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  • Patrick Prugne/ Tiburce Oger – Die Herberge am Ende der Welt
    Seitenarchitektur die nun trotz der nach wie vor detailversessenen und nuanciert kolorierten Panels dem Plot und nicht der Kontemplation untergeordnet ist mögen ihren Teil dazu beitragen Mehr aber noch gilt dies für die dichte Konstruktion der Story die eigentlich Fantasy erzählt und auch entsprechende Erwartungen schürt jedoch auf sympathisch altmodische Weise mit Elementen der Neo Gothic Novel hantiert Es wird viel Lovecraft Stimmung versprüht und das beginnt bereits mit dem Setting Im Jahre 1884 gastiert der Schriftsteller Edgar Saint Preux in einem verlassenen Fischerdorf irgendwo an der bretonischen Küste um Entspannung und Impulse für seinen folgenden Roman zu finden In der titelgebenden Herberge am Ende der Welt berichtet ihm der kranke und altersschwache Herbergsvater vom Verbleib der restlichen Bewohner In Rückblenden während regendurchtränkter Nächte und in insgeheimer Gegenwart scheuer geheimnisvoller Kobolde erzählt er von dem 50 Jahre zurückliegenden rätselhaften Verschwinden des jungen Mädchens Irena deren Leiche im Gegensatz zu der ihrer Mutter nie gefunden wurde Nach über zehn Jahren taucht Irena jedoch urplötzlich wieder im Dorf auf Ihre Geschichte bleibt indes ungeklärt weil sie ihre Stimme verloren hat Stattdessen verfügt sie aber nun über metaphysische Fähigkeiten mit deren Hilfe sie kranke Menschen und Tiere heilen kann Zudem wird sie stets von einer Phalanx besagter Koboldwesen begleitet Der anfängliche Nutzen den die Bewohner in den gutmütigen Absichten Irenas erkennen wandelt sich sukzessive in Skepsis und schließlich in bedrohliche Abscheu nachdem sich im Dorf sonderbare Phänomene häufen Immer mehr Bewohner verrichten Besessenen gleich stoisch und regungslos ihre Arbeit oder werden ermordet später verbreitet sich eine pestartige Krankheit und all diese Erscheinungen scheinen von monströsen Wesen aus dem Meer gesteuert Die Auflösung so viel sei verraten kappt die unheimliche Atmosphäre zumindest partiell weil sie letztlich allem Unerklärlichen Evidenz verabreichen will Lovecrafts Naturalismus verliert sich durch exzessive Beschreibungen im Surrealismus überträgt das Chaos des

    Original URL path: http://www.satt.org/comic/11_01_herberge.html (2016-02-14)
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  • Alex Robinson – Unvergessene Zeiten
    Taniguchis epochaler Jugendreflexion Vertraute Fremde Robert muss sich nicht vor seinem jugendlichen Doppelgänger verbergen sondern durchlebt selbst physisch seine Vergangenheit erneut wenige Tage vor seinem ersten Zug an einer Zigarette Angespornt von dem Glauben in dieser Situation bloß triumphierend ablehnen zu müssen und damit die notwendige Katharsis auszulösen versucht er die jungen Tage zu genießen holt ein wenig versäumte Rebellion nach verabredet sich mit dem Mädchen das ihm früher so unnahbar erschien und begegnet den innerfamiliären Konflikten nun mit mehr Empathie Trotzdem bleibt eine Leerstelle bestehen Denn obwohl Robert schließlich der angebotenen Zigarette widersteht kehrt er nicht in sein gegenwärtiges Leben zurück Und diese Leerstelle ist es auch die aus der für Alex Robinsons Verhältnisse außerordentlich kurzen Erzählung im Gewand einer posthumen coming of age Geschichte mit dem Esprit einer beherzten High School Pubertätskomödie eine dramatische Introspektion uneingestandener Ängste zaubert Bereits in seinen vorherigen mehrere 100 Seiten fassenden Mammutwerken Tricked unter dem Titel Ausgetrickst ebenfalls bei der Edition 52 erschienen und Box Office Poison tänzelten die Figuren leichtfüßig am Abgrund zusammengeführt von einem roten schicksalhaften Faden der sie vom Glück schlagartig ins existenzielle Elend delegierte Das erinnerte strukturell hie und da insbesondere was die immer bedrohlichere und so unausweichlich erscheinende Engführung der individuellen Krisen betrifft an Magnolia von Regisseur Paul Thomas Anderson Und so wie Anderson sich im Anschluss an sein filmisches understatement begab dem Portrait einer Liebespathologie Punch Drunk Love gewinnt man auch bei Robinson den Eindruck dass sich hier einer nach den zahlreichen Auszeichnungen für seine Vorgänger erst mal Luft verschaffen musste und sich nun an der kleineren Form versucht Der Plot kapriziert sich völlig auf Roberts jüngeres Pendant und dank des Twists am Schluss gerät der heitere Duktus der Schulerlebnisse zum bitteren Durchmarsch ins Herz eines fortwesenden Traumas Das wirkt umso bedrückender weil Robinsons schwarzweißen Zeichnungen vor

    Original URL path: http://www.satt.org/comic/11_01_robinson.html (2016-02-14)
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  • »Haarmann« von Peer Meter und Isabel Kreitz
    das Geschehen um den Massenmörder Fritz Haarmann eingeführt es folgt ein Szenenwechsel in dessen Wohnung wo er im Lustrausch seinen Kompagnon Hans Grans beinahe erwürgt Was dann erzählt wird ist die verstörende Geschichte eines so pragmatischen wie psychopathischen Massenmörders der sein Unwesen auch deshalb lange ungestraft treiben konnte weil er zum System gehörte Fritz Haarmann wurde trotz einschlägiger Vorstrafen als Polizeispitzel beschäftigt und nutzte seine Legitimation um autoritativ beglaubigt allein reisende junge Männer am Hauptbahnhof in Hannover zu umgarnen am Ende stand die Ermordung der Opfer Die Leichen zerlegte Haarmann fachmännisch in seiner Wohnung und verkaufte das Fleisch wie auch die Kleider günstig an ahnungslose Nachbarn Die Reste entsorgte er eben in der Leine Kein soziales Drama Diese beklemmenden Ereignisse werden in halbfeinen schwarzweißen Bleistiftzeichnungen mit deutlicher Schraffur und erkennbaren Oberflächenstrukturen von Isabel Kreitz erzählt meist finden sich sechs Panels pro Seite teilweise schließt die Seite aber auch mit einem Einzelpanel Auf der Textebene beeindruckt vor allem die Sprache die Peer Meter seinem Antihelden in den Mund legt das dem Comic vorangestellte Zitat aus Gerhart Hauptmanns spätnaturalistischem Drama Die Ratten 1911 liest sich also nicht nur inhaltlich sondern auch formal programmatisch Leider ereicht Haarmann aber nicht die Dichte eines sozialen Dramas weil der informative Begleittext den Fall zwar in das Chaos der in ihren Kinderschuhen taumelnden Weimarer Republik einordnet dies im Comic selbst jedoch nicht überzeugend gelingt Bilder und Text kommen über zweifelsfrei gelungene Andeutungen nicht hinaus Haarmanns Vorstellungswelt Das größere Manko ist aber dass die Figur Fritz Haarmann ein flat character bleibt also letztlich einer psychologischen Tiefenzeichnung entbehrt Anders als in Romuald Karmakars und Michael Farins beeindruckendem Totmacher 1995 oder in John J Muths grandiosem M 1990 nach Fritz Langs und Thea von Harbous gleichnamigen Meisterwerk 1931 bleibt uns ein Eindruck von der deformierten Psyche des Täters großteils verwehrt

    Original URL path: http://www.satt.org/comic/10_12_haarmann.html (2016-02-14)
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  • Abenteuercomics
    An Bord der Morgenstern in der neuen Kollektion Noctambule des französischen Verlags Soleil Auch hier handelt es sich um eine Literaturadaption wenngleich mit gänzlich anderen graphischen Mitteln Der verlegerische Versuch ist offensichtlich Mit dem neuen Format sollen neue Leserschichten erschlossen werden das Abenteuergenre alte Leser an die neue Form heranführen In Riff Reb s Comicversion der Piratengeschichte des Schriftstellers Mac Orlan könnte man sich zuvorderst die Frage stellen was denn diese neue Form sein könnte Die Handlung ist von einem erzählerischen Rahmen ummantelt ein alter Mann berichtet von seinen Erlebnissen als jugendlicher Freibeuter Die Binnenerzählung ist in dreizehn unterschiedlich lange Kapitel unterteilt in denen immer wieder Passagen des Piratenlebens geschildert werden Mit diesem verhält es sich ein bißchen wie in The Wild Bunch von Sam Packinpah wenn es am Ende über das Leben als Revolverheld heißt Es ist nicht mehr ganz so wie es mal war aber es reicht noch Für die Piraten wird die Luft auch immer dünner immer mehr enden am Strick an irgendeiner Kaimauer Das ist erzählerisch durchaus sehr reizvoll gemacht und findet graphisch meist seine Entsprechung Riff Reb s unterlegt jedes Kapitel mit lediglich einer Farbe die sowohl die Stimmung der jeweiligen Passage trägt als auch zum Ende hin immer düsterer wird Bis schließlich der Kapitän halb skelettiert am Hafen baumelt Finden sich solch exponierte Momente auf klassischen Splash Pages bedient sich Reb s aber auch immer wieder bildlicher Metaphern um Drama und Innenleben der Figuren zu inszenieren Etwa wenn der Schiffsarzt vier Welpen seiner Hündin über Bord werfen muss wird das in vier annähernd identischen Panels gezeigt die in ihrer Farbe immer blutroter werden Der Doktor verkraftet diesen Verlust nicht wirklich gut und verwindet diesen erst als er einen Spotter ersticht Der Mord wird in identischen Panels mit identischer Farbgebung gezeigt So blutrünstig der Akt

    Original URL path: http://www.satt.org/comic/10_12_abenteuer.html (2016-02-14)
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  • Leben und Tod sind bloß ein Geschäft: »Sun Village« von Inio Asano
    der Alltagscomics steigt ins unzählbare Eine Abwechslung versprechen Manga hier jedoch weniger autobiographisch als die eigene Generation im Fokus Auch im Manga herrscht kein Mangel an Geschichten um junge Menschen jedoch hier durchaus mit anderen Vorzeichen Nachdem Inio Asano mit What a Wonderful World Egmont vor drei Jahren hierzulande zu einiger Bekanntheit gelangte und sich sogar auf der Nominierungsliste des Max und Moritz Preises wiederfand legt der Schreiber Leser Verlag nun in seinem shodoku Label den als Quasi Fortsetzung gehandelten Einzelband Sun Village vor Und tatsächlich ist der Inhalt ähnlich der erzählerische Ansatz ist jedoch wenn auch nur leicht variiert Handelte es sich bei What a Wonderful World um eine Aneinanderreihung kurzer Alltagsepisoden die miniaturenhaft knappe Situationen junger Menschen wiedergeben und allesamt nur lose durch äußere Gegebenheiten miteinander verknüpft sind so geht Inio Asano in Sun Village anders vor Erneut erzählt er episodenhaft doch dies durchaus länger nicht mehr nur mit enger Brennweite Als Bühne dient ihm diesmal das Sun Village eine luxuriöse Neubausiedlung in der der sonnige Alltag allzu schnell als bloße Fassade sichtbar wird Graphisch und gestalterisch hat sich wenig geändert und gerade in den Figurenzeichnungen erkennt man dass Asano für sich einen repräsentativen Stil gefunden hat Man erkennt noch das mangaeske der Zeichnungen jedoch wirken sie nicht aufgebraucht sie sind frisch und man ist von ihrer am Leben Verzweiflung überzeugt Auffällig sind auch die Erzählerkommentare für die Asano schwarze Panels nutzt und die so wie Pausenpanels wirken Sie sind je nach Figurenfokus der einzelnen Episoden immer personalisiert wirken als Stilmittel aber häufig eher unvermittelt Das Leben im gegenwärtigen Japan wie es sich hier offenbart ist geprägt von Zwängen und repressiven Lebensbedingungen Mit dieser Erkenntnis und dem Sun Village als Handlungsort erzählt Asano eine zutiefst melancholische und gleichzeitig an Zynismus kaum zu überbietende Geschichte Der Zeichner arbeitet mit

    Original URL path: http://www.satt.org/comic/10_12_sun-village.html (2016-02-14)
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  • Die Welt, ein Comic – Jens Harders »Alpha ... directions«
    geht noch weiter Seine am aktuellen Forschungsstand der Urgeschichte ausgerichteten Ausführungen bricht der Zeichner immer wieder Denn nicht ursächlich die Entstehung der Erde erzählt Harder sondern er erzählt auch vom Menschen und wie dieser sich schon immer einen Reim versuchte auf die Entstehung des eigenen Seins und all seiner Phänomene zu machen Dafür schöpft er aus den Vollen des kollektiven Bilderwissens der Menschheit So sind in Panels zwischen die Urszenen des Alls Fragmente der indischen Gottheit Shiva gezeichnet Auf den nächsten Seiten folgen diesen Einschüben der abrahamitische Gott auf einer Wolke und Engel aber auch die Abbildung eines Puzzles eines Billardspiels und schließlich eine mikrobiologische Pipette sowie das Bild eines Foucaultschen Pendels Harder schafft hier was sich Aby Warburg in der Einleitung seines Bildatlas Mnemosyne als für den zwischen religiöser und mathematischer Weltanschauung schwankenden künstlerischen Menschen zwingend vorstellte Er verbindet im Kunstwerk die religiöse mit der naturwissenschaftlichen Erkenntnis zu einem zukunftsweisenden Ganzen Und im Grunde ist Jens Harders Vorgehen gar nicht so viel anders als das Warburgs bei dessen Zusammenstellungen für den unvollendet gebliebenen Bildatlas Warburg suchte das Nachwirken der Antike in der Kunst bis in die Gegenwart aufzuzeigen Er paarte dabei immer Bilder der Kunst und Alltagswelt zu einem thematischen Begriff Ähnlich funktionieren die Assoziationsketten in Alpha directions wenn dort in die Panelsequenz zum Beginn der atomaren Entwicklungen ein newtonsches Kugelstoßpendel das Atomium in Brüssel und schließlich ein Atompilz eingefügt werden Das weist in diesem Fall natürlich kein Nachwirken der antiken Kunst bis in die Jetztzeit nach aber die Bedeutung ist ähnlich grundlegend Der Mensch situiert sich in seinem ganzen Schaffen und Sein immer um die Frage nach der eigenen Herkunft dem eigenen Dasein Solch eine Erkenntnis lässt einen mystischen Grundton erahnen und warum auch nicht Kreationistisch wie dem Comic vorgeworfen wurde ist das in keinem Fall dafür sind

    Original URL path: http://www.satt.org/comic/10_11_harder.html (2016-02-14)
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  • Comics am Stück 14: »Aua! Aua! Heiss! Heiss! #2: Bravo«
    quadratisch gedruckt auf Hochglanzpapier und spiralgebunden wirklich auffällig anderes ist Simon Schwartz der das Fanzine gemeinsam mit Ludmilla Bartscht herausgibt brachte den Unterschied und sein Anliegen mit Aua Aua Heiss Heiss in einem Interview für das aktuelle COMIC Jahrbuch treffend auf den Punkt Die deutschsprachigen Comicprojekte und speziell die hamburgerischen seien doch sehr humorlos Auch fänden sich neben FIL und Mawil keine Avantgarde Zeichner die humoristisch arbeiteten und diese beiden seien Berliner Auf dem 2008er Comic Salon in Erlangen habe man sich dann ausgerechnet von der Hansrudi Wäscher Ausstellung inspirieren lassen und habe beschloss gemeinsam mit Freunden ein Piccolo Heft zusammenzustellen Im letzten Jahr erschien dann auch die Nummer 1 und thematisch war der Ideengeber deutlich zu erkennen Maren Amini zeichnet Taruk der Wildbeuter dem man einen gewissen Sergio Aragones Einfluss im LSD Farbenrausch nicht abstreiten kann und Simon Schwartz huldigt Wäscher mit The Son of Taruk der Wildbeuter der gar nicht mehr wild ist sondern viel mehr kleinbürgerlich Freiere Arbeiten inhaltlich wie formal finden sich bei Judith Mall oder Anne Vagt wobei besonders letztere den erzählerischen Comic hinter sich lässt und mit freien Illustrationen Bausteine einer Abenteuer Geschichte präsentiert Beeindruckend ist neben der Qualität der Arbeiten auch die Verarbeitung Layout und Satz Druck und Verarbeitung sind für ein selbstverlegtes Independent Projekt außergewöhnlich und man fühlt sich an französische Micro Editionen wie sie kürzlich im Strapazin vorgestellt wurden erinnert Häufig folgen solchen Projekten dann aber keine weiteren Nummern Der Aufwand ist zu groß man steckt nur eigenes Geld hinein und ähnliches Gibt es dann eine zweite Nummer fällt diese meist hinter die erste zurück der Anfangsenthusiasmus ist verraucht Nicht aber so bei Aua Aua Heiss Heiss Schon vor einiger Zeit erschien die Folgenummer und sowohl inhaltlich als auch gestalterisch wurde das Niveau problemlos gehalten Erfreulicherweise sind viele der Geschichten nun

    Original URL path: http://www.satt.org/comic/10_11_cas-14.html (2016-02-14)
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  • Animierte Welten aus Papier: Sam Itas Pop-up-Bücher
    gemeint Bilder auf dem Fernsehschirm der Kinoleinwand oder dem Computerbildschirm Die Aufmerksamkeit gegenüber dem materiellen Bild tritt dahinter zurück Auch der Comickünstler setzt sich schon seit Jahren mit dieser Entwicklung auseinander Zahlreiche Webcomics überführen den Comic in eine permanente Immaterialität aus der er nur mit ausreichend Leserzuspruch in die gedruckte Form geholt werden kann Jedoch gelingt nur selten was Scott McCloud in Comics neu erfinden forderte als er ausführte der Comic könne in der Gegenwart nur bestehen wenn er sich den neuen Gegebenheiten anpasse und alle Grenzen des Blattes hinter sich lasse Das in dieser Entwicklungsphase ausgerechnet quasi teilanimierte Bücher erfolgreich sind entspricht wohl einerseits einem aus der Verunsicherung durch das immaterielle Bild heraus entstandenem Verlangen nach einer Wiedererfahrbarkeit des Bildes andererseits können Pop up Bücher jedoch auch als Schnittstelle zwischen analogen und digitalen Bilderzählungen fungieren Pop up Comics stellen da nur eine logische Entwicklung dar Fanden sich zuerst vorrangig Titel aus dem Superheldenbereich wie Will Eisner s The Spirit A Pop up Graphic Novel 2008 finden sich nun mit den Literaturadaptionen Sam Itas auch Arbeiten die nicht einfach nur vorhandene Comicpanel um Pop up Elemente ergänzen Allerdings finden sich hierfür auch schon viel früher Beispiele wie etwa Superman A Pop up Book 1979 20 000 Meilen unter dem Meer 2010 kann hier als gutes Beispiel für Möglichkeiten des medialen Erzählens in der Kinderliteratur dienen Ähnlich wie Isabel Kreitz in Pünktchen und Anton 2009 muss er die Handlung an vielen Stellen kürzen sogar noch mehr da das Buch insgesamt nur sieben Aufklappblätter hat Auf der Handlungsebene stellt sich somit nur die Möglichkeit Höhepunkte herauszustellen und durch ein Pop up Element dreidimensional erfahrbar zu machen Hier sind solche Höhepunkte der Besuch in Atlantis oder der Angriff des Riesenkraken Auf der erzählerischen Ebene fällt hier besonders der Verzicht auf den Ich Erzähler

    Original URL path: http://www.satt.org/comic/10_11_samita.html (2016-02-14)
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