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  • BDie Liebe zum Atom: »ABARA« und »Knights of Sidonia« von Tsutomu Nihei und »7 Billion Needles« von Nobuaki Tadano
    sehenden schmelzenden und zerfließenden Körper erinnern nicht an einen Horrorfilm sie sind das reale Ereignis welches der moderne Horrorfilm mit seinen geschundenen und mutierten Körpern immer weiterspinnt Auch im Manga finden sich natürlich zahlreiche Beispiele gerade für das formwandlerische Element Wie etwa in Akira wenn zum Ende der Reihe die Protagonisten massive körperliche Mutationen durchmachen ausgelöst durch genetische Experimente In Akira geschieht dies im unmittelbaren Moment einer Apokalypse Die reale Apokalypse von Hiroshima und Nagasaki hatte ihre genetische Auswirkung erst Jahre später aber dennoch stehen Beispiele wie Akira und überhaupt ein Großteil des Cyberpunks in der bewussten Tradition dieser Erfahrungen Damit hat Cyberpunk natürlich auch immer Einflüsse aus dem Horror und Science Fiction was sich auch bei einem Blick in einige aktuelle Manga zeigt Inspiriert von der klassischen Science Fiction Geschichte Needle von Hal Clement wird in 7 Billion Needles von Nobuaki Tadano ein Urgestein des Body Snatcher Themas interpretiert Wie auch in Akira sind die handelnden Figuren Jugendliche in den tiefsten adoleszenten Krisen Hikaru Takabe schirmt sich vor den Hänseleien ihrer Mitschüler durch ein großes Paar Kopfhörer ab Ausgerechnet durch dieses nimmt ein ausirdisches Wesen mit ihr Kontakt auf und fordert ihr beim Kampf gegen seinen Feind beizusteuern Dass es sich jedoch bei der Wirtin Takabe gar nicht mehr um das echte Mädchen Takabe handelt erfährt nur der Leser Der außerirdische Symbiont hat ihren Körper bei der Kontaktaufnahme vernichtet und Takabes Geist in einen künstlichen Körper transferiert Auch hier dient der Verweis auf den künstlichen Körper als Kritik am Status des Menschen in der heutigen Gesellschaft mehr noch wenn es sich um japanische Schüler handelt die einem harten Schulalltag unterworfen sind Für das körperliche Leid dass sie dabei regelrecht erfahren findet 7 Billion Needles mit den deformierten Körpern eine gelungene graphische Metapher Werden hier also Urängste vor dem Anderen

    Original URL path: http://www.satt.org/comic/12_03_atom.html (2016-02-14)
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  • »Der ewige Krieg« von Joe Haldeman und Mark Marvano
    einem außerirdischen Raumschiff abgeschossen woraufhin die Stimmen nach Vergeltung so laut werden dass man beschließt in einen Konflikt zu treten Doch die kurzer Hand Tauren basierend auf dem Sternbild in dem der mutmaßliche Angriff auf das Kolonistenschiff stattfand genannten Feinde sind nicht mehr als ein Phantom und so jagen die zwangsrekrutierten Elitesoldaten fern ab der Erde durch die Weiten des Alls kommen Haufenweise durch Unfälle und die unmenschlichen Ausbildungsverhältnisse ums Leben nur um schließlich unter Einfluss einer Gehirnwäsche einen Trupp waffenloser Aliens zu ermorden Bei ihrer Rückkehr ist die Zeit auf der Erde deutlich schneller vergangen als an Bord ihres Raumschiffs da sie während ihrer Überlichtflüge quasi nicht gealtert sind Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Geschichte packend und narrativ anspruchsvoll inszeniert doch der Zenit ist noch nicht erreicht denn nun beginnt die wirkliche Science Fiction Mandella der als einer von wenigen bis zu diesem Zeitpunkt überlebt hat findet sich im Leben auf der für ihn völlig neuen Erde nicht zurecht und nimmt zwangsläufig seinen Beruf als Soldat wieder auf er reist von Planet zu Planet von Schlacht zu Schlacht und immer muss er sich nicht nur den Schrecken eines scheinbar ziellosen Kriegs und gesichtslosen Feindes stellen sondern auch ertragen wie die Uhr der menschlichen Zivilisation voranschreitet Wo und wie die Reise endet soll an dieser Stelle natürlich noch nicht verraten werden aber spannend bleibt es bis zum Schluss Die gesamte Geschichte kann generell nur als äußerst gelungen beschrieben werden Durch die Augen Mandellas erlebt der Leser sehr nah wie sich zwar ein gewaltiger Wandel innerhalb der menschlichen Zivilisation vollzieht andererseits aber die Folgen des Krieges ihren Schrecken nach wie vor behalten und ihm lediglich ein neues Gesicht geben Die geschilderten Veränderungen innerhalb der menschlichen Zivilisation und die Kriegsereignisse sind äußerst glaubhaft aufgebaut Immer wieder wird die ziellose Natur der

    Original URL path: http://www.satt.org/comic/12_03_krieg.html (2016-02-14)
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  • »Alte Meister. Komödie« von Thomas Bernhard und Nicolas Mahler
    von Kleists Der Zerbrochene Krug 1811 ein Der Text endet mit dem für Bernhard symptomatischen Satz Die Vorstellung war entsetzlich Inneres Theater Dieser äußerlichen Handlungsarmut kontrastiert ein faszinierender philosophisch ästhetischer Kern denn Reger verfolgt jenseits des ätzenden Spotts seiner Schmähreden das Programm einer Rechtfertigung des künstlerischen Fragments Er geht sogar soweit das Fragmentarische als das Eigentliche zu postulieren was Kunst im Akt der Rezeption überhaupt erträglich mache und dem Menschen als Mängelwesen korrespondiere Wir halten das Ganze und das Vollkommene nicht aus Der eigentliche Bezugspunkt dieser poetologischen Überlegungen des Geschichtenzerstörers Bernhard ist der Mensch beziehungsweise das Wunder des Verständnisses zwischen zwei Personen das seinen vortrefflichsten Ausdruck in dem Konzept vom Lebensmenschen findet Freilich zeichnet sich dieses durch Fragilität aus weil unsere Existenz nicht von Dauer ist und so ist Reger durch den Tod seiner Ehefrau des inneren Zusammenhangs mit der Welt beraubt Und deshalb ist Bernhards Werk auch keine rabenschwarze wie es der Klappentext des Comics will sondern nur in einem tieferen und existenzialistischen Sinn überhaupt eine Komödie Symptomatisch dafür ist die Auflösung des Plots auf dem Burg Theater in einer übertragenen und gar nicht kathartischen Katastrophe Diese komplexe innere Handlung findet ihren adäquaten Ausdruck in einer kunstvollen literarischen Gestaltung die vor provokantem Sprachwitz strotzt Bernhards oft an die Schmerzgrenze gehende Prosa ist kunstvoll verschachtelt schwelgt in liturgisch anmutenden Parallelismen nicht enden wollenden absatzlosen Satzungetümen mit Lexemwiederholungen und variationen Und sie führt über wüste Schimpftiraden hin zu grotesken Verunglimpfungsgipfeln insbesondere des österreichischen Staates und auch der vielgeschmähten Staatskunst In einer Art doppelten indirekten Rede kühn assoziierend und durch das Gebiet des Geistes mäandernd folgt der Text allerdings seiner sicheren inneren Landkarte Literaturvergraphlichung Mahler hat es sich also zur Aufgabe gesetzt ein komplexes poetisch philosophisches Konzept von einem Medium ins andere zu überführen was ihm allerdings nur mit Abstrichen gelingt Auffällig bei der Adaption ist zunächst dass sie zwar Bernhards originale Figurenrede wiedergibt von der aber nur schätzungsweise zehn Prozent übrigbleiben 158 Seiten Comic stehen 311 Romanseiten gegenüber Insofern kann man hier von einer Radikalisierung des Readers Digest Prinzips sprechen womit allerdings kein rein quantitatives sondern auch ein qualitatives Problem bezeichnet ist Will man dieses genauer fassen bietet sich ein Seitenblick auf Literaturverfilmungen an schließlich beschäftigt die Frage nach dem Verhältnis von literarischen Prä und filmischen Posttexten schon seit geraumer Zeit die Wissenschaft Man unterscheidet hier grob zwischen drei Grundtypen der Adaption nämlich zwischen einer reinen Stofforientierung die eine Vorlage als reines Materialreservoir benutzt einer illustrierenden Adaption die eine literarische Geschichte bebildert und schließlich einer Transformation die ein Kunstwerk in einem anderen Medium und mit dem diesem Medium eigenen Mitteln wieder zu Kunst werden lässt Mahlers Alte Meister ist nun hauptsächlich als illustrierende Adaption zu bezeichnen sie bebildert einen schon vorhandenen Text den sie zudem radikal stofforientiert kürzt es fehlt dem Comic also wie den allermeisten Literaturverfilmungen an transformatorischer Kraft Mahler bewältigt diese Herausforderung deshalb nicht genug weil er bildliches und sprachliches Erzählen nicht schlüssig verschränkt Die Handlung wird hauptsächlich durch Figurenrede transportiert die Bilder erweitern nur selten die sprachliche Bedeutung

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  • Felix' Previews-Order Februar 2012
    als Abo geführt werden Also immer nur was auch neu ist kommt auf die Liste Castle Waiting Fantagraphics von Linda Medley 3 95 Ordercode FEB12 1039 Nach dem unrühmlichen Abbruch der zweiten Staffel von Castle Waiting wird die Serie nun glücklicherweise in vier Teilen fort und zu Ende geführt Departures Blank Slate von Pierre Maurel 14 99 Ordercode FEB12 0807 Der 2009 in Angoulême nominierte Band 3 Déclinaisons von Maurel wird wohl eh nicht auf Deutsch erscheinen da kann man sich diesen wundervoll gezeichneten Band auch auf Englisch zulegen The Survavialist Blank Slate von Box Brown 7 99 Ordercode FEB12 0809 Nerdige post apokalyptische Erzählung um einen Mann der in seinem Privatbunker überlebt hat und sich nun die Einsamkeit mit Kiffen vertreibt Bis eine Frau auftaucht Are you my Mother Houghton Mifflin Harcourt von Alison Bechdel 22 00 Ordercode FEB12 1067 Nach Fun Home erzählt Alison Bechdel nun von der Beziehung zu ihrer Mutter Pterodactyl Hunters in the Gilded City Top Shelf von Brandon Leach 9 95 Ordercode FEB12 1159 Eine hübsche kleine Geschichte um einen jungen Mann der im New York des beginnenden 20 Jahrhunderts zum Flugsaurier Jäger ausgebildet werden soll Doch wird vorher schon der letzte Saurier erlegt

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  • Birgit Weyhe: Reigen | Judith Vanistendael: Kafka für Afrikaner
    die hundertprozentige Hingabe zur Exposition des eigenen des weiblichen Lebens Eine solche junge Comiczeichnerin ist Judith Vanistendael die mit ihrem Debüt Kafka für Afrikaner Sofie und der Schwarze Mann einen semiautobiographischen Comic geschaffen hat der all das in sich vereint Das Leben und die Liebe einer jungen selbstbewussten Frau politisches Statement und Dokument des Zeitgeschehens Die noch nicht einmal zwanzigjährige Belgierin Sofie verliebt sich in Abou einen jungen Togolesen ohne Aufenthaltsgenehmigung Aus dieser knappen Ausgangssituation entwickelt Vanistendael ihr Erzählgeflecht dass Sofie mit einer Vielzahl Biographiesplitter in Verbindung setzt Ihre Erzählungen von Abou über Abou finden diese Fragmente verschiedener Leben ihre Entsprechung in einer verwischenden Erzählerstimme die zwischen der wohl ansatzweise autobiographischen Erzählerin der Erzählstimme des Vaters sowie zum Ende hin in einer Binnenerzählung zwischen Sofie und ihrer Tochter Letztendlich wird die Faktizität der Autobiographie durch die Zeichnungen bezeugt Vanistendaels Comic Handschrift ihre schwarz weißen Zeichnungen stehen in der Tradition der frühen Frauencomics sind jedoch in ihrem Stil an den graphischen Lebenserzählungen heutiger Comiczeichnerinnen geschult und so selber Teil einer Generationenfolge zeichnender und erzählender Frauen die ihre Leben und Themen in der Mittelpunkt ihrer Erzählungen rücken Was in diesem Zusammenhang autobiographisch heißen mag ist im Grunde genommen auch egal Es geht darum einen Lebensweg nachzu zeichnen und seine Anknüpfungspunkte überkreuzungen und Gemeinsamkeiten mit anderen Lebenslinien festzuhalten Im Kern also darum eine Genealogie auf der Comicseite zu erstellen Dass ein solches genealogisches Prinzip heute nur mehr transnational stattfinden kann zeigt sich in Kafka für Afrikaner bereits in Ansätzen Konsequent verwirklicht und in einem komplett anderen Ansatz findet es sich bei Brigitte Weyhe Weyhe erzählt eine Geschichte des 20 Jahrhunderts über eine Vielzahl Länder und Kontinente hinweg verknüpft Familien Personen Einzelschicksale aber auch Zeitgeschehen zu einem Reigen geschichtlicher und menschlicher Episoden Als Ausgangspunkt dient ihr dabei eine knappe Familienbegegnung 1955 in Kanada Ein

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  • Felix' Previews-Order Januar 2012
    99 Ordercode JAN12 0907 Auf der Verlagsseite heißt es Jurassic Park s got nothing on Nick Edwards astonishing solo debut one part bande dessinée adventure one part video game homage all parts dinosaur inspired Comics und Computerspiele plus Dinosaurier sind wohl ausreichend Argumente für jeden Fanboy hier zuzuschlagen Außerdem ist das Cover der Hit NonNonBa Drawn Quarterly von Shigeru Mizuki 26 95 Ordercode JAN12 1091 Shigeru Mizuki ist einer bekanntesten und profiliertesten Mangaka Japans und hierzulande leider wohl nur Eingefleischten ein Begriff Im vergangenen Jahr erschien seine Erinnerung an den Pazifikkrieg als Comic Onward to Our Noble Death warum auch immer mir das in der Jahresbestenliste durchgegangen ist der in seiner Brillanz Reichweite und künstlerischen Einfachheit keinen Vergleich mit etwa Barfuss durch Hiroshima scheuen muss NonNonBa ist nun einer seiner aktuelleren und beliebtesten Arbeiten Erneut im Kern autobiographisch erinnert sich Shigeru seines frühen Interesses an yokai den japanischen Dämonen Fallen Words D Q von Yoshihiro Tatsumi 19 95 Ordercode JAN12 1093 Während bei Carlsen demnächst Tatsumis Autobiographie erscheinen wird liegen bei Drawn Quarterly bereits zig Arbeiten inklusive recht alter vor und werden konstant um neue ergänzt Werde ich wohl allerdings auf den Preisverfall warten müssen Buz Sawyer Fantagraphics von Roy Crane herausgegeben von Rick Norwood 35 00 Ordercode JAN12 1108 Die perfekte Ergänzung zu den ebenfalls bei Fantagraphics erschienen Captain Easy Sonntags Ausgaben die preislich noch schmerzhafter sind Wer die noch nicht hat sollte eher da mal zuschlagen und sich wundern warum das so unglaublich Hergé aussieht Auch hier muss wohl leider erst der Preisverfall eintreten Ichiro Houghton Mifflin Harcourt von Ryan Inzana 19 99 Ordercode JAN12 1157 Aus rein professionellem Interesse werde ich mir wohl diesen Band besorgen Inzana hatte mit Johnny Jihad vor ein paar Jahren einen äußerst paranoiden post 9 11 Titel vorgelegt und besucht im weitesten

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  • Christophe Chabouté: Ganz allein
    ihren über 350 Seiten recht umfangreichen und dann doch schnell gelesenen Graphic Novel Wie schon die einleitenden Worte eine Lexikondefinition von Fantasie suggerieren dreht sich in Ganz Allein alles um Vorstellungskraft und Imagination Ein durch sein verwachsenes Aussehen entstellter Mann lebt wie der Titel schon verrät ganz allein in einem Leuchtturm Seine Eltern schämten sich Zeit ihres Lebens für ihn nach ihrem Tod ist der Mann nun wirklich ganz allein Ein Boot bringt ihm regelmäßig Rationen des zum Überleben notwenigen vorbei aber es kommt nie zu einem Kontakt zwischen dem Eremiten und seinen Versorgern Lediglich der neue Handlanger des Kapitäns steht der Situation mit Neugier und Interesse gegenüber Die Handlung gliedert sich nun in eine Folge von immer ähnlichen Ereignissen zum einen die Versorger welche sich spärlich über den Leuchtturm und seinen Bewohner austauschen und dabei auch ein wenig mehr zueinander finden zum anderen Ganz Allein der Eremit welcher seine Tage damit verbringt ein altes Lexikon zufällig aufzuschlagen und sich auf naive aber auch kreative Weise vorzustellen welche Realität sich hinter den Einträgen verbirgt Schließlich führen einige unvorhergesehene Ereignisse zu einem Wandel in der Persönlichkeit der Beteiligten und eine mögliche Begegnung bahnt sich an Ob diese schlussendlich eintritt und welche Ereignisse daraus erwachsen soll an dieser Stelle jedoch noch nicht verraten werden Die Bilder sind dem Sujet angemessen nur in schwarz weiß gezeichnet vermitteln dadurch eine starke Atmosphäre und sparen nicht an Details Personen und Objekte werden lebensnah in Szene gesetzt Auch wenn sich viele Motive oft wiederholen Leuchtturm Boote die Hauptpersonen werden die Vorstellungen von Ganz Allein sehr plastisch und mit Liebe fürs Detail dargestellt Ein optischer Genuss Leider bleibt es allerdings auch dabei denn wirklicher emotionaler oder philosophischer Tiefgang kommt beim Lesen nur in Ansätzen auf Die Seiten fliegen besonders wegen des Ausbleibens von Schriftelementen nur so dahin

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  • Comicempfehlungen erstes Halbjahr 2012
    bezahle für Sex Aufzeichnungen eines Freiers Walde Graf erscheint im März In den amerikanischen Medien führte Chester Browns autobiographische Nabelschau Paying for it im letzten Jahr zu langen und moralisch aufgeheizten Diskussionen darüber ob Brown nun zu weit oder zu kurz gedachte habe und wo das alles noch enden solle In Deutschland wird der gelinde gesagt blamable deutsche Titel wohl dafür sorgen dass auch die Bild ein Wörtchen mitzublöken hat Mathieu Bonhome Lewis Trondheim Omni Visibilis Salleck Publications erscheint im Frühjahr Für mich zählt Lewis Trondheim zu den besten humoristischen ComiczeichnerInnen und autorInnen Aber obwohl schon einige Gemeinschaftswerke aus seiner Feder existieren kann ich immer noch nicht so recht entscheiden wie wichtig Trondheims Zeichnungen für seine Komik sind Vielleicht wird diese Zusammenarbeit mit Mathieu Bonhome weiterhelfen Guy Delisle Aufzeichnungen aus Jerusalem Reprodukt erscheint im März Quasi aus dem Nichts hat Sarah Glidden mit Israel verstehen in 60 Tagen oder weniger den bislang besten Comic über den Konflikt zwischen Israel und Palästina vorgelegt Ich bin gespannt was Guy Delisle als alter Hase der Comicreportage aus dem Thema machen wird Manu Larcenet Blast Reprodukt erscheint im Mai Der Verlag verspricht eine Etüde in Grau die in die Abgründe der Figuren führe Seit Der alltägliche Kampf weiß man dass sich Manu Larcenet zumindest mit Abgründen des Alltags bestens auskennt Wenn sich diese Kennerschaft mit einem existenzialistisch kriminalistischen Sujet und noch dazu mit einem farblich vollends entschlackten Zeichenstil verbindet dürfen die Gelenke für den Kniefall bereits geschmiert werden Jeff Lemire Sweet Tooth Panini erscheint im Mai Jeff Lemire hat mit seiner brillanten Essex County Trilogie seinem kanadischen Heimatstädtchen ein deprimierendes Denkmal gesetzt In der DC Reihe Sweet Tooth geht es den Figuren in Nebraska das aber nach wie vor dem defekten Traumfänger Essex County gleicht keineswegs besser Aber nun müssen sie sich in dieser postapokalyptischen Erzählung auch noch mit ihrer hybriden Erscheinung aus Mensch und Tier herumquälen Gerd Ruprecht Simon Schwartz Packeis Avant März Ein Afro Amerikaner am Nordpol Mark Long Jim Demonakos Nate Powell The Silence of Our Friends First Second Januar Der neue Comic von Nate Powell Schwartz Yann Gringos Locos Dupuis Januar Franquin Jijé und Morris in Amerika Harvey Pekar Cleveland Top Shelf März Das letzte Werk von Harvey Pekar François Schuiten La Douce Casterman April Nach längerer Zeit wieder ein Solo Album von Schuiten Felix Giesa Ich bin gespannt auf folgende deutschsprachige Titel Arne Jysch Wave and Smile Carlsen Mai Man kann wohl getrost sagen dass der Konflikt in Afghanistan in Deutschland zumal die Beteiligung deutscher Soldaten daran sehr unpopulär ist Umso erfreulicher dass es nun eine Auseinandersetzung mit dem deutschen Einsatz in einem populären Format geben wird Wie sich Jysch mit diesem schwierigen Thema zumal in seiner ersten Comicarbeit arrangiert dürfte spannend herauszufinden sein Camille Jourdy Rosalie Blum Reprodukt Juni Ein lustiges Vexierbild mit jungen Leuten in Form eines Comics gezeichnet von einer jungen Französin die nun erstmals auf Deutsch verlegt wird Wie gesagt ich bin gespannt José Muñoz Carlos Sampayo Carlos Gardel Die Stimme Argentiniens Reprodukt März Mit

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