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  • »Elektrokohle (Von Wegen)«
    Spannung Leistung Widerstand kompiliert ist wird man feststellen dass der Ost Underground sehr künstlerisch und textorientiert war Das ist recht nahe an Neubauten dran ist mehr Performance als nur Musik Dann muss ich dazu sagen dass Aufnahmen der Neubauten und wir reden jetzt hier nicht vom Gang in den Plattenladen um die Ecke am schwersten aufzutreiben waren Zwar spielte sie ich kann es nicht oft genug betonen Lutz Schramm an einem lebensveränderndem Sommerabend 1988 im Parocktikum zusammen mit The Birthday Party und The Fall Platten der Dead Kennedys oder von Joy Division gab es in den Kulturzentren der Bruderländer Aber Neubauten vergiss es Mit welchem Gefühl bist du 1989 zum Neubauten Konzert gefahren Mit angespannter Erwartung anders kann ich es nicht sagen Es war ja nicht so dass man wie heute abends in der Straßenbahn steht und von Menschen umgeben ist die alle zu irgendeinem völlig aufregendem Event unterwegs sind Auf meinem Weg von Berlin Mitte zum VEB Elektrokohle in Lichtenberg musste ich einmal umsteigen und ich bin der festen Überzeugung dass ich mich zumindest auf der ersten Hälfte so fühlte als wäre ich der einzige Mensch der da hinfährt Zum Glück sah das je näher ich kam ganz anders aus Aber mit was für einem Gefühl bin ich zwei Stunden später wieder zurückgefahren Was war da passiert Ich wollte mir einen Tag darauf eins meiner geliebten Punk Tapes anhören und habe nach einer Minute wieder ausgemacht Strophe Refrain Strophe Refrain Solo Refrain das kam mir plötzlich wie Popmusik vor Was ich einen Abend vorher hörte das hatte ein völlig anderes Kaliber Leider gibt es im Film fast keine Aufnahmen vom Konzert selbst Wie war denn die Stimmung Zum Schluss gibt es doch längere Passagen Es ist schwer zwanzig Jahre später eine Stimmung ins Gedächtnis zu rufen Ich erinnere mich dass alle versuchten in die vorderen Reihen zu kommen Wenige Minuten nach Konzertbeginn wichen einige Leute sie konnten einfach nicht mehr instinktiv zurück hatte sich zwischen Bühne und Zuschauern ein Abstand gebildet Die Lautstärke war förmlich körperlich fühlbar Hinzu kommt dass das keine gewöhnliche Venue war Das Konzert fand im Wilhelm Pieck Saal des VEB Elektrokohle auf industriellem Terrain statt Im Film sieht das recht weitläufig aus was mir zu der Zeit nicht so vorkam Was hast Du damals gedacht als da plötzlich Heiner Müller mit auf der Bühne stand Wann fängt endlich das Konzert an Im Ernst Zwar kannte ich Müllers Foto aus der Zeitung wusste dass für die Hörspielversion seiner Fassung von Brechts Der Untergang des Egoisten Fatzer Musik der Neubauten verwendet wurde und sie für Bildbeschreibung sogar schon 1988 in Ostberlin waren So verblüfft war ich also nicht Ich müsste aber lügen würde ich behaupten ihn damals schon gelesen zu haben Das kam später nachdem er mit den Neubauten Hamletmaschine gemacht hatte mit Blixa Bargeld als Hamlet und Gudrun Gut als Ophelia Das Hörspiel lief kurz vor der Wiedervereinigung im Radio und ich habe es mir lange Jahre an jedem 03 Oktober angehört Übrigens das denke ich

    Original URL path: http://www.satt.org/musik/09_04_elektrokohle.html (2016-02-14)
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  • satt.org: Musik: Outdoor-Lesestoff
    48 Anmerkungen erfährt man so einiges was der Autor in der Urform oft nur skizzenhaft darstellte z B wird ausführlich über die Autobahnraststätte Pfefferhöhe vor den Toren des oberhessischen Fachwerkstädtchens Alsfeld berichtet oder im Buch immer wieder auftauchende Realpersonen wie die Musikerin Justine Electra und der Schlagzeuger Herman Herrmann Doppelherrmann werden genauer eingeführt In der Kritischen Ausgabe befinden sich außerdem neue Begleittexte von Dietmar Dath und Linus Volkmann aber wer weiß wer diese tatsächlich verfaßt hat In Frage kommen laut neuester germanistischer Forschungsergebnisse Nowa Ruda und Kamienna Góra a k a Neurode und Landeshut Trotzdem wenn ein Verlag heute solche Bücher macht kann es um die sogenannte Krise Finanz Wirtschafts Allgemeine nicht allzu schlimm bestellt sein David Schumann The Tokyo Diaries Rockbuch 300 S 16 90 rockbuch de David Schumann The Tokyo Diaries Bei diesem Buch gilt es eine schwierige Hürde zu nehmen und zwar den sehr gewollt auf lässige Jugendsprache getrimmten Stil des Autors der von vorne bis hinten einen ey voll hammermäßig die Braut der Typ wieder mal voll abgesumpft und total verpeilt aufgewacht oh mann ey Stream of Unconsciousness durchzieht Dabei ist David Schumann mittlerweile 33 Jahre alt ein ziemlich schlaues Kerlchen sonst hätte er wohl kaum ein zweijähriges Stipendium als Japanologiestudent in Tokyo bekommen Aber Schumann inszeniert sich oder wurde vom Verlag dazu gebracht who knows als echt harter meistens voll verstrahlter Bummelstudent Punkrocker und Hobbymusiker dazu passt natürlich keine Kehlmann Lingo schon klar Hat man besagte Hürde aber überwunden und macht sich an die beinah transzendentale Aufgabe den Text zu lesen und dabei zu entschlüsseln was sich hinter den Fanzine artigen Einträgen wirklich verbirgt bekommt man eine Menge authentischer Japan Erfahrungen präsentiert Schumanns Geschichte ist schon ziemlich obskur so wird er nach einigen Monaten in Tokyo auf der Straße angesprochen und bekommt einen Modeljob angeboten der große schlaksige tätowierte German Slacker ist in Japan ein total angesagter Typ Nach anfänglicher Skepsis freundet sich Schumann mit dem Model Business an und verdient sich nicht nur ein ordentliches Taschengeld sondern landet auf den Covern der angesagtesten Fashionblätter Das Modeln bildet einen schönen Kontrast zu seiner Leidenschaft PUNKROCK der er auch fern seiner Heimatstadt Düsseldorf frönt er spielt in mehreren japanischen Bands und kommt sogar zu einigem Ruhm Die Tagebucheinträge pendeln zwischen heimwehbedingten Depressionen euphorischer Hochstimmung Bands Erfolge an der Uni endlich eine japanische Freundin gefunden und ergehen sich genußvoll in detaillierten Schilderungen der täglichen Sauf und Karaokegelage Schumann kann trotzdem nicht verhindern dass man einen guten Eindruck vom Leben als europäischer Alien in der Megalopole Tokyo bekommt Die Rezensentin gibt an dieser Stelle zu es bedauert zu haben dass das Buch auf Seite 300 schon zu Ende war sie hätte gern noch mehr aus Shibuya und Ichigaya und anderen Tokyoter Stadtteilen erfahren Eine klitzekleine Kritik sei noch erlaubt dass es weder dem erklärten Slayer Fan Schumann selbst geschweige denn dem Rockbuch Verlag sic auffiel dass das Monsteralbum von Slayer nicht Raining Blood sondern natürlich Reign in Blood heißt ist doch mehr als verwunderlich Gavin Edwards Do You

    Original URL path: http://www.satt.org/musik/09_04_outdoor.html (2016-02-14)
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  • satt.org: Musik: Frank Spilker Gruppe auf Haus Nottbeck (3.4.09)
    aber mit klarer Botschaft auch das ist nicht unbedingt neu aus dem Hause Spilker Zu Beginn der neunziger Jahre waren Die Sterne im Triumvirat der Hamburger Schule neben Blumfeld und Tocotronic die vielfältigsten und versiertesten Musiker in letzter Zeit ging ihnen doch etwas die Puste aus Während Tocotronic das eigene Neuerfinden mit jeder Platte prima hinbekamen und Blumfeld irgendwie esoterisch wurden bevor sie sich auflösten traten Die Sterne mit ihren letzten Alben etwas auf der Stelle Ein Soloprojekt kann da vielleicht neue Energien freisetzen Heute Abend also das Konzert dazu Das Wetter sommerlich so dass sich im Biergarten des ortsansässigen Brauhauses die Zeit bis zum Konzertbeginn wunderbar überbrücken lässt Der Sommerabend im April lässt auch das Publikum auf den Konzertbeginn auf Haus Nottbeck im Freien harren Vereinzelte Indie Mädchen in Minis und Adidas Turnschuhen oder Ballerinas Nerds im Cordjacket mit Stickern am Revers vereinzelte Althippies mit grauen langen Haaren einer mit weißem Hut zuletzt gesehen bei Wolfgang Niedecken sowie die hier obligatorische Verwandtschaft bilden ein bunt gemischtes Publikum Frank Spilker im beige farbenen Anzug neben mir also ein weiterer Anzugträger vor Ort beruflicher Termin vorher Kommt alle her ist der Opener den Frank Spilker als vertrottelte Standortbestimmung ankündigt Mit Ich stehe auch mal hinter der Bar ziehen das Tempo und der Gitarrenkrach merklich an eine tolle Rhythmussektion hat Herr Spilker an seiner Seite manchmal fühlt man sich an The Jam erinnert Dreiercombos kommen wieder mehr in Mode reicht eigentlich auch gute Lieder punktgenau arrangiert engagiert dargeboten die Frank Spilker Gruppe ist ein schönes Beispiel für diese These Die Band spielt sich souverän durch das Programm des bisher einzigen Albums bis am Ende des Sets die beiden Highlights der Platte Ex Lover s Painting und Es sieht gut aus dargeboten werden Hier klingt der phänomenale Sound der ersten Gang of Four

    Original URL path: http://www.satt.org/musik/09_04_spilker.html (2016-02-14)
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  • Im Raum: BirdPen: On/Off/Safety/Danger
    folgt lautet Auf ihrem Debutalbum On Off Safety Danger hat die britische Band BirdPen den Klang erschaffen den der Überlebensinstinkt erzeugt bevor alles außer Kontrolle gerät und sich die Dinge unwiderruflich verändern Beruhigend und aufrüttelnd zugleich dabei immer voller Empathie gelangt On Off Safety Danger hinter die Grenzen der Unsicherheit der Paranoia und der Angst Birdpen beschäftigen sich mit dunklen Kräften und dringen zu der Kluft vor um den Graben für die gesamte Menschheit auszumessen nicht zuletzt einfach um des Spaßes Willen Wer sich trotz dieser eindringlichen Worte noch nicht vorstellen kann was ihn musikalisch erwartet eine vollkommen normale Reaktion sei beruhigt BirdPen erzeugen ihren zuweilen minimalistischen Klang mit akustischen und elektrischen Instrumenten und nicht mit dem außer Kontrolle geratenen Überlebensinstinkt Zu welcher Kluft sie genau vordringen und welchen Graben sie dabei für die Menschheit insgesamt ausmessen habe ich nicht ergründen können aber das Album gefiel mir trotzdem recht gut Kürzer aber ungleich treffender fasst es das Onlinemagazin Drowned in Sound zusammen Wer dunkle aber schillernde Musik mag dem kann BirdPen gar nicht genug ans Herz gelegt werden Wobei dunkle aber schillernde Musik nicht mit Dark Wave oder Gothic gleichgesetzt werden darf eher mit melancholisch ein bisschen in Richtung Echo and the Bunnymen dabei aber weniger bombastisch als die Mannen um McCulloch Das erste Stück Breaking Predcedent liefert einen guten Vorgeschmack und ist gleichzeitig einer der besten Songs der Platte Bei Track Nummer 4 Machines live like ordinary people werden die Beats etwas härter und hier kommt auch der Synthesizer stärker zum Einsatz Man on Fire hat sich dem atmosphärisch hypnotischen Stil verschrieben der für das restliche Album typisch ist Der Refrain wird begleitet von repetitiven Gitarrenakkorden der Gesang wird stark gedehnt Admiral Red das längste Stück klingt wie ein Hilfeschrei an einen Schmetterling Please help me admiral red Red

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  • Peyoti for President: Rising Tide of Conformity
    Der Titel des Albums bezieht sich übrigens auf ein Foto mit Bob Dylan und Joan Baez die vor einem Schild mit der Aufschrift PROTEST THE RISING TIDE OF CONFORMITY stehen In den Songtexten wird auch schnell deutlich dass Peyoti sich klar von kritiklosen und konsumorientierten Haltungen absetzen Da wird gegen den Krieg der USA argumentiert gegen die bewusste Schürung einer Angst vor dem Terrorismus seitens der Politik und der Medien Dass dies nicht flach polemisch oder weltverbesserisch sondern bei Titeln wie Bad Politician und We the People authentisch rüberkommt liegt nicht zuletzt einfach an der Klasse der Musik Die Band aber man sollte bei der großen Anzahl der mitwirkenden Musiker lieber von einem Künstlerkollektiv sprechen spielen Samba Salsa Flamenco und vieles mehr Künstler aus dem arabischen und dem lateinamerikanischen Kulturkreis bringen ihre Melodien ihre Stile und ihre Instrumente ein besonders gut gefallen hat mir das auf den Tracks Drifting und Rhapsody of a 1000 lies für mich die besten Stücke des Albums Bei A Peoples Lament ist als einziges Instrument eine arabische Ney zu hören die einsamen Flötentöne werden begleitet von einer Stimmencollage u a mit George W Bush über den Irakkrieg Ansonsten wird bei den Stücken aber meist alles

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  • Im Raum: Streichquartett von Dieter Schnebel
    militärischer Manier aufstampfend als Rhythmus mit eingesetzt Musikalisch sind da immer wieder Anfänge von dem was möglich ist Anfänge aber auch die wie Zitate aus der Musikgeschichte scheinen Kaum stellt man sich auf einen Rhythmus oder eine Melodie ein kommt ein Abbruch Ständig wird etwas Neues begonnen nur um immer wieder abgebrochen zu werden Sowohl visuell als auch akustisch entsteht dabei eine seltsame Unruhe mitten darin manchmal drohender Leerraum Es gibt nichts worauf man sich in Ruhe einlassen könnte Antonin Artaud schrieb einmal Alles muß haargenau in eine tobende Ordung gebracht werden aus Schluss mit dem Gottesgericht Im Carl Orff Saal ist es als wolle Schnebel versuchen völlige Unruhe etwas grausam Beunruhigendes bewusst durch ihn verursacht gleichzeitig wieder zu strukturieren zu ordnen und zu bändigen Einem Dämon zu zeigen wer Herr ist Dass Artaud bei seiner Arbeit nicht nur bis an seine Grenzen ging oder dazu gebracht wurde darüber hinaus zu gehen und dabei zerstört wurde wissen wir Im Stück Im Raum aber löst Schnebel eine in die Enge treibende und aufreibende bedrohende psychologische Dynamik die konträr zum Anfang zunehmend von weiten Teilen des Stücks ausgeht aber wohlweislich spielerisch auf in absoluter Nähe zur derzeitigen Szene der freien Improvisation Um schließlich mit einer Melodie mit der man an den Jazz der 50er Jahre erinnert wird etwas wie ein Geborgenheitsgefühl auftauchen zu lassen Indizien dafür dass Geborgenheit vielleicht nicht mehr als ein flüchtiges Gefühl ist finden sich aber im ganzen Stück Lyrische romantische Melodiefragmente sind zwischen Klopfzeichen auf den Instrumentenkorpus Peitschenschlägen mit dem Bogen dem schleifenden Kratzgeräusch des Cellostachels auf dem Boden dem schmerzenden Ton der beim Entlangstreichen an Kanten entsteht dem faschistoiden Aufstampfen von Schuhsohlen wie Momente die auf eine Vergangenheit verweisen die eine zum Untergehen verdammte Welt ist aber beharrlich präsent ist Wobei man sich die Frage stellen kann

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  • satt.org: Musik: Short Cuts, April 2009
    The Thermals und zwar mit so viel Drive Druck und dichtem Sound unbedingt in When We Were Alive reinhören dass man sich jetzt schon auf die hoffentlich bald in Deutschland anstehenden Shows freut Alif Tree Clockwork Compost Groove Attack aliftree net Alif Tree Clockwork Der rumänisch französische DJ und Multiinstrumentalist Gitarre Keyboards Percussion aller Art gilt als versierter Hobbykoch Sein Debütalbum ebenfalls auf Compost erschienen nannte er aus naheliegenden Gründen French Cuisine das ihm auch hierzulande viele Fans verschaffte Mit Clockwork beschreitet er neue Wege die mit einer Reise nach Nashville begannen dort entstand das Album das nach den Wünschen des Meisters unbedingt live aufgenommen werden sollte Auch wenn Nashville die Country Hochburg der Welt ist hat die Atmosphäre des Ortes kaum musikalische Spuren auf Clockwork hinterlassen Clubaficionados werden das begrüßen Dennoch ist Alif Trees neue Platte kein reines Dancealbum sondern birgt viele Überraschungen die man auch von einem französischen Koch nicht unbedingt erwartet hätte der Opener Au Revoir ist eine beinah klassische Klavierballade mit gesampletem Kinderlachen und Vinylkratzen mehr meditativ als groovend und korrespondiert atmosphärisch mit dem ebenfalls klassisch cinematographisch anmutenden Schlußtrack Dead Flowerz Der aus Memphis stammende Countrystar Tony Joe White ist mit seinem brummigen Organ auf Way Down South einem etwas öden Song der vielleicht Trees Version von Country sein soll in der Gesamtschau aber verzichtbar gewesen wäre Die Stärke von Clockwork zeigt sich bei raffiniert arrangierten Pop Chanson Dance Hybriden wie Mai Without Her th und Reality gesampelte Vocals von Nina Simone und Shirley Horn satte Bläser und Streicher bilden ganz hinreißende Mixturen Filmscore reif ist dagegen ein Track wie Timestretched dessen tickende Uhren ha Clockwork und mäandernde Bläsermelodie die Hörer glatt aus Zeit und Raum entführen Who Made Who The Plot Gomma whomadewho de myspace Who Made Who The Plot Skandinavien rules diese Short Cuts Ausgabe neben Peter Bjorn John und Marching Band stellen wir mit Who Made Whos The Plot gleich drei Platten aus dem mittel hohen Norden Europas vor Das dänische Trio Who Made Who Tomas Barfod Tomas Hoffding Jeppe Kjellberg ich liebe dänische Namen kann sich darüber freuen Lieblingsband vieler anderer Bands zu sein Daft Punk Soulwax und LCD Soundsystem buchen WMW regelmäßig als Supportact Hot Chip remixten ihren Track TV Friend und niemand geringerer als Josh Homme von Queens of the Stone Age Eagles of Death Metal covert bei Konzerten mit Vorliebe ihr Space for Rent Und live ist das Trio ohnehin eine Bank davon konnte man sich unlängst bei ihren Auftritten in Deutschland überzeugen Who Made Who nennen ihren Stil Future Disco und fühlen sich eher mit Daft Punk als mit Franz Ferdinand verbunden die immer mal wieder auftauchenden FF Vergleiche gehen tatsächlich in die falsche Richtung denn WMW verbinden zwar auch Discobeats mit Rockgitarren zielen aber viel eindeutiger in den Club auf den Dancefloor die Grooves sind fett und basslastig die rockigen Elemente sind eher ironisch gemeint so nach dem Motto nehmt mal alles nicht so ernst hier Überhaupt spielen Witz und Ironie eine ganz große Rolle bei WMW

    Original URL path: http://www.satt.org/musik/09_04_short-cuts-1.html (2016-02-14)
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  • Monks - The Transatlantic Feedback (DVD) und Black Monk Time (Reissue)
    Transatlantic Feedback Filmplakat und für das DVD Cover verwendet s o von Daniel Richter dem Hamburger Maler den jeder Goldene Zitronen Fan kennen sollte Am besten gleich noch einen passenden Rahmen besorgen Monks The Transatlantic Feedback läuft am 19 Mai 2009 um 18 00 Uhr auf der Londoner Ausstellung Paintwork 2 Praxis Hagen der Nachfolgerin zur 2006 in Berlin gezeigten Sammlung von Künstlern für und zu The Fall 1968 begann zwei Jahre vorher Zwar hatte im Januar 1966 die Bonner Große Koalition den Eintritt der USA in den Vietnam Krieg unterstützt wurde im März Ludwig Erhard zum neuen Vorsitzenden der CDU gewählt die Partei hatte fünf Jahre vorher unter dem so bescheuerten wie bezeichnendem Slogan Auch morgen keine Experimente die Bundestagswahl gewonnen Vorher flogen in West Berlin anlässlich einer Anti Vietnamkriegs Demonstration Eier auf das Amerika Haus kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten Volker Schlöndorffs Der junge Törless nach Robert Musil eine Geschichte über die kasernierte Jugendhölle hatte im Mai seine Premiere Dann erschien die erste Ausgabe des Musikmagazins Sounds sein erster Schwerpunkt war Free Jazz Im selben Jahr arbeiteten fünf Amerikaner die als GIs nach Deutschland gekommen waren und ihre beiden Manager an einer ganz eigenen Ruhestörung Black Monk Time hieß ihr im Frühjahr 1966 erschienenes Album die Band nannte sich schlicht die Monks Die Mönche trugen Tonsur Kutten und anstelle von Krawatten Stricke Ihre Tracks waren auf das Wesentliche heruntergebrochen attackierten Herz und Hirn nahmen Metal Punk und Techno vorweg Der rabiate und konstruktivistische Sound basierte auf Rhythmus und Wiederholung Die Texte waren bizarr dadaistische Kürzel und Slogans das Cover ein schwarzes Quadrat mit weißer Schrift das an Kasimir Malewitsch erinnerte Kurz Black Monk Time war und ist ein verdammt sexy klingendes Gesamtkunstwerk Seine Geschichte die der Menschen dahinter erzählt Dietmar Posts und Lucía Palacios preisgekrönte Dokumentation Monks The Transatlantic Feedback die jetzt mit Extras reichlich gesegnet auf DVD erschienen ist Der Film ist so mitreißend wie die Musik seiner Protagonisten immer noch klingt so rasant wie die Zeit aus der er berichtet Man muss sich ja permanent anhören in was für einer beschleunigten Gegenwart wir leben und es stimmt natürlich Nur was war in den Sechzigern los Russen und Amerikaner lieferten sich einen Wettlauf im Weltall Moskau schickte den ersten Menschen ins All Washington peilte den Mond an Nicht umsonst nannten die Monks einen ihrer frühen Demo Tracks Space Age woraus Blast Off wurde Der Kalte Krieg hätte jederzeit in einen heißen umschlagen können Während der Kuba Krise 1962 schien es kurz davor zu sein Für den Ernstfall waren die im hessischen Gelnhausen stationierten Monks als Kanonenfutter eingeplant Dann die selbe atemlose Angst als John F Kennedy 1963 ermordet wurde Später sollte es bei den Monks zu einer ohrenbetäubenden Klangkulisse heißen People cry People die for you People kill People will for you People run Ain t it fun for you People go To their deaths for you Complication Der Track ist nicht auf den Demo Tapes von 1965 enthalten die Play Loud Posts und

    Original URL path: http://www.satt.org/musik/09_03_monks.html (2016-02-14)
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