einkommensverhältnisse der Maler in Augsburg im 16 und frühen 17 Jahrhundert an denen sich wirtschaftlicher Erfolg und Status einzelner Protagonisten wie beispielsweise der Stadtmaler ebenso ablesen lassen wie der unter dem Eindruck des Dreißigjährigen Krieges deutliche Einbruch der Konjunktur und sie rekonstruierte die Wahl des Wohnortes der Maler innerhalb der Sozialtopographie der Reichsstadt 7 Mehrere Vorträge über den Markt von Luxushandwerk und seine Produzenten Goldschmiede Plattner und Seidensticker bestätigten dass kaum ein Handwerk ohne eine gemischte Klientel von Auftraggebern aus Hof und Stadt überlebt hätte Das teure und gefragte Handwerk der Gold Silber und Seidensticker im Paris des beginnenden 16 Jahrhunderts stand im Zentrum der aufschlussreichen Analyse von Astrid Castre Paris Im korporativen System der Stadt fest verankert wurden sie immer wieder vom Hof mit Großaufträgen beschäftigt meist zu spektakulären Ereignissen wie dem Treffen zwischen Franz I und Heinrich VIII von England Nicht umsonst erlaubten die Zunftordnungen daher den Seidenstickern auch an Sonn und Feiertagen tätig zu sein was den anderen Künstlerzünften streng verboten blieb Zwar gab es auch am Hof angestellte oder vom Hof regelmäßig beschäftigte brodeure Aber der Großteil der Seidensticker saß in der Stadt und pflegte dennoch enge Beziehungen zum Hof Eng war insbesondere auch das Verhältnis der Seidensticker zum Kreis der Künstler aus der sogenannten Schule von Fontainebleau aus deren Repertoire sie zahlreiche Vorlagen für ihre Werke erhielten Diskutiert wurden auch die Frage inwiefern Künstlermigration Wissenstransfer und neue Ausbildungssysteme die Berufspraxis und den Status von Künstlern verändert haben Susan Maxwell Oshkosh charakterisierte die Installierung des in Florenz in der Equipe von Giorgio Vasari ausgebildeten Malers Friedrich Federico Sustris um 1540 1599 als Kunstintendanten am Münchner Hof als Zusammenstoß zweier Welten 8 Die am Florentiner Hof etablierte Entwurfs und Ausführungspraxis sei auf die Arbeitsorganisation an einem süddeutschen Fürstenhof nur bedingt übertragbar gewesen Sustris Arbeitsmethoden reflektierten kunsttheoretische Debatten wie sie in Italien im 16 Jahrhundert geführt wurden wie den Primat des disegno mit denen die lokalen Künstler und Handwerker vor Ort nicht vertraut waren Den Transfer von künstlerischem Know How aus den Niederlanden in das protestantische Herzogtum Braunschweig Lüneburg Wolfenbüttel beleuchtete der Beitrag von Aleksandra Lipinska Berlin Nachdem der ambitionierte Herzog Julius 1528 1589 der in den Niederlanden studiert hatte 1568 den Thron bestiegen hatte initiierte er administrative und wirtschaftliche Reformen in großem Stil Zur extensiven Nutzung seiner Alabaster Vorkommen ging er offensiv auf die Suche nach niederländischen Steinmetzen und Bildhauern aus Mechelen und Antwerpen Systematisch bewarb er die neuen Produkte seiner kleinen niederländischen Künstlerkolonie durch einen umfangreichen Briefwechsel mit befreundeten protestantischen Höfen und Stadtmagistraten in Mittel und Norddeutschland und im Ostseeraum zugleich ein Ausdruck der kunstpolitischen Ambitionen des Herzogs und des protestantischen Sendungsbewusstseins des Landesvaters wie ein Zeugnis der wechselseitigen Befruchtung städtischer und höfischer Kunstproduktion 9 In einem vorletzten Block der Tagung ging es um die Frage nach der Freiheit des Künstlers in Hof und Stadt Olga Vassilieva Codognet Paris stellte das Bild des Antwerpener Malers und Emblematikers Otto van Veen 1556 1629 in Frage wie es die Kunstliteratur von van Mander über Hondius bis Houbraken gezeichnet hatte Hier sei Vaenius als Prototyp eines von Stadt und Hof unabhängigen Künstlers stilisiert worden der sogar Angebote des Kaisers und des Königs von Frankreich ausgeschlagen habe um im Kreis seiner Familie zu bleiben Dem widerspräche seine Karriere als etabliertes Mitglied der Antwerpener Malergilde und Hofkünstler in Brüssel Das Thema der Freiheit finde sich indes mehrfach in seinen Emblembüchern reflektiert So stellte sich die Frage Hat hier die Emblemliteratur möglicherweise die Künstlerbiographik beeinflusst Nach den Rahmenbedingungen künstlerischer Freiheit verstanden als Gelegenheiten zu künstlerischer Innovation fragte Jeffrey Chipps Smith Austin am Beispiel des profiliertesten und erfolgreichsten Kunsthandwerkers des 16 Jahrhunderts Wenzel Jamnitzer 1507 08 1585 Famous yet free Berühmt schon zu Lebzeiten konkurrierten städtische und höfische Auftraggeber Kaiser und Könige um seine Werke versuchten sie zu monopolisieren und schränkten

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  • Representations of power at the Mediterranean Borders of Europe (12th-15th c.) - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    kingdom of Sicily and the papal territory during the early 13th century Pillars bridges and forts were designed to promote the self image of ruler and empire Then the workshop s focus shifted to the Iberian Peninsula James Aurell Pamplona remarked on the frequency of self coronations in this region He described how their meaning changed from an act of rebellion 7th to 12th centuries to a later practice that allowed legitimate heirs of Aragon and Castile to declare their independence from the Church by crowning themselves These highly complex ceremonies revealed a degree of secular thinking that might had been developed under the impression of Muslim rulership In a similar vein Maribel Fierro Madrid advised researchers to consider the Iberian Peninsula during the Middle Ages in terms of a shared culture that connected Christians and Muslims in many ways She discussed two tales about the founding of Castile first the story how Fernán González bought Castile s independence by selling a horse and a falcon to King Sancho I second the legend of the two judges of Castile Fierro identified in both accounts several motifs from Muslim culture and political practice that are necessary for an understanding of the Castilian stories Joan Molina Figueras Girona described how the monarchs of Aragon during the Aragonese expansion toward the eastern Mediterranean developed a strong interest in relics of saints from that region James II Peter IV and their descendants acquired descriptions of relics and images of saints in the east to bring back home The cult of relics served to bless and to legitimize the ruling dynasty It also aided the Aragonese ambition to present their kingdom as a transcultural power in the Mediterranean Yet another way to represent power was introduced by Rebekka Thissen Lorenz Kassel Based on several sections of the famous Catalan Atlas Thissen Lorenz discussed how medieval maps depicted contradictory and changeable political constellations in an often equally ambiguous manner Thus Granada a city under Muslim rule that was of exceptional strategic and economic importance appears on the map under an Arabic flag but is otherwise represented by the symbol for Christian cities Likewise Sultan Mansa Musei of Mali Empire is in contrast to his actual appearance shown carrying the regalia of Christian rulers crown sceptre and orb The first two lectures on representations of power in the Eastern Mediterranean examined the role of architecture Michalis Olympios Nicosia Cyprus focused on buildings commissioned by the House of Lusignan on Cyprus during the late 13th century He compared stylistic elements of Saint Hilarion Castle in northern Cyprus and Krak des Chevaliers in Syria and explained how Lusignan rulers deliberately imitated the architecture of crusaders on the mainland The monarchs on the island which was by then the easternmost bastion of Latin Christendom underlined thereby their claim to the crown of Jerusalem Margit Mersch Kassel analysed architecture and urban planning on Crete under Venetian rule Taking Chania and Candia Heraklion as examples she examined the origins of architectural forms

    Original URL path: http://arthist.org/reviews/8207/this.href, (2016-02-12)
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  • Asymmetrische Kunstgeschichte? - ArtHist: H-Net Information Network for Art History / Recensioni
    zuerkannt wurde als Bildungseinrichtungen geschützt blieben Allerdings wurden sie ihrer historischen wie lokalen Bezüge beraubt indem sie meist dazu dienten exemplarisch Epochenkulturen oder andere Themen Atheismus Architektur museal zu veranschaulichen In der Tschechoslowakei wurden sakrale Denkmäler hierbei oftmals ausgespart Spektakulär war der Fall der Himmelfahrtskirche in Brüx Most 1975 Vendula Hnídková Prag der geradezu idealtypisch für das pars pro toto Prinzip der sozialistischen Denkmalpflege wirkt da die Kirche bewahrt wurde ihr historisches physisches Umfeld jedoch zugunsten des Braunkohletagebaus buchstäblich vernichtet wurde Auch Ivan Gerát Bratislava warf in seinem Beitrag die Frage nach dem für Kunstgeschichte und Denkmalpflege zentralen Wertebegriff auf Gerát konnte in einem aufschlussreichen Vergleich von Texten von Hans Sedlmayr und Jaroslav Dubnický zur Karlskirche in Wien und der Universitätskirche in Tyrnau Trnava einerseits auf den grenzüberschreitenden diskursiven Charakter der Theoriebildung verweisen und andererseits die unterschiedlichen ideellen Kontextualisierungen beider Texte herausarbeiten Alle Beiträge befassten sich mit einem Zeitraum von mehreren Jahrzehnten und legten Bezüge auf wissenschaftliche Kategorien der Zwischenkriegszeit und davor offen die sich oft aus personellen Kontinuitäten ergaben und unabhängig von historisch ideologischen Kontexten überdauerten Anschaulicht zeigt dies das von Marek angeführte Beispiel von Heinrich Gerhard Franz Dieser hatte sich 1942 bemüht Belege für das Deutschtum Kilian Ignaz Dientzenhofers zu finden und vollzog 20 Jahre später in der Bundesrepublik in einem in der DDR herausgebrachten Werk eine interpretatorische Kehrtwende indem er dessen architektonische Leistungen nun als Ausdruck des volkstümlich Böhmischen präsentierte Wandel stellte sich mit einer neuen Generation von Kunsthistorikern ein die im Laufe der 1960er Jahre auf den Plan trat wie in den Vorträgen Andrzej Kozie s Wroc aw in Abwesenheit des Autors verlesen von Emilia K oda und Dr mait s besonders deutlich wurde In Polen wie in Litauen zeitigte das liberalere politische Klima des Tauwetters in Konvergenz mit dem generationellen Wechsel ein Umdenken in Bezug auf den Status des Nationalen in der Kunstgeschichte und in der Folge auch der denkmalpflegerischen Praxis wiewohl in gegensätzlichen Richtungen Während in Vilnius nun das Barock nicht mehr als Epoche der historischen Eigenstaatlichkeit sondern als polnisch und somit fremd angesehen die Altstadt restauratorisch gotisiert und damit gleichzeitig vermeintlich nationalisiert wurde löste in der polnischen kunsthistorischen Westforschung mit dem Auftreten einer jüngeren Generation eine Interpretation des Barock als kosmopolitisch habsburgisch das Polonisierungsparadigma ab Inwieweit dieser Einstellungswandel auch einen methodischen Wandel zeitigte wie ihn Marek in Bezug auf die tschechoslowakische Barockforschung verneint bleibt zu diskutieren Auch in Bezug auf die Rekonstruktion der Budaer Burg war die jeweilige ideologische Konnotation von Epochen und ihren Stilen ausschlaggebend für Erhalt oder Umbau wie Péter Rostás Budapest darlegte Das späthistoristische Aussehen der Burg zählte aus nationaler Perspektive als habsburgisch fremd und aus kommunistischer Perspektive als dasjenige der kapitalistischen Herrscherklasse und war somit zu ersetzen Trotz der vergleichbaren Ausgangslage nämlich des notwendigen Umgangs des Fachs mit einem national wie ideologisch prekären Erbe und eines im Laufe der 1960er Jahre permissiveren Klimas bestanden nicht überall zur gleichen Zeit dieselben Anliegen Hier gilt es eine klarere Vorstellung von den unterschiedlichen Periodisierungen der regional spezifischen Konnotationen des Barock und seiner

    Original URL path: http://arthist.org/reviews/8119/this.href, (2016-02-12)
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