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  • AsKI e.V. | KULTURBERICHTE 3/2002: Bauhaus-Möbel: Eine Legende wird besichtigt - Ausstellung im Bauhaus-Archiv, Berlin - www.aski.org/portal2/
    noch auf dem Papier erarbeitet Musterentwicklung geschieht in Form von Wettbewerben die allen Studenten offen stehen Vorbilder der Arbeit sind einerseits die von Mies bereits entwickelten Möbeltypen in Holz und Stahlrohr gleichzeitig wird der Unterricht von Arndt und Engemann ohne sichtbare Veränderungen fortgeführt Die Frage wo die Grenzen zwischen Bauhaus und Nicht Bauhaus zu ziehen sind lässt sich kaum schlüssig beantworten denn schon am Bauhaus selbst hat man derartige Unterscheidungen nicht getroffen und keineswegs zwischen Arbeiten unterschieden die aus dem Unterricht hervorgingen und solchen die gleichzeitig von Meistern wie Studenten außerhalb des Hauses entstanden Was für die Werbung brauchbar war wurde dafür auch verwendet Während Walter Gropius und Adolf Meyer ihre Entwürfe in Konkurrenz zu den Arbeiten der Werkstatt schufen stand Mies van der Rohe dem Bauhaus lange Jahre durchaus reserviert gegenüber Als er 1930 den Direktorenposten der Schule übernahm hatte er streng genommen alle bekannten großen Entwürfe bereits vollendet Die meisten seiner Holz und Stahlmöbel wurden 1927 entwickelt man geht wohl nicht fehl in der Annahme dass sie in Opposition zu Breuer Möbeln geschaffen wurden Sollte man deshalb diese Möbel im Bauhaus Zusammenhang gar nicht erwähnen Ein Blick auf die Architekturabteilung zeigt jedoch dass sie aus den Ausarbeitungen der Studenten nicht wegzudenken sind und eine überragende Vorbildfunktion hatten Es erscheint deshalb kaum gerechtfertigt sie aus dem Bauhaus Kontext herauszulösen Viele Einflüsse wurden am Bauhaus absorbiert ohne Vorbilder kam auch diese Institution mit ihren hohen Ansprüchen an die Kreativität der Studenten nicht aus Neben der fast zu oft genannten holländischen De Stijl Bewegung ist das französische Art Déco von großer Bedeutung selbst für so unverdächtige Entwerfer wie den wiederholt in Paris weilenden Mies van der Rohe Auch in Deutschland machen sich die Pariser Vorbilder bemerkbar doch bleibt der Einfluss eher unterschwellig und fällt nicht sofort ins Auge Die Wandlungen des bürgerlichen Möbels blieben bei der Betrachtung von modernen Einrichtungsgegenständen bisher ohne Beachtung Findet hier nur eine Modernisierung bekannter Typen statt oder gehen die Änderungen tiefer und beeinflussen sowohl die Art als auch den Umgang mit der Einrichtung Programmatische Texte insbesondere solche zur sozialen Bedeutung der Reformen sind bei genauerem Hinsehen weder mit zeitgenössischer Nutzung in Einklang zu bringen noch mit dem Marketing der Hersteller Darüber sollten immer wieder publizierte Mustereinrichtungen für die es keinen Nutzer gab nicht hinwegtäuschen Eine Ausstellung mit Bauhaus Möbeln wäre unvollständig ohne einen Blick auf die Situation der Möbelindustrie in den 20er 30er Jahren Ihre Herstellungsformen und Produkte sind durch Kapitalmangel und bestenfalls regionale Märkte gekennzeichnet Direkt von der Industrie abhängige Entwerfer liefern grundsätzlich Entwürfe ab die diese Bedingungen berücksichtigen Die sehr experimentierfreudigen und mit sozialem Engagement arbeitenden Studenten am Bauhaus entwickeln Möbel deren Entwurfsgrundlagen von ihnen selbst erstellt werden Die von ihnen und Sozialpolitikern immer wieder propagierte Massenproduktion erweist sich jedoch vor dem ökonomischen Hintergrund als Wunschvorstellung die die wirtschaftlichen Verhältnisse dieses Industriezweiges ignoriert Eine Rückkopplung mit dem Käufer findet nicht statt Ganz besondere Prägnanz hat die Entwicklung im Bereich der Stahlrohrmöbel an sich keine neue Erfindung sondern besonders aus dem medizinischen Bereich schon 1925

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  • AsKI e.V. | KULTURBERICHTE 3/2002: Der Akt in der Kunst des 20. Jahrhunderts - Ausstellung in der Kunsthalle in Emden - www.aski.org/portal2/
    Doch trotz der Bilderflut nackter Körper in den Massenmedien hat der Akt in der Kunst nichts von seiner Brisanz verloren trotz des radikalen Bruchs mit der akademischen Kunst bleiben weit zurückreichende Traditionen der Aktdarstellung bis in die Gegenwart tragfähig und bilden eine stete Quelle für künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Körper Das Motiv des unbekleideten Körpers bietet geradezu unerschöpfliche Möglichkeiten die Sicht des Menschen auf sich selbst seine Ideale Ängste Hoffnungen und Träume darzustellen In dem gleichen Maße wie der körperlich aktiv arbeitende Mensch im 20 Jahrhundert durch Industrialisierung und Rationalisierung an Bedeutung verliert avanciert der Körper in der Kunst zum zentralen Thema Sein drohendes Verschwinden in der Arbeitswelt scheint seine Rehabilitierung in der Kunst zur Folge zu haben Die Künstler suchen nach immer neuen Ausdrucksformen die sich mit dem Körper in den verschiedensten Kontexten befassen Nicht zuletzt durch die Kunst ist der Körper im 20 Jahrhundert zum Ort der persönlichen Identität geworden Im Spannungsfeld stets wechselnder ästhetischer moralischer wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Normen ist die Aktkunst eine Reflexionsfläche und ein Impulsgeber für Entwürfe und ein kontinuierliches Korrektiv der Definition des Menschen Als einzig verbleibender Ort des vermeintlich Wahren und Authentischen ist der Körper des Menschen dessen Fühlen und Erleben im 20 Jahrhundert in das Zentrum des Interesses gerückt Wie im Leben wird der Körper auch in der Kunst immer wieder auf die abenteuerliche Reise zwischen Experiment und Vergewisserung geschickt Die in den letzten drei Jahren vorbereitete Ausstellung vereint gleich mehrere Superlative Bei Nutzung aller Räume der im Jahre 2000 erweiterten Kunsthalle ist sie die bislang größte Schau der Kunsthalle in Emden Mit über 200 Leihgaben aus internationalen Museen und Privatbesitz von mehr als 90 namhaften Künstlern gibt die Ausstellung einen umfassenden Einblick in die Vielfalt der Aktkunst des 20 Jahrhunderts bis in die Gegenwart Unter den präsentierten Künstlern finden sich bekannte

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  • Suchergebnisse: page-2 - Seite 2 - AsKI e.V. - KULTURBERICHTE 3/02 - www.aski.org/portal2/
    KULTURBERICHTE 2 99 KULTURBERICHTE 1 99 KULTURBERICHTE 2 98 Fachtagungen Veranstaltungskalender AsKI Shop Presse Suche Suche Suche Sie sind hier www aski org portal2 10 KULTURBERICHTE 10 6 KULTURBERICHTE 3 02 Traumhaft schön Bilder von Binette Schroeder und Quint Buchholz Ausstellung im Wilhelm Busch Museum Hannover Deutsches Museum für Karikatur und kritische Grafik In einer Doppelausstellung würdigt das Wilhelm Busch Museum zwei sehr unterschiedliche und doch verwandte Künstler die vor allem durch ihre Kinderbuch Illustrationen bekannt sind Binette Schroeder und Quint Buchholz mehr Kafkas Fabriken Ausstellung im Schiller Nationalmuseum Marbach Franz Kafka gehört zu jenen Schriftstellern deren nicht ganz einfach zu verstehendes Werk man gern vor einem Lebenshintergrund zu begreifen versucht mehr Filmmuseum Berlin Friedrich Wilhelm Murnau Filmregisseur Ausstellung Retrospektive Publikation mehr Komm rein Mach mit Also gut Zur Konzeption des Museums für Kommunikation Berlin Museen sind Orte in der wir der Geschichte begegnen Das ist auch die Erwartung wenn Besucher und Besucherinnen das geschichtsträchtige Gebäude des 1898 eröffneten ältesten Postmuseums der Welt betreten mehr Publikationen Paul Goyard 100 Zeichnungen aus dem Konzentrationslager Buchenwald Die 1944 45 im KZ Buchenwald entstandenen Zeichnungen des französischen Bühnenbildners Paul Goyard werden erstmals publiziert mehr Publikationen Literaturarchiv Sulzbach Rosenberg e V Schriftenreihe Briefe und

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  • Suchergebnisse: page-3 - Seite 3 - AsKI e.V. - KULTURBERICHTE 3/02 - www.aski.org/portal2/
    Fachtagungen Veranstaltungskalender AsKI Shop Presse Suche Suche Suche Sie sind hier www aski org portal2 10 KULTURBERICHTE 10 6 KULTURBERICHTE 3 02 Wechsel im Vorstand der Wilhelm Busch Gesellschaft e V Im Mai 2002 verabschiedete die Mitgliederversammlung der Wilhelm Busch Gesellschaft e V auf ihrer Jahrestagung ihren langjährigen Vorsitzenden Herrn Professor Dr Hinrich Seidel mehr Haus Hohe Pappeln von Henry van de Velde für die Öffentlichkeit gesichert Weimar wird Internationales van de Velde Forschungszentrum Vor dem Hintergrund des 100 jährigen Jubiläums der Niederlassung Henry van de Veldes 1863 1957 in Weimar sind zwei überregional bedeutsame Projekte von den Kunstsammlungen zu Weimar realisiert worden mehr Absichtserklärung über Sponsoring Vereinbarung zwischen der Akademie der Künste und der Microsoft GmbH Die Baustelle der Akademie der Künste am Pariser Platz 4 in Berlin bot im September 2002 den nüchternen Rahmen für eine bemerkenswerte Präsentation der Erneuerung des Internetauftritts und für erste Schritte zur Digitalisierung der Archivbestände großzügig unterstützt durch die Microsoft GmbH und ihre Partnerfirmen mehr Nationale Stiftung für Baukultur geplant Eine nationale Siftung für Baukultur soll der Qualität der Baukultur in Deutschland eine unüberhörbare Stimme mit hoher Fachautorität geben mehr Vierte Vergabe des DaimlerChrysler Stipendiums der Casa di Goethe in Rom Die DaimlerChrysler

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  • Suchergebnisse: page-4 - Seite 4 - AsKI e.V. - KULTURBERICHTE 3/02 - www.aski.org/portal2/
    98 Fachtagungen Veranstaltungskalender AsKI Shop Presse Suche Suche Suche Sie sind hier www aski org portal2 10 KULTURBERICHTE 10 6 KULTURBERICHTE 3 02 Neue Mitglieder im AsKI Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des AsKI im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg wurden folgende Institutionen aufgenommen mehr Neuer Vorstand des AsKI Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des AsKI wurde für drei Jahre ein neuer Vorstand gewählt mehr Klaus Reichert neuer Präsident der Deutschen Akademie für Sprache

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  • AsKI e.V. - KULTURBERICHTE 3/02 - www.aski.org/portal2/
    10 KULTURBERICHTE 10 6 KULTURBERICHTE 3 02 35 Jahre Arbeitskreis selbständiger Kultur Institute e V 2002 Jubiläen im AsKI Die Aktivitäten des Arbeitskreises selbständiger Kultur Institute e V AsKI in den 35 Jahren seines Bestehens mögen auf den ersten Blick manchem wohl wie eine kontinuierliche Folge erscheinen die dem Ziel dient kulturelles Gewicht und spezifische Ausprägung seiner Mitglieder in das öffentliche Bewusstsein zu heben mehr 35 Jahre AsKI e V Ausblicke 2002 Jubiläen im AsKI Seit meiner Wahl in den AsKI Vorstand 1999 sowie meiner Übernahme des Vorsitzes im Jahr 2001 hat sich das Bild des AsKI gewandelt mehr Ein Museum das lebt Zehn Jahre Museum für Sepulkralkultur 1992 2002 2002 Jubiläen im AsKI Nicht selten wird in der Berichterstattung über das Kasseler Museum das sich den Themen Sterben Tod und Trauer widmet seine Einzigartigkeit in Deutschland sogar in Europa hervorgehoben mehr 50 Jahre Deutsches Rundfunkarchiv 2002 Jubiläen im AsKI Das Deutsche Rundfunkarchiv DRA konnte im Jahre 2002 zwei Jubiläen feiern das 50 jährige Bestehen der Stiftung als solche sowie das 10 jährige Bestehen des zweiten Standortes in Potsdam Babelsberg mehr Nach der Flut Deutsches Hygiene Museum Dresden Im Zusammenhang mit der Hochwasserkatastrophe im August 2002 wurde auch das Deutsche

    Original URL path: http://www.aski.org/portal2/index.php?var1=cms-aski-ev--kulturberichte-1986-2004&var2=aski-ev-kulturberichte-302&var3=&print=ok (2016-02-14)
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  • AsKI e.V. | KULTURBERICHTE 2/2002: Blechtrommeln für Goethe - www.aski.org/portal2/
    Mai von Kulturstaatsminister Julian Nida Rümelin und dem römischen Bürgermeister Walter Veltroni eröffnet wurde und noch bis zum 9 September zu sehen ist Der Nobelpreisträger selbst kam zu einer Lesung am 11 Juni nach Rom Mit diesen Veranstaltungen feiert die Casa di Goethe das einzige deutsche Museum außerhalb der Bundesrepublik ihr fünfjähriges Bestehen Nachdem es bereits in den siebziger Jahren zeitweilig ein vom Frankfurter Freien Deutschen Hochstift betreutes Museum im selben Gebäude gegeben hatte konnte die Wohnung in der Goethe von 1786 bis 1788 bei seinem Malerfreund Tischbein gelebt hatte mit Hilfe der damaligen Daimler Benz AG von der Bundesrepublik erworben und restauriert werden In einer Zeit in der man sonst nur über Kürzungen der Finanzmittel oder gar über die Schließung von öffentlichen Einrichtungen diskutiert war das ein ungewöhnlich ermutigender Vorgang Unter der Leitung der Historikerin Ursula Bongaerts hat sich die Casa die Goethe auf nur 600 Quadratmetern dann sogar zu einem kleinen Treffpunkt europäischer Kultur entwickeln können Die Dauerausstellung von Bildern Büchern und Objekten zum Romaufenthalt Goethes und zur Werkrezeption zieht jährlich rund 22 000 Besucher an davon fast die Hälfte Italiener Die Bibliothek auf der Basis der Sammlung Dorn mit Erstausgaben und reicher Sekundärliteratur die inzwischen auf 10 000 Bände angewachsen ist gibt die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung und sprengt bereits die Räumlichkeiten Eine Stipendiatenstelle die alle halbe Jahre neu vergeben wird u a genutzt von dem Fotografen Martin Zeller der Illustratorin Siglint Kessler dem Autor F C Delius oder dem Redakteur Jürg Dieter Kogel der auch die Grass Ausstellung initiiert hat sorgt für interdisziplinären Umgang mit dem Erbe Goethes Vielleicht am wichtigsten aber sind neben den üblichen Lesungen Vorträgen Konzerten und Tagungen die wechselnden Ausstellungen aus der bildenden Kunst zuletzt Katharina Sieverding der Fotografie Fridhelm Volk des Comics Papan oder der Literaturgeschichte Marie Luise Kaschnitz So ist

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  • AsKI e.V. | KULTURBERICHTE 2/2002: 150 Jahre Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg - www.aski.org/portal2/
    Zusammenhängen bestimmte sein Interesse Im Jahre 1832 ließ er den ersten Band des Anzeiger s für die Kunde des deutschen Mittelalters veröffentlichen der allerdings 1839 wieder eingestellt werden musste In dieser Zeit sammelte Aufseß im Stillen was ihm persönlich als Kulturgut für den germanischen Raum also die deutschsprachige Zone inmitten Europas sowie deutsche Enklaven im Osten Europas typisch zu sein schien Er sammelte diese Exponate auf seiner Burg Unteraufseß wo er im Bergfried auch ein eigenes Studierzimmer einrichtete das heute noch zu besichtigen ist Die Sammlung in unmittelbarer Nähe Nürnbergs anzusiedeln war dabei eine hervorragende Entscheidung Mehr als ein halbes Jahrtausend stand Nürnberg im Mittelpunkt des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation das eine feste Hauptstadt nie gekannt hatte Nur Wien hätte ähnliche Bedingungen bieten können dort gab es jedoch bereits die seit dem späten 16 Jahrhundert zusammengetragene Sammlung des allerhöchsten Kaiserhauses was die Gründung einer weiteren Sammlung eher behindert als befördert hätte Trotz des Scheiterns der Revolution von 1848 49 die dem Land mit seinen vielen Kleinstaaten eigentlich eine demokratische Einigung bringen sollte blieb der Gedanke wach sich im kulturellen und geschichtlichen Bereich mit der Nation ohne die lästigen Grenzen zu beschäftigen Mehrfach machte Hans von Aufseß Anstalten in diese Richtung 1852 gelang es ihm schließlich den Beschluss herbeizuführen dass 1 die weitere Begründung und Ausbildung des Germanischen Museums der Generalversammlung dringend anzuempfehlen sei und 2 das Museum von dem heutigen Datum als begründet betrachtet werden solle Das Gründungsdatum war somit der 17 August 1852 Bereits am 18 Juli 1853 erfolgte die Anerkennung der neuen Einrichtung als nationales Unternehmen durch die Deutsche Bundesversammlung in Frankfurt fortan wurde das Museum als Germanisches Nationalmuseum bezeichnet Es sollte allerdings noch fünf Jahre dauern bis ein Standort für das Museum gefunden war Zwar favorisierte man Nürnberg doch wollte man die Unterstützung des bayerischen Königs haben der sich mit seiner Entscheidung viel Zeit ließ Stattdessen gab es Offerten das Museum auf der Wartburg oder in Coburg anzusiedeln also in Sachsen und es mit den jeweiligen fürstlichen Sammlungen zu vereinen 1857 schließlich schenkte der bayerische König dem neuen Museum bis dahin provisorisch im Nürnberger Tiergärtner Turm untergebracht das ehemalige Kartäuserkloster am Südrand der Altstadt Zudem half er beim Aufbau des zuletzt als Militärarsenal genutzten und dadurch stark in Mitleidenschaft gezogenen Gebäudes Einen festen Etat für das Museum gab es nicht Ankäufe musste man durch Spenden finanzieren selbst die Kosten für das Personal mühsam einwerben Dennoch waren die der Gründung folgenden Jahrzehnte überaus erfolgreich Aus allen deutschsprachigen Gebieten von den Niederlanden über die Schweiz bis nach Österreich kamen bedeutende Geschenke oder Leihgaben an das Museum das seinem Rang als Nationalmuseum schon bald gerecht werden konnte Die Präsentation der Sammlung in einem mittelalterlichen Kloster entsprach dem Geschichtsbezug des Museumsauftrags Als Aufgabe des Museums wurde von seinem Gründer Hans von Aufseß festgelegt es solle ein wohlgeordnetes Generalrepertorium über das ganze Quellenmaterial für die deutsche Geschichte Literatur und Kunst vorläufig von der ältesten Zeit bis zum Jahr 1650 herstellen Ziel war es das gesamte Wissen um diese Bereiche zu gliedern

    Original URL path: http://www.aski.org/portal2/cms-aski-ev--kulturberichte-1986-2004/aski-ev---kulturberichte-202/askiev-kulturberichte-2-2002-150-jahre-germanisches-nationalmuseum-nuernberg-1-575.html (2016-02-14)
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