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  • Transcript (Deutsch)
    immer wieder wie hübsch sie doch sei Alle Kühe auf dem Bauernhof hatten Lilu gern denn sie zeigte ihnen immer wo sie das saftigste Gras zum Fressen finden konnten das weichste Stroh zum Schlafen und die sonnigsten Plätze zum Ausruhen Aber eines Tages als Lilu gerade friedlich auf der Weide graste kam eine befreundete Kuh auf sie zu und fragte ob sie auch an der Stelle fressen dürfe worauf Lilu unverhofft mit Nein antwortete Jedes Mal wenn eine andere Kuh sich näherte und mit ihr sprechen wollte wurde Lilu noch ärgerlicher weil sie allein sein wollte Zur Schlafenszeit zog sie sich ohne mit den anderen Kühen zu sprechen in einen Winkel des Stalls zurück Als sie am Morgen erwachte war etwas merkwürdiges passiert Einer ihrer wunderschönen schwarzen Flecken war verschwunden Das war ein schrecklicher Tag für Lilu Alle anderen Kühe hatten das Fehlen des Fleckens bemerkt und Lilus Verhalten wurde noch unfreundlicher Am nächsten Morgen war ein weiterer Flecken verschwunden Und als sie merkte dass sie jeden Tag weniger schwarze Flecken hatte wurde Lilu immer wütender Eines Tages begriff Lilu endlich dass jedes Mal wenn sie sich ärgerte einer ihrer Flecken verschwand und sie dachte Ich werde versuchen gut gelaunt

    Original URL path: http://transcript-review.org/de/issue/transcript-28-kinderbucher/geschichten-lilu-die-kuh (2016-05-02)
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  • Transcript (Deutsch)
    noch ein Würmchen mehr aufhalsen Du schläfst zu Hause klar Ich blickte Mutter mürrisch an gab aber nicht auf Mami Bitte bitte bitte Ich werde auch die ganze Woche den Müll raustragen Das wirst du sowieso Ich habe nein gesagt Mami Ich stampfte trotzig mit dem Fuß auf Ich bin doch kein Baby mehr Nein beharrte die Mutter Mir kamen die Tränen Mami versuchte ich erneut Deine Tränen bringen dir nichts Ich habe nein gesagt und damit basta Ich werde mir doch nicht die ganze Nacht Sorgen machen ob ihr nicht womöglich irgendetwas anstellt Kapiert Du schläfst heute zu Hause Mutter war inzwischen richtig wütend Ich biss die Zähne zusammen und ballte vor Wut die Faust Nie erlaubst du mir was stieß ich erregt hervor Lässt mich nicht zu Susi und einen Hund willst du mir auch nicht kaufen Du bist einfach böse Und heute morgen hast du mir auch keine Nylonstrümpfe geben wollen Nichts gönnst du mir Katka herrschte mich Mutter an aber ich ließ sie nicht zu Worte kommen Auf einmal erinnerte ich mich an all das Unrecht das sie mir angetan hatte Du hast mir auch kein neues Fahrrad gekauft nur so ein altes schäbiges Und die Kinder draußen fahren alle Mountainbikes Nicht einmal Rollschuhe darf ich haben dabei weißt du genau wie sehr ich sie mir wünsche Die habe ich dir zum Geburtstag versprochen Was habe ich davon Mein Geburtstag ist im November und im Winter kann ich nun mal nicht Rollschuhlaufen Mutter schaute mich traurig an Darüber haben wir doch schon gesprochen Katka Ich kann beim besten Willen nicht von einem einzigen Gehalt all das kaufen was du dir vorstellst Ich sah Mutter an und schleuderte ihr ins Gesicht Normale Kinder haben wenigsten einen Vater Nur ich habe niemanden Denn du verstehst mich sowieso nicht Mutter kam auf mich zu und umarmte mich aber ich riss mich los Die anderen Mütter geben ihren Kindern alles was sie wollen Nur du nicht Katka hör doch mal versuchte Mutter noch einmal aber ich gab nicht klein bei Damit du s weißt ich kann dich überhaupt nicht leiden Ich suche mir eine andere Mutter Eine bessere Mutter schaute mich nachdenklich an und sagte dann In Ordnung Wenn du meinst Sie drehte mir den Rücken zu und ging ins Wohnzimmer Wütend rannte ich in mein Zimmer zog meinen alten Koffer unter dem Bett hervor und schmiss hinein was mir unter die Finger kam Ich hatte keinerlei Plan und da Susi für mich am nächsten wohnte beschloss ich zu ihr zu gehen 2 Mit dem schweren Koffer in der Hand schielte ich ins Zimmer in dem Mutter saß Sie hatte den Fernseher an und schaute nicht zu mir hin Wirst hier völlig vereinsamen kam es mir boshaft in den Sinn und dann schlug ich auch schon die Tür zu Ich fuhr mit dem Fahrstuhl einen Stock höher und klingelte bei Susi Ihre Mutter öffnete die Tür Hallo Grüß dich Katka begrüßte sie mich fröhlich Spielst du Verreisen Nein antwortete ich

    Original URL path: http://transcript-review.org/de/issue/transcript-28-kinderbucher/suche-eine-bessere-mutter (2016-05-02)
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  • Transcript (Deutsch)
    hier die langfristigen Leseinteressen und der Blick auf andere Kulturen bei der zukünftigen Leserschaft von übersetzter Literatur geprägt werden Anna and Niko wie der englische Arbeitstitel des Buches lautete bediente sich den Prinzipien des Renga der Kettendichtung bzw der kollektiven Lyrik aus Japan Man einigte sich vorab auf einen groben Rahmen der Geschichte und jeder Autor sollte im Folgenden zwei nicht aufeinanderfolgende Kapitel der Geschichte beitragen und dabei sowohl ein paar Worte aus der eigenen Sprache als auch einige kulturspezifische Referenzen einfließen lassen Die fünf Schriftsteller die an diesem Projekt gemeinsam arbeiteten sind in ihren jeweiligen Sprachen und Ländern allesamt bekannt und geschätzt Gabriel Rosenstock aus Irland Iva Procházková aus der Tschechischen Republik Menna Elfyn aus Wales die 2002 den Titel Bardd Plant Cymru Walisische Kinderdichterin innehatte Miquel Desclot aus Katalonien und Tapani Bagge aus Finnland woher auch der Illustrator Markus Majaluoma stammt Das Buch wurde zunächst auf Englisch der lingua franca der Gruppe verfasst Im Anschluss an die Residenz in Farrera wurde es dann von allen Schriftstellern in der jeweiligen Sprache noch einmal neu geschrieben so dass die daraus hervorgehenden Texte vielmehr neue Fassungen der englischsprachigen Ausgangsgeschichte Anna and Niko sind als dessen Übersetzungen Die fünf Schriftsteller waren zum allergrößten Teil von ihrer Erfahrung in den Pyrenäen sehr angetan auch wenn die Gruppendynamik zunächst das Gegenteil eines normalen Arbeitstages eines allein arbeitenden Schriftstellers zu bedeuten schien Miquel Desclot der sich selbst als individualistischen Dichter bezeichnet möchte die Erfahrung der gemeinsamen Arbeit mit Schriftstellerkollegen aus ganz anderen Welten gerne wiederholen Iva Procházková weist darauf hin dass jeder Schriftsteller letztlich immer noch den Freiraum und die Freiheit hatte eine eigene Fassung des Buches in der eigenen Sprache zu verfassen Darüber hinaus gab es noch andere Freuden und positive Nebeneffekte die aus der Farrera Geschichte wie Tapani Bagge das Projekt nennt hervorgingen

    Original URL path: http://transcript-review.org/de/issue/transcript-28-kinderbucher/features-die-farrera-geschichte (2016-05-02)
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  • Transcript (Deutsch)
    gerade bei den Kleinen oft als Einkommensquelle mindestens genauso wichtig wie der heimische Markt Kleine Verlage haben oft auch den Anspruch noch unbekannte Künstler zu fördern im Idealfall sogar nach und nach aufzubauen Das ist alles andere als leicht Neue Künstler lassen sich kommerziell schwer einschätzen Ihre Originalität ist wie schon gesagt Qualität und Problem zugleich Das alles gilt nicht nur für deutsche Verlage Zwar können die Ansichten darüber was originell und was kommerziell ist von Land zu Land leicht unterschiedlich sein Doch die Probleme der kleinen Verlage auf einem stark umkämpften Markt zu bestehen ähneln sich über alle Grenzen hinweg Darum drängt sich die Frage auf warum die Verlage insbesondere die kleinen nicht zusammenspannen sollten Im Normalfall produzieren sie ihre Programme und suchen dann für fertige Bücher Lizenzkäufer im Ausland Warum nicht schon früher Partner suchen Was spricht dagegen Bücher von Anfang an als gemeinsame Projekte zu planen und dann gemeinsam zu publizieren Die Vorteile liegen auf der Hand Die Verlage produzieren höhere Auflagen und visieren einen größeren Markt an Sie sprechen ihre Promotions Maßnahmen ab und entwickeln gemeinsame Marketingstrategien Sie treten zusammen an Messen auf die für sie einzeln zu teuer wären Die Aussicht von Anfang an in mehr als einer Sprache publiziert zu werden ist ein gutes Argument für Künstler ob neu oder prominent mit dem jeweiligen Verlag zusammenzuarbeiten Außerdem könnten die eventuellen Nachdrucke flexibler geplant und gehandhabt werden indem sich auch kleinere Auflagen lohnen können wenn der Partnerverlag mitmacht Die vordergründig kaufmännischen und vertrieblichen Aspekte sind aber nicht alles Der Ideenaustausch und die Zusammenarbeit bei der Programmplanung dürften sich auch auf die Programmqualität positiv auswirken Indem die Partnerverlage Ideen einbringen die sich aus dem jeweils unterschiedlichen Kunstverständnis und den Marktansprüchen ergeben tragen sie dazu bei dass die Projekte jene Gratwanderung zwischen Kommerz und Originalität schaffen die

    Original URL path: http://transcript-review.org/de/issue/transcript-28-kinderbucher/mehr-lander--bessere-bucher (2016-05-02)
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  • Transcript (Deutsch)
    dem Wolf Ob bei den Gebrüdern Grimm oder bei Sergej Prokofjew der Wolf hat im klassischen Märchen seine eindeutige Rolle als Bösewicht und tödliche Gefahr Doch sind wirklich alle Wölfe immer böse Anaïs Vaugelade erzählt von einem alten Wolf der eines Abends ins Dorf der Tiere kommt und bei der Henne an die Tür klopft Er wolle Steinsuppe kochen ob sie ihm einen Kessel heißes Wasser zur Verfügung stellen könne und vielleicht etwas Sellerie einen Stein habe er dabei Von Steinsuppe hatte sie noch nie gehört Die Henne ist zu neugierig um dieses Angebot auszuschlagen Sie lässt den ausgemergelten Gast herein und setzt gleich einen Kessel Wasser auf Besorgt klopft als nächstes das Schwein an die Tür der Henne Es habe den Wolf bei ihr gesehen ob denn alles in Ordnung sei Das Schwein kocht gerne mit und trägt wie nach und nach auch die anderen Tiere aus dem Dorf mit Freude etwas zur Suppe bei Es wird ein lustiger geselliger Abend und die Steinsuppe ist köstlich Nur der Wolf ist schweigsam und muss früh wieder gehen In seinen schmalen Augen liegt etwas Undefinierbares Traurigkeit und Verbitterung Güte und Weisheit oder doch Arglist und Gefahr Als der Wolf bevor er

    Original URL path: http://transcript-review.org/de/issue/transcript-28-kinderbucher/found-in-translation (2016-05-02)
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  • Transcript (Deutsch)
    in den Augen Lyrik vollzieht diesen Zauber mit wohlgesetzten Worten Eine Zeile ein Absatz und wir haben die Szene lebhaft vor Augen fühlen mit lachen mit bemerken Details die uns bisher entgangen sind blicken in Gesichter die wir noch nie zuvor gesehen haben Die Dichter die wir in dieser Ausgabe von Transcript vorstellen haben alle einen ganz eigenen Blick auf die Welt richten die Augen auf sehr unterschiedliche Horizonte nördliche

    Original URL path: http://transcript-review.org/de/issue/transcript-29-horizonte--lyrik/zu-dieser-ausgabe (2016-05-02)
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  • Transcript (Deutsch)
    Ein Propeller dreht sich in der Pfütze Ein Kampfhubschrauber zieht übern Himmel 2 Schenkin Straße Ecke King George Weh den Strömen von Touristen und Flüchtlingen dem Trampeln der Füße beim dumpfen Gelage von Friß und Sauf und Reiß und Kauf und Jubel und Rempel denn der Krieg ist heute drei Wochen und zwei Tage alt Der Schlaf der Weisheit gebiert zum Erschrecken bekannte Monster und hielt ich nicht die Hand

    Original URL path: http://transcript-review.org/de/issue/transcript-29-horizonte--lyrik/mittelmeer--tal-nitzan (2016-05-02)
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  • Transcript (Deutsch)
    von Ray Fabri In dieser ersten Freiluftschule die ich je besuchte fand ich Pulte und gute ruhige Schüler in Reih und Glied Die Stille ist kein Versehen und keinesfalls bedeutet sie Faulheit oder Undankbarkeit den Lehrern gegenüber Was gelernt werden musste wurde gelernt nun ist es still damit wir lernen wir die dieses sehr moderne Klassenzimmer durchstreifen ahnungslos es sei denn unsere Ahnen erklärten uns weshalb das hier die beste aller möglichen Schulen sein soll Einige der ehemaligen Schüler haben größere Pulte als ihre Kameraden aber meistens wird der Unterschied rechtzeitig genug bemerkt um eines in Normmaßen dazu zu stellen gerade groß genug für den Körper eines Menschen und mit ausreichend Platz für Kritzeleien In Arlington bringt man dir alles auf einmal bei da brauchst du nach nichts mehr zu fragen Schwäne Nachdichtung Sylvia Geist Nach einer Interlinearfassung von Dominik Kalweit Bevor wir innehalten landen die Schwäne nicht Und dann bleiben sie in sicherer Entfernung wie die stillen Wünsche die uns unstillbar machen Im Boot fragt mich Samwel nach tausend Dingen und mir ist als müsste ich ohnmächtig werden und ihn allein lassen mitten auf einem fremden See Mit dem leichten Flattern ausgebreiteter Schwingen findet das Wasser Zuflucht unter den

    Original URL path: http://transcript-review.org/de/issue/transcript-29-horizonte--lyrik/adrian-grima (2016-05-02)
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