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  • AsKI e.V. | KULTURBERICHTE 1/2003: Bürgerschaftliches Engagement für AsKI-Institute: Gründung von AsKI-Instituten auf Initiative Einzelner Der Sammler Samuel Spoelmann - www.aski.org/portal2/
    heidnisch bemalten Funden aus den Kulturen der Urzeit setzte sich fort über die Kunstprodukte des Morgen und Abendlandes und aller Zeitabschnitte wies umkränzte verschnörkelte und reichgestaltige Vasen und Kelche aus den Bläsereien Venedigs und kostbare Stücke aus böhmischen Hütten auf deutsche Humpen bilderreiche Zunft und Kurfürstengläser untermischt mit fratzenhaften Tiergestaltungen und Scherzgebilden große Kristallpokale die an das Glück von Edenhall im Liede erinnerten und in deren Schliffen das Licht sich prunkend brach Rubingläser die glühten gleich dem heiligen Gral und edelste Beispiele endlich für den neuesten Aufschwung der Kunst überzarte Glasblüten auf unendlich gebrechlichen Stielen und Ziergläser im modischen Formengeschmack die mittelst des Dampfes verflüchtigter Edelmetalle mit schillerndem Farbenschmelz überzogen waren Zu dritt und gefolgt von Perceval der ebenfalls zuschaute ging man langsam auf Teppichen um den Saal und Herr Spoelmann erklärte mit knarrender Stimme die Herkunft einzelner Stücke indem er sie mit seiner mageren von der ungestärkten Manschet te halbbedeckten Hand behutsam von den Sammetborden nahm und gegen das Glühlicht hielt In ihren inneren systematischen Qualitätskriterien ist eine so geartete Sammlung stets darauf angelegt den privaten Impuls der so hübsch in der Vorliebe zur erzählten Provenienz zum Ausdruck kommt in eine öffentlich zugängliche Präsentation umzuwandeln denn es besteht eine Homologie zwischen dem tragenden Sammlungsinteresse nach wissenschaftlich dauerhaften Prinzipien und der Struktur von Öffentlichkeit selbst Der Roman bietet in der Verehelichung zwischen Klaus Heinrich als einer repräsentativen großherzoglichen Gestalt und der reichen Unternehmerstochter Imma eine der vielleicht nicht überall zu realisierenden Lösungsmöglichkeiten an Oft wird der Sammler in einer Stiftung selbst zum Mäzen Das Motiv des Stifters kann aus ganz unterschiedlichen Quellen kommen kann z B Angst sein In Goethes Spätroman Wilhelm Meisters Wanderjahre lesen wir Gewöhnlich zerstreut der Sohn was der Vater gesammelt hat sammelt etwas anderes oder auf andere Weise I 12 Oder um ein modernes Beispiel für

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  • AsKI e.V. | KULTURBERICHTE 1/2003: Bürgerschaftliches Engagement am Beispiel des Literaturarchivs Sulzbach-Rosenberg e.V. - www.aski.org/portal2/
    Lyrikbuch der Jahrhundertmitte herausgegeben Walter Höllerer nahm nach der Preisverleihung 1974 den Gedanken einiger engagierter und literaturinteressierter Bürger auf Sulzbach Rosenberg an seinen Kontakten und Freundschaften im gesamten damaligen Literaturbetrieb teilhaben zu lassen und eventuell seine Autoren korrespondenzen und Sammlungen zur zeitgenössischen deutschen Literatur die sich auch aus der Herausgeberschaft der Zeitschriften sowie verschiedener Anthologien ergeben hatten in Sulzbach Rosenberg unterzubringen Der Offenheit und Weltläufigkeit stand bei Walter Höllerer eine große Treue zu seiner Heimat gegenüber eine Einsicht in die regionalen Bedingungen und Bindungen von Literatur die er auch durch die Gründung eines Hauses für die Literatur gewahrt wissen wollte Dabei war ihm auch die identitätsstiftende Funktion eines solchen Hauses in der Provinz wichtig Die Verwandlung des alten Amtsgerichts in ein Literaturarchiv war dabei eine anspornende Herausforderung Eine Delegation des Stadtrats fuhr 1975 nach Berlin um sich unter Walter Höllerers Leitung das Haus des Literarischen Colloquiums Berlin am Wannsee anzuschauen nach dessen Vorbild sich ein Literaturhaus etablieren sollte Höllerer brachte sie mit Kulturstadträten Berliner Bezirke zusammen und knüpfte auch hier Verbindungen 1975 und 1976 wurden durch Höllerers Vermittlung wichtige Objekte für eine künftige Ausstellung in Sulzbach Rosenberg erworben Der Konferenztisch der Gruppe 47 das Sofa Ingeborg Bachmanns und der damals gerade aufgefundene Koffer von Günter Grass mit dem Typoskript der Erstfassung der Blechtrommel Die Suche nach einem geeigneten Gebäude gestaltete sich sehr schwierig nicht nur weil der zu gründende Verein zunächst über keinerlei finanzielle Mittel verfügte und vollständig auch personell auf die Stadtverwaltung angewiesen war sondern auch weil die Idee eines Literaturarchivs nicht so leicht zu vermitteln war Zum Schluss half ein glücklicher damals von der Stadt und ihren Bürgern eher als unglücklich empfundener Umstand Die bayerische Gebietsreform hatte den Umzug des Amtsgerichts von Sulzbach Rosenberg in die Kreisstadt Amberg zur Folge so dass ein imposantes Gebäude plötzlich leer stand Die Stadt mietete im April 1976 eine Etage in diesem Haus in die das heutige Literaturarchiv einzog Heute steht das gesamte Haus zur Verfügung Im Oktober 1976 gründete sich der Verein Literaturarchiv Sulzbach Rosenberg e V zu dessen Gründungsmitgliedern Walter Höllerer auch die Stadt den Landkreis und den Bezirk gewinnen konnte sowie das Literarische Colloquium Berlin wodurch eine breite Interessengemeinschaft geschaffen war um die Idee eines Literaturhauses zu befördern Walter Höllerer kam zu den jeweiligen Sitzungen aus Berlin brachte Ideen mit und verstand es mit dem Wahlspruch Provinz ist was du daraus machst zu motivieren und mitzureißen In der Vorstandschaft arbeitete die Universität Regensburg die Stadt und die örtliche Sparkasse mit Ein Freundeskreis Sulzbach Rosenberger Bürger flankierte dieses Gremium womit vor Ort ein über Jahre hinweg ehrenamtlich und unentgeltlich arbeitender Kreis mit viel Überzeugungskraft Improvisationstalent und Erfindungsgabe den bald beachtlichen Betrieb ermöglichte Deutschlehrer und Kunsterzieher des örtlichen Gymnasiums die ein Gesprächsforum sowie Möglichkeiten für Ausstellungen und künstlerischen Austausch suchten oder mit dem Schülertheater immer neue Impulse gaben und auch durch Gäste des Archivs bekamen Für manche Familien die wegen des Stahlwerks Maxhütte nach Sulzbach Rosenberg gezogen waren bedeutete das Literaturarchiv eine Öffnung und Verbindung hin zu einem kulturellen sonst nur

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  • AsKI e.V. | KULTURBERICHTE 1/2003: 25 Jahre Eiselen-Stiftung Ulm - Bürgerschaftliches Engagement für Kultur und Wissenschaft - www.aski.org/portal2/
    in eine Träger Stiftung war zuvor geprüft jedoch aus verschiedenen Gründen verworfen worden Die lebenslange Beschäftigung von Vater und Sohn Eiselen mit dem Thema Brot und die daraus erlangte zentrale Stellung des Brotes in ihrem Denken und Handeln sowie ein ausgesprochenes Traditionsbewusstsein verbunden mit der Liebe zu historischen Gegenständen führte zu dem Gedanken das Deutsche Brotmuseum als Verein zu gründen Dies geschah im Dezember 1955 Zwei Jahre später erfolgte die Anerkennung des eingetragenen Vereins als gemeinnützige und wissenschaftliche Einrichtung Es war das erste und viele Jahre lang das einzige Museum seiner Art auf der Welt 1960 konnte das Museum eigene Ausstellungsräume in Ulm beziehen Das Museum hat niemals öffentliche Mittel beantragt oder erhalten sondern wurde von Vater und Sohn Eiselen nahezu 30 Jahre lang aus privaten Mitteln getragen Dr H Eiselen der die Stiftung und das Museum über 20 Jahre geleitet hat ist diese Aufbauarbeit gelungen Er hat eine eigenständige und gemeinnützige Stiftung geschaffen und aus dem mehr technikorientierten Deutschen Brotmuseum das anspruchsvolle Museum der Brotkultur mit einer großen Spezialsammlung gemacht Die Eiselen Stiftung ist rechtlicher Träger des Museums der Brotkultur daher gehört es zu ihren Aufgaben die erforderlichen Mittel für dessen Betrieb aufzubringen Die Vision und der Weitblick von Dr H Eiselen führten zum Umzug des Museums in den historischen Salzstadel in der Ulmer Innenstadt Dort hat sich das Museum ausgezeichnet entwickelt und verzeichnete in den 90er Jahren zwischen 40 000 und 50 000 Besucher Die Sammlungen sind auf über 10 000 dreidimensionale Objekte fast 3 000 Originalgraphiken Gemälde und andere bildliche Darstellungen sowie auf eine große Spezialbibliothek mit über 5 000 Büchern angewachsen 1 300 Exponate sind in der Dauerausstellung auf 800 Quadratmetern die sich auf zwei Stockwerke des Salzstadels erstrecken zu sehen Das Erdgeschoss bietet Platz für thematische Sonderausstellungen des Museums In seiner ständigen Ausstellung und in zahlreichen Sonderausstellungen will das Museum seinen Besuchern die Geschichte und Bedeutung des Brotes für den Menschen in Vergangenheit und Gegenwart sowie die aktuelle Welternährungslage bewusst machen Es versteht sich als zentrale Auskunftsstelle für alle Fragen welche die Geschichte und Bedeutung des Brotes für den Menschen betreffen Es erforscht die Technik die Kultur und die sozialgeschichtlichen Fragen des Brotes Brot ist hierbei als Inbegriff aller Nahrung zu verstehen Das Fehlen von Brot ist gleichbedeutend mit Hunger Hunger hat die Menschheit seit Anbeginn immer wieder bedroht und oft viele Opfer gefordert Dem Hunger ist daher ein Teil der Dauerausstellung gewidmet die dieses Thema historisch und künstlerisch ausleuchtet Damit ist das Museum der Brotkultur eines der bedeutendsten Spezialmuseen in privater Trägerschaft In der zweiten Hälfte der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde das Welthungerproblem in seinem ganzen Umfang wahrgenommen Hunderte von Millionen Menschen in Asien Afrika und Lateinamerika litten Hunger Die Landwirtschafts und Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen FAO postulierte damals das Recht jedes Menschen auf genügend Nahrung als sein erstes und wichtigstes Grundrecht Das Deutsche Brotmuseum stellte sich ab 1960 als erste Institution in der Bundesrepublik in den Dienst der Aufklärung über die alarmierende Welternährungslage indem es Ausstellungen durchführte und Publikationen der FAO

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  • AsKI e.V. | KULTURBERICHTE 1/2003: Bürgerschaftliches Engagement für AsKI-Institute: Leidenschaft und Liebe zur Kunst. Henri Nannen als Sammler, Stifter und Museumsgründer - www.aski.org/portal2/
    mich bis unter die Haut schmerzte was mich freute aber auch wütend machte wie könnte Lust entstehen ohne den Rausch der Farbe wie könnte etwas Gefühls und Denkanstöße vermitteln was nicht auch anstößig ist Ästhetische Wertungen und Gespür für künstlerische Qualität sind naturgemäß eng mit den Grundzügen der Persönlichkeit verwoben und Henri Nannen ließ sich vielleicht mehr als andere Sammler von ihr leiten Folgerichtig findet man in seiner Kollektion eben keine Arbeit von Piet Mondrian für den ihm der Sinn nicht aufgegangen ist oder von Joseph Beuys mit dessen Werk Nannen nichts anfangen konnte Dagegen war er von den Künstlern denen es um Expressivität um malerische Gestik und sinnliche Ausdruckskraft ging wie die der Brücke und des Blauen Reiters vom ersten Tage an fasziniert Diese begeisterte Hinwendung zur Kunst des Expressionismus und zur Neuen Sachlichkeit sollte langfristig Bestand haben und seine Sammelleidenschaft lenken Eberhard Roters sprach einmal treffend davon dass Henri Nannen heiße Kunst sammelt In der Tat entsprachen weder die kalte geometrische Abstraktion noch eine intellektualisierte bzw theorielastige Kunst seiner Persönlichkeit Seinen Kunstbegriff setzte Nannen parallel zu dem rational nicht auflösbaren Gefühl der Liebe zu einem Menschen die sich auch dann entzünden kann wenn die oder der Angebetete nicht den Schönheitsidealen entspricht Was Kunst ist und ob es das ist wie will einer das mit Worten artikulieren Weiß man warum man eine Frau liebt Und wie oft lieben wir auch wenn alle vernünftigen Gründe dagegen sprechen Es bleibt ein Geheimnis und mit der Kunst ist es nicht anders Nannen kam die Idee die von ihm zusammengetragene Ausstellung Russische Malerei heute die durch mehrere Städte wandern sollte auch in seiner Vaterstadt Emden zu zeigen um zu sehen wie die Leute reagieren Am 10 April 1983 wurde die Präsentation im Rathaus am Delft eröffnet Da passierte etwas sehr Merkwürdiges Ich hab ja häufig in Hamburg Vernissagen erlebt wo sich die Leute am Sektglas festhalten mit m Arsch an den Bildern rumscheuern und immer reden was sie gestern anderswo erlebt haben Hier in Emden kamen nun Werftarbeiter und stellten Fragen die Leute waren interessiert sie wollten was wissen Sie kamen in Strömen und bestaunten die Bilder und ließen sich von der Kunst in den Bann nehmen es gab einen regelrechten Hunger nach Kunst Henri Nannen konnte mit den Leuten reden und das hat mir so viel Spaß gemacht daß ich mir gesagt habe Eigentlich müßte man da was tun Diese positiven Erfahrungen wurden verstärkt als die von Nannen bereits im März angeregte Spendenaktion zum Ankauf eines Hauptwerkes des aus Emden stammenden barocken Marinemalers Ludolf Backhuysen 1630 1708 für das Ostfriesische Landesmuseum erfolgversprechend anlief Sein Appell an Bürgerstolz und Kunstsinn der Emder an Freunde an die Wirtschaft und Industrie brachte schließlich die benötigte Summe für den Kauf zusammen Im Mai 1983 noch während dieser Initiative die vielleicht nicht ganz so spektakulär inszeniert wurde wie 1962 Nannens Stern Lösegeldaktion zur Wiederbeschaffung der im fränkischen Volkach gestohlenen spätgotischen Madonna von Tilman Riemenschneider aber ähnlich gute Public Relations Effekte in Gang setzte gründeten Henri und Eske

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  • AsKI e.V. | KULTURBERICHTE 1/2003: Neue Mitglieder im AsKI: Kulturstiftung Hansestadt Lübeck - www.aski.org/portal2/
    gelangt der Besucher in die erste der beiden neuen Dauerausstellungen Die Manns eine Schriftstellerfamilie Hier werden neben Thomas und Heinrich Mann auch die anderen Familienmitglieder etwa Klaus Erika und Golo Mann sowie die Rezeptionsgeschichte vor allem unter biografischen Gesichtspunkten präsentiert Anhand von umfangreichem Bildmaterial in die Ausstellung integrierten Lesebüchern und filmischen Dokumentationen können die Ursprünge der Familie der Aufbruch der Brüder Heinrich und Thomas Mann und ihre Entscheidung für die Literatur nachvollzogen werden Im Zentrum stehen ihre gegensätzlichen Lebenswege sowie ihr gemeinsames Leiden an Deutschland das die ganze Familie mit einbezieht Die Stationen Abschiede und Spuren verfolgen den Freitod Klaus Manns und Heinrich Manns Tod sowie Thomas Manns Rückkehr nach Europa und die Geschichte der Nachkommen der Familie In der Ausstellung befindet sich eine Sitzinsel die dazu anregt in die Literatur der einzelnen Familienmitglieder hineinzulesen und sich die unterschiedlichen Stimmen auf teilweise unbekannten Tondokumenten anzuhören Am Veranstaltungsraum vorbei gelangt man in die Bel Etage wo sich die zweite Dauerausstellung befindet Die Buddenbrooks ein Jahrhundertroman Dabei ist in zwei am authentischen Ort liegenden Räumlichkeiten dem Götterzimmer und dem Landschaftszimmer wo zentrale Szenen des Romans spielen eine literarische Inszenierung zu erleben Ziel ist dabei nicht die Rekonstruktion der historischen Räumlichkeiten sondern die Veranschaulichung ihrer literarischen Verwandlung im Roman So sind Möbel Tapeten und weitere Einrichtungsgegenstände zu sehen wie der Roman sie an diesem Ort beschreibt Buddenbrooks kehren an den Hauptschauplatz ihrer Handlung zurück in das Haus in der Mengstraße Neben den Räumen die den Roman sinnlich erlebbar machen sollen gibt es weitere Ausstellungsbereiche Der Bereich Romanentstehung widmet sich der Buchgeschichte des Romans sowie der persönlichen Situation Thomas Manns zu der Zeit als er den Roman zu schreiben begann der ihn weltbekannt machen sollte und ihm 1929 den Li teratur Nobelpreis einbrachte 215 Personen portraitierte Thomas Mann in Buddenbrooks einige ihrer Vorbilder und ihre Umsetzung in Literatur kann man in der neuen Ausstellung entdecken Neben dem Hauptschauplatz des Romans in der Lübecker Mengstraße bezieht die Ausstellung auch die Handlung zwischen Petersburg Lübeck und Valparaiso mit ein Die Abteilung Weiterdichtungen des Romans umfasst Übersetzungen und Hörspiele Theaterinszenierungen und Musik aber auch Kurioses wie das höchst eigenständige Fortschreiben des Romans durch die Familie Mann in fingierten Briefen und Familiensagas Die filmischen Adaptionen des Romans aus den Jahren 1923 1959 und 1979 werden in ausgewählten Szenen einander gegenübergestellt 500 qm Ausstellungsfläche für die Literatur 800 Exponate unterschiedlichster Prägung in zwei Ausstellungen Bücher Manuskripte Briefe Fotos Modelle und Möbelstücke aber auch Hörinseln Fernsehbildschirme und Computer sie alle haben ein Ziel Sie wollen nicht museal belehren sondern Vergnügen bereiten große Literatur zum Erlebnis werden lassen Sie wollen aber auch zum Lesen anregen denn das Lesen ersetzen kann keine Ausstellung In diesem Jahr wird das Heinrich und Thomas Mann Zentrum 10 Jahre alt Aus diesem Anlass sind vier große Ausstellungsprojekte geplant Sich fügen heißt lügen eine Erich Mühsam Ausstellung bis 25 Mai Marcel Reich Ranicki Meine Bilder 22 Juni bis 10 August 100 Jahre Tonio Kröger 17 August bis 12 Oktober und Heinrich und Thomas Mann im Spiegel der

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  • AsKI e.V. | KULTURBERICHTE 1/2003: Neue Mitglieder im AsKI: Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloß Gottorf - www.aski.org/portal2/
    Gottorf sukzessive nach Instandsetzung der jeweiligen Räume wieder ausgestellt Darunter befand sich von Anfang an das große Nydamschiff von ca 320 n Chr das noch heute neben den Moorleichen der Eisenzeit ein herausragendes Ausstellungsstück der Archäologie ist Dort werden die reichen Zeugnisse der vor und frühgeschichtlichen Kultur Schleswig Holsteins neben einer Abteilung zu mittelalterlicher Kultur und völkerkundlichen Ausstellungen gezeigt In der Dependance des Wikingermuseums Haithabu wird seit 1985 in Haddeby bei Schleswig die Geschichte dieser frühmittelalterlichen Stadt an ihrem authentischen Standort in Originalen und Rekonstruktionen gezeigt Die Sammlungsschwerpunkte im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte sind die mittelalterlichen Altäre eine Cranach Sammlung die Gutenberg Bibel Bauernstuben Volkskunst eine Barockgalerie mit niederländischen Gemälden des 17 Jahrhunderts die große Sammlung von nordeuropäischen Fayencen eine Kutschensammlung Jugendstilabteilung mit Kunsthandwerk Gemälden und Plastiken dänische und deutsche Freilichtmalerei des 19 Jahrhunderts sowie eine moderne Abteilung mit umfangreichen Beständen zum deutschen Expressionismus und zur Nachkriegskunst sowie zu modernem Kunsthandwerk und Plastik mit einem Skulpturenpark In diesen Zusammenhang gehören auch die privaten Stiftungen die auf Gottorf zu Hause sind Es handelt sich um die künstlerischen Nachlässe von Friedrich Karl Gotsch und Georg Tappert mit zahlreichen Gemälden und graphischen Blättern um das Atelier und die Originalgipse des Münchner Bildhauers Hans Wimmer s auch Beitrag Gerhard Marcks und Hans Wimmer Die späten Jahre sowie um die Sammlung des Berliner Modekaufmanns Rolf Horn die aus hervorragenden Werken des deutschen Expressionismus modernen Großskulpturen und afrikanischer Volkskunst besteht Weitere Abteilungen sind das Kupferstichkabinett mit einem Bestand von 85 000 Blatt und das unweit vom Schloß gelegene Volkskunde Museum Als Dependancen werden das Jüdische Museum im Gebäude einer erhaltenen ehemaligen Synagoge und Talmud Thoraschule in Rendsburg das Eisenkunstgußmuseum Büdelsdorf und für sommerliche Wechselausstellungen Kloster Cismar bei Grömitz Ostsee geführt Schloß Gottorf als der größte Museumskomplex zwischen Hamburg und Kopenhagen ist insbesondere in der sommerlichen

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  • AsKI e.V. | KULTURBERICHTE 1/2003: Rembrandt Rembrandt - Ausstellung im Städel - www.aski.org/portal2/
    spielt die Harfe vor Saul Frankfurt Städel das für die Ausstellung restauriert wurde steht folglich die Konfrontation des vor Eifersucht fast berstenden Saul mit seinem jungen Rivalen und Nachfolger David im Mittelpunkt Mit feinstem Pinsel gab Rembrandt die Details von Sauls orientalischem Gewand wieder Die Übersiedlung Rembrandts nach Amsterdam 1631 war vermutlich von dem Wunsch bestimmt in der aufstrebenden Handelsmetropole ein wohlhabendes wie weltoffenes Publikum zu finden In der Ausstellung dokumentiert eine Folge von Portraits seinen künstlerischen Erfolg der zugleich Grundlage für den eigenen Wohlstand war Die Amsterdamer Bürger bevorzugten zumeist das bescheidene Format des Brustbildes das den Vorteil hatte die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die Gesichtszüge zu lenken Rembrandts präzise Beobachtungsgabe äußert sich in den lebendigen individuellen Zügen der Dargestellten Turbane schwere Goldketten oder Pelze verleihen manchem dieser holländischen Bürger ein fremdländisches Erscheinungsbild Ab der Mitte der 1630er Jahre misst sich der inzwischen anerkannte Künstler verstärkt mit prominenten internationalen Vorbildern Die von Rembrandt verwendeten Formate werden größer die Darstellungen anspruchsvoller Die Amsterdamer Patrizier treten nun im Kniestück auf ein traditionell den Aristokraten zugewiesenes Bildnisformat So steht das prachtvolle Portrait der Dame mit dem Fächer New York Metropolitan Museum of Art von 1633 dem Vorbild von Anthonis van Dyck nahe der in der ersten Hälfte des 17 Jahrhunderts beeindruckende Formulierungen für diesen Bildnistyp fand Die 1636 entstandene Blendung Simsons Frankfurt Städel die den ersten Teil der Ausstellung beschließt dokumentiert Rembrandts Orientierung an Peter Paul Rubens dem größten und europaweit bedeutendsten Historienmaler seiner Zeit Voller Drastik und dynamischer Bewegung wird die grausame Überwältigung des alttestamentarischen Helden gezeigt der sich von der schönen Dalilah verführen ließ Der Rundgang wird fortgesetzt mit dem ganzfigurigen Bildnis des Amsterdamer Kaufmanns Andries de Graeff von 1639 Kassel Gemäldegalerie s Titelbild dieser Kulturberichte Wie ein Fürst präsentiert er sich dem Betrachter den er lässig auf ein Postament gestützt etwas von oben herab anblickt Dass Rembrandt verschiedene Register ziehen konnte belegt das bescheidene Format des drei Jahre zuvor entstandenen Historiengemäldes Susanna mit den beiden Alten Den Haag Mauritshuis Es unterstreicht den intimen Charakter der Badeszene und verstärkt zugleich die vulgäre Zudringlichkeit der beiden lüsternen Männer Als prominenter Amsterdamer Maler verfügte Rembrandt nun über eine große Werkstatt mit zahlreichen Schülern Viele der ihm lange Zeit zugeschriebenen Gemälde die in ihrer Qualität oft sehr unterschiedlich sind sind offensichtlich Werke von den Schülern Bei anderen Gemälden fällt das Urteil schwerer Ist die prachtvolle Heilige Familie mit dem Vorhang Kassel Gemäldegalerie Alte Meister tatsächlich wie einige Forscher neuerdings vermuten ein Werk Samuel van Hoogstratens Dieser trat später mit intimen Genreszenen und trickreichen Trompe l Œils hervor und verfasste mit der Inleyding tot de Hooge Schoole der Schilderkonst Rotterdam 1678 eine der wichtigsten kunsttheoretischen Schriften zur holländischen Malerei Nach einer Schaffenskrise in den 1640er Jahren die vermutlich auch durch den Tod seiner Frau Saskia ausgelöst wurde fand Rembrandt in den 1650er Jahren zur ursprünglichen Produktivität zurück Er erhielt weiterhin prominente Aufträge wie die nur als Fragment überlieferte Anatomie des Dr Deijman von 1656 Amsterdams Historisch Museum ursprünglich ein monumentales Gruppenbildnis der Amsterdamer Chirurgen

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  • Suchergebnisse: page-2 - Seite 2 - AsKI e.V. - KULTURBERICHTE 1/03 - www.aski.org/portal2/
    KULTURBERICHTE 2 01 KULTURBERICHTE 1 01 KULTURBERICHTE 2 00 KULTURBERICHTE 1 00 KULTURBERICHTE 2 99 KULTURBERICHTE 1 99 KULTURBERICHTE 2 98 Fachtagungen Veranstaltungskalender AsKI Shop Presse Suche Suche Suche Sie sind hier www aski org portal2 10 KULTURBERICHTE 10 5 KULTURBERICHTE 1 03 20 Millionen gesucht Nicht nur das Frankfurter Städel setzt auf langfristige Förderung Gute Nachrichten im Kulturbereich sind rar Aber es gibt sie Der Pharma und Chemiekonzern Altana AG hat jetzt dem Frankfurter Städel Museum mehr Filmmuseum Berlin erwirbt den Nachlass von Hildegard Knef Sie hieß Die Knef aber viele nannten sie einfach Hilde mehr Fritz Bauer Institut plant Ausstellung zum Frankfurter Auschwitz Prozess Zeitzeugen gesucht Am 20 Januar 1963 wurde in Frankfurt am Main ein großes Strafverfahren gegen die Verantwortlichen des Vernichtungslagers Auschwitz eröffnet mehr Das fliegende Klassenzimmer landet am Neckar Das Deutsche Literaturarchiv in Marbach erwirbt den Nachlass von Erich Kästner Der Nachlass von Erich Kästner 1899 1974 ist jetzt vom Deutschen Literaturarchiv in Marbach am Neckar erworben worden mehr Germanisches Nationalmuseum Das Ausstellungshighlight 2003 Gold und Kult der Bronzezeit Der Höhepunkt des Jahres im Germanischen Nationalmuseum wird die Sonderausstellung Gold und Kult der Bronzezeit sein 22 Mai bis 7 September 2003 mehr Deutsche Akademie für

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