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  • The Who Hits 50
    welches die Band zur Unterstützung der damals erfolgten Inhaftierung der Glimmer Twins Jagger Richards wegen Drogenmissbrauchs aufnahm blöderweise kamen diese jedoch zeitig wieder aus den schwedischen Gardinen heraus noch bevor weitere Stones Coversongs aufgenommen werden konnten Townsend spielte hier den Bass während John The Ox Entwistle auf Hochzeits Kreuzreise weilte worüber die Homepage dergestalt zu berichten weiß He was contacted aboard the Queen Elizabeth on his way to New York at 3 00 am to hear the playback An unamused John commented I had to go to the radio room just to hear that I thought somebody had died Die drei Songs Let s See Action Join Together und Relay stammen vom 1971 72er seinerzeit unvollendeten Lifehouse Rockoper Projekt des umtriebigen Pete Townsend worauf damals dem Vernehmen nach wohl nur er und nicht der Rest der Band wirklich Bock hatte was ihm damals einen veritablen Nervenzusammenbruch bescherte Aber Geduld zahlt sich bekanntlich aus und so erfuhr diese Rockoper dann doch noch im Jahr 2000 seine Uraufführung als Petes Soloprojekt Ebenso enthalten ist das kuriose Boris The Spider vom genialen Bassisten John The Ox Entwistle der erste von ihm komponierte und obendrein gesungene Song den Band Freund Jimi Hendrix einst zu seinem Lieblingsstück erklärte und der heute augenzwinkernd aufgrund der Vocals als erster Death Metal Song überhaupt gilt Verdrießlicherweise gab s keine Singleveröffentlichung auf der der 1978 verstorbene und vom Rezensenten heilig gesprochene Keith Moon a k a Moon the Loon singt wie z B Bell Boy von Quadrophenia was sehr schade ist aber eben nicht dem Konzept des Albums entsprochen hätte Die sehr anrührende Elvis Hommage Real Good Lookin Boy enthält Songzitate aus dem Werk des King of Rock n Roll stammt von der 2004er Compilation Then Now ist eine von zwei Neukompositionen und ein echtes Highlight It s Not

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  • Wild Tales: Jeder dreht mal durch! (Damián Szifron)
    Romina Diego Gentile Ariel 122 Min Kinostart 8 Januar 2015 Im Episodenfilm Four Rooms 1995 hat Quentin Tarantino einst Man from the South eine der berühmten schwarzhumorigen Kurzgeschichten von Roald Dahl adaptiert auf die auch schon Hitchcock für seine Fernsehserie Alfred Hitchcock presents immer wieder gerne zurückgriff in der von Hitchcock produzierten Fassung derselben Geschichte spielten übrigens Steve McQueen und Peter Lorre mit Geschichten wie die von Dahl mit einem kleinen Twist zum Schluss Wir konnten das Baby retten Es ist ein Junge Frau Hitler und immer auch ein wenig Blutvergießen haben vermutlich auch Damián Szifron zu seinem Episodenfilm in Eigenregie inspiriert Auf eine Inhaltsangabe der sechs einzelnen Episoden verzichte ich hier mal komplett weil man eigentlich schon aufgrund der Roald Dahl Tarantino Herangehensweise gut absehen kann ob einen dieser Film gefallen wird Wer sich zudem an den Rachefantasien eines Michael Douglas wie in Falling Down oder einer eskalierenden Familienfeier wie in Thomas Vinterbergs Dogma Klassiker Festen erfreut der wird auch hier auf seine Kosten kommen wobei man nicht nur von den Geschichten und der Inszenierung her überzeugt sondern nebenbei auch noch Kritik an typisch argentinischen Missständen übt etwa am korrupten Rechtssystem Ein richtiger Durchhänger ist eigentlich nur eine der

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  • St. Vincent (Theodore Melfi)
    aber in eine nur im Eastwood Fall brutale Rachegeschichte mit einem Nachbarsjungen der ein klitzeklein wenig an sein Herz rührt Obwohl der aufstrebende Kinderstar Jaeden Lieberher als Oliver zwar im gefährlich liebenswerten Alter ist wird hier glücklicherweise keine kitschtriefende Little Lord Fauntleroy Kiste daraus so ein Film den meine Mutter jedes Jahr zu Weihnachten schaut und bei dem ich schon bei der glockenhellen feinmodellierten Synchronstimme des kleinen Lords die Mentalkrätze bekomme Dazu beherrscht Murray emotionale Nuancen einfach zu meisterhaft und schafft es sich seine Griesgrämigkeit und Sturheit ebenso zu bewahren wie das Geheimnis dass er doch ein mitfühlender und opferbereiter Mensch ist eben ein Quasi Heiliger dieser St Vincent Die eigentliche Geschichte trägt übrigens autobiographische Züge des Regisseurs und Drehbuchautors Theodore Melfi der einst seine elfjährige verwaiste Nichte adoptierte die jene Hausaufgabe mit sich brachte auf der der ganze Film basiert Find the Catholic saint that inspires you and find someone in your real life that mimics the qualities of that saint Und an dieser Stelle eine zweite Entwarnung denn auch wenn Oliver tatsächlich eine religiös angehauchte Schule besucht I m a catholic which is the best religion because we have the most rules so wächst sich die ganze Heiligen Sache nie so aus dass sie das Vergnügen am Film verderben könnte Dafür sorgt nicht nur Murray sondern auch der wie immer großartige Chris O Dowd als Brother Geraghty Die Nebendarsteller überzeugen übrigens durchgehend Nur kurz erwähnt Nate Corddry aus Mom Melissa McCarthy hat man zumindest auf der Kinoleinwand noch nicht so zurückhaltend agieren sehen wie hier und wenn sie ein paar Klamaukfreunde ins Kino lockt ist das auch okay Naomi Watts bietet hier die komische Variation einer Russin wie sie sie in ernsthaft schon in Cronenbergs Eastern Promises darbot okay streng genommen war das eine Halbrussin nun mit Babybauch

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  • Das Filmjahr 2014 im Rückblick
    Jem Cohen Sprout Spross Yoon Ga eun Kurzfilm The Grand Budapest Hotel Wes Anderson Kraftidioten Einer nach dem anderen Hans Petter Moland What we do in the Shadows 5 Zimmer Küche Sarg Taika Waititi Jemaine Clement Fading Gigolo Plötzlich Gigolo John Turturro Pride Matthew Warchus Still Life Mr May und das Flüstern der Ewigkeit Uberto Pasolini Stories we tell Sarah Polley Tracks Spuren John Curran Serena Susanne Bier Kaze tachino Wie der Wind sich hebt Hayao Miyazaki Best liked articles by Vorwerk 2014 Captain Berlin Top 20 Filme 2013 Schillernd in bunten Farben Die geliebten Schwestern Dominik Graf Gewinnspiel zu Guardians of the Galaxy Tracks Spuren John Curran X Men Days of Future Past Zukunft ist Vergangenheit Bryan Singer Dawn of the Planet of the Apes Planet der Affen Revolution Matt Reeves 20 000 Days on Earth Iain Forsyth Jane Pollard Besser als Titanic IV Let s Misbehave Filmreihe Pre Hays Code Die schöne Krista Antje Schneider Die Legende der Prinzessin Kaguya Isao Takahata Museum Hours Jem Cohen All singing All dancing Filmreihe Musicals Gemma Bovery Anne Fontaine Guardians of the Galaxy James Gunn Wie der Wind sich hebt Hayao Miyazaki Eigenlob Lieblingstexte und solche bei denen mal etwas anderes

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  • Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach (Roy Andersson)
    nicht erst den Anschein die Taube in sein Restwerk einzuordnen aber es gibt ausreichend andere Künstler an die mich der Film erinnerte Zwei traurig wirkende Vertreter für Scherzartikel sind die vermeintlichen Hauptfiguren des Films und sie erinnern an Laurel Hardy oder deren postmoderne Ableger Adam Paul Und der Humor spielt im Film eine große Rolle auch wenn der Grundton sehr schwer ist Wie Zombies schlurfen teilweise grell auf hässlich geschminkte Figuren ich liebe die Schweißflecken der Flamenco Tänzer durch eine fahle graubraungelbe Welt mit blassgrünen Linoleumfussböden die ein wenig so aussieht als sei seit den 1970ern oder noch länger die Zeit stehengeblieben Die sorgsam ausgestatteten Studiokulissen wirken gemeinsam mit der filigranen Kadrage wie Gemälde von Edward Hopper nur mit der Farbskala und dem Personal von Gottfried Helnwein oder Otto Dix Dabei geht es in schwerer Endzeitstimmung um deprimierende Themen etwa Tierversuche oder Völkermord Nicht eben typischer Komödienstoff Bevor die zwei Handlungsreisenden überhaupt auftauchen gibt es drei kleine Vignetten Drei Begegnungen mit dem Tod Beispielsweise verstirbt ein Schiffpassagier und man diskutiert darüber was mit seinem letzten Kantineneinkauf einem Garnelensandwich und einem großen Bier passieren soll Philosophische Fragen und triviale Alltagsbegebenheiten liegen hier nah beieinander Das wichtigste Prinzip der Komödie ist hier der Running Gag ob es um Vampirzähne oder Telefongespräche geht Ich neige dazu mich im Kino zu amüsieren und so hatte ich im Film eine Menge zu lachen Aber dennoch gab es auch viel zu staunen und zu grübeln etwa wenn König Karl XII von Schweden einen Auftritt hat der mitsamt Pferd in einer Art Bahnhofskneipe auftaucht und darauf hinweist dass Frauen im Lokal nicht erlaubt sind Etwas später baggert er dann einen jungen Barmann an So ein schöner Mann gehört aufs Schlachtfeld was wohl auch etwas mit der historischen Figur zu tun haben soll Er darf im Zelt seiner

    Original URL path: http://www.satt.org/film/15_01_taube.html (2016-02-14)
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  • Die Wolken von Sils Maria (Olivier Assayas)
    das Remake eines Films drehen und dabei die Rolle ihrer jung verstorbenen Mutter übernehmen Juliette Binoche als Maria Enders soll in der Neuaufnahme eines Stücks das ihr einst den Durchbruch bescherte die andere ältere Frauenfigur übernehmen sondern vor allem mit anderen SchauspielerInnen und einer Assistentin Mia Wasikowska bzw jetzt Kristen Stewart die jeweils einer jüngeren Generation angehören und sie dadurch abermals an ihr fortschreitendes Alter erinnern Der Tonfall von Sils Maria ist nicht ganz so spekulativ sensationsgeil mit Ausnahme einer von Paparazzi verfolgten Jungschauspielerin Chloë Grace Moretz ist die Scheinwelt der Stars nicht ganz so schillernd und statt möglichst kommerzieller Hollywood Streifen geht es hier in den Schweizer Bergen eher um Hochkultur und den Austausch zwischen einer europäischen Kulturelite die auch Theater und andere Künstler beinhaltet Wo Cronenberg vor allem die Entgleisungen und Intrigen der Hollywood Meute beschreibt schildert Assayas tatsächlich auch den Arbeitsalltag einer Schauspielerin nämlich das Texteinüben Was aber im Zwiegespräch mit der jüngeren Assistentin durchgehen zum Spiel mit Doppeldeutigkeiten und der Metaebene wird Wenn man beispielsweise diskutiert ob das Verschwinden einer Figur im Stück deren Selbstmord impliziert so hat das einen Bezug zur übergeordneten Realitätsebene der zu den selben Überlegungen Anlass gäbe wenn Assayas nicht und das ist für ihn ungewöhnlich gegen Schluss das Vertrauen in sein vielleicht diesmal größeres Publikum verliert und auf der Storyebene deutlicher wird als es meines Erachtens nötig wäre Während bei Cronenberg ein Problem darin besteht dass die Figuren und die Situation zu satirisch überzeichnet sind man hat fast das Gefühl dass er gar nicht will dass man sich zu sehr mit seinen Opfern identifiziert verliert sich der Assayas ein wenig in der Gegenüberstellung von Extremen alt und jung europäisch und amerikanisch Kunst und Kommerz wobei es immerhin ganz clever ist dass man einen teuer produzierten Blockbuster zwischen Sci Fi und Marvel

    Original URL path: http://www.satt.org/film/14_12_wolken.html (2016-02-14)
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  • Serena (Susanne Bier)
    diese fast perverse Umkehrung heutiger Ideale wo die Industrialisten und Kapitalisten eigentlich immer die Buhmänner sind auch wenn dieses Empfinden den Film irgendwie überschattet durchaus hochinteressant Und dass aus diesen Startpunkten dann am Schluss nur ein herkömmlicher Kino Showdown wurde hat mich nicht so sehr geärgert weil ich es mir durchaus vorstellen konnte dass Serena das Baby killt halb Brasilien rodet und dann auch noch straffrei ausgeht Und wenn es dann anders läuft kreide ich das halt dem Hollywoodbetrieb an Manchmal ist es eben auch die Berufung des Kritikers ein allgemein zum Prügelknaben abgestempeltes Werk tief ins Herz zu schließen Nun kommen wir aber zum Roman und der funktioniert dann doch dezidiert anders als der Film und der Film kommt im direkten Vergleich nicht immer gut weg Einige Drehbuchentscheidungen hängen offensichtlich damit zusammen Jennifer Lawrence und insbesondere Bradley Cooper in ein besseres Licht und ins Zentrum des Films zu befördern was meines Erachtens durchaus zum Scheitern beiträgt aber ich mag den Film trotzdem schon weil ich ohne ihn nie von der ganzen Geschichte und dem Roman erfahren hätte Eine deutliche Unterscheidung zwischen Roman und Film besteht schon mal darin dass der Film noch vor dem Kennenlernen von George und Serena ansetzt Im Roman setzt die Handlung ein mit der Ankunft Pembertons der Vorname George fällt im Roman nicht ein einziges Mal und seiner frischvermählten Frau Der erste Satz lautet ganz konkret When Pemberton returned to the North Carolina mountains after three months in Boston settling his father s estate among those waiting on the train platform was a young woman pregnant with Pemberton s child Interessanterweise ist es sogar so dass Serena die bei der Ankunft neben Pem berton im Zugabteil schläft erst auf der zweiten Seite des Romans erwähnt wird und das Kennenlernen der Eheleute wird nur in ein paar kurzen Flashback nachgeholt Im Film taucht Rachel zwar auch vor Serena auf doch der Fokus liegt nie so auf ihr wie im Roman wo sich übrigens schon früh ganze Kapitel um ihr Leben drehen Noch deutlicher ist aber der Unterschied in der Darstellung Pembertons der im Film schon durch seinen Vornamen eine Menschlichkeit besitzt die ihm im Roman fast abgesprochen wird Im Roman steht neben der schwangeren und hier fast 16jährigen Rachel ihr angetrunkener Vater der nach einem überraschenden Gespräch mit Serena You ll not find a better sire to breed her with The size of her belly attests to that mit einem Messer die Ehre der Tochter wiederherstellen will und obwohl Rachel ihn bittet nach Hause zu gehen und die Umstehenden den Sheriff rufen wollen sagt Vater Harmon We re settling this now zum in dieser Szene kaum einmal erwähnten Pemberton und Serena entgegnet He s right Get your knife and settle this now Pemberton Womit sie schon sehr früh sehr entscheidend ins Leben ihres Mannes eingreift der dann quasi in Notwehr den alten angetrunken Mann beinahe ausweidet während diese Szene im Film komplett fehlt und es stattdessen aber an einer anderen Stelle eine heldenhafte Rettung eines Arbeiters

    Original URL path: http://www.satt.org/film/14_12_serena.html (2016-02-14)
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  • All Singing, All Dancing!
    Schnitt Daniel Mandell Musik Frank Loesser Kostüme Irene Sharaff Choreographie Michael Kidd Production Design Oliver Smith Art Direction Joseph Wright Set Decoration Howard Bristol mit Marlon Brando Sky Masterson Jean Simmons Sarah Brown Frank Sinatra Nathan Detroit Vivian Blaine Miss Adelaide Stubby Kaye Nicely Nicely Johnson Johnny Silver Benny Southstreet Robert Keith Lt Brannigan Regis Toomey Arvide Abernathy Kathryn Givney General Cartwright B S Pully Big Jule Sheldon Leonard Harry the Horse Dan Dayton Rusty Charlie George E Stone Society Max Veda Ann Borg Laverne Mary Alan Hokanson Agatha 150 Min Dt Kinostart 17 Oktober 1956 Vorführungen OF Sonntag den 14 Dezember 19 Uhr im Arsenal 1 Sonntag den 28 Dezember 19 Uhr im Arsenal 1 Angeblich ist von Guys and Dolls ein Remake geplant mit Channing Tatum und Joseph Gordon Levitt Die ursprüngliche Besetzung mit Frank Sinatra eher in der drittwichtigsten Rolle und Jean Simmonds sowie Marlon Brando wirkt aber fast noch absurder Brando war damals zwar nach A Streetcar named Desire und On the Waterfront der größte Star den man kriegen konnte aber inwiefern die Rolle des singenden und tanzenden Glücksspielers sich mit seinem hehren Method Acting kombinieren lässt wirkt zumindest fraglich Der mit zweieinhalb Stunden sehr verschwenderisch umgesetzte Film hat einige seiner besten Darsteller aber in den Nebenrollen denn die aus heutiger Sicht neben Sinatra etwas deplaziert wirkende Vivian Blaine sowie insbesondere die großartigen Charaktergesichter Stubby Kaye als Nicely Nicely Johnson und Johnny Silver als Benny Southstreet die zwar tatsächlich Schmalspurgangster sein könnten stammen direkt aus der Broadway Version des Stücks und können entsprechend großartig singen Ich mag es auch sehr wenn nicht nur das Liebespaar am trällern ist sondern vor allem die Nebenfiguren deshalb ist auch Little Shop of Horrors eines meiner liebsten Filmmusicals Jean Simmonds als zunächst reichlich steif wirkende Heilsarmee Missionarin wirkt zwar reichlich altmodisch aber die Schauspielerin die einst für Laurence Olivier die Ophelia gab für Preminger als Angel Face auftrat oder in Kubricks Spartacus das Gegengift gegen zuviel Testosteron lieferte strahlt schon durch ihr Charisma und die beiden Herren die natürlich eine Wette abschließen in der sie eine große Rolle spielt geben auch ihr möglichstes Zu Beginn des Films wirkt die sorgsam durchkonstruierte Plansequenz in den riesigen Kulissen noch etwas hölzern doch nach und nach wirkt alles richtig heimelig ob das Straßengemälde im Hintergrund oder die vermutlich sauberste und farbenfrohste Kanalisation die man je gesehen hat Die Bildqualität ist so einzigartig dass der Film restauriert sein muss oder irgendjemand eine Kopie weggeschlossen hat die nur zweimal abgespielt wurde Und auch wenn ich Zelluloid meistens einer DCP Vorführung vorziehe in diesem Fall war ich als unverbesserlicher Old School Nörgler den es schon schüttelt wenn man in den Vorspanntiteln die Pixel erkennen kann wirklich mal der Meinung dass digitale Medien auch ihre Berechtigung haben könnte Denn so kann man sich auch in weiteren 60 Jahren so an diesem bonbonbunten Schmankerl erfreuen Aber lieber nicht so lange warten sondern ab ins Kino Stormy Weather Andrew Stone USA 1943 dt Titel Der Tänzer auf den Stufen Buch Frederick Jackson Ted Koehler Kamera Leon Shamroy und ohne Credit Lee Garmes Schnitt James B Clark Musik Cyril J Mockridge Kostüme Helen Rose Art Direction James Basevi Joseph C Wright Set Decoration Thomas Little Fred J Rode mit Bill Robinson Bill Williamson Lena Horne Selina Rogers Dooley Wilson Gabe Tucker Florence O Brien Tucker s Gold Digging Girlfriend Emmett Babe Wallace Chick Bailey Ernest Whitman Jim Europe Stymie Beard Stagehand sowie Fats Waller Cab Calloway and His Cotton Club Orchestra The Nicholas Brothers Ada Brown Anise Boyer Katherine Dunham and her Troupe 77 Min Deutsche Erstaufführung 11 November 1980 ZDF Vorführungen OF Freitag den 2 Januar um 21 Uhr vermutlich Arsenal 1 Samstag den 17 Januar um 21 Uhr vermutlich Arsenal 1 Wie außergewöhnlich dieses Musical mit einem all black cast war kann man unter anderem daran erkennen dass ein Auftritt der Nicholas Brothers fünf Jahre später in The Pirate wo sie gemeinsam mit Gene Kelly auf großartige Weise den Cole Porter Song Be a Clown umsetzen in einigen Kinos z B in Memphis kurzerhand aus dem Film geschnitten wurde weil eine gemeinsame Tanznummer in den bigotten Südstaaten offenbar Probleme bereiteten Woraufhin die Brüder Fayard und Harold Nicholas für fast zwei Jahrzehnte nach Europa auswanderten Auch Lena Horne die Hauptdarstellerin aus Stormy Weather sollte ursprünglich in The Pirate mitspielen doch ihre Rolle wurde schon einer frühen Drehbuchfassung entfernt Von einem friedlichen kreativen Miteinander war man zu diesen Zeiten noch weit entfernt und dass man mit vergleichsweise bescheidenen Mitteln während des Krieges diesen von schwarzen Musik und Tanz Stars nur so strotzenden Film umsetzen konnte ist ein ziemlicher Glücksfall Und ein noch größeres Glück ist es wenn man heutzutage eine so brillante Kopie dieses Films zu sehen bekommt der zwar einige Probleme wie den unübersehbaren Altersunterschied des Liebespaares hat aber musikalisch wie tänzerisch jederzeit mit den kaukasischen Technicolor Spektakeln mithalten kann In einer Rahmenhandlung erzählt der allein lebende Bill Williamson Bill Robinson einigen Nachbarkindern von seiner musikalischen Karriere Anlass dafür ist ein Hochglanzmagazin in seinem Briefkasten in dem die Karriere des leicht fiktionalisierten Stars abgefeiert wird Den Kindern kann Bill dann aber erzählen dass die prominenten Kollegen wie Jim Europe die ihn mit wohlwollenden Zitaten beschenken zu Beginn nicht immer von seinen Fähigkeiten überzeugt waren Die Rückblenden Geschichte zieht sich über einen längeren Zeitraum hin und beginnt mit der Rückkehr von Bill und seinem besten Freund Gabe Tucker Dooley Wilson der Sam aus Casablanca als Soldaten aus dem ersten Weltkrieg wobei Gabe ein besonderes Talent besitzt beim Ausgehen einer weiblichen Begleitung vorzumachen er sei besonders wohlhabend was schnell zu einigen komödiantischen Kabinettstückchen führt You seem to be awfully rich I have a little honey Bill indes lernt die Sängerin Selina Rogers Lena Horne kennen eine jüngere Schwester eines Kriegskameraden die das Spiel Gabes schnell durchschaut Chick Bailey We put him in show business und aktuell eher mit ihrer Karriere befasst ist Als die beiden sich Jahre später zufällig wiedertreffen arbeitet Bill gerade als Kellner und die gesellschaftlich aufgestiegene Selina nimmt

    Original URL path: http://www.satt.org/film/14_12_singing.html (2016-02-14)
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