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  • BAUKULTUR 3_2015: Editorial | DAI Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V., Berlin
    und Brückenbau Die Wassertürme in unserem Land dienen nicht nur der Trinkwasserhygiene sondern haben sich vielerorts zu identitätsstiftenden Wahrzeichen entwickelt Die Integration und Nutzbarmachung von Wasser stellen Architekten und Ingenieure vor große Herausforderungen So entstanden baukulturelle Denkmäler wie z B die Dresdner Elbbrücke Blaues Wunder oder das Schiffshebewerk Niederfinow bei Berlin zwei Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst die sich durch hohe architektonische aber ebenso durch hohe technische Qualität auszeichnen Die Förderung der Baukultur in Deutschland steht auch im Fokus der Bundespolitik Die Bundesstiftung Baukultur bringt dies zum Ausdruck Im Koalitionsvertrag haben wir vereinbart Wir werden die Bundesstiftung stärken und damit den breit angelegten Dialog im baukulturellen Bereich besser unterstützen 1 3 Mio Euro stehen jährlich im Bundeshaushalt für die Stiftung zur Verfügung weitere 100 000 Euro stellen wir in diesem Jahr bereit Das ist gut angelegtes Geld auch mit Blick auf den Förderverein der der Bundesstiftung Baukultur zur Seite gestellt ist Ziel des Fördervereins ist es Projekte Akteure und Stiftungsaktivitäten miteinander zu vernetzen und den Erfahrungsaustausch zu intensivieren Architekten Verbände und Bauunternehmen engagieren sich über den Förderverein und setzen sich für die Belange der Baukultur ein Das wiederum entlastet am Ende des Tages auch ein Stück weit den Bundeshaushalt und hilft die Arbeit der Stiftung zu verstetigen Die steigende Anzahl der Mitgliedschaften im Förderverein zeigt dass wir auf einem guten Weg sind Unterstützen auch Sie den breit angelegten Dialog über die Baukultur werden auch Sie Mitglied im Förderverein Der Baukulturbericht 2014 15 der Bundestiftung setzt Maßstäbe in der nationalen und internationalen Diskussion Er ist für Architekten Planer aber natürlich auch Bauherren und Investoren richtungsweisend Der Bund muss dabei seiner Vorbildfunktion gerecht werden Es ist gut und richtig dass wir unsere Bundesstiftung Baukultur mehr als bisher auch in die Entwicklung und die Untersuchungen bundeseigener Bauten einbeziehen So können Hinweise und Erkenntnisse der Stiftung

    Original URL path: http://www.dai.org/oeffentlichkeitsarbeit/baukultur/beitraege/1336-baukultur-32015-editorial (2016-02-13)
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  • Licht-Theater | DAI Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V., Berlin
    des klassischen Theaters als architektonischen Typus und den öffentlichen Platz als Bühne für kulturelle Erfahrungen dar Hierzu wurde eine theaterähnliche Installation auf dem Marktplatz errichtet um die Handlungen der Besucher und deren spontane Interaktionen zu beobachten und um zu prüfen wie sich ständig verändernde Ereignisse auf das Leben und die Bedeutung des Platzes auswirken Spiegel des kulturellen Lebens Maßstab Material und auch die endgültige Form dieser Installation waren weniger ortsspezifisch denn archetypisch Das 27 x 12 5 x 10 m große Gerüst ermöglichte die gewünschte provisorische Struktur und das raumabschließende Textil definierte das Volumen der dreidimensionalen Intervention Licht Ton Farbe Stoff und Projektion spielten wichtige Rollen in diesem Theater aber die Öffentlichkeit und deren Interaktion blieben im Mittelpunkt des Projekts So gab es weder Schauspieler noch Performance Künstler das Geschehen entwickelte sich ohne Vorgabe als Improvisation innerhalb des vorgegebenen Rahmens Die interaktive Bühne des Teatro Del Mondo wurde zum Spiegel des kulturellen Lebens und folgte dem Thema der Organisatoren von City in Motion The public are challenged to not just look but to really see and experience intensely Das Gerüst bildete die gewünschte provisorische Struktur und das raumabschließende Textil definierte das Volumen der Intervention Semitransparente Grenzen Ein Anspruch bestand darin die bauliche Umsetzung mit möglichst wenigen vorhandenen oder wieder verwendbaren Materialien durchzuführen Daher bot sich der Einsatz von Gerüst und technischen Textilien an In Bezug auf die konzeptionelle Interaktion und Verflechtung der Gesellschaft wurde die Tragkonstruktion mit 1 400 m² offenmaschigem TF400 Gewebe bespannt Ausgebildete Kletterer verwoben die horizontalen und vertikalen Tuchbahnen untereinander und mit dem Gerüst So entstand ein von allen störenden Bauteilen befreiter Innenraum von 23 m Länge 8 m Breite und 8 m Höhe dessen semitransparente Begrenzung erahnen ließ welche Aktivität im Inneren stattfand Perfekte Projektionsfläche Das durchgehend zweilagig verarbeitete Makro Gewebe ermöglichte je nach Lichtsituation ein

    Original URL path: http://www.dai.org/oeffentlichkeitsarbeit/baukultur/beitraege/1305-licht-theater (2016-02-13)
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  • Offen und öffentlich | DAI Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V., Berlin
    oftmals untergebracht in dunklen abgeschlossenen Gebäuden die wenig mit ihrer Umgebung verbindet Rotterdams Markthalle sollte jedoch gleichzeitig einen wichtigen Impuls liefern für die Erneuerung des Laurensquartiers und des östlichen Innenstadtgebiets Dies verlangte nach einem äußerst öffentlichen wie offenen Gebäude mit guter Verkehrsanbindung Das Team drehte die beiden Wohntürme und den Markt einfach um wodurch eine große Halle mit zwei breiten Öffnungen zur Stadt hin entstand Um Licht in die Wohnungen zu führen sind die Kanten abgerundet aber nur so weit dass gewöhnliche Aufzugschächte eingepasst werden konnten Durch die Erweiterung der Verkaufsflächen im Erdgeschoss entstand die Form des Gewölbes 120 m lang und 40 m breit wie hoch Die beiden Seilnetzfassaden an den Stirnseiten der Markthalle sind die größten ihrer Art in Europa Foto Ossip van Duivenbode Glasfassade als Seilnetzkonstruktion Das Gebäude sollte so offen wie möglich gestaltet sein zum Schutz vor Regen und Wind mussten die großen Öffnungen an den Stirnseiten jedoch geschlossen werden Für Transparenz und Lichtdurchlässigkeit sorgt eine Seilnetzfassade mit einfacher Verglasung die aus nur wenigen konstruktiven Bauteilen besteht Die Öffnungen an den Stirnseiten bilden einen steifen Rahmen in den vorgespannte Stahlseile in einem Raster befestigt sind Die einzelnen Glasscheiben sind mittels Halterungen zwischen die Stahlseile geklemmt Dadurch ist es möglich das Kunstwerk im Inneren des Gebäudes auch von außen zu betrachten dessen Farben und Formen zum Betreten einladen sollen Auf den Stahlseilen der Glasfassade steht eine Spannung von 25 000 30 000 kg wodurch sich die Seile um 9 15 cm ausgedehnt haben Bei schweren Stürmen kann die Glasfassade um bis zu 70 cm nach innen gedrückt werden Die Seile verlängern sich dann nochmals um weitere 4 cm Die Verkleidung des äußeren Baukörpers besteht aus grauem Naturstein der in Rotterdam auch als Pflasterstein verwendet wird um das farbenfrohe Innere der Halle hervorzuheben Die Hälfte der Wohnungen hat Fenster zum Markt Diese sind dreifachverglast sodass die Bewohner weder durch Geruch noch Lärm belästigt werden Foto Daria Scagliola und Stijn Brakkee Kunstwerk Das Füllhorn Für den Innenbereich hat das Künstlerpaar Arno Coenen und Iris Roskam das großformatige farbenprächtige Kunstwerk mit dem Titel Das Füllhorn entworfen Abgebildet sind Obst und Gemüsesorten neben Brot Fisch Blumen und sogar der Kirchturm der Laurenskirche Das Füllhorn ist eine Reminiszenz an die Stillleben der niederländischen Meister des 17 Jahrhunderts an die griechische Mythologie und an Wandmalereien wie sie z B in der Sixtinischen Kapelle in Rom zu sehen sind Das Kunstwerk soll das Gefühl vermitteln auf dem Rücken liegend nach oben auf eine Wiese und zum Himmel zu schauen und weiter durch das Dach der Markthalle Die Sonne repräsentiert das Füllhorn aus dem die frischen Produkte herunter auf die Erde fallen In der Mitte des Bildes ist ein Bereich weiß gelassen Das Jahr über ist hier eine Projektion zu sehen die sich den Jahreszeiten und Produkten anpasst Das 11 000 m² große Kunstwerk ist als 5 schichtiger Digitaldruck realisiert der aus 400 000 Megapixeln besteht Die Datenmenge für den Druck umfasste 1 470 GB Das Kunstwerk wurde auf 4 500 Aluminiumpaneele mit einer Größe

    Original URL path: http://www.dai.org/oeffentlichkeitsarbeit/baukultur/beitraege/1304-2015-02-16-09-56-01 (2016-02-13)
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  • Licht- und Schattenspiel | DAI Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V., Berlin
    Rundkurs über die Stockwerke von außen erleben lustwandle oben angekommen auf der Terrasse blicke durch das Betonnetz auf das Meer ruhe mich aus auf Liegestühlen sonne mich unter dem blauen Himmel genieße Licht Luft und Raum ohne noch irgendein Exponat gesehen zu haben Ich muss gestehen die wechselnden Ausstellungen an sich sind für mich gar nicht so interessant Das MuCEM selbst ist für mich das Exponat Das Sujet des Exponats Architektur ist das Mittelmeer Licht Süden Wasser Ja gut für mich als Architekt erfüllt der Bau auch mal zuerst perfekt seine herausragende städtebauliche Funktion Sowohl von der Stadt aufs Meer blickend wie vom Meer in den Hafen kommend hat das MuCEM eine Schlüsselfunktion Und ich finde dieser Rolle wird es insbesondere auch im Dialog mit dem alten Fort sowohl als Körper mit seinem Volumen wie auch mit seiner Haut hervorragend gerecht Der strenge Kubus neben der kräftig gerundeten Bastion die dunkle Farbe und die feine Struktur des vorgehängten Gitterwerks neben dem massiven hellen Naturstein kontrastieren auf angenehm spannende Weise Eine Schwächung des städtebaulichen Rahmens ergibt sich für mich aus der Nachbarschaft zur zeitgleich entstandenen Villa Mediterranée da die beiden Gebäude sich beziehungslos und einander fremd gegenüberstehen Ein Aspekt erscheint mir jedoch problematisch und das ist die Tageslichtsituation im Inneren des Museums Wie wirkt sich das von außen höchst spannende Netzwerk innen aus Hier trifft kein gleichmäßig gefiltertes Licht auf Exponate sondern ein durch starke Hell Dunkel Kontraste unruhiges das die Anforderungen einer gleichmäßigen Lichtführung in einem Museum keinesfalls erfüllt Vielleicht reagieren die Exponate eines ethnologischen Museums nicht so empfindlich auf Belichtungsqualität wie Objekte der bildenden Kunst Fußgängersteg zwischen MuCEM und altem Fort Foto Herbert Meyer Sternberg Ja stimmt eigentlich Vielleicht interessieren mich die Ausstellungen auch deshalb nicht so weil die Lichtführung nicht überzeugt Ich kann mich im Inneren nicht wirklich zurechtfinden bin vom Licht draußen geblendet habe auch ehrlich gesagt eine aufregendere Darstellung der Geschichte des Mittelmeers erwartet Die Bauaufgabe war ja ein Monument zu schaffen das sich in eine museale Landschaft integriert Es gibt das alte Fort das restauriert wurde den Garten der die Häuser verbindet weitere Annexbauten die unterschiedlichsten musealen Zwecken dienen Ich finde der Ricciotti Bau erfüllt dieses Ziel der Einpassung in ein kulturelles Areal ziemlich gut Ich gehe gerne über den 130 m langen pfeilartigen Brückenarm hoch über dem Wasser der vom MuCEM zum alten Fort und zu schön angelegten Gärten führt Hier spüre ich tatsächlich so etwas wie einen süßen und salzigen Geschmack vom Meer wie Ricciotti das ausdrückt Es mag auch so knacken im Mund wie wenn man in ein Macaron beißt Nicht umsonst hat das Kulturkomitee der Parlamentarischen Versammlung des Europarats PACE das MuCEM in Marseille für den Museumspreis des Europarats 2015 ausgewählt Nun der Architekt ist bekannt für wortreiche blumige Erläuterung seiner Arbeit aber ich bin deiner Meinung dass dieses Gebäude durch seine geschickte Verknüpfung mit dem alten Fort und der freien Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit eine Bereicherung des kulturellen Angebotes darstellt Die Möglichkeit die Rampen zwischen dem verglasten Museumsinneren und dem

    Original URL path: http://www.dai.org/oeffentlichkeitsarbeit/baukultur/beitraege/1303-licht-und-schattenspiel (2016-02-13)
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  • AIV Stuttgart: Förderpreis 2014 entschieden | DAI Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V., Berlin
    Bridge für Studierende der Universität Stuttgart der Hochschule für Technik Stuttgart und der Hochschule Biberach brachte interessante und innovative Lösungsansätze Aufgabe war die Gestaltung einer Brücke über den Neckar im Bereich des Berger Steges am Wasen Leuze Bad in Stuttgart Ein kleines Hotel am Fuß und Radweg sollte in eine begrünte Erlebnisachse zum westlichen Wasentor eingebunden werden Die Aufgabe sollte in direkter Zusammenarbeit zwischen Architekten und Ingenieuren entstehen welche traditionell das wichtigste Ziel des AIV Stuttgart darstellt Insgesamt 19 Gruppen aus Architektur und Bauingenieurstudierenden haben ihre Ideen in einen Entwurf umgesetzt Die Sieger des Wettbewerbs wurden Ende September 2014 ausgezeichnet Insgesamt wurden 3 Preise und 4 Anerkennungen vergeben 1 Preis Stefanie Lenerz Foto AIV Stuttgart 1 Preis Stefanie Lenerz Hochschule Biberach Trotz der funktionalen Trennung der Baukörper Brücke und Hotel entsteht ein harmonisches Ensemble Die skulpturale Wirkung des Brückenüberbaus mit seinem faltwerkartigen Tragverhalten setzt sich im Hotelbaukörper fort Die sehr gelungene Anbindung des Hotels an die Wasserfläche und die Schaffung eines städtebaulichen Raums wurde mit nur geringen Eingriffen in die bestehende Landschaft erreicht 2 Preis Alexandra Schadow Foto AIV Stuttgart 2 Preis Alexandra Schadow Hochschule Biberach Die signifikante Form des futuristisch anmutenden Bauwerks ist im städtebaulichen Kontext eine echte Landmarke Positiv ist die Begehbarkeit der gesamten Konstruktion mit der die Sportaktivitäten wie selbstverständlich integriert werden Trotz der Monumentalität des Bauwerks werden die Sichtbeziehungen für den Fußgänger nicht eingeschränkt Das Tragwerk erschließt sich erst auf den zweiten Blick ist in der Konstruktion aber sinnfällig und angemessen 3 Preis Boróka Felsö Franziska Kress Georg Schilling René Haas Foto AIV Stuttgart 3 Preis Boróka Felsö Franziska Kress Georg Schilling René Haas Hochschule für Technik Stuttgart Das Gesamtbauwerk integriert die öffentliche Brücke und das Hotel Die Gesamtkonstruktion wirkt trotz ihrer Bauhöhe sehr filigran Das transparente Erscheinungsbild des Fachwerkträgers beeinträchtigt in keiner Weise die Durchblicke

    Original URL path: http://www.dai.org/oeffentlichkeitsarbeit/baukultur/beitraege/1302-2015-02-16-09-06-49 (2016-02-13)
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  • BAUKULTUR 2_2015: Editorial | DAI Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V., Berlin
    und mit Recht stecken müssen Mit Belichtung und Beleuchtung steht und fällt die Qualität der gebauten Umwelt der Baukultur insgesamt Viele Parameter sind zu berücksichtigen von der Lage des Baugrundstücks über die Ausrichtung des Baukörpers Größe und Anordnung von Fensteröffnungen Tiefe der Räume über Arten der Verglasung bis hin zum Sonnenschutz Denn Licht kann auch stören Wir alle kennen Weltraumaufnahmen der Erde bei Nacht Die Ballungszentren unserer Zivilisation sind hell erleuchtet oder besser beleuchtet Hier überschreitet die künstliche Beleuchtung Grenzen Fachleute sprechen seit langem schon von Lichtverschmutzung Dies ist ein ernstzunehmendes Problem Gerade in großen Städten wird es nicht mehr richtig dunkel Flora und Fauna finden keinen Tag Nacht Rhythmus mehr Ein Phänomen das auch uns Menschen tangiert Wer schon einmal versucht hat bei voller Beleuchtung zu schlafen der kann das nachvollziehen The City that never sleeps war einst Symbol des ewigen Fortschritts und der Moderne Heute müssen wir wohl auch hier umdenken nicht zuletzt weil das Thema Beleuchtung auch Fragen des Energieverbrauchs und der Energieeffizienz direkt berührt Auch die Bundestiftung Baukultur seit ihrer Gründung eng mit dem DAI verbunden nimmt sich des Themas Baukultur und Lichtdesign im Spannungsfeld von Ästhetik Energie effizienz und Nachhaltigkeit als Daueraufgabe an In der Projektgalerie auf der Web Seite der Stiftung sind eine Reihe sehr ansprechender Realisierungen einzusehen Von der gläsernen Fabrik über Laboreinrichtungen bis zum natürlichen Wohnen Solche und weitere Themen geht der DAI in engem Schulterschluss mit der Stiftung an Wie Ihnen sicherlich bekannt ist wurde erstmals zum Ende letzten Jahres ein Baukulturbericht 2014 15 von der Bundesstiftung Baukultur vorgelegt Dieser Bericht wurde zwischenzeitlich vom Deutschen Bundestag als eigenständiger parlamentarischer Vorgang beraten und verabschiedet Dies ist nicht nur ein Novum sondern hebt die Baukultur im Lande auf eine neue politische Stufe verleiht ihr zusätzlich nachhaltige Bedeutung Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Reiner Nagel

    Original URL path: http://www.dai.org/oeffentlichkeitsarbeit/baukultur/beitraege/1301-baukultur-22015-editorial (2016-02-13)
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  • DAI verabschiedet Augsburger Erklärung | DAI Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V., Berlin
    ihre Bedürfnisse neu ausbilden müssen weil diese keine ausreichende Qualifikation mitbringen Es wird konstatiert dass die Ausbildungseinrichtungen teilweise am Bedarf vorbei qualifizieren Ein Phänomen heutiger Bautätigkeit ist dass Architekten Ingenieure und Planer oft auf zu großer Distanz zum Bauherrn und Geldgeber sind Auftraggeber sind eher Fonds und Immobiliengesellschaften Konsortien Projektsteuerer und Generalplaner Generalunternehmer Diese treten mit speziellen Anforderungen an die Architekten und Ingenieure heran Gesucht ist der Spezialist für Brandschutz Energieeffizienz oder Vergabeverfahren und weniger der Generalist der in allen Bereichen Fähigkeiten hat die er entsprechend ein und umsetzen kann Eine Fachspezialisierung als Anforderungsprofil bringt aber keine generell baubefähigten kreativ kompetenten Planer hervor Das wiederum führt in der Konsequenz zu einer Industrialisierung des Architektenberufs was nicht im Interesse der Berufsstände sein kann und darf Die immer stärkere Vermischung zwischen klassischer Architektur auf der einen und der fachlichen Ausdifferenzierung in alle Bereiche Energie Brandschutz Antragsverfahren etc auf der anderen Seite bedeutet in der Konsequenz eine Zerfaserung des Architekten und Ingenieurberufs die so keiner ernsthaft wollen kann Die Ausbildungseinrichtungen haben auf das vermeintlich nachgefragte zeitgemäße Anforderungsprofil von Bewerbern mit einer kürzeren Ausbildungszeit und einer stärkeren Spezialisierung reagiert Im DAI hat man sich nun darauf verständigt über verschiedene Wege auf diese Zusammenhänge kritisch aufmerksam zu machen und lösungsorientiert Abhilfe zu schaffen Eintragungsausschüsse stehen beispielsweise immer öfter vor der Frage inwieweit der spezialisierte Absolvent die Voraussetzungen für eine Bauvorlage erfüllt Hier gilt es darauf hinzuwirken dass klare Kriterien und klare Inhalte keine Zweifel an der grundsätzlichen Befähigung und damit Bauvorlagekompetenz lassen Es sollen sowohl die politisch Verantwortlichen als auch die befreundeten Kammern und Verbände darauf aufmerksam gemacht werden dass nicht am Bedarf vorbei ausgebildet wird Ausbildungsstätten sollen in Rücksprache mit den praktisch arbeitenden Bau und Planungsberufen ihre Curricula aufbauen und ggf umbauen Es ist darauf hinzuweisen dass die Akkreditierungsstellen der Ausbildungseinrichtungen die benötigten Anforderungen

    Original URL path: http://www.dai.org/oeffentlichkeitsarbeit/baukultur/beitraege/1272-2014-12-08-15-48-51 (2016-02-13)
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  • Oldenburgischer AIV: Studienreise nach Andalusien | DAI Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V., Berlin
    Ende Oktober zunächst nach Malaga wo abends erste Eindrücke der Altstadt und der Kathedrale gewonnen werden konnten Reiseteilnehmer des Oldenburgischen AIV in Andalusien Es folgten zwei Tage in Granada mit einer Führung durch das maurische Viertel des Albaicin ein Labyrinth mit engen Gassen Innenhöfen und Cafés und schließlich der Besichtigung der Alhambra Die Festungs und Palastanlagen mit den Nasridenpalästen geben einen grandiosen Einblick in die filigranen dekorativen Elemente maurischer Architektur mit Myrtenhof sowie dem Löwenhof mit seinem 12 eckigen Brunnen Der nasridische Zauber hat ein Ende wenn man den relativ kühlen Renaissancebau Karls V betritt den dieser ab 1526 in die Alhambra hineinbauen ließ Die Festungs und Palastanlagen der Alhambra in Granada geben einen grandiosen Einblick in die Elemente maurischer Architektur Der folgende Tag in Cordoba brachte die Gruppe nach einem Rundgang durch die Juderia das ehemalige Judenviertel in die Säulenhalle der Mezquita Der fast 24 000 m² große quadratische Grundriss dieses im Jahr 785 als Moschee begonnenen Baus mit vielen Elementen römischer und westgotischer Architektur erfuhr im 16 Jhrd eine einschneidende Veränderung Der Mezquita wurde etwa mittig eine Renaissancekirche eingepflanzt um den christlichen Anspruch auf das Bauwerk in der damaligen Zeit zu festigen Die Puente del Alamillo von Santiago Calatrava wurde 1992 als Schrägseilbrücke über den Guadalquivir in Sevilla errichtet Bei der Weiterfahrt nach Sevilla änderte sich das Landschaftsbild deutlich Die bergige Umgebung Cordobas wurde von der flachen Ebene um Sevilla mit Wein und Baumwollfeldern abgelöst In Sevilla der Stadt der Expo 1992 folgten die Besichtigung der Kathedrale als größtem gotischen Kirchenbau der Welt sowie des Alcazar der Burg der Maurenherrscher mit ihren märchenhaften Gärten Als Kontrast stand am nächsten Tag eine der größten Ingenieurholzbau Konstruktionen der Welt der Metropol Parasol auf dem Programm Eine Bootstour auf dem Rio Guadalquivir wurde mit der Besichtigung der harfenähnlichen Schrägseilbrücke von Calatrava

    Original URL path: http://www.dai.org/oeffentlichkeitsarbeit/baukultur/beitraege/1270-oldenburgischer-aiv (2016-02-13)
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