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  • Wie liberal ist der israelische Durchschnittsbürger?
    die Initiierung eines Gesetzes dass es nur Juden ermöglicht in das Amt des Premierministers gewählt zu werden Trotz einer absoluten Mehrheit von 97 Prozent die Toleranz für sehr wichtig bzw wichtig erachtet ist ein Drittel der Gesamtbevölkerung dafür dass Juden und Araber in getrennten Wohnvierteln leben Zusammenfassend könnte man sagen dass die Umfrageergebnisse einen gewissen Zweckliberalismus erkennen lassen Man ist immer dann besonders liberal wenn es um die eigenen Rechte geht jedoch weit weniger liberal hinsichtlich der Rechte anderer Bevölkerungsgruppen speziell der ethnischen Minderheiten Wie den Umfrageergebnissen belegen besteht allerdings nicht nur eine Diskrepanz zwischen der Befürwortung liberaler und demokratischer Grundwerte einerseits und ihrer praktischen Umsetzung andererseits sondern es gibt auch vielfach Widersprüche in der Einstellung zu diversen liberalen Grundwerten an sich die auf sicherlich nicht nur israelspezifischer mangelnder Kenntnis des Liberalismus beruhen Dies wird besonders deutlich in Wirtschaftsfragen So befürworten z B ca 60 Prozent der Bevölkerung Deregulierung und Privatisierung und ebenso viele Bürger glauben dass die Globalisierung große Chancen für Israels wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung bietet Wettbewerb halten sogar ca 80 Prozent für sehr wichtig bzw wichtig Demgegenüber sind jedoch 60 Prozent der Gesamtbevölkerung der Meinung dass der Staat einen Mindestlohn festlegen sollte anstatt dass Löhne und Gehälter durch die Marktlage bestimmt werden 50 Prozent sind für mehr Sozialstaat gegenüber lediglich 35 Prozent die sich für mehr freien Wettbewerb entscheiden Ein klares Profil des liberalen Israeli lässt sich kaum herausarbeiten Allenfalls kann man die sehr pauschale Aussage treffen dass mit zunehmendem Bildungsstandard auch das Bewusstsein für liberale Werte und die Bereitschaft zu deren Umsetzung steigt Aus liberaler Sicht positiv zu bewerten ist die Tatsache dass das früher wahrnehmbare ausgeprägte Vertrauen in die Autorität des Staates und seiner Institutionen nun langsam einem gesunden Misstrauen weicht 89 Prozent der Gesamtbevölkerung sind der Meinung dass die Korruption eine Gefahr für Demokratie

    Original URL path: https://www.freiheit.org/print/131 (2016-02-15)
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  • Heuss-Akademie: EUropa vor neuen Herausforderungen
    verloren der Ruf nach mehr Solidarität sei berechtigt Als völlig absurd bezeichnete es Stock dass das Budget des EU Haushalts nicht nur nicht ausgeweitet werden dürfe sondern sogar noch zurückgefahren werde trotz der Erweiterung der Union auf 27 Mitglieder Stock betonte Wir leben von der Erweiterung und wies auf stark steigende Exporte hin Bei weitem sei Europa d i e führende Wirtschaftskraft der Welt Von den 101 wirtschaftsstärksten Unternehmen seien 50 in Europa zu finden Negative Auswirkung der Globalisierung wie z B die Verlagerung von Industriearbeitsplätzen in Billiglohnländer habe vor allem die USA Japan und auch Großbritannien getroffen Dort seien 25 30 der entsprechenden Arbeitsplätze abgebaut worden Deutschland und Frankreich seien trotz gegenteiliger Stimmungslage in viel geringerem Maße von diesem Umbruch betroffen Stock wies in seiner anschaulichen Präsentation auf die geostrategische Bedeutung des Alten Kontinents hin Europa sei aber mittlerweile ein Europa der Senioren Das starke Absinken der erwerbstätigen Bevölkerung sei allein durch Migration lösbar Europa eine mentale Landkarte mit unten und oben Die Perspektive eines europäischen Landes das noch immer von Kriegsfolgen und Übergangsproblemen gezeichnet ist stellte Dr Predrag Markovic von der Universität Belgrad in Serbien da Er präsentierte Europa als mentale Landkarte Die Bedeutung einzelner Länder habe sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verschoben Italien kam von unten als armes Land des Südens Heute sei es oben als angesehene Industrienation des Westens Umgekehrt habe sein Land Serbien einen deutlichen Abstieg erleiden müssen Jugoslawien als führende und relativ offene Nation der Blockfreien habe einmal hohes Ansehen genossen und wäre mit Sicherheit heute schon EU Mitglied Nachfolgestaaten wie Serbien stünden ganz unten auf der mentalen Landkarte angeprangert als bis vor kurzem noch kriegslüsterne und korrupte Nation die für das blutige Ende des einst von Tito beherrschten Staats verantwortlich gemacht werde Serbien gehöre zwar geographisch aber nicht mental zu Europa sprich Westeuropa Junge Serben sagen Wir fahren nach Europa wenn Sie Deutschland oder ein anderes westeuropäisches Land meinten Die Europa Abgeordnete Ruth Hieronymi gab z T sehr persönliche und lebhafte Eindrücke ihrer Beziehung zu Europa wieder Ihr politischer Weg habe nicht geradewegs nach Brüssel geführt Zunächst sei sie fest verankert in der Kommunal und Landespolitik gewesen Seit 1999 aber ist Ruth Hieronymi begeistert für Europa und seine Einigung in Brüssel tätig Dabei sei es oft schwierig gewesen auch Kollegen wie Bundestagsabgeordnete von der Bedeutung europäischer Politik zu überzeugen Europa 2007 Was war Was ist Was wird sein Diesen Fragen stellten sich in einer Podiumsdiskussion die ehemalige Europa abgeordnete der FDP Mechthild von Alemann der SPD Europaexperte aus Köln Dr Bert Eichhorn und die ehemalige stellvertretende Leiterin der Vertretung der EU Kommission in Bonn Ingrid Sprengelmeier Schnock Letztere kam 1961 zur Kommission nach Brüssel Sie ging dann nach Rom und Bonn Sie sei wie am ersten Tage begeistert von dieser Union und der Vielfalt die sie tagtäglich biete Frau Sprengelmeier Schnock betonte den Wert der Kultur z B der sprachlichen Vielfalt für die europäische Einigung der nicht minder hoch zu bewerten sei wie die vielfältigen wirtschaftlichen Erfolge Dr Bert Eichhorn verwies auf

    Original URL path: https://www.freiheit.org/print/136 (2016-02-15)
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  • Thomas-Dehler-Preis 2007 an Wladimir Ryschkow verliehen
    Leiter des Büros Osteuropa der Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit der den Kontakt mit Wladimir Ryschkow hergestellt hatte Die Bedeutung der Freiheit für die Staatenwelt des 21 Jahrhunderts war das Thema der Festrede des Europaabgeordneten Alexander Graf Lambsdorff Er beglückwünschte den Preisträger mit den Worten Herzlichen Glückwunsch lieber Wolodja zum Thomas Dehler Preis 2007 es hätte keinen Besseren treffen können ich weiß wie sehr Du diesen Preis verdient hast Seine Forderungen nach einer Zusammenarbeit der freiheitlichen Staaten stützt sich auf drei Säulen um die Herausforderungen der Staatengemeinschaft im 21 Jahrhundert zu bewältigen Erstens Der Westen muss sich wieder seines gemeinsamen Freiheitskonzeptes bewusst werden Zweitens Dieses Freiheitskonzept muss selbstbewusst nach außen vertreten werden und drittens Die Verbreitung der Freiheit kann nur im Dialog erfolgen Ihre Verteidigung ist keiner Diskussion zugänglich Sein Appell Um Freiheit überall zu verwirklichen sind ein langer Atem viel Geduld Augenmaß und Respekt der Partner untereinander ebenso notwendig wie Festigkeit bei der Verteidigung der eigenen Freiheit Dann könnte vielleicht Kants Ideal vom ewigen Frieden unter den Menschen Wirklichkeit werden In seiner Laudatio beschrieb Dirk Sager den Werdegang Wladimir Ryschkows der in den 90er Jahren beim Aufbau des neuen Russlands dabei sein wollte Er wurde 1993 als jüngster Abgeordneter in die Duma gewählt und blieb Demokrat als viele andere der Lust an den Spielen der Macht und den Verlockungen erschlichenen Reichtums erlagen Bereits zu Beginn der Amtszeit Präsident Putins erkannte er die Gefahr der Wiederentstehung eines zentralen Macht Molochs Bei den Dumawahlen 2003 gewann Wladimir Ryschkow sein Abgeordnetenmandat in direkter Wahl Dies wird bei den diesjährigen Duma Wahlen nicht mehr möglich sein Putin hat das Parteiengesetz zweimal geändert Direktwahlen gibt es nicht mehr Auch die Wahl über die Liste der Republikanischen Partei ist nicht mehr möglich die Anzahl der Parteimitglieder wird von den Behörden nicht anerkannt Deswegen sei

    Original URL path: https://www.freiheit.org/print/73 (2016-02-15)
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  • Exzellenzinitiative: Sieger sind wir alle
    Ausgangspunkt und Orientierung passend zu seinen Versuchen über Schiller Von der Idee des Menschen Die Vorschläge die Hinderer für Erfolg im globalen Wettbewerb der Eliten macht haben ein solides Fundament auf das deutsche Hochschulpolitiker viel zu wenig gebaut haben 40 Jahre Erfahrung in Forschung und Lehre eines Schwaben an amerikanischen Universitäten davon knapp 30 Jahre an der Eliteuniversität Princeton mit ihrem sagenhaften Studenten Lehrer Verhältnis zwischen 1 5 und 1 6 auch mit dem größten Stiftungskapital pro Student Dieser Amerigosuevo Hinderer erläutert mit einer Fülle von Fakten präzise was amerikanische Hochschulen auf dem Wege zu Exzellenz von der deutschen Universität gelernt haben selbst noch zu der Zeit als nach 1914 z B die Stiftungsuniversität Frankfurt reicher war als Harvard Der Leser erfährt auch was die Stiftungsuniversität Göttingen und oder den internationalen Ruf von Heidelberg ausmacht trotz Plätzen in den globalen Rankings die viele als mittelmäßig bewerten zu oberflächlich wie Walter Hinderer im Sinne von Ingo von Münch meint Wir brauchen uns wirklich nicht zu verstecken Parallel dazu stützen sich Hinderers Reformvorschläge auf die Analyse vieler Lösungsansätze in der aktuellen Reformdiskussion Allzu oft werden Elemente der Erfolgsgeschichte amerikanischer Eliteuniversitäten aus ihrem kulturellen Kontext gelöst und eben ohne geistiges Band den deutschen Universitäten aufgepfropft vor allem ohne die Freiheit in Forschung und Lehre die amerikanische Privatuniversitäten im Vergleich zu deutschen Universitäten aber selbst die Universitäten der 50 Bundesstaaten der USA genießen Selbstverständlich gehört zu dieser Freiheit Dostojewskis gemünzte Freiheit also eine Ausstattung deutscher Hochschulen die dem Anspruch gerecht wird Deutschlands Universitäten im Spitzenbereich zu halten oder an die Spitze zu führen Dabei macht Hinderer mit genauem Blick auf internationale Ranglisten deutlich worum es Wolfgang Gerhardt und Ingo von Münch geht Das Potential in Deutschland ist da Je dürftiger aber trotz vollmundiger politischer Ankündigungen die finanzielle Ausstattung der deutschen Hochschulen bei drastisch steigenden

    Original URL path: https://www.freiheit.org/print/78 (2016-02-15)
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  • Jahrbuch zur Liberalismus-Forschung 2007
    brachte Richter hatte das Schicksal das Rückzugsgefecht des deutschen Liberalismus führen zu müssen und konnte dabei wenig wirklich frohe Tage erleben Um Richters politische Bilanz besser einordnen zu können wird sie in den Zusammenhang mit der allgemeinen Entwicklung der liberalen Parteien innerhalb des Deutschen Kaiserreiches und in den großen Nachbarstaaten im Westen und Süden gestellt zudem werden mit Richters Konzept konkurrierende Modelle liberaler Politik u a von Friedrich Naumann und

    Original URL path: https://www.freiheit.org/print/80 (2016-02-15)
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  • Wirtschaftliche Freiheit: Stadtluft macht nicht frei...
    Einfluss auf die Wirtschaft kennzeichnen Bayern und Baden Württemberg führten in der 2006er Studie die Rangliste der wirtschaftlichen Freiheit der Bundesländer an Die neuen Bundesländer ordneten sich am unteren Ende der Rangliste ein angesichts der unterdurchschnittlichen Wirtschaftsleistung mischt sich der Staat dort vergleichsweise besonders stark in die Wirtschaft ein Berlin lag in beiden Vergleichen am Ende der Skala In den alten Bundesländern war die wirtschaftliche Freiheit im Jahr 1970 am größten Bis zur Mitte der siebziger Jahre verschlechterte sich die wirtschaftliche Freiheit drastisch Bis heute hat sich davon keines der alten Bundesländer richtig erholt Mehr wirtschaftliche Freiheit geht Hand in Hand mit einem höheren Pro Kopf Einkommen mit einem stärkeren Wirtschaftswachstum und niedrigerer Arbeitslosigkeit Die Stadtstaaten Bremen und Berlin belegen anschaulich dass Stadtluft leider nicht frei macht Die zahlreichen Präsentationen zeigten dass sich die Lage in Osteuropa seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion signifikant verbessert hat Zum Beispiel haben die meisten Staaten in der Region ihre Einkommenssteuersätze gesenkt oder niedrige pauschale Steuersätze übernommen ihre Währungen stabilisiert und ihre Kapitalmärkte geöffnet Am Ende der Konferenz wurde dennoch deutlich dass Osteuropa noch einen weiten Weg zu gehen hat bis eine dynamische and blühende Marktwirtschaft entsteht So hat es leider nur geringe Verbesserungen der

    Original URL path: https://www.freiheit.org/print/61 (2016-02-15)
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  • Liberal Thinkers’ Conference: Freiheitsdenker – weltweit
    umfangreiche Vorsorge und Schutzmaßnahmen notwendig Zustimmung bekam er dafür dass man gegen direkte Bedrohungen der Freiheit nicht mit falsch verstandener Toleranz gegenüber den Intoleranten reagiere wie dies teilweise in der öffentlichen Reaktion zum Karikaturenstreit in Dänemark der Fall war Osama Al Ghazali Harb Shura Rat Ägypten lieferte ein düsteres Bild von der Lage in der arabischen Welt Undemokratischen autoritären Kräften in den Regierungslagern die für Stagnation sorgten stünden islamistische Fundamentalisten gegenüber die wegen ihrer gesellschaftlichen Verwurzelung schwer zu besiegen seien Außerdem zeichne sich eine zunehmende Tendenz in Richtung Sozialismus ab Die liberale Freiheitsidee trennt nie Freiheit von Verantwortung Zum Thema Handel und Entwicklung erinnerte im nächsten Podium Juli Minoves Triquell Minister für Kultur und Bildung Andorra an die Krise der WTO z B die Stagnation der Doha Runde und die Probleme der EU Agrarpolitik Positiv sei anzumerken dass immerhin die Handelsströme zwischen den Entwicklungsländern Süd Süd Handel zunehme Wettbewerb und Marktwirtschaft so fuhr Frits Bolkestein ehemaliger Präsident der Liberal International und EU Kommissar a D Amsterdam fort Man müsste sich als Liberaler heute mit einer Kritik an der Freiheit auseinandersetzen die im Anschluss an den Kommunitarismus ständig den Egoismus liberaler Gesellschaften beklage Dies sei falsch da die liberale Freiheitsidee nie Freiheit von Verantwortung trenne Wer etwas tun muss die Konsequenzen tragen erst die Auflösung dieses Zusammenhangs schaffe Probleme Vehement setzte sich Bolkestein für weltweit offen Märkte und Wettbewerb ein wobei Letzterer starke Sicherungen brauche Freiheit sie verdient von allen Werten das größte Lob Otto Guevara Präsident von RELIAL Costa Rica blieb es überlassen den großen Wurf zu wagen In Praise of Freedom lautete der Titel seiner Grundsatzrede Er verwies auf die große Denktradition eines John Locke eines John Stuart Mill und vieler anderer großer Namen Bevor als Folge der Aufklärung der Liberalismus und seine Freiheitsidee sich durchsetzten sei Not selbstverständlich

    Original URL path: https://www.freiheit.org/print/66 (2016-02-15)
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  • Entwicklung und Sicherheit in Afrika
    des Greater Middle East Durch den G 8 Gipfel in Heiligendamm ist die Afrika Thematik wieder in den Blickpunkt der politischen Öffentlichkeit gerückt Die Terroranschläge in Marokko und Algerien im Frühjahr des Jahres der Kampf um Afrikas Bodenschätze die Dauerkrisen in Darfur und Somalia sowie die Einrichtung eines Afrika Kommandos der US Streitkräfte in Stuttgart lieferten weitere aktuelle Impulse für die spannende Tagung in Gummersbach bei der auch existentielle Grundfragen

    Original URL path: https://www.freiheit.org/print/112 (2016-02-15)
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