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  • satt.org: Film: Cinemania 51: Berlinale Teil 1
    der Welt ein dreistöckiges Schwimmbad ich dachte so etwas gibt es nur in meinen Träumen oder ein großes Kaufhaus niederreißt gehört zu den traurigsten Kapiteln dieses Films Demolition is one of our city s few growth industries Die Ersatzbauten sind seelenlos oder wie das MTS centre bei dem das S in der Leuchtschrift defekt ist einfach nur leer dieser Wortwitz geht bei der Untertitelung die auch to spoon mit schmusen übersetzt leider unter Eine Mischung aus Dokumentation Fieber oder Tagtraum über eine Stadt in der die Strassen nach ehemals der High Society angehörigen Prostituierten benannt sind Wie sich Maddin auf 75 Minuten beschränken konnte ist ein kleines Wunder Ich könnte noch lange über diesen Film schwärmen über die St Mary s Academy of Girls über Happyland die Buchstaben YUG das Schlafwandeln den Farbeinsatz die Animationen den gerne besuchten Eisgarten aus dem die Köpfe verunglückter erfrorener Pferde herausschauen oder einen Verkehrsunfall mit einem Hirsch No innocent girl stays out after ten with blood on her fender The blood The fur The forks The forks beneath the forks Winnipeg my Winnipeg Transsiberian Brad Anderson Spanien Deutschland Großbritannien Litauen 2008 Buch Brad Andersonn Will Conroy Kamera Xavi Giménez Schnitt Jaume Marti Musik Alfonso De Villalonga mit Emily Mortimer Jessie Woody Harrelson Roy Ben Kingsley Ilya Grinko Kate Mara Abby Eduardo Noriega Carlos Thomas Kretschmann Kolzak Etienne Chicot Franzose Mac McDonald Minister Colin Sinton Botschafter 111 Min Rezension von Thomas Vorwerk Regisseur Brad Anderson dessen The Machinist vor vier Jahren nur knapp am Panorama Publikumspreis vorbeischrappte durfte mit seinem neuen Film zum Panorama zurückkehren Nach einem kleinen Prolog mit Ben Kingsley als russischem Inspektor der nach beeindruckender Vorführung seiner Russischkenntnisse plötzlich und unvermittelt wieder ins Englische wechselt schildert der Film zunächst die als Abenteuer gedachte Zugreise eines amerikanischen Ehepaares von Beijing nach Moskau Jessie Emily Mortimer und Roy Woody Harrelson hatten sich für eine Kinderhilfsorganisation engagiert und sich statt eines schnöden Flugzeugs für den transsibirischen Expresszug entschieden der zwar sechs Tage braucht wo das Flugzeug in ein paar Stunden angekommen wäre dabei aber neben verschneiten Landschaften auch eine Art exotische Gefährlichkeit verspricht Roy interessiert sich besonders für Lokomotiven aller Art und weil ihn das Gefühl beschleicht er und sein Leben als Eisenwarenhändler könnten seiner vormals wilden Frau zu langweilig sein ist die Reise auch dafür gedacht die unübersehlichen Eheprobleme vielleicht zu lösen Doch dann kündigt sich in Gestalt zweier Mitreisender nicht nur eine etwas andere Lösungsmöglichkeit für eingefrorenen ehelichen Pflichten an zumindest für den Zuschauer drängt sich ein Zusammenhang zwischen dem Mordfall bei dem Rauschgift verschwunden ging und dem etwas mysteriösen jungen Paar mit den vielen Holzpuppen im Gepäck auf Hierbei ist am interessantesten wie es Anderson gelingt die Atmosphäre der Gefährlichkeit ganz langsam aufzudrehen Noch in China erzählt etwa ein älterer Mitreisender von den Gefahren der chinesischen und vor allem russischen Polizei die man nicht erzürnen sollte Es habe da einen Fall gegeben bei dem jemand ein Visum hatte auf dem der Name falsch geschrieben war Der an diesem Fehler gänzlich unschuldige Passagier

    Original URL path: http://www.satt.org/film/08_02_cinemania-51.html (2016-02-14)
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  • Für immer Shrek (R: Mike Mitchell)
    in Boots macht seine Augen Nummer Check Pinocchio lügt Check Pinocchio ist immer noch schamhaft wegen seiner Sexualität usw Die Gefahr war groß dass sich dieses Dilemma im vierten Film wiederholt denn es drängt sich auch nicht unbedingt etwas auf was Titelheld Shrek diesmal als Glaubenskrise mangels einer besseren Bezeichnung durchlaufen soll und so ist das aktuelle Problem Shreks auch nicht unbedingt überzeugend denn nach einem sich als Fluch in Verkleidung offenbarendem Wunsch Fionas dass jeder Tag wie der aktuelle sein sollte durchlebt Shrek gleich zu Beginn des Films eine Art Groundhog Day mit Variationen wobei er natürlich die Segnungen einer glücklichen Ehe mit fröhlichen Kindern und ihn verehrenden Freunden und Nachbarn nicht zu schätzen weiß und er wieder mal mithilfe eines Zaubers in Form eines Vertrags mit dem neuen Bösewicht Rumpelstilzchen seine Lage verschlimmbessert Bildmaterial Paramount Pictures International Doch an dieser Stelle findet der Film den Ausweg aus der Stagnation der Sequels und der vierte Shrek Film wird eine Art Mixtur aus Frank Capras It s a Wonderful Life ein reines Wunder dass gegen Ende kein blütenreines Äquivalent von Zuzu s Petals auftaucht und einer Star Trek Folge aus dem Spiegeluniversum Womit ich persönlich als Zuschauer durchaus zufrieden bin Über den Kniff des Kleingedruckten beim Vertrag und die Feinheiten der Story will ich nicht zuviel verraten aber der Esel kennt Shrek plötzlich nicht mehr Puss in Boots hat Gewichtsprobleme und Fiona wird zu einer Art Xena die das Weichei Shrek nicht besonders einfach von der wahren Liebe überzeugen kann die für das Happy End notwendig ist Was ein wenig in Richtung klingonischer Romanze geht denn wer es nicht körperlich mit Fiona aufnehmen kann fällt als potentieller Lover komplett aus dem Beuteschema und wie es sich zeigt ist Shrek ganz und gar nicht der größte und stärkste Oger weit und

    Original URL path: http://www.satt.org/film/10_06_shrek4.html (2016-02-14)
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  • Der fantastische Mr. Fox (R: Wes Anderson)
    annimmt erinnert eher an die sporadischen Steuerabschreibeaktionen wie First Daughter oder The Secret Life of Bees die dann nach einer Woche vorprogrammierten Totalflop in bundesweiter Übereinkunft schnell wieder aus den wenigen Kinos verschwinden Ganz so schlimm ist es in diesem Fall nicht immerhin ziehen die Namen des Regisseurs und des Autors der Vorlage doch ein wenig und es wird immerhin ein wenig Geld in die Werbung gesteckt Die Verfilmungen der Kinderbücher von Roald Dahl führten in den letzten Jahrzehnten immerhin zu einigen Achtungserfolgen sei es Henry Selicks James and the Giant Peach Nicolas Roegs The Witches Danny DeVitos Matilda oder Tim Burtons Charlie and the Chocolate Factory Seit Kinderbuchverfilmungen und ihr Zielpublikum sowohl künstlerisch als auch wirtschaftlich ernstgenommen werden und die technologischen Möglichkeiten des Mediums Film nicht mehr vor sprechenden Tieren und fantastischen Wunderwelten zurückschrecken müssen gab es trotz des Niedergangs des klassischen Zeichentrickfilms der früher die logische Anlaufstelle solcher Projekte war eine goldene Zeit der Kinderbuchverfilmungen sei es im Bereich der epischen Fantasy The Chronicles of Narnia The Spiderwick Chronicles verspielter Genre Abenteuer Zathura süßer Tiere für die Kleinsten Charlotte s Web Horton Hears a Who oder auch den Bemühungen längst etablierter Regiestars ihre persönlichen Favoriten auf die Leinwand zu bannen Spike Jonze Where the Wild Things Are Tim Burtons Alice in Wonderland Da reiht sich Wes Anderson mit seinem Stop Motion Projekt perfekt ein und wie die beiden letztgenannten lässt er dabei auch schon mal das vermeintliche Zielpublikum der Teppichratten und rennenden Meter aus den Augen und konzentriert sich ganz auf seine eigene Vision Es ist unumgänglich dass man bei der Adaption eines kurzen Kinderbuches für einen abendfüllenden Spielfilm einiges dazuerfindet Dies gelingt Wes Anderson und Noah Baumbach bei ihrem Drehbuch vorzüglich Die Story wird ausgeschmückt die Figuren bekommen viel mehr Tiefgang und weitergehende Motivationen und aus undifferenzierten

    Original URL path: http://www.satt.org/film/10_05_fox.html (2016-02-14)
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  • satt.org: Film: Team America: World Police (R: Trey Parker)
    misslungene Realverfilmung aufs Publikum losgelassen doch ähnlich wie The Incredibles es durchaus mit Real Actionfilmen aufnehmen konnte so sollte man den aus gutem Grund mit einer Altersfreigabe ab 16 versehenen Team America keinesfalls als intellektuell minderbemittelt auffassen Ganz im Gegenteil mit welcher satirischen Schärfe und respektloser political incorrectness hier die amerikanische Außenpolitik durch den Kakao gezogen wird selbst wenn nur die Unamerikanischen die Bösen sind ist selbst für die Verhältnisse der South Park Macher Trey Parker und Matt Stone außerordentlich Statt Saddam Hussein oder Osama Bin Laden muss nun der nordkoreanische Diktator Kim Jong Il als Bösewicht herhalten dessen fiesen Pläne und die unverzichtbaren WMDs das Hundertfache von nine eleven bewirken sollen Bereits in den ersten Minuten tauchen düstere Turbanträger mit einem verdächtig blinkenden Koffer in Paris auf und nur dem tatkräftigen Einsatz des fünfköpfigen Team America ist es zu verdanken daß die Übeltäter dingfest gemacht werden können und einige Wahrzeichen der französischen Kultur pulverisiert werden Als kurz nach einer feurigen Liebeserklärung eines der Teammitglieder durch einen heimtückischen Anschlag getötet wird exerzieren Stone und Parker bereits sämtliche Klischees amerikanischer Haudrauf Filme die sie wie Pearl Harbor nebenbei auch noch in einigen der extrem witzigen Songs veräppeln I miss you more than Michael Bay missed the mark when he made Pearl Harbor I need you like Ben Affleck needs acting school he was terrible in that film Wenn es auch dem Rundumschlag gegen liberale Schauspieler der Film Actors Guild F A G wie Sean Penn Tim Robbins oder Susan Sarandon mitunter an Subtilität mangelt und hier ähnlich wie beim Gastauftritt von Michael Moore nur Kanonenfutter für eine Marionettenversion des Celebrity Death Match geliefert wird so überzeugt Team America dennoch von der ersten bis zur letzten Minute weil nicht nur eine Geschichte erzählt wird die auch als schlechter Realfilm funktioniert hätte sondern

    Original URL path: http://www.satt.org/film/05_01_team-america.html (2016-02-14)
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  • Sin Nombre (R: Cary Joji Fukunaga)
    Joji Fukunaga ist wie sein Name schon andeutet kein Mexikaner sondern der Sohn eines Japaners und einer Schwedin der in Santa Cruz studierte und nach diversen Stipendien Kurzfilmen und Arbeiten als Kameramann Regisseur und Drehbuchautor nun sein Spielfilmdebüt vorlegt dem man die US amerikanische Beteiligung kaum anmerkt Sin Nombre der in Sundance für die Regie und Kamera ausgezeichnet wurde setzt sich aber trotz einer ähnlichen und nicht eben zimperlichen Handlung positiv vom Trend ab denn die Geschichte wird streng chronologisch und mit einer erfreulichen Zurückhaltung in der Zurschaustellung filmischer Mittel erzählt Sin Nombre stellt die Form wieder in den Dienst des Inhaltes Und nicht umgekehrt Sin Nombre erzählt mindestens drei Geschichten bzw drei Schicksale die miteinander verwoben sind Willy alias El Casper Edgar Flores will einerseits Karriere bei den Mara der gefährlichsten Gang der Welt machen andererseits hat er eine Freundin die er liebt und die er von seiner gewalttätigen Seite fernhalten will Diese Situartion spiegelt sich in gewisser Weise auch beim übers ganze Gesicht tätowierten Bandenchef der gegenüber seinem Nachwuchs ganz liebevoller und zärtlicher Vater ist in der Gang und anderswo aber eine ganz andere Seite zeigt Der kleine Benito Kristyan Ferrer will auch ein Mara werden doch er muss sich noch beweisen Wenn er als Initiationsritus 13 Sekunden lang von allen Gangmitgliedern geschlagen und getreten wird kommt er blutend aber glücklich lächelnd wieder zum Vorschein und verdient sich den Namen El Smiley Sayra Paulina Gaitan lebt in Honduras doch ihr Vater den sie jahrelang nicht gesehen hat will sie wie andere Familienmitglieder zuvor über Mexiko in die USA nach New Jersey schleusen wo ein besseres Leben auf sie wartet Vielleicht mit der Ausnahme von Martha Marlene Caspers Freundin und der Großmutter von El Smiley wollen alle Figuren in diesem Film ein besseres leben und sind dafür bereit kriminell

    Original URL path: http://www.satt.org/film/10_04_sin.html (2016-02-14)
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  • Chloe (R: Atom Egoyan)
    zu dem er nicht auch das Drehbuch geschrieben hat Chloe ist beides und noch dazu Egoyans erster ernsthafter Versuch sich bei einem breiteren Publikum anzubiedern das ist jetzt gar nicht mal unbedingt negativ gemeint Halbherzig hat er das mal bei Where the Truth Lies probiert doch dadurch dass Amanda Seyfried seit Mamma Mia auch so etwas wie ein kommender Superstar wurde könnte allein die Besetzung schon einige Zuschauer locken Und der Film ist nicht so Egoyan typisch vertrackte Drehbücher durchweg ramponierte Figuren dass er das neugewonnene Publikum zwangsläufig verprellen muss und zur negativen Mundpropaganda bei normalen Kinozuschauern führt Anne Fontaines Nathalie Inhaltsangabe bitte dort nachlesen kam übrigens im selben Monat August 2004 in die deutschen Kinos wie Amanda Seyfrieds erster größerer Kinoauftritt in Mean Girls Was ich damals an Nathalie kritisierte ein etwas misslungener Twist löst Egoyan eleganter und die große Überraschung des Films ist dass das Drehbuch von Erin Cressida Wilson bekannt durch Secretary jederzeit als von Egoyan selbst verfasst durchgehen könnte nur eben etwas weniger fatalistisch Mehr als nur eine Prise Erotik Einbeziehung moderner Kommunikationsmittel narrativ interessante Parallelmontagen Der Film Chloe macht einfach Spaß die Geschichte entwickelt sich einerseits wie ein typischer französischer Erotik Thriller aber es ist jederzeit möglich dass hinter der nächsten Kurve etwas in Richtung Fatal Attraction lauert Und u a dadurch ist das Remake sogar besser als das Original und wann konnte man das zuletzt bei einem amerikanischen Remake eines französischen Films behaupten Spontan fallen einem dabei die Verunglimpfichungen von Cluozots Les diaboliques Truffauts L homme qui aimait les femmes oder Serreaus Trois hommes et un couffin ein und selbst in den Fällen wo das Remake durchaus für sich stehen kann wie bei Jim McBrides Breathless oder Terry Gilliams Twelve Monkeys ist das Original dann doch schon noch einige Klassen besser Da musste also

    Original URL path: http://www.satt.org/film/10_04_chloe.html (2016-02-14)
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  • Berlinale-Tipp: Die Fremde (R: Feo Aladag, Panorama)
    ähnlich wie Tess mit Würde und Stolz aufgrund ihrer Charakterfestigkeit und der Sorge um die Menschen die sie liebt tragen darf wird von der sei umgebenden Gesellschaft leider völlig anders aufgefasst und bezeichnet als Ehrlose Schlampe oder Hure Vorführungen Montag 15 Februar um 17 Uhr im Cubix 9 Samstag 20 Februar um 21 Uhr 30 in den Eva Lichtspielen Wilmersdorf Fotos Majestic Filmverleih 2010 Bevor ich erkläre woran das liegt eine kurze Exkursion zum Beginn des Films der in sich bereits meisterhaft wirkt Zwei kleine Momentaufnahmen winzige Szenen Die eine zeigt die Möglichkeitsform einer kleinen Familie endet aber mit einem unübersehbaren Gewaltpotential und einer Schwarzblende Danach eine Flucht eine Verwirrung ein Blick zurück durch das Heckfenster eines Busses und diesmal eine Weißblende Die Ellipse als Erzählprinzip spielt in Die Fremde eine große Rolle und die ersten zwei Szenen werden wie eine dunkle Gewitterwolke über dem Rest des Films schweben so wie der Leser von Romanen von Thomas Hardy weiß dass es nur in den seltensten Fällen ein Happy End gibt Umay hat gerade und der Film spricht das böse Wort nie aus arbeitet auch hier mit Ellipsen und Andeutungen die man aber kaum übersehen kann abgetrieben und kehrt mit ihrem Sohn Cem und einer Verbündeten zur Familie ihres Ehemannes Kemal zurück wo der überforderte kleine Cem aber eine Ablenkungsgeschichte auffliegen lässt weshalb es Verwirrung Streit und Stress gibt Kemal ist resolut und aufbrausend die vage Idee einer Abtreibung wirkt für ihn wahrscheinlich wie ein Verrat doch die Art und Weise wie er seinen Sohn und seine Frau einschüchtert und auch vor Gewalt nicht halt macht und die folgende Szene die Umay bei der Ausübung ihrer ehelichen Pflichten zeigt wobei die nichts macht sondern es nur stumm über sich ergehen lässt lassen den folgenden Schritt dass sie ihren geliebten Sohn nimmt und mit ihm zusammen zurück zu ihrer Familie nach Deutschland reist natürlich und nachvollziehbar erscheinen Doch ihre Familie ist verwirrt Vater Kader Settar Tanriögen und Mutter Halime Derya Alabora wollen wissen wo Kemal denn ist oder wann er nachkommt der ältere Bruder Mehmet zeigt sich schnell ähnlich ungehalten wie der zurückgelassene Gatte Cem ist ein armes Kind so ohne Familie ohne Vater und Umay bringt über die Familie Aslan Ungnade auch wenn ihre kleine Schwester Rana und der jüngere Bruder Acar ihr genau wie die Mutter Unterstützung anbieten scheint es schnell entschiedene Sache dass Umay entweder zu Kemal zurückkehren muss was dadurch dass der mit der Deutschenschlampe nicht mehr zu tun haben will nicht vereinfacht wird oder zumindest Cem zurück zu seinem Vater gebracht werden muss Zu Beginn des Films wirkt es noch wie ein kleiner Widerspruch dass Umay ihr eines Kind gerade abgetrieben hat für das andere aber kämpft wie eine Löwenmutter doch es wird schnell klar dass beide Aktionen Teil ihrer Emanzipation sind Umay kämpft für ihr Glück wie Tess will aber auch ihre Familie weder verlieren noch schädigen noch in Ungnade fallen lassen Die Fremde ist sehr handlungsreich Die Schilderung der patriarchalen Hölle die Umay durchleben muss

    Original URL path: http://www.satt.org/film/10_02_die-fremde.html (2016-02-14)
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  • Film des Monats: Up in the Air (R: Jason Reitman)
    Auftrag diverser Firmen übernimmt Dafür muss Bingham kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten fliegen was ihm aber durchaus gefällt last year I had to spend 43 miserable days at home Der Titel des Films der im Vorspann mit diversen Wolkenformationen und einigen Vogelperspektiven nebeneinandergestellt wird bezieht sich vordergründig auf das im Film sehr präsente Flugzeugthema doch für mich besteht auch eine offensichtliche Beziehung zwischen dem Verb to fire und der Zustandsbeschreibung up in the air Auf den kleinen Mäppchen die den Entlassenen von Bingham gereicht werden findet sich das Wolkenthema ebenfalls wieder und Bingham erklärt den Entlassenen gern dass sie die Entlassung als Chance begreifen sollen für einen Neuanfang Was bei beispielsweise 55jährigen natürlich nur bedingt überzeugt Das Ganze erinnert mich auch nicht wenig an die Tarotkarte Death die den Sensenmann zeigt aber generell als Veränderung erklärt wird also positiv zu werten ist Alles nur eine Frage der Perspektive Besonders zynisch wirkt das ganze Unternehmen wenn Ryans Chef Craig Jason Bateman die Weltwirtschaftskrise als worst time for America beschreibt und dann fast im selben Atemzug als our moment denn soviel wie momentan oder für die Optimisten unter uns vor kurzem wurde natürlich lange Zeit nicht entlassen Im bisherigen Text wurde bereits viel über das Hauptthema von Up in the Air erzählt doch der Film ist gerade deshalb so gelungen weil es noch um viel mehr geht Bingham hält auch Vorträge darüber wie man als Mensch und Berufstätiger durch allerlei Ballast zurückgehalten wird während er seinen symbolischen Rucksack bzw sein beim Check In zeitsparendes Handgepäck möglichst gering hält Dazu gehören auch menschliche Beziehungen zum Beispiel zur Familie oder in Binghams Fall zu Frauen Sein Liebesleben erinnert ein wenig an das von James Bond nicht der dauertraumatisierte Daniel Craig sondern eher Sean Connery mit sonnigem Gemüt und die für ihn geradezu

    Original URL path: http://www.satt.org/film/10_02_up.html (2016-02-14)
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