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  • #SATTinParis: Eine Nachbetrachtung
    häufig wiederholten Idealen Francois Schuiten wollte einen Comic um die legendäre 12 004 Lokomotive die La Douce zeichnen Da man bereits gemeinsam gearbeitet hatte kam man sich auch bei diesem Projekt näher und die Idee ward geboren die 12 004 aus Schuitens Comic heraus zu beleben Im Klartext heißt das für den Leser die unbewegten Bilder der Comicpanels sollen in bewegte 3D Bilder überführt werden Abgesehen davon ob dies nun bei Dassaults und Schuitens Comic der Fall ist klingt das Unterfangen mehr als reizvoll Im Grunde genommen wird hiermit nur logisch fortgeführt was mit Pop up Büchern bzw Comics schon seit mehr als 100 Jahren unternommen wird Die Bilder werden von der Seite aufgerichtet erweitern ihre Dimension hinein ins Gegenständliche Allerdings wirft ein solches Projekt auch die Frage nach der Begrifflichkeit auf Natürlich klingt augmented reality comic sehr ansprechend doch ist ein Comic dessen Bilder sich bewegen tatsächlich noch ein Comic Der 3D Effekt dürfte da eher noch belanglos sein Wird hier nicht die Grenze zum Animationsfilm überschritten Ohne jetzt die überstrapazierte Diskussion um eine Definition der Comics fortzusetzen wird man jedoch feststellen müssen dass die Multimedialität nicht nur unsere Art Comics zu lesen nämlich auch am Bildschirm verändert sondern auch die Art der Comics als Kunstform Den Anfang machten hierbei sicherlich kleine in Onlinecomics eingebaute Flashanimationen Dassault und Francois Schuiten wagen nun den nächsten logischen Schritt Beziehungsweise stoßen sie eher die Tür für den ersten Schritt auf Denn wirklich in eine erweiterte Realität überführt wird in Schuitens La Douce der im Herbst übrigens auf Deutsch bei Schreiber Leser erscheinen wird lediglich eine Illustration der Lokomotive auf dem Vorsatzpapier Diese fährt dann bei entsprechender Drehbewegung des Buches aus dem Depot und dann von links startend immer schön geradeaus Und auch diese Art Bewegung ist nur möglich wenn man einen Rechner

    Original URL path: http://www.satt.org/comic/12_07_sattinparis.html (2016-02-14)
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  • Mann gegen Mann: »Wie hungrige Wölfe« von Jiro Taniguchi
    beeindruckt vom Wrestling und entwickelt eine eigene Mischtechnik beider Kampfstile Auf seiner Herausforderungstour durch verschiedene D j s wird er letztlich ein einziges Mal besiegt vom Kampfkoloss Kajiwara Die nächsten sechs Jahre bringt er mit seiner Wut und seinem Willen zur Verbesserung seiner Technik zu bis es endlich zum Rematch kommt Inhaltlich kann man es hierbei weitestgehend belassen interessant ist die graphische Umsetzung der Geschichte die auf einem Roman von Baku Yumemakura beruht mit dem Taniguchi später Der Gipfel der Götter umsetzte Im direkten Anschluss zu Taniguchis Durchbruch mit Botchan no jidai Ende der 1980er Jahre legt der Zeichner hier einen in seiner Perfektion der Kampfszenen außergewöhnlichen Manga vor Dabei lebt die Geschichte von den zahlreichen Motiven insbesondere aus Filmen und anderen Manga Erschien die Romanvorlage 1985 erkennt man eindeutige Zitate aus Karate Kid aber auch insbesondere aus Rocky III Sowohl spielen bei Rocky III Wrestler und Schaukämpfe eine wichtige Rolle als auch die Abhängigkeit der Kämpfer von ihren Managern In Wie hungrige Wölfe findet gerade letzteres Motiv seinen Ausdruck in dem Umstand dass Tanba und Kajiwara sich privat zur Prügelei treffen da ihnen ein offizieller Kampf nicht zugestanden wird Zugleich erscheint der Roman auf dem Höhepunkt des Erfolges des amerikanischen Pro Wrestling mit dem Durchbruch der WWF Auch in Japan scheint damit ein Zeitenwechsel einhergegangen zu sein was Taniguchi in einer der ersten Kampfszenen umsetzt wenn er dort seinen Wolf gegen einen Karate Meister antreten lässt und die gesamte Stimmung und Seitenkomposition an den Samurai Epos schlechthin erinnert Kazuo Koikes und Goseki Kojimas Kozure kami aus den 1970er Jahren Der kampf stilsichere Meister wird vom Wildfang aus der Gosse schlicht verdroschen Und das ist keineswegs ästhetisch überzeichnet der Kampf Mann gegen Mann nichts Schönes Zähne bersten Knochen brechen Blut und Erbrochenes sind Bestandteil jedes der zahlreichen Kämpfe Der Titel

    Original URL path: http://www.satt.org/comic/12_07_wolf.html (2016-02-14)
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  • The Amazing Spider-Man (Marc Webb)
    Dreck zurückbleibt Aber im Bereich Event Film wird ja jeder Geldesel gemolken bis nichts mehr herauskommt oder die Honorarforderungen der austauschbaren Stars zu ausufernd werden Shrek Ice Age Madagascar Transformers die Zuschauer sind selbst schuld wenn sie immer wieder den selben Burger runterwürgen statt es auch mal mit einer Pizza einem Döner einer Currywurst oder einem gesunden Salat zu probieren Mittlerweile ist es ja so dass selbst eine handfeste Enttäuschung an der Kinokasse den Folgefilm höchstens um zwei Jahre verzögert über den Verkauf von DVDs BluRays und wie auch immer das nächste Format heißt amortisieren sich selbst wahnwitzige Produktionskosten solange das Franchise eine Art Sicherheitsnetz hat Wie wäre die Filmgeschichte wohl verlaufen wenn Terrence Malick vier Jahre nach Heaven s Gate ein Sequel dazu gedreht hätte und heutzutage jeder neben seiner Definitive Collector s Edition BluRay Triple Box von Lord of the Rings die vier Western Klassiker der 1980er und frühen 90er stehen hätte und natürlich den Reboot von 2001 der dann zu eine neuen Trilogie anwuchs Vier neue Back to the Future Filme mit Justin Bieber Marty wir müssen zurück in die Achtziger Nach unserem letzten Aufenthalt ist dein Vater schwul geworden Alle zwei Jahre ein neues Abenteuer mit Roger Rabbit natürlich immer in 3D Und natürlich die jeweils aktuellen Remakes von Basic Instinct Striptease und Showgirls Die Filmbranche hat immer weniger mit der ihr zugrundeliegenden Kunstform zu tun und darin sind nicht die Macher schuld sondern das gehirngewaschene Lämmermeer das ihnen dieses immer wieder durchgehen lässt Aber nun zum Film Was zeichnet The Amazing Spider Man aus was kann den Erwerb einer Kinokarte rechtfertigen Andrew Garfield und Emma Stone haben ein paar schöne wirklich sehenswerte Szenen größtenteils trägt Garfield dabei keinen roten Anzug Martin Sheen und Sally Field sind ein Paar das wir gerne Ende der Siebziger gesehen hätten aber selbst heutzutage wünscht man ihnen ein paar mehr Minuten Leinwandzeit zusammen Stan Lee hatte dieses Jahr bereits in The Avengers einen seiner besten Filmauftritte der in The Amazing Spider Man ist so großartig dass man ihn später als bewegtes Hologramm auf seinem Grabstein installieren könnte Denis Leary bleibt leider hinter seinen Möglichkeiten Rhys Ifans wird als Schauspieler zu wenig gefordert die Szene mit dem Knaben im brennenden Auto kennt man bereits aus einem der Trailer und ach ja wie sagt Regisseur Marc Webb 500 Days of Summer so schön im Presseheft And of course there s the Lizard one of my favorite villains in comics Ich könnte wetten dass Joel Schumacher damals dasselbe über Mr Freeze gesagt hat Und ihm habe ich auch nicht geglaubt Das große Problem von The Amazing Spider Man ist dass der Film versucht etwas Neues nie dagewesenes zu präsentieren Damit hatte schon Spider Man 3 seine Probleme Es gibt nur soundsoviele Möglichkeiten einen sich wie Tarzan an Lianen durch den Großstadt Dschungel schwingenden und mit einem wildgewordenen Dinosaurier zu ringenden Supermenschen auf die Leinwand zu bannen Die Erhöhung der Geschwindigkeit so gut die in der großartigen Wecker Einstellung funktioniert reicht nicht die Erfindung

    Original URL path: http://www.satt.org/film/12_06_amazing.html (2016-02-14)
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  • Erlangen 2012: Die Comics, Teil 1: Comics für Kinder
    Ein gutes Vorbild ist der Fennek nicht gerade Wer aber schon die geistige Reife hat sich von solch einem Betragen nicht mehr negativ beeinflussen zu lassen der wird an dem Band seine reine Freude haben Die Geschichte ist kurzweilig und amüsant und auf ihre Art auch spannend der Umgang von Yoann mit dem Tuschkasten ebenso wie mit dem Stift ist entzückend und wem Tierabenteuer in der Wüste zu weit vom täglichen Leben entfernt sind dem sei versichert dass man die Geschichte selbst in den Momenten wenn der Fennek mal nicht von Fernbedienungen und DVD Playern spricht ohne Probleme auf ganz normale Alltagssituationen wie den Schulweg übertragen kann Da schubst man dann halt den nervigen Knaben aus dem Biounterricht vor den nächsten Linienbus Nein liebe Kinder das macht ihr lieber nicht sonst kriegt ihr die nächsten fünf Jahre zu Weihnachten nur pädagogisch wertvolle Lektüre geschenkt Übrigens das Warzenschwein überlebt und verschwindet mit den anderen beiden zusammen gen Sonnenuntergang Und der Bioknabe hat zuhause eine Wii Émile Bravo Das tapfere Prinzlein und die sieben Zwergbären Carlsen 2011 HC 24 S 9 95 Verlag amazon Das tapfere Prinzlein und die sieben Zwergbären Im Gegensatz zu Felix kenne ich keine anderen Werke von Bravo allerdings empfinde ich die Umsetzung der sieben Zwerge in sieben Zwergbären nicht eben als Niedlichkeitsoffensive denn während die Neffen des Prinzen die Bären womöglich als Teddybären empfinden erinnern sie mich eher an die Zeichnungen von Max Andersson wie auch das Rattengefolge des Flötenspielers allerdings in bunt und ihre Nasen sehen aus wie die Papprollen wenn das Klopapier alle ist Niedlich ist was anderes Wie schon der Titel andeutet geht die Geschichte weit über Schneewittchen hinaus insbesondere mag das bei den Zwergbären untergekommene Mädchen zwar durch einen vergifteten Apfel in Schlaf verfallen sein wer sich aber ein bisschen in Märchen auskennt weiß dass Schneewittchen Haare schwarz wie Ebenholz hatte und die blonden Locken der Schläferin deuten somit eher auf Goldilocks oder Goldlöckchen was auch erklärt warum die Schüsselchen leergefuttert sind und sie im Bett der Bären liegt Gerade diese ganz subtile Vermischung der Märchenmotive sowie die Abkehr vom typischen Märchenverhalten Ich werde dieses Mädchen nicht küssen Ich kenne sie ja nicht mal zeichnen die komplett kindertaugliche Satire aus Prinz Güldengurt eigentlich ein Schneider genau der durch eine Kombination von Missverständnissen in den Besitz eines Schlosses kam schert sich nicht darum was alle Prinzen machen nur weil die Schlafende hübsch ist Danach heiratet Ihr sie und so das sind ja mittelalterliche Vorstellungen und insbesondere das und so gestaltet der Prinz dann doch lieber selbst Auf nur wenigen Seiten baut Bravo einen beachtlichen Handlungsbogen auf und verquirlt so viele Märchen dass kindliche Leser oder Zuhörer selbst bei der dritten oder vierten Lektüre noch Details und Zusammenhänge erkennen werden Das geht sogar bis hin zu Interpretationsdiskussionen zwischen Erwachsenen denn das letzte Bild des Comics empfand der satt org Bildredakteur Torsten Franz als Bärenknast während ich nach der etwa fünften Lektüre jetzt zu dem Schluss gekommen dass die Bären sich rein immobilientechnisch stark verbessert haben

    Original URL path: http://www.satt.org/comic/12_06_erlangen-1.html (2016-02-14)
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  • Paul Deliège: Die Gifticks
    machen wollen Hemmungslos genug sind sie dafür Die Gifticks machen beispielsweise von Schusswaffen Gebrauch wie man es sonst nicht mal von den Gegenspielern der anderen hochkorrekten Comichelden kennt Die Gifticks sind Antihelden und für ein so junges Publikum sind sie in dieser Eigenschaft ziemlich allein auf weiter Flur Kein Wunder dass sie Eindruck auf mich machten wie es in den Siebzigern sonst vor allem fabulöse Schurken wie Fantomas oder der Joker vollbrachten Irgendwie hochinteressant an den drei Gifticks ist auch dass sie man von ihnen außerhalb der Kleidung einem Paar Schuhen mit Schnallen Applikation dem schmucken giftgrünen Mantel und dem Totenkopf Hut im unauffälligen Knallrot quasi nur zwei hellgrüne Hände eine Nase in der selben Farbe und zwei Augen zu sehen bekommt Im Interview Band 3 erlebt man somit auch ihren Schöpfer Paul Deliège wie er ganz verzückt von einem modellierten Giftick ist der entsprechend innen hohl ist sobald man den Hut abnimmt In der Tat was ist denn ein Giftick Ein Hut ein Mantel zwei Füße und zwei Hände Da ist nichts innen drin Manchmal bitten mich einige kleine Schlaumeier bei Signierstunden einen Giftick ohne Hut zu zeichnen oder wenn er in ein Jagdhorn bläst Aber ein Giftick kann nicht in ein Jagdhorn blasen Er hat gar keinen Mund Entsprechend kann man die drei Gifticks auch gar nicht voneinander unterscheiden Keine unterschiedlichen Mützen wie bei Tick Trick und Track keine Namen keine durch Props unterstützte Charakteristika wie bei den Schlümpfen Wenn sie sich streiten hat man manchmal das Gefühl dass der eine etwas weinerlicher ist und der andere vielleicht etwas herrischer aber es ist wahrscheinlicher dass diese Rollenverteilung sich von einer Comicseite auf die nächste verändert als dass Deliège sich jemals einen Kopf darüber gemacht hat welcher Giftick welche Charaktereigenschaften hat Vielleicht ist es auch deshalb neben anderen Gründen

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  • Marvel's The Avengers (Joss Whedon)
    the Titans ist sie aber abgesehen davon dass sie alles zu Klump schießen und dann einen auf die Mütze bekommen es dürfte kein Spoiler sein dass die Erde nicht zerstört wird keine wirkliche Funktion im Film haben kein Profil keine Motivation keinen Hintergrund Sie sehen aus wie Monster Aliens waren dann aber womöglich doch Roboter jeder Indianer Western vor 1950 oder Zombiefilm gibt sich mehr Mühe seinen zum Abschuss freigegebenen Armeen zumindest etwas Profil Motivation und Background zu geben wo hier Fehlanzeige herrscht womöglich sind die Aliens und ihr Background Marvel Kennern vertraut aber bei 140 Minuten hätten auch zwei Minuten übrig sein können um auch das Kinopublikum einzuweihen Allerdings muss ich zugeben dass die große Materialschlacht in der letzten halben Stunde des Films die mir auch schon den zweiten Hulk Film den mit Edward Norton vergrätzte diesmal immerhin unterhaltsamer war Joss Whedon hat wohl auch nicht viel übrig für explodierende und sich überschlagende Autos und so würzt er seine Pflicht bereits mit der Kür indem er uns auch mal ein sich überschlagendes Auto aus eben jenem Auto zeigt was selbst ohne den geringsten narrativen Nutzen das Auto ist bis auf das Auge der Kamera offenbar leer und komplett unwichtig immerhin interessanter ist als ein Abspulen der 17mal gesehenen Bilder Und während der großen Abschiedsschlacht sind immerhin die Dialoge der miteinander zänkelnden Superhelden und ihres Gegenspielers Loki außerordentlich unterhaltsam Ausgerechnet der Hulk die befürchtete Schwachstelle des Films bekommt hier mehr Profil als in allen seinen früheren Kinoabenteuern zusammen und rang selbst mir einen Szenenapplaus ab Sogar die Poser Szene gibt angesichts der Übermacht an brandschatzenden Aliens fast Sinn und auch dies sei verziehen Ganz am Schluss des Films gibt es außerdem eine schlimmere Einstellung die aussieht wie ein Marvel Poster per Foto Retusche Und ungeachtet meiner Vorbehalte gegen die wenig überzeugenden Aliens Schon vor der abschließenden halben Stunde hat der Film einen früheren Showdown der sich gewaschen hat und der mit viel geringerem Materialaufwand zumindest was die Gegenspieler angeht nach einer Einzelvorstellung zu Beginn und dem Zusammentrommeln des Team inklusive jeder Menge aufeinanderprallender Egos auch die Marvel Standard Boxrunden zwischen den sich missverstehenden oder andere Meinung habenden Superhelden dürfen hier nicht fehlen bereits recht clever verdeutlicht wie das Team in kleinen Gruppen zusammenwächst Bruce Banner und Tony Stark kommen sich als Wissenschaftler näher Black Widow muss ihren früheren Kollegen Hawkeye per Sparringrunde aus der Gehirnkontrolle Lokis befreien Captain America und Thor überbieten sich gegenseitig in ihrer Fish out of Water Nichtkenntnis der menschlichen Kultur Und Samuel L Jackson als Nick Fury ist nach diversen Kurzauftritten in früheren Marvel Filmen auf dem Weg zum Avengers Höhepunkt diesmal erstmals jemand dessen Agenda und Job sich in sogar in den Vordergrund der Geschichte spielen Außerdem hat Whedon als Drehbuchautor und nach diversen Fernsehserien und Marvel und anderen Comicserien ist er mit dem seriellen Erzählen sehr vertraut den unzähligen Übermenschen nicht nur das fast menschliche Paar Black Widow Hawkeye hinzugesellt sondern und das funktioniert prächtig auch noch zwei ganz normale Befehlsempfänger Furys die Agenten

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  • Durchgeblättert: Keine Waffen, Magier, Musik & Superhelden
    fünf schicken Hardcover Bänden Garth Ennis Comic coming of age neu Nachdem dessen Hitserie Preacher nun wieder komplett auf dem Markt ist macht man sich an seinen Run bei Hellblazer Jener Serie also um den abgewrackten John Constantine der im DC Universum sowohl den guten als auch den bösen Mächten mit seinen okkulten Ausbrüchen ständig auf die Füße tritt Ursprünglich von Alan Moore in dessen legendären Run von Swamp Thing erdacht ist der Hellblazer die Vertigo Figur schlechthin Die hier versammelten Geschichten bildeten übrigens die Basis für den mittelmäßig gelungenen Constantine Film von vor ein paar Jahren das dürfte auch noch mal ein paar Leser anzapfen Das spannende bei der Lektüre dieser doch nun auch schon 20 Jahre alten Geschichten ist wie beeindruckend der damals erst gut 20jährige Ennis hier eine so komplexe und reife Figur herausgearbeitet hat Deren Konturen Verhaltensweisen und Einstellungen finden sich bis heute in Ennis Figureninventar immer wieder egal ob er in The Boys Superhelden zerlegt oder in seinen Kriegsgeschichten harte Männer in den Tod schickt All das war 1991 bereits da heute zehrt der Autor davon meist nur noch Charles Berberian Jukebox Berlin Reprodukt 2012 116 Seiten 18 00 Verlag amazon Charles Berberian Jukebox Jukebox von Berberian der einen Hälfte des Monsieur Jean Kreativ Teams ist ein nettes hübsch verspieltes Album dass sich voll und ganz der Popmusik verschrieben hat Wie viele Comiczeichner pflegt auch Berberian seine Liebe zur Musik seine Comics kommen immer wieder auf sie zu sprechen In Jukebox nun zeichnet er seine persönlichen Vorlieben nach beschreibt uns wo und wann er mit welcher Musik zuerst in Berührung kam und was diese ihm unter Umständen bis heute bedeutet Nebenher sind seine kurzen Episoden auch knappe anekdotische Musikerviten Mögen diese teilweise recht unterhaltsam sein ist das was wirklich gelungen ist natürlich Berberians Zeichenkunst Die

    Original URL path: http://www.satt.org/comic/12_04_blatt.html (2016-02-14)
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  • »Wolverine: Contagion« von Charlie Huston und Juan Josè Ryp
    Eingriffs genauso wie sein restliches Skelett von unzerstörbarem Adamantiummetall überzogen und super scharf sind Der Prügelknabe mit bürgerlichem Namen Logan hat zwar wenig Gnade mit den bösen Buben dieser Welt ist aber im Kern ein liebenswerter Typ der die typischen männlichen Sachen im Leben liebt und immer wieder teils alleine teils mit anderen Superhelden bevorzugt seinen Teamkollegen den X Men gegen das Böse antritt Überwiegend mit Erfolg und meist mit blutigem Ausgang In Contagion gerät Wolverine von einem Schlamasseln in den nächsten erst wollen ihn Typen als menschlichen Hund für Wettkämpfe missbrauchen dann verpasst man ihm in der Disco eine Ladung Halluzinogene und schließlich darf er sich mit einem Haufen Freaks rumschlagen die alle samt genauso unsterblich wie er zu sein scheinen Bei all diesem Durcheinander spritzt das Blut gleich eimerweise und auch abgetrennte Körperteile sind keine Mangelware Die Handlung ist an vielen Stellen wirklich sehr abgedreht aber immerhin wird nicht gleich ein ganzes Land verwüstet oder die Menschheit fast ausgerottet Im Zentrum steht das Zusammentreffen besagter Gruppe von Superschurken die testen wollen wie viel Logan denn so aushalten kann Dabei sind sie nicht zimperlich und ihr Anführer Contagion kann ganz seinem Namen entsprechend so ziemlich jede Krankheit erschaffen die er sich auszudenken vermag Da bleibt also eine Menge Raum für mögliche Todesarten vorausgesetzt natürlich Wolverine kann überhaupt sterben Natürlich wäre es wenig sinnvoll jetzt schon vorwegzunehmen wie die ganze Sache ausgeht aber man kann sich wohl denken dass eine so beliebte Figur wie Wolverine nicht mal eben so den Löffel abgeben wird Zeichenstile sind natürlich immer eine Geschmackssache aber für mich gehört Juan Josè Ryps Look von Wolverine Contagion zur absoluten Spitze Seinem Stil treu bleibend mit vielen Details satten Farben und trotzdem deutlich sichtbaren Konturlinien erhält der ganze Comic ein wirklich gelungenes Erscheinungsbild Die regelrechten Schlachtungsorgien werden hier

    Original URL path: http://www.satt.org/comic/12_03_wolverine.html (2016-02-14)
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