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  • satt.org: Latin.Log 114: Rafael Muñoz Zayas
    Valle 45 Victoria Guerrero 44 Enrique Bernales 43 Angélica Freitas 42 Cristóbal Zapata 41 Aleyda Quevedo Rojas 40 María Paz Levinson 39 Elizabeth Robles 38 Damián Ríos 37 Víctor López Zumelzu 36 Rocío Cerón 35 Luis Chaves 34 Héctor Hernández 33 Andrea Cote Botero 32 Dani Umpi 31 Inés Pereira 30 Jazmina Caballero 29 Ezequiel Alemian 28 Martín Gambarotta 27 Laura Erber 26 Ricardo Domeneck 25 Miguel Ildefonso 24 Martín Prieto 23 Paula Ilabaca 22 Jessica Freudenthal 21 Montserrat Álvarez 20 Guilherme Zarvos 19 Marina Mariasch 18 Diego Ramírez 17 Gladys González 16 Elma Murrugarra 15 Pablo Carvajal 14 Lorenzo Helguero 13 Susana Szwarc 12 Cecilia Pavón 11 Fabian Casas 10 Nora Méndez 0 9 Aurora Arias 0 8 Washington Cucurto 0 7 Douglas Diegues 0 6 Liliana Alemán 0 5 Julián Herbert 0 4 Lucía Bianco 0 3 Roxana Crisólogo 0 2 Germán Carrasco 0 1 Sergio Raimondi Zu Gast auf der Latinale 2009 Zu Gast auf der Latinale 2008 Zu Gast auf der Latinale 2007 Zu Gast auf der Latinale 2006 Die Rechte an den Texten liegen soweit nicht anders gekennzeichnet bei den jeweiligen Autoren Latin Log empfiehlt las elecciones afectivas Argentinien las elecciones afectivas Bolivien as escolhas afectivas Brasilien las afinidades electivas Chile letras s5 Chile las afinidades electivas Ecuador las afinidades electivas Mexico urbanotopía Peru las elecciones afectivas Uruguay satt org Link Lyrik Log Die Gedichtanthologie 2003 2005 Herausgegeben von Ron Winkler 114 Rafael Muñoz Zayas Asuncion 1984 alle wissen dass die Milchstraße der Weg zum Kreuz des Südens ist dass wenn die Luft nach Regen riecht ein Sturm aufzieht der ausradieren wird diese Spur die Gehsteige aus Lehm die Holzhütten aber auf den Boulevards einige Stunden später fliegt Silvester Konfetti passieren herausgeputzte Pferde und Gardetruppen an allen Kreuzungen der Stadt Militärpolizei weiße Handschuhe Maschinengewehre mit

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  • satt.org: Literatur: Mordsmäßig Folge 17: „Fettsack“ von Rex Miller
    nennen ihn den Einsame Herzen Killer weil er seinen Opfern das Herz herausreißt um es zu essen Er tötet ohne höheres Ziel ohne tieferen Grund er tötet weil er es kann und weil er es mag Um das Morden zu stoppen wird der Spezialist für Schwerverbrechen Jack Eichord hinzugezogen eine gebrochene Gestalt ein halbwegs trockener Alkoholiker stets im Kampf mit der Sucht einsam und einigermaßen bindungsgestört Während seiner Ermittlungen verliebt er sich ausgerechnet in die Witwe eines der letzten Opfer Bunkowskis Als Chaingang ein hohes Tier der Chicagoer Gesellschaft tötet wächst der öffentliche Druck auf die Polizei Ein Täter muss her und zwar möglichst schnell Als ein Copykiller gefasst werden kann gibt man ihn wider besseren Wissens und gegen den Widerstand von Eichord als den Einsame Herzen Killer aus Die Presse jubelt und feiert Eichord als Held Und Chaingang beschließt zu zeigen wer nun wirklich wer ist Dafür nimmt er Eichord seine neue Freundin und deren kleine Tochter ins Visier Temporeich blutig eklig und skrupellos Rex Miller nimmt keinerlei Rücksicht auf die Gemüter seiner Leser geht keine Kompromisse ein weder ästhetisch moralisch noch literarisch und das ist auch gut so Herausgekommen ist ein fulminanter niederwalzender Serienkillerroman der Serienkilleroman der in Rückblenden parallel verlaufenden Erzählsträngen und aus unterschiedlichen Perspektiven ironisch gebrochen grandios erzählt Miller schildert ohne groß nach Erklärungen zu suchen Auf diese Weise wird Chaingang nicht banalisiert oder zum Vorstadt Dämon des wohligen Schauers verharmlost Er ist eine fette Killermaschine ein Monster so eklig stinkend wie die Kloake aus der er kriecht Er ist nicht der nette Kerl von nebenan der ein dunkles Geheimnis verbirgt er ist nicht der feinsinnige Ästhet der Genie mit Wahnsinn kombiniert Kein fehlgeleitetes Glied der bürgerlichen Gesellschaft sondern ihr Auswurf Ein spezieller Laut Anblick oder Geruch löste intensive Erinnerungen an seine Kindheit aus oder an

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  • satt.org: Literatur: Mike Mignola und Christopher Golden: Baltimore
    das dazwischen Geschehene in den Erzählungen dreier Freunde Baltimores lediglich fragmentarisch Diese treffen sich auf dessen Wunsch in einer Kneipe keiner kennt den anderen Um sich die Zeit bis zum Eintreffen des Freundes zu verkürzen erzählen sie sich wie sie Baltimore kennen lernten Sehr artifiziell mutet das Machwerk von Mignola und Golden an Angefangen bei der strengen Einteilung der Kapitel welche Bezeichnungen aus der katholischen Litanei tragen Zusätzlich geben sie gelegentlich musikalische Tempi für das jeweilige Kapitel an Außerdem ist jeweils eine Passage aus Andersens Märchen vorangestellt Wenn sich das jetzt mehr als überladen anhört dann kann man den Eindruck leider nur bestätigen Häufig passen die Titel nicht und die Passagen wirken stellenweise unpassend Was hier im Detail stört findet sich auch im gesamten Roman wieder Zu viel wird beschrieben und sich in Wiederholungen ergangen Doch das Enttäuschendste ist dass die Sprache des Buches einfach nicht klingen mag Sätze wie Dieses Geschöpf besaß noch beide Augen und auf seinem Gesicht klaffte keine Narbe die der ähnelte die ich dem Aasfresser beigebracht hatte der sich auf dem Schlachtfeld über mich hergemacht hatte wirken ermüdend und dröge Es ist offensichtlich dass versucht wurde den Ton des 19 Jahrhunderts zu treffen Doch entweder ist es dem Autoren Team nicht geglückt oder die Übersetzung ist unglücklich Von den sprachlichen Schwächen jedoch abgesehen weiß der Roman mit seiner elliptischen Erzählstruktur allerdings durchaus zu gefallen Das Szenario der drei Männer in einer Spelunke die sich gegenseitig ihre Gruselerlebnisse berichten Golden spricht im Interview von Geschichten in der Geschichte ist geschickt gewählt Ein zentraler Gesichtspunkt ist sicherlich auch die Idee des niemals enden Krieges Die überlebenden Soldaten nehmen die Schrecken mit nach Hause und werden die Bilder des Erlebten nicht mehr los Diese Schrecken macht Mignola in zweifacher Weise sichtbar Zum einen in der Allegorie der roten

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  • satt.org: Literatur: Mordsmäßig Folge 16: „Lebenslügen“ von Kate Atkinson
    sie Jackson Brodie den Privatdetektiv kennen Zögernd lässt der sich überzeugen ihr bei der Suche zu helfen denn eigentlich ist er mit eigenen Dingen vollauf beschäftigt von seinen Verletzungen körperlich wie seelisch mal ganz abgesehen Und da es sich um einen Roman von Kate Atkinson handelt wird sich die Aufklärung vollkommen anders gestalten als man es erwartet Die Britin Kate Atkinson beherrscht die Kunst Handlungsfäden zu spinnen zu teilen zu verspleißen zu verwirren und wieder zu entflechten Die Plots ihrer Bücher wirken wie kunstvoll geknüpfte Netze in denen man sich als Leser ganz wunderbar verfangen kann aus denen man aber stets von der sachkundigen Hand der Autorin wieder herausgeführt wird und zwar erst wenn man wirklich nicht mehr weiß wo man steht Einen konventionellen Krimiverlauf sucht man hier vergeblich Zwar gibt es ein Geheimnis vielleicht sogar ein Verbrechen es gibt einen Ermittler es gibt die Beantwortung von Fragen doch mit einem herkömmlichen Detektivroman hat das wenig gemeinsam Atkinson wirft Plotsteine in einen See voller Leben und Geschichten und beschreibt was sich daraus ergibt Zufälle Absichten Konsequenzen Unfälle verschränken sich enthüllen und verschleiern einander Das reicht von absurd witzig über tragisch bis makaber und alles hängt mit allem zusammen irgendwie Dickens Hemingway und Plinius der Jüngere mit brutalen Schlägern Hirntumore mit Zugunglücken Liebe mit Angst Angst mit Leben Ganz verwundert steht man beim Lesen davor hier gibt es kein seliges Verschmelzen mit dem Text nur ein waches Sich Anvertrauen und weiß doch Es kann nur so geschehen es ist letztlich nur so wirklich logisch Unglaublicherweise wandten sich die Männer zum Gehen Wir kommen wieder sagte der Blonde Dann sagte der Karottenhaarige Wir haben ein Geschenk für dich zog ein Buch aus der Tasche unverwechselbar ein Klassiker von Loeb und warf es ihr zu wie eine Handgranate Sie versuchte nicht einmal es

    Original URL path: http://www.satt.org/literatur/08_12_krimi-16.html (2016-02-14)
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  • satt.org: Literatur: Mordsmäßig Folge 15: „Vita Nuova“ von Magdalen Nabb
    Heute führt er eine Agentur zur Vermittlung von Haushaltskräften außerdem besitzt er einen noblen Stripclub außerhalb von Florenz Aber erklären diese beiden Geschäfte tatsächlich den Reichtum der Familie Je weiter der Maresciallo hinter die Fassade der ehrbaren Familie blickt um so schrecklicher wird es Das Familienleben entpuppt sich als unerträglich grauenhaft die Geschäfte schließen Mädchenhandel und Zwangsprostitution mit ein Womöglich auch den Mord an der eigenen Tochter Oder ist Paoletti der Russenmafia in die Quere gekommen Die Art wie seine Tochter getötet wurde könnte dafür sprechen Doch damit nicht genug Zu Paolettis Kunden der illegalen Zweige seines Geschäfts zählen viele einflussreiche Honoratioren von Florenz Guarnaccio muss fürchten mit seinen Ermittlungen den Zorn der Mächtigen auf sich zu ziehen Sie könnten ihm und seiner Familie das Leben buchstäblich zur Hölle machen Angst befällt den vorsichtigen bedachtsamen Maresciallo tiefe existenzielle Angst Dennoch ermittelt er weiter Unaufgeregt ohne Blutbäder oder Verfolgungsjagden geht Maresciallo Guarnaccio seinen Spuren nach Schritt für Schritt Er wirkt unbeholfen manchmal unsicher doch er ist ein guter Zuhörer Menschen vertrauen ihm Und er behandelt sie stets respektvoll und kümmert sich um ihre Belange um den alten Mann der bei den Carabinieri Schutz vor seinen paranoiden Wahnvorstellungen sucht um die ältliche Dame die sich wegen der Kanalisation beschwert ebenso um die junge Prostituierte die zur wichtigen Zeugin wird Sie erfahren die gleiche Aufmerksamkeit wie die reiche Familie aus der Vorstadt Ungeheuer lebendig beschreibt Magdalen Nabb ihre Wahlheimat Florenz die touristisch reizvollen Seiten ebenso wie die dunklen heruntergekommenen Ecken Ihre Fälle finden oft in echten Verbrechen ihre Vorbilder vielleicht wirken sie deshalb so authentisch und durch und durch glaubwürdig Altmeister Georges Simenon war begeistert von ihren Romanen und attestierte ihr neben einer wahrhaft sozialkritischen Haltung wirkliche Originalität Als Negativbeispiel wird der Britin Nabb oft die Amerikanerin Donna Leon gegenübergestellt während Nabb lebendige

    Original URL path: http://www.satt.org/literatur/08_12_krimi-15.html (2016-02-14)
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  • satt.org: Kinderbuch: Bilderbücher für Groß und Klein (II)
    Beispiel die hohen Häuserfronten hinauf in die Sonne schaut und dort oben Gipfelkanten zu sehen sind Oder in der sicherlich schönsten Szene des gesamten Buches als das Heidi sich in Klaras Schoß ausweint Binder das Zimmer aufbricht und die Bergwelt hinüberfließen lässt und dort eine Weihnachtstanne steht Auch wenn Heidi mittlerweile schon selber Ururoma sein könnte ihr Heimweh und ihre Rebellion gegen die Enge der Gastfamilie sind etwas mit dem sich auch heute noch jedes Kind identifizieren kann Margherita Sgarlata und Riccardo Francaviglia Der Drache mit den 7 Köpfen Bohem Press 2008 40 S 14 90 ab 4 Jahren Bohem Press amazon Margherita Sgarlata und Riccardo Francaviglia Der Drache mit den 7 Köpfen Neue Märchen gibt es in den letzten Jahren eigentlich nicht mehr Natürlich gibt es urbane Mythen oder märchenhafte Geschichten Aber ein richtiges Märchen mit Prinzessinnen Rittern Burgen und Drachen das ist schon eine Seltenheit Das italienische Künstlerpaar Margherita Sgarlata und Ricardo Francaviglia haben diesen Missstand nun endlich behoben Ihr Buch Der Drache mit den 7 Köpfen ist genau so ein Märchen inklusive Moral und wirklich herrlichen Illustrationen Und am Anfang steht sogar Es war einmal In diesem Fall war einmal ein König der hatte sieben Töchter und die sollten unter die Haube gebracht werden Damit die sieben Bewerber sich beweisen sollen sie gegen den siebenköpfigen Drachen kämpfen der schon seit langem das Reich bedroht Und weil es ein Märchen ist können natürlich alle eine Sache ganz besonders Die eine Prinzessin kann singen eine andere tanzen eine weitere kochen und eine sogar fliegen Die Ritter sind aber auch nicht ohne sie können boxen schwertkämpfen gut reden oder auch im Dunkeln sehen Das ist auch gut so denn schließlich hat jeder Drachenkopf auch besondere Fähigkeiten Die Kunstfertigkeit in der die doppelseitigen Bilder gearbeitet sind ist wirklich beachtlich und zeigt ein weiteres Mal wie sehr im Bilderbuch die Grenzen zwischen Buchillustration und bildender Kunst verschwimmen Auf einem rauen und grob strukturierten Untergrund haben Sgarlata und Francaviglia ihre Bilder gemalt Dabei arbeiten sie weniger detailvergessen als in großen Flächen In matten teilweise auch leuchtenden Pastellfarben veranschaulichen sie das Geschehen rund um die Ritter und den Drachen Einer um den anderen zieht zur Höhle und macht den armen Kerl einen Kopf kürzer Als etwa der erste Ritter samt Schwert vor der Höhle steht nimmt diese mehr als die Hälfte des Bildes ein Im Dunkel erkennt man lediglich sechs Augenpaare die sich im Inneren versteckt halten Nur der Kopf der mutig ist lugt keck heraus Doch Mut allein reicht nicht aus um gegen einen großen Schwertkämpfer zu bestehen Und so steht der siegreiche Ritter schließlich vor der Wahl welche Prinzessin er zur Frau will Er wird nicht der einzige bleiben der eine pragmatische Entscheidung treffen wird Meine Kleider zerreißen oft während der Schlachten Da ist es ideal eine Frau zu haben die sie wieder flicken kann Und die Moral von der Geschicht Eine unnütze Fähigkeit gibt es nicht Emily Gravett Mein Buch vom Angsthaben Sauerländer 2008 ab 4 Jahren 32 S 19 90

    Original URL path: http://www.satt.org/literatur/08_12_advent-2.html (2016-02-14)
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  • satt.org: Kinderbuch: Verrückter Kinderkram – Die Kinderbuchreihe des KOOKbooks-Verlags
    Habinger mit ihren Illustrationen den Text auf wunderbare Weise Da streckt sich ein Hund über einen ausgerissenen Kartenausschnitt und kläfft in acht Sprachen während eine Katze sich heimlich über sein Futter hermacht Ein tabellenartiges Schaubild erklärt wie sich einzelne Tiere in Ostasien anhören Dabei zeichnet sie die Tiere immer in dunklen Schraffuren und positioniert sie zu Collagen Es finden sich gerupfte Kartenstücke Notizzettel und Aquarelle gepaart mit Bunt und Wachsstiftzeichnungen Die gesamte Aufmachung des Büchleins ist typisch für KOOKbooks Klappenbroschur mit einem durchgängigen Umschlagbild und im Vorsatz zwei transparente Blätter die uns über das nationale Krähen der weltweiten Hähne aufklären Die internationale Hundepopulation scheint zumindest im Sprachgebrauch erhebliche Verständigungsprobleme zu haben Andreas Töpfer Illustrationen Samara Chadwig Text Durch dick und dünn Through thick and thin 48 14 90 Ab 4 Jahren Ganz anders erscheint da Durch dick und dünn Weniger verspielt als streng formal erscheinen die beiden Figuren Pim und Pipa wie zwei Scherenschnitt Figuren in einem Schattentheater Wie Konstrukte in einem Geometrieheft erscheint das Inventar alles entweder geradlinig oder zumindest mit dem Zirkel gezogen Da passt es nur zu gut dass als Untergrund noch die Rechenkästchen des Matheblocks durchscheinen Die Geschichte selber erzählt wie Pim und Pipa sich kennen lernen Der eine spielt recht gerne den anderen zieht es in die Ferne Ganz einvernehmlich einigt man sich auf beides und wird unterwegs gut Freund Und das obwohl man unterschiedliche Sprachen spricht So wird alles jeweils zweimal berichtet einmal auf Deutsch und einmal auf Englisch Und wie der Text und die Illustrationen sich auch auf der Seite ergänzen dass gehört in der deutschsprachigen Bilderbuchlandschaft zum Allerbesten Mathematik des Spiels Dreiecke Kreise Halbkreise und Winkel ermöglichen ein zauberhaftes Schattentheater auf dem Rechenkästchen Im neuesten Buch aus der Kinderbuchreihe wird erneut gereimt wie es der Untertitel bereits verspricht Eine Reise in Reimen Ein Waldwicht sitzt auf einem Baum und baumelt mit den Beinen er träumt einen verrückten Traum ganz anders als die anderen Kleinen Anstatt zu Hause still zu sitzen möchte er r u n d um den Erdball flitzen Melanie Laibl Verse Dorothee Schwab Illustrationen Ein Waldwicht fliegt in den Oman Eine Reise in Reimen 32 S 19 90 Ab 3 Jahren Für den winzigen Bewohner eines Baumes findet sich natürlich schnell eine clevere Lösung und so macht er sich alsbald auf einem Raschelblatt auf und hinaus die Welt zu erkunden Mit an Bord sein ganzer Mut und sein Lieblingseichelhut So gut ausgerüstet führt ihn die Reise um die ganze Welt mit Stationen im kalten Spitzbergen im heißen Afrika im wilden Brasilien und an noch ein paar Ecken Doch schließlich sehnt er sich nach einer Rast und denkt an seinen Lieblingsast Denn daheim ist es im Kinderbuch zum Glück häufig genug noch am allerschönsten So unterhaltsam die Geschichte des kleinen Wichts auch ist es sind gerade die Reime die einem mit der Dauer etwas enervieren Es scheint als könne man kleinen Kindern immer nur Paarreime zumuten Das ist natürlich nicht der Fall und überrascht gerade aus dem Hause KOOKs Man kann

    Original URL path: http://www.satt.org/literatur/08_12_kookbooks.html (2016-02-14)
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  • satt.org: Literatur: Mordsmäßig Folge 14: „Kreuzigers Tod“ von Peter Oberdorfer
    keiner hatte dort ein Geschäft Der Wald war Niemandsland Dort war alles unklar Das Opfer war ein scheuer zurückgezogen lebender Mann Dennoch scheinen gleich mehrere Personen als Täter in Frage zu kommen zum Beispiel die alte Mühlbacherin Sie hatte einst ein Kind geboren am selben Tag wie Franz Doch weil es behindert war wurde es damals als Österreich heim ins Reich geholt worden war auf Anordnung des damaligen Bürgermeisters Kreuziger weggeschafft Der Mord an dessen Sohn als eine späte Rache Aber auch der Maler Mannlechner nicht unbekannt in der Welt außerhalb des Dorfes benimmt sich sonderbar ebenso der Pfarrer der lieber dem Alkohol zuspricht und an Gott leidet als sich um seine Gemeindeschäfchen zu kümmern Und dann ist da noch der dominante Vater des Opfers seine Ehefrau sowie der verhaltensauffällige Halbstarke des Dorfes Allesamt verschrobene sehr sehr eigene Charaktere Für den namenlosen Ermittler den Ich Erzähler ist alles ein undurchsichtiges Gewirr das ihm niemand öffnet denn er ist ein Zugezogener Unerheblich dass er schon seit Jahren Jahrzehnten im Dorf lebt Aber auch der Ermittler ist eine opake Gestalt Einst einer der besten Absolventen der Polizeischule die es je gegeben hat wurde er schon in seinem ersten Fall zum stellvertretenden Dorfpolizisten degradiert Weil er mächtigen Menschen auf die Füße getreten ist Damals sollte er das Verschwinden seines Vorgängers aufklären der eines Tages einfach nicht mehr da war Ermordet lautet die offizielle Version geflüchtet und später unter absonderlichen Umständen Haarballen gestorben das unliebsame Ermittlungsergebnis des namenlosen Wachmanns Inzwischen hat er sich nahezu aufgegeben lebt mit Einsamkeit Kräuterschnaps und dem Foto einer ihm unerreichbaren Frau Von der Aufklärung des Mordes erhofft er sich Rehabilitation vielleicht gar eine Karrierechance Aber die Ermittlungen gestalten sich obskur Wie überhaupt alles obskur ist Engel der Assistent des Wachmanns entwickelt sich im Laufe des Buches vom depperten Hilfspolizisten

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