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  • Der Bilderbäcker: »Der Kuchenteig« von Wilhelm Busch
    später Max und Moritz in dem Teig Ganz entsprechend Buschs protestantisch geprägten Kindheitsbild folgt zwar die Rettung durch die Eltern aber eben auch die Züchtigung des bösen Kindes durch den Vater Datiert Buschs Max und Moritz auf das Jahr 1865 so konnte für die Wiederentdeckung der Sommer des Jahres 1863 festgelegt werden Der Kuchenteig ist somit für Busch im Nachhinein ein Laboratorium der Bilderzählung geworden an welchem der Betrachter die Entwicklung dieses Meisters der komischen Bildgeschichte nachvollziehen kann Zwei Jahre nach diesem Sensationsfund folgt nun als kleine Überraschung eine Publikation der zehn Bilder als Faksimile in der bibliophilen Insel Bücherei Ergänzt um einen gut 60seitigen Essay von Andreas Platthaus der seine Überlegungen von vor zwei Jahren weiter ausführt konkretisiert und ergänzt Noch einmal wird die Entdeckung beschrieben das Archiv des Seidel Verlags und dessen Publikationsgeschichte vorgestellt und schließlich wird die Datierung sowohl von der verlegerischen Tätigkeit her als auch von der stilistischen Entwicklung Buschs vorbildlich und gut nachvollziehbar vorgenommen Busch hatte dem Verlag die Bildgeschichte zur Publikation in dessen Kalenderserien explizit in der Münchener Haus Kalender angeboten und war abgelehnt worden Anhand der üblichen Inhalte der Seidel schen Kalender die vor 1863 noch kaum Bildgeschichten enthielten und eben an Buschs graphischem Stil nimmt Platthaus die Datierung vor die ebenfalls wie die noch moderate Preisvorstellung des Zeichners von 50 Gulden auf einen Zeitpunkt zwei Jahre vor Max und Moritz schließen lassen Das Herzstück des Essays ist jedoch eine fast 30seitige Analyse der Geschichte Bild für Bild in welcher Platthaus sich als versierter Bildbetrachter und Kenner Wilhelm Buschs zu erkennen gibt Immer mit dem Blick auf Buschs gesamtes Œuvre beschreibt er Figuren analysiert ihre Verhaltensweise und zeigt Parallelen zu anderen Geschichten auf Zu guter Letzt untersucht Platthaus den Einfluss der Busch schen Bildgeschichten trotz der Nichtveröffentlichung auf die Kalender des Seidel Verlages

    Original URL path: http://www.satt.org/comic/10_08_kuchenteig.html (2016-02-14)
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  • Todessehnsucht: »Jakob« von Felix Mertikat und Benjamin Schreuder
    her eher an ein Bilderbuch erinnernd und überraschenderweise im Cross Cult Verlag verlegt der mit seinen kleinen feinen Hardcoverbänden normalerweise eine ganz andere Leserschaft als Grundschüler anspricht Der Verlag ordnet die Geschichte um den kleinen Jakob der verzweifelt seine Mutter sucht in die Tradition der Andersen schen Märchen des Kleinen Prinzen und auch Burtons Kino Tatsächlich ist Jakobs Suche mit all den sprechenden Tieren und ihren phantastischen Momenten jedoch dem romantischen Kunstmärchen eines E T A Hoffmann sehr nahe auch in seinen nicht wenigen schauerlichen Episoden Denn so viel ist nicht nur dem erwachsenen Leser sehr schnell klar Jakobs Mutter ist gestorben Alle wissen es alle begreifen es nur eben nicht Jakob der den Gesang der Sargträger als Hinweis missversteht Denn nur die Raben kennen den Weg Und so macht der Knabe sich auf durch eine auch optisch der Hochromantik angelehnten Welt um seine Mutter zu finden Findet Felix Mertikat für diese verzweifelte Suche mit seinen Aquarellzeichnungen eine beeindruckende und ausgereifte Bildsprache die alle Register des Comic einzusetzen vermag gelingt dies auf der Handlungsebene Benjamin Schreuder nur mit weniger Kohärenz Es sind weniger die Vielzahl der permanenten Szenenwechsel und immer neuen Begegnungen die Schreuder seiner Figur auferlegt und die einem das Gefühl geben er habe auf die vielen guten Ideen nicht verzichten wollen Sondern es ist vielmehr seine Sicht auf Jakob Zwar scheint dieser in seiner unbefangen nicht mehr nur naiven Art tatsächlich etwas quengelig wie Saint Exupérys Prinz Aber mit seiner totalen Weltfremdheit ist er damit einem Achtjährigen in keiner Weise angemessen eher gleicht er einem Vierjährigen Besonders schmerzlich wird das klar wenn in der Schlüsselszene Jakob von einem Fuchs um seine Kindheit betrogen wird und der Betrüger feststellt Du verstehst es wirklich nicht oder Bis hierhin hätte man ja durchaus annehmen können Jakob habe aufgrund des traumatischen Verlusts

    Original URL path: http://www.satt.org/comic/10_08_jakob.html (2016-02-14)
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  • Kurt Schalkers Erben: Panik Elektro #7 – Seelenstrips. Autobiografische Comicblogs
    das mit der Beschränkung auf Comicblogs sechs Jahre später wiederholen Comicblogs zumal autobiographische sind ja spätestens seit James Kochalkas Webdiary American Elf auch in der Comicszene weitverbreitet Erst kürzlich widmete sich die Comixene 102 in dem ausführlichen und lesenswerten Artikel Comix 2 0 der bunten Welt der digitalen Bildergeschichten Wobei hier bunt eher rhetorisch zu verstehen ist die meisten Comicblogs sind schwarz weiß gehalten Was zum Erscheinen des Artikels noch nicht bekannt war die Urzelle des autobiographischen Comictagebuchs liegt noch weiter in der Vergangenheit als American Elf welches immerhin seit 1998 läuft Kurt Schalker zeichnet seine Comicstrips bereits seit 50 Jahren unlängst wurde er einer breiteren Öffentlichkeit bekann Die Comicblogosphäre huldigte dem großen Ideal seither immer wieder so Flix mit einem gezeichneten Geburtstagsgruß Ulf Salzmann auf seinem Blog Flausen freut sich über ein entdecktes Foto Schalkers mehr als die literarische Weltöffentlichkeit über ein Foto Rimbauds und Johannes Kretschmer schließlich entdeckt in Kurt Schalkers Comics die Urfassung der heute allgegenwärtigen Comichäschen Zwischen diesen beiden Faktoren nun spannt sich die Bandbreite der neuen Panik Elektro auf und die beiden eben erwähnten Blogger Ulf Salzmann und Johannes Beetlebum Kretschmer haben als Herausgeber sie lösen nach sechs Nummern Wittek ab der die Panik Elektro ins Leben rief eine Leistungsschau der gegenwärtigen Comicblogger versammelt die sich sehen lassen kann Zwar ist nicht wirklich alles autobiographisch was abgedruckt wurde aber dem Verständnis nach ist ja auch nicht jedes Blog autobiographisch Diese abwegige Auffassung vertritt zwar Beetlebum in seiner Einleitung aber weder sind 18Metzgers Alltagspoetiken in Totes Meer noch die Chronicartoons von Andreas Eikenroth autobiographisch Doch ist das ein reines Benennungsproblem und ich will hier nun viel lieber über Beetlebums Einleitung reden Webcomics fast forward ist Chronik Sachcomic und Autobiographie in einem Eine Chronik der Entstehung von Blogs und Comicblogs ein Sachcomic wie Comicblogs funktionieren und ein

    Original URL path: http://www.satt.org/comic/10_07_panik-elektro.html (2016-02-14)
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  • »Gift« von Barbara Yelin (Zeichnungen) und Peer Meter (Szenario)
    Zeichen für etwas die gebetsmühlenartige Kolportage des Graphic Novel Begriffs als Qualitätsmerkmal von Seiten der Verlage ist schlussendlich erfolgreich gewesen Denn und auch dafür steht Peer Meters Szenario Gift überzeugt ganz besonders durch seine vermeintlich literarischen Qualitäten Diese sind nämlich weniger manieriert als durchaus solide eingesetzt Meter nutzt eine Rahmenhandlung um ein Ereignis 50 Jahre in der Vergangenheit zu schildern Eine Autorin wird durch einen Zufall an ein Ereignis ihrer Jugend erinnert und berichtet ihrer Begleitung ausführlich davon Zwei Tage im Jahr 1831 war sie in Bremen und wurde dort unfreiwillig Zeugin der Hinrichtung der Gesche Gottfried Fasziniert und abgestoßen zugleich stellte sie Fragen über die Mörderin Antworten und Mutmaßungen erhielt sie viele konsequent mit den Mitteln des Comics werden sie allesamt nicht in langer Figurenrede präsentiert sondern in immer neuen Bilderzählungen Das Schema mag einem irgendwann etwas angestrengt erscheinen doch ist es wie gesagt nur konsequent Nicht nur in der Konsequenz der Durchführung Dadurch dass Meter seine Figur sich nach 50 Jahren erinnern lässt erhält die gesamte Geschichte eine gewisse Vagheit der Bericht ist dem Alter der Erzählerin geschuldet unzuverlässig Gleiches gilt natürlich auch für die Mutmaßungen welche der jungen Autorin zu Gehör gelangen sie unterstützen den spekulativen Charakter den jeder historische Bericht zwangsläufig haben muss In ihrer ersten in Deutschland veröffentlichten längeren Arbeit findet Barbara Yelin mit ihren Bleistiftradierungen genau die richtige Bildwahl um das beklemmende Geschehen wiederzugeben Die dunklen Schraffuren erinnern teilweise an die Radierungen und Lithographien der Käthe Kollwitz auch im Sujet der unterdrückten Haus frau sind sie ihr nahe Bis auf die Darstellung der Gesichter Diese erscheinen bei Yelin maskenhaft und ausdruckslos lediglich in zentralen Szenen legt sie all ihre zeichnerische Meisterschaft die ihr ja auch vor zwei Jahren zu Recht den Sondermann Preis der Newcomerin des Jahres einbrachte in die Gestik und Mimik ihrer

    Original URL path: http://www.satt.org/comic/10_07_gift.html (2016-02-14)
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  • »Spirou & Fantasio – Operation Fledermaus« von Olivier Schwartz und Yann
    der satt org Sommerleseliste Wow Da hat Olivier Schwartz seinem Mentor und Freund Yves Chaland ein witziges großartiges monumentales Denkmal gesetzt und sich gleich mit und Andreas Platthaus grübelte auf seinem Blog ob der Band wohl überhaupt auf Deutsch erscheinen könne Operation Fledermaus so der deutsche Titel spielt nämlich im okkupierten Belgien und ist der Zeit geschuldet über und über mit Hakenkreuz Flaggen behangen Was in Tarantino Streifen niemand beanstanden würde ist in Comics immer noch hochproblematisch die Selbstzensur der Comicverlage sprichwörtlich Die späten Einflüsse der Schmutz und Schund Debatte der Eklat um den Alpha Verlag und die generelle Angst vor der Macht des Bildes sitzen tief und treiben in der Selbstverstümmelung bei der Darstellung von Insignien aus der Zeit des Nationalsozialismus oft seltsame Blüten Bei Carlsen sah man da wohl keine Gefahr auf sich zukommen und nun liegt der Band tatsächlich auf Deutsch vor Dafür muss man den Hamburgern danken denn Operation Fledermaus ist einmal eine Neuimagination die diese Bezeichnung auch verdient hat Alle beschränkenden Auflagen werden von Olivier Schwartz und seinem Szeneristen Yann abgestreift und die beiden Protagonisten Spirou und sein Lebenskumpane Fantasio einmal neu durchkonjugiert Beide müssen in den widrigen Verhältnissen ihr Auskommen finden und sich mit den Besatzern arrangieren Der eine als Page in einem von der Gestapo besetzten Hotel der andere als Archivar einer gleichgeschalteten Zeitung Der Kollaborationsvorwurf liegt da schnell in der Luft die Freundschaft wird aufs ärgste beansprucht Und auch in Sachen Gewalt geht es zur Sache und sowohl Freund als auch Feind büßen eine Vielzahl der ihren ein Ob man wie geschehen dem Band allerdings vorwerfen kann dass er die langsame Verständigung der ehemaligen Kriegsgegner vergifte ist wohl etwas weit hergeholt Denn Operation Fledermaus hat zwar nicht viel gemein mit der regulären Spirou Reihe und ist somit auch kein reiner Funny Comic

    Original URL path: http://www.satt.org/comic/10_07_fledermaus.html (2016-02-14)
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  • Sadomaso und Sodomie – »Affentheater« von Florent Ruppert und Jérôme Mulot
    weniger schert als political correctness Mit den beiden jungen Wilden des französischen Comics Florent Ruppert und Jerome Mulot haben sich zwei Zeichner gefunden deren Anliegen genau das ist provokativ surreal mitunter sogar direkt niederträchtig oder wie Christian Gasser es ausgedrückt hat ethisch verwerflich zu agieren um dem Leser die eigenen Abgründe vor Augen zu führen Affentheater ist die dritte Arbeit der beiden Zeichner in deren Mittelpunkt meist zwei namenlose Porträtfotografen stehen die trotz des reduziert schlichten schwarz weißen DIY Stils unverkennbar den beiden jungen Franzosen ähneln Was die Fotografen in ihrem Studio oder außerhalb erleben gleicht zumindest für den Leser stets einer moralischen Grenzerfahrung Mal verschlägt es die beiden auf das Jahrestreffen der französischen Schwertschlucker auf dem der halbtote Verlierer fotografiert werden muss und der stolze Gewinner posiert während sein Schwert im Schlund einer Domina steckt Oder sie beobachten mit dem Fernglas einen Blindenhund Wettlauf bei dem die Herrchen und Frauchen reihenweise über die Hindernisse fallen oder sich auf andere Weise die Nasen blutig schlagen Immer wieder warten auch die Kunden ihres Ateliers mit skurrilen Sonderwünschen auf So will sich ein Bombenfabrikant vor einer überlebensgroßen Rakete ablichten lassen wobei er sich noch über die Drohbriefe einer Pazifistengruppe lustig macht vor der er sich ob deren Gewaltlosigkeit sicher fühlt Ein paar Bilder später jedoch sind es Mitglieder genau jener Gruppe die alles andere als pazifistisch mit Revolvern das Set stürmen und ihn niederschießen Während dem Leser eigener Humor und Moralverständnis spiegelnd vorgehalten werden indem Ruppert und Mulot menschliche Grausamkeit und Perversion darstellen agieren die Fotografen mit einer gewissen nonchalanten Arroganz Weder sind sie abgeschreckt von noch weiden sie sich an den Absurditäten Sie lichten schlicht alles ab was ihnen vor die Linse kommt Es ist dem Rezipienten überlassen was er mit diesen Eindrücken anstellt Die emotionale Palette mag dabei von sexueller

    Original URL path: http://www.satt.org/comic/10_07_affentheater.html (2016-02-14)
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  • Kazuki Sakuraba und Iqura Sugimoto: A Lollypop or A Bullet
    Das erklärt zum einen den Erfolg von Mädchen Mangas aber auch den von phantastischer Jugendliteratur der Marke Twilight der dann übrigens in Kürze auch als Manga vorliegen wird in den letzten Jahren In A Lollypop or A Bullet begegnet der Leser respektive die Leserin dann auch zwei Mädchen die scheinbar unterschiedlicher kaum sein könnten Zentrale Figur ist die dreizehnjährige Nagisa die sich der aufdringlichen Annäherungsversuche ihrer neuen Mitschülerin erwehren muss Klingt das bis hierhin nach Bravo Fotoroman nimmt die Handlung sehr schnell einige dunkle Wendungen die es dort nie gäbe Mokuzu behauptet dass sie eine Meerjungfrau sei und nun in Mädchengestalt auf der Erde wandle um die Menschen und deren Leben kennenzulernen Das mag plump erscheinen doch darf die japanische Meerjungfrau ningyo nicht mit unserem archetypischen Muttersymbol verwechselt werden Ningyo sind geschlechtlose Mischwesen klein und fischähnlich mit einem Affenmaul Ihr Fleisch zu essen macht unsterblich stranden sie gelten sie als Unheilsbringer So betrachtet offenbart Mokuzu eine Vielschichtigkeit die selbst den meisten Jugendbüchern abgeht Der geschilderte Abschnitt der Adoleszenz zeichnet sich doch gerade durch ein nicht mehr Kind aber auch noch nicht Erwachsensein aus Bedenkt man zusätzlich die Rolle der Frau in Japan die sich nicht nur dort noch bis vor

    Original URL path: http://www.satt.org/comic/10_06_candy.html (2016-02-14)
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  • Die Nominierungen des Max und Moritz-Preises 2010
    zu boykottieren Ein Preis der auf einer Vorauswahl beruhe könne kein echter Publikumspreis sein so der Tenor Dem könnte man vielleicht noch folgen aber hier meint Publikumspreis den vom Publikum aus den nominierten Titeln ausgewählten Favoriten Das muss man nicht mögen und kann ja einfach nicht abstimmen aber warum man dann im folgenden dem Comic Salon demokratische Grundsätze absprechen will oder die Kompetenz der Jury als solche bestreiten muss ist wirklich hanebüchen und leider ein typisches Zeichen für die sich gerne selbstzerfleischende Szene Das für und wider eines solchen Preises soll hier nicht breitgetreten werden aber und so wird es auch derzeit diskutiert die Erstellung einer Long List nach Art des Deutschen Buchpreises mit 50 Titeln scheint doch eine vielversprechende Lösung Diese sollte dann aber tunlichst schon lange vor dem Salon vielleicht schon zu Jahresbeginn veröffentlicht werden Aus ihr könnte man den Publikumspreis wählen lassen zusammenstellen sollte sie eine unabhängige Expertenjury Eine Zusammenfassung der Probleme um den Max und Moritz Preis hat der ehemalige satt org Comickritiker Stefan Pannor ebendort zusammengestellt Soweit zu den Förmlichkeiten und Änderungen doch was steht drin in dieser Liste Und was ist davon zu halten was die Jury dort nominiert hat Nun einige Titel waren wohl einfach absehbar etwa Ein neues Land von Shaun Tan oder Pinocchio von Winshluss bei den internationalen Titeln sowie Such dir was aus aber beeil dich von Nadia Budde oder Meine Mutter ist in Amerika und hat Buffalo Bill getroffen von Jean Regnaud und Émile Bravo bei den Titeln für Kinder Ragen diese vier doch aus der gesamten Liste heraus sind doch auch wenig überraschend die Nominierungen von Hector Umbra Ikkyu und Drei Schatten Zu ergänzen sind hier sicherlich zwei deutschsprachige Arbeiten die in den letzten Monaten für viel Aufmerksamkeit in der Presse gesorgt haben und damit zu Recht nicht bei den Nominierten fehlen durften Die Rede ist von Uli Lusts atemberaubender autobiographischer Nabelschau Heute ist der letzte Tag vom Rest meines Lebens und Barbara Yelins und Peer Meters Historienstück Gift Für viel Rummel sorgen wird noch Jens Harders Evolutionscomic Alpha directions warum es allerdings bereits jetzt nominiert ist schmeckt etwas komisch Erschienen ist der Titel schließlich erst diese Woche Ähnlich wie vor zwei Jahren als Mouse Guard zeitgleich mit den Nominierungen erschien muss man sich auch dieses Jahr wundern warum man nicht einfach zwei Jahre warten kann Genug andere ausreichend gute Titel gibt es ja Überzeugen diese Comics alle durchweg und haben so sicherlich jedes Recht auf der Nominierungsliste des wichtigsten deutschen Comicpreises zu stehen so fallen doch vor allem bei den Comic Strips und mehr noch bei den Mangas die schwachen Kandidaten auf Auch hier wenig überraschend sind zwei Strips aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die mit ihrer Comic Seite aus der Masse der Zeitungscomics herausragt Kat Menschiks außergewöhnliches und die Grenzen des Comics weit ausreizendes Variables Kalendarium und die beiden Bibel Strips von Ralf König Prototyp und Archetyp Warum man dort aber Li von Mark Tatulli findet erschließt sich einem wohl nur wenn man bedenkt dass der

    Original URL path: http://www.satt.org/comic/10_05_cse10.html (2016-02-14)
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