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  • satt.org: Film: Berlinale 2003: Ararat (R: Atom Egoyan)
    Weise die Bemühungen vierer Generationen den Völkermord an den Armeniern während des ersten Weltkriegs zu verarbeiten Der real existierende armenische Maler Arshile Gorky verarbeitet seine Erinnerung an seine dabei gestorbene Mutter in seinem bedeutendsten Gemälde Der berühmte erfundene armenische Regisseur Edward Saroyan dreht einen epischen Film über das Schicksal eines von den Türken umzingelten Dorfes dessen Schicksal von der Unterzeichnung eines Schriftstücks abhängt Ani ist eine Kunsthistorikerin die sich auf Arshile Gorky spezialisiert hat ihre Einsichten basieren auf einem existierenden wissenschaftlichen Werk und die deshalb als Consultant bei Saroyans Film Ararat mitarbeitet der auch den jungen Gorky in seine Geschichte einarbeiten soll Anis Sohn Raffi bekommt dadurch auch einen Job bei den Filmarbeiten und besucht auf eigene Faust die realen Orte des damaligen Geschehens um mit seiner Videokamera seine Version der armenischen Geschichte einzufangen Jetzt wird es kompliziert aber nicht im Film nur bei der Nacherzählung Raffi landet bei einem Zollbeamten der kurz vorm Ruhestand ist der bezweifelt ob in den Filmschachteln hochempfindliches Filmmaterial ist weil Raffis Freundin für Drogenhandel bekannt ist Ferner ist Raffis Freundin Anis Stieftochter die Raffis Mutter für den Tod ihres Vaters verantwortlich macht und Ani deshalb hasst und immer wieder bei Lesungen provoziert Der Sohn des Zollbeamten David ist schwul und dessen Freund Ali ein Türke spielt beim Film im Film Ararat die Rolle des türkischen Bösewichts Im Untersuchungsgespräch kommen viele Wahrheiten aber auch unterschiedliche und sich widersprechende Versionen der Wahrheit ans Licht Manches bleibt aber auch im Dunkeln Egoyan in Kairo geboren in Kanada lebend ist ebenso wie seine Darsteller Eric Bogosian Talk Radio und Charles Aznavour armenischer Abstammung Sein Versuch gleichzeitig den Völkermord an den Armenien historisch nachzuzeichnen und die Erfahrungen und Ansichten unterschiedlicher Generationen darzustellen ist kein Propaganda Film denn sogar der Standpunkt des türkischen Schauspielers Ali wird verständlich Wie die Geschichte

    Original URL path: http://www.satt.org/film/03_02_ararat_1.html (2016-02-14)
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  • satt.org: Film: 21 Gramm (21 Grams) (R: Alejandro González Iñárritu)
    01 September 11 handelte es sich mehr oder weniger um eine Montage Übung Mit 21 Grams legt er nun sein US Debüt vor und hat sich offensichtlich zum Ziel gesetzt innovativ geschnittene Filme wie Pulp Fiction Memento oder Irreversible wie altbackene Großväterprojekte dastehen zu lassen Wie 21 Grams seine Geschichte erzählt könnte kaum fragmentarischer sein Der Film springt ohne erkenntliches Muster vor und zurück in der ersten halben Stunde ist man als Zuschauer vollends damit beschäftigt aus den Scherben ein halbwegs kohärentes Ganzes zu basteln Aber da der Regisseur einen hin und wieder ganz behutsam aufs Glatteis führt werde ich jetzt nicht den Fehler machen die Geschichte in vier Sätzen nachzuerzählen und den Film generell seiner Existenzgrundlage zu berauben Nur soviel Es geht um drei Familien Paare in unterschiedlichen Phasen von Konstruktion Dekonstruktion und Rekonstruktion Hierbei fügt A B Leid zu während B C einen Gefallen tut Und zwischen A und C gibt es auch einen Austausch In welcher Reihenfolge dies geschieht und wen ich hier mit A B oder C meine verrate ich allerdings nicht Die allererste Einstellung des Films dürfte so etwas wie den Höhepunkt des Glücks darstellen der tragischste Moment des Films sorgt auch für die mit Abstand am überzeugendsten inszenierte Einstellung und wenn man den Film streng chronologisch schneiden würde wäre die letzte Einstellung in ihrer Rätselhaftigkeit wohl die frustrierendste Doch leider sind die Geschichten hinter diesem narrativen Experiment eher belanglos die dreifache Weitergabe von menschlichem Zellstoff entweder mehr oder weniger als 21 Gramm kann die Handlung ebensowenig wiederbeleben wie die Tatsache daß von den Hauptfiguren nur die Hälfte überlebt Nicht nur wegen Benicio del Toro und der Episodenstruktur erinnert der Film oft an Soderberghs Traffic Daran ist vielmehr Kameramann Rodrigo Pietro schuld der sich mal wieder in grobkörniger greller Farbigkeit übt wie man es von

    Original URL path: http://www.satt.org/film/04_02_gramm.html (2016-02-14)
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  • Babel (R: Alejandro González Iñárritu)
    Bilder 2006 TOBIS Film Dies sind nur zwei von vier sozusagen weltumspannenden Geschichten die Alejandro González Iñárritu Amores Perros 21 Grams in seinem neuen Film in üblicher Weise miteinander verwebt Außerdem geht es noch um zwei marokkanische Ziegenhirten und eine taubstumme Volleyballspielerin in Tokyo deren Vater mal als Großwildjäger ein Gewehr an einen ortskundigen Führer verschenkte Wie der Titel Babel unmissverständlich klarmacht geht es in diesem Film um Kommunikationsdefizite Teilweise aufgrund verschiedener Kulturkreise teilweise wegen Generationsklüften Kollege Benjamin Happel konstatierte im Münchner Kulturmagazin Applaus daß der Film die Universalsprache Film propagiere ich persönlich würde als Universalsprache die in diesem Film recht gut funktioniert eher Schußwaffen herausheben Was natürlich mein weitaus pessimistischeres Weltbild offenbart Ich finde trotz einiger guter Ansatzpunkte den Streifen auch reichlich überschätzt und kann nicht wirklich nachvollziehen inwiefern nach einem Regiepreis nun auch noch ein warmer Regen von Golden Globe Nominierungen gerechtfertigt sein soll Durchweg gute Schauspielerleistungen Iñárritus Casting zeugte schon in 21 Grams von gutem Marktverständnis und einige wunderschöne Schnittkanten die baumelnden Füsse können den schalen Geschmack den das Ganze hinterlässt nicht vergessen machen Daß Iñárritu den Film seinen Kindern gewidmet hat the brightest lights in the darkest nights wirkt genauso berechnend wie der ganze Multi Kulti Schnickschnack der in Paul Haggis Crash weitaus weniger bemüht wirkte und dafür damals ohne Durchhänger überzeugte und unterhielt Iñárritu will immer gleich die GROSSEN weltbewegenden Themen bewältigen benutzt dafür aber seit drei Filmen die selben narrativen Kniffe die immer ausgelutschter wirken Wer Abweichungen von einer chronologischen Erzählstruktur heutzutage noch erwähnenswert findet hat offenbar zehn Jahre Filmgeschichte verpasst Was in Amores Perros noch neu war und funktionierte kaschierte in 21 Grams allenfalls die dünne Story und wirkt bei Babel nur noch wie ein überflüssiger Manierismus und die Handschrift eines Regisseurs der ähnlich wie Oliver Stone zwar geniale Details über seine Filme

    Original URL path: http://www.satt.org/film/06_12_babel.html (2016-02-14)
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  • Biutiful (Alejandro González Iñárritu)
    erstmals nicht von Guillermo Arriaga The Three Burials of Melquiades Estrada stammt Wollte der nicht auf sich kreuzende Erzählungen verzichten oder gibt es da noch eine persönliche Geschichte die mit Bedacht nicht ins Presseheft sollte Nur mal so ein Denkanstoß Ganz so geradlinig wie Iñárritu behauptet ist Biutiful nun auch wieder nicht Immerhin gibt es einen seltsamen Prolog der später wieder aufgegriffen wird kein schnöder Flashback sondern schon Storytelling aus de Ära nach Pulp Fiction Und auch wenn der Film an Javier Bardem klebt wie ein Heftpflaster und von diesem Ausnahmeschauspieler auch einen Großteil seiner Kraft bezieht auch in einem einzelnen Leben kann man parallel verlaufende Handlungsstränge und zersplitterte Strukturen habe es ist nur einfach so dass hier statt dreier Episoden auf dreifache Weise der Weg des Protagonisten beschrieben wird Iñárritu erklärt dies ohne auf die Parallele zu seinen anderen Filmen einzugehen und ich erkläre es nicht weil man es selbst im Film erleben sollte Außerdem ist die Atmosphäre des Films ganz ähnlich zu den Vorgängern und es geht auch um die selben Themen Liebe Tod Ausbeutung von Fremden die moderne Gesellschaft hier in Form des wabernden Untergrunds von Barcelona Kurzum es geht wieder um moralische Fragen eine kräftige Prise Melodrama und auch ein bisschen esoterischen Mumpitz Bardem als Uxbal ist eine interessante Figur und gerade das Zusammenleben mit seinen Kindern und zwei sehr unterschiedlichen Frauen sind das Herz des Films Doch Iñárritu will mindestens so viel erzählen wie in seinen anderen Filmen und irgendwie hat er dabei ein wenig zuviel abgebissen und droht inszenatorisch daran zu ersticken was alles in Uxbals Leben vorgeht und wie feinsäuberlich sich das alles gegen Ende des Films handlungsmäßig und thematisch zu einem vermeintlich runden Ganzen zusammenfügt Für mich war es so dass ich diese dramaturgische Leistung des Films zwar zu schätzen weiß dass

    Original URL path: http://www.satt.org/film/11_03_biutiful.html (2016-02-14)
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  • Avatar - Aufbruch nach Pandora (R: James Cameron)
    hinter sich und ein Einspielergebnis unter 800 Millionen Dollar würde mich sehr verwundern Ich persönlich war aber nicht nur mit großäugigem Staunen beschäftigt sondern auch damit wiedergekäute Elemente früherer Cameron Filme wiederzuerkennen Nun muss man nicht True Lies gesehen haben um zu erkennen dass Cameron der Avatar als seinen Star Wars einordnet ähnlich wie George Lucas in Sachen Drehbuchschreiben eher einfach gestrickt ist und er sich auch aufgrund seines durch den Erfolg bestärkten Größenwahnsinns nicht ohne weiteres reinreden lässt In The Abyss wurde etabliert dass Außerirdische die in bunten Farben leuchten immer nett und der Menschheit in ökologischen Fragen klar überlegen sind In dieses Schema passen auch die Na vi das Volk des Planeten Pandora die wie viele in Kolonialzeiten belächelte und politisch unkorrekt als Eingeborene bezeichnete Völker der Erde in quasi religiöser Weise mit der Natur in Einklang stehen Da sie außerdem knallblau sind Schwänze haben und bevorzugt in Bäumen leben werden sie von den Bösewichten des Films dem rücksichtslosen Geschäftsmann Parker Selfridge Giovanni Ribisi zwei Ausrufungszeichen für den Namen oder dem leicht psychopathischen Militär Colonel Miles Quaritch Stephen Lang diese beiden Figuren entsprechen ganz den Klischees ähnlicher Figuren in Aliens oder The Abyss gern als blaue Affen abgewertet Die Hauptfigur des Films der querschnittsgelähmte Jake Sully der schon in Terminator Salvation erfolglos zum Superstar hochgezüchtete Sam Worthington schlüpft per Technologie des 22 Jahrhunderts in den Körper eines solchen Wesens kann somit wieder laufen und über Bäume hangeln und schließlich sogar fast fliegen und kann somit seiner Rolle als Undercover Agent nicht auf Dauer gerecht werden u a weil er sich natürlich in die Häuptlingstochter mehr eine Bezeichnung des Klischees als der korrekten Filmsituation Neytiri seine angeblich widerwillige Lehrerin verliebt und man muss es mal so deutlich sagen auch wenn der Film dies zu verschleiern versucht er auf Pandora

    Original URL path: http://www.satt.org/film/09_12_avatar.html (2016-02-14)
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  • Serenity (R: Joss Whedon)
    bei der Pressevorführung zu Serenity geschah und in Whedons Worten spiegelt sich neben seinem Sinn für Humor auch der Ausmaß des Phänomens Firefly Firefly went on the air a few years ago and was instantly hailed by critics as one of the most cancelled shows of the year It was ignored and abandoned and the story should end here But it doesn t because the people who made the show and the people who saw the show which is roughly the same number of people fell in love with it a bit too much to let it go too much to lay down arms when the battle looked pretty much lost Mit diesen Worten schließt Whedon wieder den Kreis zum Pilotfilm doch so tief möchte ich gar nicht in die Materie eindringen denn gerade die Nichtinformierten wollen ja wissen warum sie sich den Kinofilm zur Serie anschauen sollen Vom Budget her kann Serenity natürlich nicht mit Star Wars oder Trek mithalten doch verglichen mit ähnlichen Medium Budget SF Produktionen wie den Riddick Filmen oder Doom fällt sofort auf daß hier Leute am Werk sind die nicht nur ihre Arbeit sondern auch ihr gemeinsames Kind Firefly lieben Alle neun Hauptdarsteller der Serie tauchen auch im Kinofilm auf darunter Kinodebütanten wie Jewel Staite oder Summer Glau deren Karrierenbeginn man hier vielleicht miterleben kann Doch es gibt auch bekannte Gesichter Gina Torres kennt man aus dem zweiten und dritten Teil der Matrix Trilogie Alan Tudyk konnte sich als Komödiant in Filmen wie Dodgeball A Knight s Tale oder Patch Adams bewähren Adam Baldwin hatte einen seiner bekanntesten Auftritte als Animal Mother in Stanley Kubricks Full Metal Jacket Und Nathan Fullian der hier als Kriegsveteran und Captain fungiert spielte in einem der bekanntesten Anti Kriegsfilme des letzten Jahrzehnts mit In Saving Private Ryan war er der falsche Soldat Ryan Zum bereits erfolgten Vergleich zu Pitch Black oder Doom kann ich nur zufügen daß die Action in Serenity eine übergeordnete Rolle spielt In der Fernsehserie gab es zwar auch oft Reibereien in Tavernen Schießereien und dergleichen der Kinofilm lässt aber die Western Parallelen der Fernsehserie größtenteils hinter sich und konzentriert sich weitaus mehr auf die gängigen Eckpfeiler erfolgreicher Space Operas Technologie und immer wieder Konflikte und in diesem Fall auch viel Martial Arts Choreographie Eine kurze Zusammenfassung der Fernsehserie Firefly die man aber zum Verständnis des Films wie gesagt nicht benötigt Im aussichtslosen Kampf der sogenannten Browncoats gegen die übermächtige Alliance vgl das Imperium bei Star Wars waren Zoe Gina Torres und ihr Vorgesetzter Mal Nathan Fillion zwei idealistische Soldaten die sich nach der Niederlage dazu entschlossen sowohl mit Überfällen und Schmuggelaktionen ihren Lebensunterhalt zu verdienen aber nebenbei auch immer wieder der Alliance etwas Sand ins Getriebe zu schütten solange es nicht zu gefährlich wird Die Parallele zu Han Solo ist unübersehbar Die Serenity ist zwar kein Millenium Falcon aber dafür ist Zoe auch kein Wookie sondern eine trotz ihres Armeetrainings durchaus zu Gefühlen fähige Frau die den Piloten der Serenity Alan Tudyk als Wash

    Original URL path: http://www.satt.org/film/05_11_serenity.html (2016-02-14)
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  • Mission: Impossible III (R: J. J. Abrams)
    in der Filmreihe die mittlerweile nur noch unter Abkürzungen wie MI17 läuft je gesehen hat Superagent Ethan Hunt erwacht findet sich an einen Stuhl gefesselt und ihm gegenüber sitzt eine ebenfalls gefesselte junge Frau Michelle Monaghan bereits in Kiss Kiss Bang Bang positiv aufgefallen von der wir zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht wissen daß es die Ehefrau Hunts ist Außerdem ist da noch Hunts Gegenspieler der Superkriminelle Owen Davian Philip Seymour Hoffman der von Hunt wissen will wo die Hasenpfote der MacGuffin des Films ist Hunt entgegnet daß er diese doch bereits übergeben habe doch Davian lässt sich dadurch nicht beeindrucken und droht damit bis zehn zu zählen bevor er Hunts Frau erschießt Hunt argumentiert handelt bettelt und zur Manifestation seiner Drohung schießt Davian der wehrlosen und geknebelten Frau bereits bei Sieben mal nebenbei ins Bein woraufhin Hunt ein wenig die Fassung verliert wüste Drohungen ausstößt und wie als Höhepunkt einer schauspielerischen Darbietung sogar eine Träne die Wange herunterlaufen lässt während er an das Gute in Davian appelliert Dann folgt die Zehn der Schuß und der Vorspann beginnt Danach folgen allerdings noch zwei Stunden in denen man neben dem üblichen Actionspektakel nun auch miterleben darf wie Ethan und Julia sich verloben und heiraten wie diese Ehe unter Ethans Job und der Geheimhaltung dessen leidet und je länger man dies miterlebt umso klarer wird daß der Film sich irgendwie aus der Prämisse seines Prologs daß diese Frau bereits tot ist bevor wir sie das erste Mal haben sprechen hören herauswinden muß M i III wandelt irgendwo auf Pfaden zwischen James Camerons True Lies dem wohl besten Beweis daß emotionale Tiefe sich nicht automatisch durch die Ehe eines Superagenten einstellt und On Her Majesty s Secret Service jenem unterschätzten Bond Film mit George Lazenby bei dem James Bond gegen Ende heiratet nur damit seine von Diana Rigg gespielte Gattin während der Flitterwochen vom bösen Blofeld diesmal Telly Savalas niedergemäht werden darf Und in meinen Augen hat dies dem Panini Abziehbildchen Helden Bond durchaus emotionale Tiefe verliehen Immer nur mitanzuschauen wie Felix Leiter angeschossen wird oder dessen Eheweib verliert ist auf Dauer eher wenig ergiebig Der narrative Kniff des Prologs funktioniert ganz gut man erlebt nach und nach mit wie Hunt den Zorn Davians auf sich zieht dieser die Attacke auf Hunts schimmerlose Gattin bereits androht und er trotz perfekter Planung von Hunts Team mit der üblichen Hilfe eines Verräters wieder entkommen kann weshalb Hunt mal wieder einen unmöglichen Diebstahl bewerkstelligen muß den der Film diesmal größtenteils elliptisch ausspart weil die emotionale Tiefe halt wichtiger ist als die Hasenpfote die offenbar niemandem Glück zu bringen scheint Doch auch wenn der Film durchaus unterhaltsam ist verliert er immer mehr an Drive Fernsehfolgen gehen halt keine zwei Stunden und nach der elliptischen Aussparung dessen was zuvor immer der Höhepunkt der Mission Impossible war ist dann insbesondere die Abrechnung mit den zwei Schurken jeweils eine Sache von wenigen Sekunden während eine andere Szene mit vermeintlichem emotionalem Tiefgang und MacGyver ähnlichem Improvisationstalent dann solange hinausgezögert wird

    Original URL path: http://www.satt.org/film/06_05_mi3.html (2016-02-14)
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  • Attack the Block (Joe Cornish)
    es stellt sich heraus dass es nicht bei dem einen Alien bleiben wird und die zahlreichen Nachfolger sind weitaus größer und gefährlicher Im Wyndham House der Name Wyndham dürfte Old School SF Fans ein Begriff sein ihrem Block bereiten sich die Kids auf den Großangriff der Aliens vor und die ebenfalls dort wohnende Sam der Student Brewis der Gangsterboss Hi Hatz sein Drogenvertriebschef Ron Nick Frost und zwei Drittklässler die auch am liebsten schon ganz taffe Gangster wären stellen sich der Invasion in den Weg trotz unterschiedlicher Backgrounds und Motivationen gemeinsam Attack the Block ist ein Fantasy Filmfest Publikumsliebling wie er im Buche steht Hungrige Filmemacher und ein überschaubares Budget jede Menge gute Ideen und Inspiration Der authentisch wirkende Spielort und die in ihrem eigenen Slang parlierenden Kids verwurzeln die eigentlich hanebüchene Geschichte und allein das Design der big gorilla wolf motherfuckers ist schon ein Grund sich den Film nicht entgehen zu lassen Fast vier Jahrzehnte nachdem Captain Kirk gegen den Mugato kämpfte kann ein geschickt eingesetztes Affenkostüm immer noch furchteinflößend sein Man muss es nur schwarz wie ein unergründliches Loch erscheinen lassen und mit bläulich leuchtenden Fangzähnen versehen wie man sie nie zuvor sah außer bei Sir Arthur Conan Doyles Hound of the Baskerville wie mich Katharina Rein netterweise erinnerte Einerseits ist Attack the Block ein immens witziger Fun Horror Film andererseits nimmt er seine Figuren und ihre soziale Situation ernst und die zahlreichen Handlungsstränge um Cops Kids Gangster und Aliens geben sogar halbwegs Sinn Die Mischung und das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Sujets machen es ähnlich wie es vielleicht bei Cowboys Aliens hätte klappen können wenn die Filmemacher sich in irgendeiner Weise für ihren Film und seine Figuren interessiert hätten Hier hingegen blickt immer wieder die kaum vollendete Kindheit durch Schuluniformen oder der Plan alle Aliens zu sammeln als seien

    Original URL path: http://www.satt.org/film/11_09_attack.html (2016-02-14)
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