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  • Alle Kunst kostet: Mutter – Trinken Singen Schießen
    die Einstürzenden Neubauten haben sich ihre letzten Platten von ihren Fans bezahlen lassen Das Prinzip der der sponsorenfinanzierten Musik hat eine Geschichte Bereits 1918 gründete sich auf Initiative von Arnold Schönberg in Wien der Verein für musikalische Privataufführungen Dessen Ziel war es einem ausgewählten Publikum nämlich Künstlern und Kunstfreunden eine wirkliche und genaue Kenntnis moderner Musik zu verschaffen und zwar nur für zahlende Mitglieder Damit wollte man sich die Presse vom Hals halten die zuvor für einige missliebige Artikel und skandalöse Auftritte gesorgt hatte Immerhin 114 Konzerte fanden auf diese Art und Weise statt Schüler von Schönberg spielten dabei Kompositionen unter anderem von Gustav Mahler Igor Strawinsky oder Anton von Webern Drei Jahre später musste der Verein wegen der galoppierenden Inflation wieder dicht machen aber schön war die Idee schon Foto Eva Bruhns under creative commons license Sicher sind Mutter mit ihrem Geschäftsmodell nicht die direkten Erben dieses Vereins und damit einer sogenannten Hochkultur aber als bahnbrechende Avantgarde fühlen sie sich auch nicht mehr Gebrüllt wird immer noch aber der Rühr mich nicht an Gestus ist so gut wie verschwunden An seine Stelle tritt eine Melancholie die man schon in Max Müllers Soloalbum Die Nostalgie ist auch nicht mehr das was sie mal war 2008 spüren konnte Ja diese Musik ist sehr viel zugänglicher als man das ahnen konnte 24 Jahre nach ihrer Gründung befinden sich Mutter mittlerweile in der Position der Älteren Die Alten hassen die Jungen sie sagen dass das so nicht geht Es geht es geht Wir sind zu spät singt Müller Wir sind nicht ihr seid Der der da nicht mehr verstehen will das ist der jugendliche Besserwisser von damals Bis die Jungen die Alten sind et voilà und die Geschichte sich wiederholt Und dennoch ist da diese Ahnung dass man immer noch etwas entgegensetzen muss

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  • Kunstfiguren mit Visionen: M.I.A. – Maya und Janelle Monaé – The ArchAndroid
    I A ist erfolgreich Ihr Song Paper Planes ist auf dem Soundtrack von Slumdog Millionaire zu hören das TIME Magazine listet sie unter die 100 einflussreichsten Persönlichkeiten Von ihrer kämpferischen Attitüde hat sie nichts eingebüsst Auf Maya kann man Industrial Lärm aus Kreissägen und Bohrern zu tonnenschweren Dancehall Beats hören Tracks wie Steppin Up und Teqkilla werden zu Bewährungsproben für Anlage und Nachbarschaftsverhältnis Dass M I A auch eine sanfte Seite hat zeigt sie mit der Ballade Space der poppigen Single XXXO und den gemächlich schaukelnden Reggaetracks Lovalot und It Takes A Muscle Produziert vom derzeit unverzichtbaren Diplo der zum Timbaland seiner Generation zu werden droht Bis hierhin ist Maya eine gute abwechslungsreiche Platte Ein einziger Track macht das Album dann unsterblich Born Free Der grollende Elektro Punk Frontalangriff basiert auf einem Suicide Sample Das von Romain Gavras gedrehte neunminütige Video zeigt in drastischen Bildern die Verfolgung und Ermordung rothaariger Jugendlicher durch US amerikanische Soldaten und wurde zum Skandalon YouTube com löschte den Film eilig von der Website Die schöne M I A der Supertrack und das krasse Video Das Gesamtkunstwerk geht auf Janelle Monáe The ArchAndroid Atlantic Warner jmonae com myspace Den richtigen Riecher bewies das Missy Magazine als es aufs Cover seiner Ausgabe 4 09 die damals noch ziemlich unbekannte Janelle Monaé packte Mittlerweile kommt niemand mehr an der Ex Musicalstudentin vorbei Auf The ArchAndroid führt sie das mit der Vorgänger EP Metropolis The Chase Suite begonnene Konzept weiter Zeitreise Entführung durch Körperfresser Fritz Lang Metropolis Setting und ein Alter Ego namens Cindi Mayweather Man ist kurz davor es eine spinnerte Idee zu nennen und eine Mésalliance zwischen George Clinton und Lady Gaga die man lieber nicht anhören möchte zu befürchten Aber Die 24 jährige Monáe ist verrückt und visionär multitalentiert und genial und The ArchAndroid ein sagenhaftes

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  • Dildo und Teufelsgruß: Anvil in Münster
    nicht mehr ganz die jüngsten wie der Film zeigt Als Support Act waren Girl School aus England angekündigt Leider spielen sie nicht Wieder einmal fehlen die Frauen im Metal Kontext Die All Female Band hat längst Kultstatus im Metal und Punk erreicht Sie hätten diesen Abend sicher bereichert Doch auch ohne Girlschool erhält der geneigte Hörer mit Anvil eine Dosis Metal verabreicht der sich zur klassischen Tradition bekennt Mit moderner harter Slam und Moshparts verarbeitender Mucke haben Anvil nichts am Hut Die Kanadier gehen ohne Lightshow Schminke und Firlefanz auf die Bühne Die Besetzung als Trio erinnert an so manche Rock n Roll Band In der Tat sind manche der langsamen und epischen Anvil Titel überhaupt nicht dem Speed Metal zuzuordnen This Is Thirteen weist eindeutige Referenzen zum Doom Metal auf Andere Stücke besonders die aus den Achtzigern fokussieren sich auf Blues Rhythmen und sind lupenreiner Hardrock Kein Wunder daß zu jener Zeit Anvil auf einem Festival in Japan mit Whitesnake Bon Jovi und den Scorpions gespielt haben Warum der Erfolg ausblieb fragt man sich erstaunt in Münster Lips gewinnt von Beginn an das Publikum Jedes Stück das sie auf der Bühne spielen begleitet eine persönliche Geschichte Entsprechend leitet er jeden Song mit einer langen Rede ein Dabei leuchten seine Augen Die Band spielt Stücke ihrer langen Bandgeschichte Klassiker vom Debüt Hard n Heavy 1981 oder von Metal On Metal 1982 Lips ist für seine verrückten Gitarrenexperimente auf der Bühne bekannt Also packt er einen schwarzen Dildo aus der längst abgenutzt zu sein scheint ähnelt er doch mehr einem Kantholz Mit diesem bedient er sein Gitarrenbrett und lockt die schrillsten Töne heraus Schön auch daß Robb Reiner ein Solo an seinem Schlagzeug spielen darf Lips und Reiner sind sichtlich glücklich auch der wesentlich jüngere Bassist Glenn Gyorffy G5 genannt freut

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  • Steine verbrennen: Neuveröffentlichungen von Faust, Klangbad und play loud!
    man sich die dieser Tage wiederveröffentlichten ersten beiden Alben Faust 1971 und das zugänglichere So Far 1972 anhört Dazu aus demselben Jahr noch das Reissue ihrer ersten und einzigen Polydor Single So Far It s A Bit Of Pain Auf 7 Das sind die Dinger die man nicht in den iPod tun kann Oder aber man greift gleich zum neu erschienenen Doppelalbum Faust Is Last Brumm und Blech heißt der erste noch langsam zerrende Track der in Imperial Lover ein Stück Space Jazz überleitet Dann aber kommt der Bruch Motorenrock eine schlingernde Orgel und Stimmfetzen auf Feed The Greed Ein ähnliches Stück mit heftigem Schreibmaschinenrhythmus heißt Steinbrand Auf X Ray spielt Alfred Harth Saxophon Krautrock und freierer Jazz wohnen nicht so weit voneinander entfernt Am Ende der ersten Platte bei Faust heißt sie A steht gar eine Pianoballade namens Day Out Die zweite Z betitelt und von dem Industrialisten Z EV produziert ist weniger collagenhaft und dafür atmosphärischer Karneval hat ein leicht orientalisches Gepräge und Ozean erinnert in der Tat leicht an Velvet Undergound Damit aber keine wohlfeile Gemütlichkeit aufkommt gibt es zwischendrin InButOut einen geklöppelten und getrommelten Geniestreich zu dem die Berlinerin Alexandra von Bolz n singt Es dürfte Zeitgenossen geben die das was sie da tut nicht Gesang werden nennen wollen Mögen sie weiterdämmern Wer aber schon mal wach ist kommt an No Apologies nicht vorbei dem Album das Faust Mitbegründer und Keyboarder Hans Joachim Irmler und FM Einheit bis Mitte der Neunziger Perkussionist der Einstürzenden Neubauten voriges Jahr herausbrachten Mit No Apologies Siebdruckcover und limitiert schließen sich gleich mehrere Kreise daß es eine lautstarke Freude ist Big Spender der letzte Track des Vinyls endet mit der Keyboardmelodie aus Beware The Transatlantic Feedback dem Beitrag von Faust und Gary Burger für das 2006 auf play loud erschiene Monks

    Original URL path: http://www.satt.org/musik/10_07_klangbad.html (2016-02-14)
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  • Damals unterm Mond: Reissues von R.E.M. (Murmur, Reckoning, Fables Of The Reconstruction)
    hatte reichlich Alkohol intus und alle Songs voll Inbrunst parat Hätte ich geahnt was aus dieser Band bald werden sollte hätte ich sie mir intensiver angeschaut Ich nämlich war nur wegen der Vorband in die Frankfurter Kongresshalle gegangen Niemand Geringeres als die Go Betweens hatten die Ehre die Bühne für R E M anzuwärmen Ich liebte das Go Betweens Album 16 Lovers Lane und war so hingerissen vom Auftritt der Australier dass mich der Hauptact nicht mehr allzu sehr interessierte Dabei waren R E M sogar angesichts des für sie relativ überschaubaren Rahmens fantastisch und außerordentlich liebenswürdig In den USA füllten sie schon vor über zwanzig Jahren große Hallen und Stadien wie mir ein mitgereister Freund bewundernd zuraunte Und wirklich die energetische Performance des 1989 noch kopfbehaarten Michael Stipe lieferte einen Vorgeschmack darauf wie er einige Jahre später die Massen weltweit fesseln sollte Aber wie gesagt leider hatte ich nicht genau zugeschaut In den späten Siebzigern fanden Michael Stipe Bill Berry Peter Buck und Mike Mills in Athens Georgia zusammen Eine besondere Rolle spielte dabei der Plattenladen Wuxtry Records in dem Buck arbeitete und den die drei anderen zum Musikhören frequentierten Unter dem Namen Twisted Kites spielte das frisch gegründete Quartett zunächst hauptsächlich Coverversionen bekannter Songs Eigene Stücke tröpfelten peu á peu ins Band Œuvre Radio Free Europe die erste Single als R E M der Legende nach deutete Michael Stipe mit geschlossenen Augen auf einen beliebigen Lexikoneintrag erschien 1981 auf dem Label Hib Tone Nach der EP Chronic Town erschien 1983 Murmur Der erste Longplayer wurde aus dem Stand sehr erfolgreich und hielt sich ganze dreißig Wochen in den Billboard Charts Das zweite Album Reckoning toppte diesen Erfolg noch und blieb über ein Jahr in den Charts 1983 tourten R E M als Vorband von The Police durch die USA traten in der Letterman Show auf und festigten ihren Ruf als begeisternder Live Act Hier unterbrechen wir das historische Abstract Wer sich über die R E M Geschichte informieren will kann dafür auf unzählige Publikationen zurückgreifen Wir verweilen lieber in den frühen Achtzigern Jüngst wurden die ersten drei R E M Alben digital remastered in prächtig ausgestatteten Deluxe Editionen wiederveröffentlicht Murmur verströmt den Charme des Erstlings R E M klingen auf den zwölf Songs unter denen sich Hits wie eben Radio Free Europe und Talk About The Passion befinden frisch und unverbraucht R E M gelten als Vorreiter des College oder Alternative Rock auch wenn diese Begriffe nie ganz eindeutig definiert werden und eigentlich nur Krücken sind Sagen wir es einfacher Auf Murmur präsentieren sie sich als unbefangene Erben der amerikanischen Folk und Country Tradition In Bucks Rickenbacker Gitarrenspiel lassen sich unschwer Byrds Anleihen ausmachen und Michael Stipe singt seine teils rätselhaften verklausulierten Lyrics die zuverlässig in famose Mitsing Refrains gründen Auf dem Nachfolge Album Reckoning feilen R E M an ihrem Stil Jingle Jangle Gitarren bestimmen den Sound die Platte klingt poppiger und gefälliger als Murmur und dabei gereift und selbstbewusst Das gemütlich schunkelnde Don t Go Back

    Original URL path: http://www.satt.org/musik/10_07_rem.html (2016-02-14)
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  • Das Girl und die Göttin: Robyn – Body Talk Pt. I und Kylie Minogue – Aphrodite
    Was wäre bloß passiert hätte Britney Spears ihre neue Platte Body Talk genannt An dieser Stelle soll nicht unerwähnt bleiben dass Robyn stets komplett bekleidet auftritt und wenig Haut zeigt der Albumtitel bei ihr also einen ganz anderen Dreh bekommt Ob Robyn damit ein feministisches Zeichen setzen möchte sei dahingestellt aber gut finden kann man ihre Outfits allemal Ebenfalls rundweg gut finden kann man dass Robyn zwar mit namhaften männlichen Producern zusammenarbeitet im Studio das letzte Wort behält und trotzdem auf Kooperation schwört Sie sang auf dem Röyksopp Track The Girl and the Robot Torbjørn Brundtland und Svein Berge unterstützen sie bei None of Dem Mit dem schwedischen Volkslied Jag Vet En Dejlig Rosa endet Body Talk Pt I zart und zurückhaltend völlig konträr zum heftig pumpenden Einstieg und ein Beweis dafür dass von Robyn künftig viel mehr zu erwarten ist als für alternde Fembots die Einheizerin zu geben Be prepared für Body Talk Pt II III Kylie Minogue Aphrodite Parlophone EMI kylie com kylie de Aphrodite heißt das neue Album von Fembot Kylie Minogue und Liebesgöttin Kylie ziert mit huldvoll ausgebreiteten Armen das in griechischem blau weiß gehaltene Cover Das wirkt mächtig camp im gewohnt knappen Minidress räkelt sich die 42 jährige Australierin erst im Booklet Deutlich wird Man muss sich das Produkt Kylie Minogue immer als Gesamtpaket aus Styling Coverdesign Show Tanz und ein bisschen Musik denken Wir unterstellen sogar dass niemand Kylie Minogue nur wegen ihrer Musik mag auch wenn sie zweifelsohne großartige Hits wie Can t Get You Out Of My Head und Slow im Portfolio hat Seit Beginn ihrer Pop Karriere Ende der achtziger Jahre zehrt Kylie von einem immensen Sympathiebonus Mag die Marktführerin und ewige Konkurrentin Madonna den größeren Erfolg haben die Dancefloorqueen der Herzen ist Kylie Die Australierin ist sexy aber nicht ordinär Die Maße ihres Hinterteils gelten dank hochwissenschaftlicher Untersuchungen als perfekt Selbst wenn sie außer goldenen Hotpants kaum etwas am Leib trägt wirkt sie noch immer so süß und unverdorben wie in der australischen Achtziger TV Serie Neighbours Seit ihrem Duett mit Nick Cave Where The Wild Roses Grow ist sie auch in der Indie Szene keine Unperson mehr im Gegenteil man darf Minogue ganz ohne ironisches Augenzwinkern gut finden Die Schwulenszene feiert Kylie ebenfalls Dass der Tod in Gestalt einer Brustkrebserkrankung bereits an ihre Tür klopfte und sie diesen Schicksalsschlag tapfer überstand machte sie noch beliebter Aus all diesen Gründen möchte man Aphrodite gut finden und mit der Frankfurter Rundschau das Album zunächst ein wenig zaghaft als ihr wohl bestes und dann alle Skrupel über Bord werfend als großartige Pop Platte bezeichnen Aber ach irgendwie geht es nicht Premium Produzent Stuart Price der unter anderem für Madonnas 2005er Album Confessions On A Dancefloor verantwortlich zeichnete mit seiner eigenen Band Zoot Woman Disco für denkende Menschen macht und auch sonst ein Garant für Hipness traut Kylie Minogue ganz offensichtlich keine Weiterentwicklung zu Sie sich selbst auch nicht Einige der Texte sind aus ihrer Feder Too Much Looking For An Angel das

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  • Destillierte Brachialität: HEALTH – Disco2
    schillerndes Stück zwischen Jittergeräuschen und unbarmherzigen Gitarrenwänden Die Stimme von Sänger Jake Duzsik ist kaum noch vernehmbar CFCF machen daraus einen extrem sanften Discotrack für die blaue Stunde Auch wenn die Stimme weiterhin eher als weiteres Instrument denn als Transporteur von Nachrichten fungiert versteht man fast schon was Duzsik da eigentlich singt Ein ähnliches Bild bei In Heat Vergegenwärtigt man sich das hypernervöse Herzklopfen des Originals so wirkt der Remix von Javelin wie ein völlig neuer Song Ist es ja eigentlich auch denn viel mehr als die Voice Samples und ein bisschen Flirren werden nicht übernommen und um dieses Skelett dann ein wunderbar fettes Eastcoast Gerüst gebaut mit dem man problemlos im Cabrio auf dicke Hose machen kann Am nächsten an der Vorlage bleibt Die Slow von Tobacco Liegt es daran dass das der Referenzpunkt von Get Color war oder daran dass schon das Original einer der zugänglichsten Songs von HEALTH ist einer bei dem man schon durch die Noise Blume den Hit riecht Tobacco muss jedenfalls nur ein paar Töne pitchen ein paar Synthies draufschichten und einen billigen Hip Hop Beat darunter legen Fertig ist der Tanzflächenabräumer Das ist die ideale Anwendung des Minimalprinzips mit dem kleinsten Aufwand das Gewünschte zu erreichen Woher Small Black die Töne von Severin nehmen bleibt ihr Geheimnis aber der Remix klingt von Anfang bis Ende durchdacht und zwingend Was brachial klang schwebt jetzt ätherisch Gut drauf kommen geht dabei sogar ohne Drogen Noch zweimal rangenommen wird Before Tigers Gold Panda machen daraus mit Clicks Cuts und flächigen Synthies einen reinen Instrumentaltrack während Blindoldfreak es ganz ohne Rhythmusgerüst versucht und dafür mit künstlich erzeugtem Meeresrauschen einen mächtigen Sog erzeugt Klar dass auch die bereits erwähnten Crystal Castles wieder mit von der Partie sind Eat Flesh ist in ihrer Version ein echter Höhepunkt Scheinbare Brachialität

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  • Filigranes aus Manchester: I am Kloot – Sky at night
    schon mal hervorragend In den Liedern stecken die Nacht der Himmel die Sterne und der Mond Manchmal geht sogar die Sonne auf Der Klang bildet ein in sich stimmiges Ganzes in dem die Details funkeln Vom tänzelnden Becken über die beschwingte Geige bis zur tupfenden Gitarre kann man die einzelnen Instrumente akzentuiert heraushören Wieder haben Guy Garvey und Craig Potter von Elbow produziert Sie haben ganze Arbeit geleistet Die Messlatte lag hoch doch Sky at night ist noch feiner und filigraner als die Vorgängeralben Die akustische Gitarre dominiert Über ihr die unverkennbare Stimme von John Harold Arnold Bramwell der dieses Mal noch facettenreicher singt Nun können andere auch produzieren und singen Das ist nicht der Differenzierungsfaktor vom großen Rest der Singer Songwriter Kapellen Andere haben aber nicht diese wunderbaren Lieder die gleichzeitig Schönheit und Schlichtheit verkörpern Da kommt sie her die Magie von I am Kloot Verglichen mit Play Moolah Rouge hat die Band die Geschwindigkeit noch mal einen Gang herunter geschaltet Dafür ist dieses Mal die Live im Studio Aufnahme gegen ein vielschichtiges Klangbild eingetauscht worden Streicher und Bläser inklusive Der Einstieg mit Northern skies ist schon mal ein Knaller Der Zauber der Bramwellschen Lieder wirkt Where did you go on that big black night you take the coast road back through your life Der Walzer To the brink fängt sparsam instrumentiert an Langsam setzen die Streicher ein You re that boy on the bus who s not quiet one of us you hear laughter Die Streicher spielen allein Das könnte kitschig werden aber weit gefehlt Fingerprints ist ein eher klassischer I am Kloot Song Man könnte diese Musik Slow Groove nennen I still do und It s just the night sind dann diese typischen schlichten kurzen Nummern die ihre Kraft aus der Zurückhaltung ziehen Bei Lately und dem

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