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  • BAUKULTUR 6_2015: Editorial | DAI Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V., Berlin
    mit der Politik und mit Bauschaffenden aus vielen Bereichen Alle sind sich einig Wir brauchen keine Notlösungen und Provisorien sondern nachhaltigen Wohnraum für eine große Zahl von Menschen und zwar schnell Aktuell haben wir nicht nur die große Chance sondern auch die Pflicht die hochwertige Bau und Planungskultur in Deutschland wie sie im Baukulturbericht 2014 15 zum Ausdruck kommt in die Tat umzusetzen Handeln statt Zögern ist das Motto der Stunde und wird mit Sicherheit noch für Jahre das Motto bleiben Den Planern und allen Bauschaffenden kommt eine gesellschaftspolitische Schlüsselrolle zu Während des DAI Tages Ende September in Hannover erste Eindrücke der äußerst gelungenen Veranstaltung finden Sie auf der nebenstehenden Seite haben wir im Verbandsrat wie auch in der Mitgliederversammlung diskutiert wie der DAI zu diesen wichtigen Fragen unserer Zeit Stellung beziehen kann Die Formulierungen mündeten in einer Hannoveraner Erklärung die Sie auf unserer Web Seite unter www dai org nachlesen können und über die wir in der nächsten Ausgabe der BAUKULTUR berichten werden Unser Beitrag ist die WillkommensBaukultur die zunächst und in erster Linie den aus der Not zu uns kommenden Menschen zugute kommt Sie muss darüber hinaus aber auch denjenigen eine Willkommensbotschaft zurück in unsere Gesellschaft bieten die sich aus welchen Gründen auch immer derzeit in ihr nicht wiederfinden und zunehmend an den Rand gedrängt werden Wissenschaftlich untermauerte Schätzungen gehen davon aus dass in Deutschland allein strukturell rund 400 000 Wohnungen pro Jahr für die nächsten 5 6 Jahre fehlen Hinzu kommt eine große Zahl von Schutzsuchenden die ebenfalls ein Anrecht auf menschenwürdigen Wohnraum haben und nicht Zuwanderer in Zelten oder Containern sein dürfen Hier gilt es den Integrationsaspekt von Anfang an mitzudenken Dies setzt beim Planen und Bauen grundsätzliches Umdenken und klare Prioritätensetzungen voraus Bestandsbauten unterschiedlichster Art nutzen und aufwerten innerstädtisch angemessen verdichten Aufstockungsmöglichkeiten mit innovativen Leichtbauweisen

    Original URL path: http://www.dai.org/oeffentlichkeitsarbeit/baukultur/beitraege/1459-baukultur-62015-editorial (2016-02-13)
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  • Historisches Museum Am Hohen Ufer in Hannover | DAI Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V., Berlin
    benannt wurde Als Zeugnis mittelalterlicher Stadtgeschichte beherbergt der Beginenturm heute das Historische Museum Hannover Historie Anfang des 16 Jahrhunderts diente der trutzige Wehrturm als Gefängnis danach als Torflager Wohnung und Künstleratelier zuletzt lange Jahre als Szenekneipe Seit 2007 stand fest dass der Turm unter der Obhut des Historischen Museums dem Publikum wieder zugänglich gemacht werden sollte Das Innere wurde entkernt es wurden Decken erneuert zwei Brandabschnitte hergestellt und ein zusätzlicher Fluchtweg geschaffen Im Jahr 2014 fand schließlich die Eröffnung des Beginenturms als begehbares Exponat statt Die Sanierung fand in enger Abstimmung mit dem Historischen Museum der Stadt Hannover und der Denkmalpflege statt Mit der Planung war das Büro TW Architekten Többen Woschek GbR aus Hannover betraut Dialog der Gegensätze Der Besucher wird von einem hohen Stahltor dessen zweiflügelige Türen während der Besichtigungszeiten offen stehen willkommen geheißen Auf 4 Geschossen und einem Galeriegeschoss erlebt er durch bewusst hinterlassene Spuren früherer Nutzungen die Geschichte des Turmes Sie reichen von der Beschaffenheit unterschiedlicher Oberflächen über erhaltene Wandmalereien bis hin zu einem Mauerwerksklotz auf dem die Speisekarte der Gastronomie verewigt ist Damit der Turm selbst zur Wirkung gelangt wurden alle neu hinzugefügten Bauelemente in Material Form und Farbe vom Bestand abgehoben und durch Fugen abgelöst Respektvoll in Bezug auf das historische Mauerwerk wurden behutsam neue Materialien wie Stahl Stahlbeton Glas und Holz verwendet Sie unterstreichen die Eigenständigkeit des Formenvokabulars im Dialog der Gegensätze zwischen alt und neu und führen zu einer wohltuenden Gemeinsamkeit Museumsbereich im 1 Obergeschoss Erschließung Eine gewendelte Sichtbetontreppe führt vom Erdgeschoss über eine Galerieebene in das 1 Obergeschoss in dessen Gewölbedecke ein sog Angstloch durch das die Häftlinge in den Kerker hinabgelassen wurden freigelegt wurde Über schmale in früheren Zeiten in das 3 m starke Mauerwerk eingelassene Treppenstufen gelangt man in das 2 Obergeschoss und von dort auf die Terrasse der

    Original URL path: http://www.dai.org/oeffentlichkeitsarbeit/baukultur/beitraege/1424-historisches-museum-am-hohen-ufer-in-hannover (2016-02-13)
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  • Klinikum Siloah-Oststadt-Heidehaus in Hannover | DAI Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V., Berlin
    den überzeugendsten Entwurf und wurde mit der Planung beauftragt Ende 2014 nach 7 Jahren Planungs und Bauzeit konnte die Eröffnung gefeiert werden Das Klinikum Siloah Oststadt Heidehaus bietet heute auf einer Nutzfläche von 32 000 m² Platz für 535 Betten Im Krankenhaus der Schwerpunktversorgung kümmern sich rund 700 Ärzte und Pflegekräfte in insgesamt 12 Fachabteilungen um die Patienten Bauliches Konzept Der Neubau orientiert sich städtebaulich an einem historischen Altbau in dem die Klinikverwaltung untergebracht wurde Denkmalgeschützter Baubestand mit drei Pavillonbauten aus den Jahren 1907 1913 wurde zusammen mit schützenswertem Baumbestand in die Neubauplanung einbezogen Eine neu geschaffene Klinikallee dient der Gesamterschließung von der südlichen bis zur nördlichen Grundstücksgrenze sorgt für eine klare Erschließungsstruktur und ordnet das Gelände in Alt und Neubauten bzw Entwicklungsflächen Unter der Klinikallee liegt unterirdisch der Wirtschaftshof über den die gesamte Logistik des Neubaus unabhängig von der öffentlichen Erschließung abgewickelt wird Fassadengliederung Das Gebäude besteht aus einem massiven 2 geschossigen Sockel der die Traufhöhe der historischen Gebäude aufnimmt und drei darüber schwebenden Bettenhausriegeln mit jeweils 5 Pflegegeschossen Patchworkartig eingestreute Lichthöfe gliedern den Neubau und versorgen fast alle Räume mit viel Tageslicht Die Patienten genießen von ihren Zimmern einen herrlichen Blick auf die Flussauen Der Sockel wurde als Ziegelfassade mit Lochfenstern in zwei Formaten ausgeführt Der gebrannte und geschlämmte Klinker in leicht changierenden Farben betont seine Schwere und Erdverbundenheit Die Pflegegeschosse erhielten im Kontrast dazu eine leichte Fassadenkonstruktion mit Bandfenstern und vorgehängten Glasbrüstungen 6 aufeinander abgestimmte Grau und Grüntöne korrespondieren mit dem Baumbewuchs der Flussaue und rhythmisieren die Glasfelder der Brüstungen Vertikale Glaselemente verbinden die Geschossebenen und führen in Kombination mit den horizontalen Bandfenstern zu einem lebhaften Erscheinungsbild Zeichnungen von Heilpflanzen hier Lavendel dekorieren die Krankenzimmer Foto Wolfgang Fallier Erschließung Vom neuen Klinikvorplatz mit den prächtigen Kastanienbäumen gelangt man zum überdachten Haupteingang Die Eingangshalle ist raumhoch verglast und ermöglicht Blickbeziehungen zwischen Ihme und Altbau Von der Lobby gelangt man direkt in die Cafeteria die sich mit einer großen Außenterrasse zur Flussseite hin öffnet Der Bau fügt sich so optimal in die Flussauen ein und bietet Mitarbeitern Patienten und Besuchern eine hohe Aufenthaltsqualität Leitmotiv Interdisziplinarität Im Inneren wird das Gebäude über eine Magistrale erschlossen an der sämtliche Wartebereiche und Leitstellen aber auch die vertikalen Erschließungen liegen Eine Besonderheit des Klinikums mit seinen insgesamt 9 Operationssälen ist dass in vielen Fachabteilungen weitestgehend interdisziplinär zusammengearbeitet wird und auf diese Weise ihre Kompetenzen gebündelt werden Im Erdgeschoss befinden sich alle nicht invasiven und ambulanten Behandlungsbereiche im ersten Obergeschoss alle Behandlungen die eine Narkose benötigen Dort wurde zudem eine räumliche Zusammenführung der interventionellen und operativen Behandlungsformen auf einer Etage erreicht Die Farbe Rot bezieht sich auf die Heilpflanze Hibiskus Foto Wolfgang Fallier Wegweisende Gestaltung Ein innovatives Signaletik und Gestaltungskonzept vermittelt in den Innenräumen Wohlfühlatmosphäre Grafisch umgesetzte Pflanzenthemen und 4 zugehörige Leitfarben helfen Patienten und Besuchern sich problemlos zurechtzufinden Die Farbe Grün kennzeichnet die Behandlungsräume im Sockel während die Farben Rot Gelb und Violett den Weg zu den drei Bettenhäusern weisen Die Grüntöne in den Sockelgeschossen tragen zur Verknüpfung der Bepflanzung der Innenhöfe mit

    Original URL path: http://www.dai.org/oeffentlichkeitsarbeit/baukultur/beitraege/1423-klinikum-siloah-oststadt-heidehaus (2016-02-13)
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  • Das Gelände der Expo 2000 in Hannover | DAI Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V., Berlin
    Ausflug in eine spektakuläre Welt an dem 150 Nationen teilnahmen Gegenwart Heute ist das Expo Gelände zu einem wichtigen IT und Medienstandort geworden So befinden sich hier eine Fachhochschule für Medien Veranstaltungshallen Restaurants oder Autohäuser 85 der Fläche werden weiter genutzt was als größte nachträgliche Auslastung aller Weltausstellungen gilt Einige Standorte wurden verlegt so steht z B die Gondelbahn nun in Österreich und transportiert Skifahrer in die Kitzbühler Alpen Doch immer wieder wird die Nachnutzung des Expo Geländes kritisiert Ehemals glänzende und bestaunte Pavillons verfallen und geben einen trostlosen Anblick ab Doch natürlich gibt es auch sehr gelungene Nachnutzungen der Pavillons Stellvertretend werden hier drei Beispiele vorgestellt Der Expowal das Wahrzeichen der Expo 2000 Foto Expowal Expowal Der so genannte Expowal damaliger Pavillon der Hoffnung und wohl Wahrzeichen der Expo 2000 ist heute im Besitz der LIM WAL gGmbH Dieses Unternehmen nutzt den Wal als Eventcenter das seine Räumlichkeiten an ein Catering Unternehmen und an eine Kirche vermietet In diesem Rahmen finden hier seit 2004 Gottesdienste namens Expowal Eine unglaubliche Kirche im Auftrag des Landesvereins für Innere Mission statt Dessen Ambition ist sozialen Nöten mit christlichem Glauben zu begegnen Der Entwurf und die Ausführung des Pavillons stammen von Buchalla Partner Hannover Postbox und Französischer Pavillon Foto BMW AG Postbox und französischer Pavillon Die ehemalige Postbox und der französische Pavillon wurden zu einer BMW Niederlassung verbunden Der Umbau erfolgte durch RTW Architekten Hannover Mit der Postbox hat sich BMW einen ganz besonderen Pavillon gesichert denn er war der erste der bereits ein halbes Jahr vor der Eröffnung der Expo fertig gestellt war Damals fungierte er als Aussichtspunkt über die Weltausstellung Mit seiner Höhe von 43 m ist er auch heute noch prägend für das Gelände Der ehemalige französische Pavillon hat edles und gleichzeitig natürliches Design mit einem optischen Spiel aus hellem

    Original URL path: http://www.dai.org/oeffentlichkeitsarbeit/baukultur/beitraege/1422-damals-und-heute (2016-02-13)
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  • AIV Wetterau: Fachexkursion nach Kopenhagen | DAI Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V., Berlin
    Zeitschriften Meldungen Preise und Ehrungen Presse Newsletter AIV Wetterau Fachexkursion nach Kopenhagen in BAUKULTUR 5 2015 S 12 Der AIV Wetterau veranstaltet für seine Mitglieder regelmäßig Fachexkursionen zur Fortbildung und Netzwerkerweiterung Die diesjährige städtebauliche Exkursion führte unter Leitung des 1 Vorsitzenden Lothar Schmidt nach Kopenhagen Die insgesamt 14 Teilnehmer absolvierten ein straffes 4 tägiges Programm Kopenhagen bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten für Stadtführungen Die Stadtbesichtigung erfolgte daher verteilt auf die einzelnen Exkursionstage zu Fuß mit dem Boot und mit dem Fahrrad Insbesondere die geführte Fahrradtour zeigte architektonische aber auch verkehrstechnische Besonderheiten Neben architektonischen Besonderheiten lassen sich in Kopenhagen viele Ingenieurbauwerke vor allem Brücken bewundern Baustellenbesichtigung des AIV Wetterau in Kopenhagen Doch aktiv gebaut wird in Dänemarks Hauptstadt derzeit vor allem im Untergrund Die U Bahn wird um 30 km Tunnelröhren und 17 neue Haltestellen erweitert Insgesamt 4 Tunnelbohrmaschinen fräsen sich durch den Baugrund während die Haltestellen in offener Bauweise hergestellt werden Die exklusiv für die Exkursionsgruppe organisierte Führung einschließlich der Begehung eines unterirdischen Abschnittes der gigantischen Tunnelbaustelle war ein besonderer Höhepunkt Trotz der vielen Programmpunkte blieb den Exkursionsteilnehmern ausreichend Zeit für individuelle Erkundungen in Kopenhagen und damit auch die Möglichkeit das Flair dieser rasant wachsenden Metropole zu genießen Geschrieben von

    Original URL path: http://www.dai.org/oeffentlichkeitsarbeit/baukultur/beitraege/1421-aiv-wetterau-fachexkursion-nach-kopenhagen (2016-02-13)
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  • BAUKULTUR 5_2015: Editorial | DAI Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V., Berlin
    rückbauen und auch in den Wertstoffkreislauf zurückführen Die Landeshauptstadt Hannover entwickelt aktuell das Stadtentwicklungskonzept Hannover 2030 das alle ökonomischen ökologischen sozialen und kulturellen Dimensionen einer nachhaltigen Stadt für das Jahr 2030 in den Blick nimmt Im Zentrum stehen Handlungsfelder auch für uns Architekten und Ingenieure Bildung und Kultur Arbeit Wirtschaft Wissenschaft und Umwelt Leben Wohnen und Versorgung Integration und Teilhabe sowie Finanzen Die aktuell diskutierten Querschnittsthemen sind demografischer Wandel gesellschaftlicher Wandel Innovation Nachhaltigkeit sowie neue Kooperationen Die hannoveranerBAUKULTUR soll Ihnen Lust auf den DAI Tag 2015 in Hannover machen Mit großen und kleinen Bauprojekten möchten wir Ihnen einen Eindruck über das aktuelle Baugeschehen in der Landeshauptstadt vermitteln So finden Sie neben einem Bericht zur Nachnutzung des einstigen EXPO Geländes auch Beiträge über z B die Erweiterung des Sprengel Museums die Revitalisierung der Sparkasse Hannover oder das Klinikum Siloah Oststadt Heidehaus Auch kleinere Projekte werden vorgestellt wie z B das Historische Museum am Hohen Ufer Nach aktuellem Programm treffen sich das DAI Präsidium und der DAI Verbandsrat am Freitag den 25 9 2015 in der Hochschule Hannover wo Architekten und Ingenieure sich seit Jahrzehnten zusammen bilden Am Samstag den 26 9 2015 findet die DAI Mitgliederversammlung mit anschließendem Vortrag im Schloss Herrenhausen statt Danach folgen der große Empfang im Rathaus und am Nachmittag die Besichtigung der Erweiterung des Sprengel Museums Im Zuge des Gala Abends im Schloss Herrenhausen wird der DAI Literaturpreis an Gerhard Steidl verliehen die Laudatio hält Oliver Jahn Am Sonntag den 27 9 2105 verleihen wir in der Leibniz Universität Hannover einen Preis für die herausragende Zusammenarbeit von angehenden Architekten und Bauingenieuren um danach das EXPO Gelände aus dem Jahr 2000 zu besichtigen und um dort die Nachnutzung zu erfahren Der Haupt Tagungsort für den DAI Tag 2015 liegt im wiederaufgebauten Schloss Herrenhausen ein Großprojekt von Architekten und

    Original URL path: http://www.dai.org/oeffentlichkeitsarbeit/baukultur/beitraege/1420-baukultur-52015-editorial (2016-02-13)
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  • Merkwürdig mit unscharfer Tiefe | DAI Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V., Berlin
    Universitätsklinikum die Campuserweiterung Melaten Für die umliegenden Büro und Laborgebäude konnte im Dezember 2014 das Parkhaus Campus Melaten Süd nach einem Entwurf von kister scheithauer gross architekten fertig gestellt werden Die Fassade besteht aus luftdurchlässigen hochreflektierend beschichteten Stahlgittermatten in jeweils zwei Lagen Foto Yohan Zerdoun Parkhaus Campus Melaten Süd Als merkwürdig mit unscharfer Tiefe beschreiben die Architekten den Neubau für die RWTH Aachen Das Gebäude entspricht nicht den herkömmlichen Assoziationen zum Erscheinungsbild eines Parkhauses So ist die innere und äußere Gestaltung des auf maximale Funktionalität ausgelegten Systembaus inspiriert von dem Dualismus sowohl eine außergewöhnliche Architektur als auch ein wirtschaftliches Gebäude zu entwickeln Fassadengestaltung Das 21 000 m² große Parkhaus mit 15 Splitleveletagen ist typologisch von einer sich spiralförmig nach oben schraubenden Erschließungsstraße geprägt und bietet 810 Stellplätze die sich hinter einer Fassade aus luftdurchlässigen hochreflektierend beschichteten Stahlgittermatten in jeweils zwei Lagen befinden Diese überziehen das Volumen wie eine Membran Auf den rückwärtigen Gittermatten sind während des Lackierens jeweils 10 cm breite Linien ausgespart welche das Licht nicht reflektieren Diese Linien ergeben in der Gesamtheit der Fassade ein an Reifenprofile erinnerndes Muster das von unten nach oben an Dichte abnimmt Je nach Sonnenstand und Standpunkt des Betrachters wirkt diese Lichthaut durchsichtig unscharf oder geschlossen Sie erinnert an die Bewegungsunschärfe mit der man die Umgebung je nach Blickwinkel aus dem fahrenden Auto wahrnimmt Die Fassade die bei Tag fast massiv wirkt erscheint bei Nacht gänzlich transparent und die einzelnen Elemente der Konstruktion des Gebäudes aus Decken und Stützen werden sichtbar Die Linien in der Fassade ergeben in ihrer Gesamtheit ein an Reifenprofile erinnerndes Muster Foto Yohan Zerdoun Werkstoffe und Korrosionsschutz Die tragende Konstruktion ist aus feuerverzinkten Stahlprofilen gefertigt Die Fassadenelemente bestehen jeweils aus zwei hintereinander liegenden pulverbeschichteten Stahldraht Schweiß Gittern Diese sind mit verzinkten Stahlflacheisen an Rahmenelementen aus verzinkten Rechteckrohren befestigt Auch

    Original URL path: http://www.dai.org/oeffentlichkeitsarbeit/baukultur/beitraege/1376-2015-06-13-10-13-58 (2016-02-13)
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  • Dunkle Schatten von Purpur bis Schwarz | DAI Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V., Berlin
    gegebener Zeit ein Neubau das Ensemble ergänzen muss Das Eckgebäude wurde 2009 abgerissen womit der Neubau realisiert und der bereits bestehende Bau ein weiteres Mal renoviert werden konnte Ursprungsgebäude Veränderte Sicherheitsvorschriften machten ein Upgrade des gesamten Gebäudes erforderlich Im Vergleich zu einem konventionellen Theater waren viele Funktionen zwar vorhanden aber es fehlte z B ein Probenraum Dieser erste Bauabschnitt wurde in S Form um das bestehende Haus herum gelegt Das architektonische Konzept sah ein sehr kompaktes Ensemble mit nahe beieinander liegenden Räumen vor Das voluminöse Gebäude besteht komplett aus Beton lackiert in dunklem Purpur Seine Form ist leicht gerundet was ihm eine edle Erscheinung und eine gewisse Weichheit verleiht Das imposante Volumen sollte nicht versteckt sondern unterstrichen werden aber seine Rundung und die warme Farbigkeit relativieren seine Mächtigkeit Die Oberfläche zeigt ein grafisches Muster von schwarz lackiertem Backstein vom Boden bis zum Dach Der stilisierte Fries gibt diesem Teil der Fassade einen gewissen Maßstab Bauliche Erweiterung Die Erweiterung war seit langem von der Stadt und dem Theater gleichermaßen gewünscht Es dauerte mehr als 10 Jahre bis der Erwerb des Eckgrundstücks das Hauptziel der architektonischen Maßnahme ermöglichte Für das Büro ergab sich die wunderbare Möglichkeit einen echten Anhang zu planen an das Gebäude das einst erdacht dann gebaut und schließlich erweitert wurde Die Erweiterung des voluminösen runden Theaters in Purpur war nicht einfach Man wollte nicht den gleichen Stil wiederholen Die Architekten wählten daher ein schlichtes Volumen beinahe rechteckig das den Winkel zwischen zwei Straßen schließen sollte Symbolisch scheint dieser Neubau alle Funktionen zu verbinden um die Entfernungen für die Nutzer zu erleichtern Die Lobby umspannt den neuen Probenraum und öffnet sich zu beiden Straßen Sie verbindet Probenraum und historische Halle Ihre Länge erlaubt das Einrichten mehrerer Bars und Rückzugsmöglichkeiten für Künstler und Zuschauer Große schwarze Rhomben umfangen die purpurne Fassade des Ursprungsgebäudes und setzen sich in der Gewebestruktur der Metallverkleidung fort Foto Luc Boegly Inszenierung rund um das Schwarz Der Erweiterungsbau ist in tiefem wuchtigem Schwarz ummantelt Um eine weiche Verbindung zum Ursprungsgebäude herzustellen ist dieses Schwarz umgesetzt in Form eines Gewebes aus Metallpaneelen deren Zeichnungen von großen Rhomben denen der runden Form in Purpur entsprechen Die Rhomben scheinen von einem Volumen in ein anderes zu wechseln sie basieren auf zwei verschiedenen Formen Beim Ursprungsgebäude wurden die Rhomben mit Schablonen auf den Beton aufgebracht Bei der Erweiterung sind sie in die Metallverkleidung integriert wechselnd zwischen einem matten und einem glänzenden Schwarz Das Ursprungsgebäude erhielt einen diagonalen Rahmen der die Befestigung der Formteile erlaubt Die Wellen dieser Paneele matt und glänzend reagieren unterschiedlich auf Licht je nach seiner Intensität und ihrer Orientierung dazu Die Übertragung der gewaltigen Rhomben auf die bestehende Purpur Fassade ist auch ein filigranes Zitat der Arbeit des Künstlers Pierre Soulages Das Projekt wird durch das Eckgebäude mit seinem tiefschwarzen mächtigen Volumen komplettiert quasi einer Verankerung des Theaters im Zentrum der Stadt Das schwarze Schwarz wirkt gelegentlich sehr hell wenn das Tageslicht auf die Fassade trifft vergleichbar dem malerischen Werk von Pierre Soulages Das Schwarz wird leuchtend strahlend

    Original URL path: http://www.dai.org/oeffentlichkeitsarbeit/baukultur/beitraege/1375-dunkle-schatten-von-purpur-bis-schwarz (2016-02-13)
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