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  • Gedicht zur Weihnachtszeit - Gedichte zu Vorweihnachten
    Da schmücket die Liebe zum fröhlichsten Fest Der Vögelein Lied ist verstummet im Hain Sie lockte der ferne lichtsonniger Schein Doch lieblicher noch als der Vögelein Sang Ist Weihnachtsgejubel und Festglockenklang O Weihnachtszeit du gesegnete Zeit Du Maienzauber im Schnee Die wallenden Nebel sie ziehen zu Thal Kein Blümlein wird wach jetzt am sonnigen Strahl Da schaffet die Liebe in stillem Bemüh n Läßt Rosen der Freude in Menge erblüh n Die blinkenden Sternlein sie ziehen so dicht Den wolkigen Schleier sich über s Gesicht Doch heller erglänzt als der Sternelein Schar Der Kinder glückstrahlendes Augenpaar O Weihnachtszeit du gesegnete Zeit Du Maienzauber im Schnee Wie ist doch des Herzens tiefinnerste Welt Von leuchtenden Sonnen durchflutet erhellt Kein Winkel so dunkel kein Leid so versteckt Es wird von der suchenden Liebe entdeckt Durchströmt von der göttlichen Liebesgewalt Die heute in Christo gewinnet Gestalt Im Dunkel des Lebens die leitende Hand Von Gottes erbarmender Liebe gesandt O Weihnachtszeit du gesegnete Zeit Du Maienzauber im Schnee Wenn sie uns durchdringet und wirket und schafft Im Herzen die ewig belebende Kraft Da bleibt sie der Seele hellstrahlendes Licht Das siegend die Pforten des Todes durchbricht Sie stützt uns re Schwachheit sie führt unsern Fuß Und Friede und Lieb heißt ihr göttlicher Gruß Sie trägt in das Leben den himmlischen Schein Den Zauber des ewigen Frühlings hinein O Weihnachtszeit du gesegnete Zeit Du Maienzauber im Schnee Frederike Rohrbeck Und weißt du auch herzinnig Kind Warum ich so lächle da s stürmt und schneit Laß du nur ruhig brausen den Wind Er bringt ja die selige Weihnachtszeit Da schmücken wir unsre Herzen fein Als Christusbäumchen einander aus Und unsre Lieb ist der Kerzenschein Wie soll da funkeln das ganze Haus Und all die Gedanken von Lieb und Treu Die hängen als goldne Aepfel wir dran Und ach da werden wir Kinder auf s Neu Und schauen voll Jubel den Christbaum an Oscar von Redwitz Weihnachtsarbeit Stich um Stich in s weiße Linnen Blätter farb ge Blüthenranken Hold umlauscht von Lichtgedanken Web ich still in s weiße Linnen Draußen rieseln weiße Flöckchen Ruht die Welt im Winterkleide Aber nichts vom Winterleide Raunen mir die weißen Flöckchen Winter webe Webt ihr Finger Bald erstrahlen Weihnachtskerzen Helle Augen sel ge Herzen Winter webe webt ihr Finger L Rafael Weihnachtlich Der Winter fängt sich an zu regen Schon wirbelt s Flocken überreich Draus schichtet sich auf allen Wegen Ein Teppich wie von Flaum so weich Das paßt für Christkinds leise Sohlen Jetzt kann s unhörbar wandern geh n Geschenklein eilig herzuholen Die s braven Kindern auserseh n Schon hört man heimlich Thüren knarren Und auf den Treppen leise Schuh Christkind will eben aufbewahren Die Sächlein schön in Schrank und Truh Schon regt sich s in verborg nen Ecken Das ganze Haus scheint ihm vertraut Die Kinder sind in süßem Schrecken Sie hören manchen selt nen Laut Auch aus der Küche helles Klingen Und Schränke geh n dort auf und zu Schon hört man s raspeln hört man s schwingen

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  • Weihnachtsgedanken - Gedanken zu Weihnachten
    Jahr das alt geworden senken Ein Jahr darin uns Gott bedacht Aus beiden Händen mit Geschenken Manch bittres Leid viel Sorg und Pein Floß auf uns nieder aus der Linken Doch Freuden auch den süßen Wein Gab seine Rechte mild zu trinken Herz fasse dir in Gott Verstand So kommt auch Uebel dir zu Gute So küssest du jedwede Hand Und dankbar auch des Vaters Ruthe Laß auf zu Gott in Freud und Leid Wie dort der Baum uns grünen beide Zur Sommerszeit zur Winterszeit Steht fröhlich er im gleichen Kleide Wie heut die Kinder laß uns sein Die mehr als an den grösten Gaben Mehr als an all dem Kerzenschein Sich an der Eltern Liebe laben Und muß geschieden sein vom Baum Und geht s vom Licht zurück ins Dunkel Ins Dunkel auch und in den Traum Folgt ihnen nach das Lichtgefunkel Wilhelm Wackernagel Christfest Und wieder ist ein Jahr dahin Voll Freud und Leid bunt wie ein Traum Und jetzt am Krankenbette dir Soll stehn ein grüner Weihnachtsbaum Wir pflanzten besser wohl ein Kreuz Ein Kreuz wie lange Jahr für Jahr Das unsers Hauses Zeichen schon Und Sinn und Bild des Lebens war So steh es denn Und hegen nur Und pflegen wir s mit rechtem Muth So spendet s reichern Segen uns Als je ein Baum und schönres Gut Nicht Süße die zum Ekel wird Nicht schnell verstobnen Goldesschaum Es wächst und hebt uns himmelan Und himmelein als Lebensbaum Wilhelm Wackernagel Weihnachten in Rom 1 Kein Baum mit Lichtern keine Weihnachtsgaben Wir sitzen uns genüber bang und stumm Und Jedes weiß und Keines sagt warum Drei Kinder in der Ferne drei begraben Wir werden stille Feiertage haben Trotz Glockenläuten frohem Festgesumm Denn immer geistet bleich um uns herum Das Schmerzensantlitz unsres lieben Knaben Nun wohl So werd auch dies noch ausgestanden Geschlürft im Jammerkelch der herbste Tropfen Noch Bittreres ist schwerlich mehr vorhanden Es wäre denn der Blutquell nie zu stopfen Und von zwei Herzen fest in Liebesbanden Hörte das eine vorschnell auf zu klopfen 2 Ich hatt einmal gar treffliche Talente Goldsterne schnitzeln und die Lichter zünden Am Weihnachtsbaum und mit der Glocke künden Daß man die Thür nun endlich stürmen könnte Ich wußt auch wie man Festungen berennte Um nach dem Sieg in bombenfesten Gründen Die Honigkuchen Munition zu finden Mit einem Bleisoldaten Regimente Ich hatt auch einen guten Kameraden Als wär s ein Stück von mir ein großes Stück Wir fochten manchen lust gen Strauß selbander Den wird hinfort kein Weihnachtsglöckchen laden Nie stürzt er mehr ins Zimmer roth von Glück Und schlägt die Händchen jauchzend in einander 3 Und doch ein Christfest war auch uns beschieden Kein nordisch lust ger Tannenbaum statt dessen Ein ganzer Hain hochragender Cypressen Am Fuß der stillsten aller Pyramiden Die Pyramide des Cestius an deren Fuß der Friedhof der Protestanten liegt Wir gingen langsam durch den Todesfrieden Und lasen alte Namen meist vergessen Von Kämpfern die schon lang die Bahn durchmessen Und narbenvoll aus dem Getümmel schieden Herüber

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  • Weihnachtsgrüße - Grüße, Glückwünsche, Wünsche zu Weihnachten
    dort Die lichten Arme segnend ausgebreitet Drum gilt den Kleinen auch mein erstes Wort Der Himmelskönig der in grauen Tagen Im Kripplein schlief den süßen Kinderschlaf Er sendet mich zu Euch und läßt Euch sagen Bleibt gut Ihr Kinder dankbar fromm und brav Bleibt brav Hebt früh schon an die Kunst zu lernen Wie man sich rein von Schuld und Sünde hält Nicht nach dem Staub nein aufwärts zu den Sternen Den Blick gewendet wandelt durch die Welt Bleibt dankbar denen die heut voll Erbarmen Die Lichtertanne aufgepflanzt vor Euch Die Undankbaren sind die wahrhaft Armen Die Dankbarkeit macht auch die Ärmsten reich Bleibt treu Euch selbst und Eurem Stamm nicht minder Dem edlen Stamm von deutschem Eichenholz Seid stolz auf Euer Steirerland Ihr Kinder Und werdet einst des Steirerlandes Stolz Auch Euch Ihr holden Frauen soll ich grüßen Den Engeln Gottes seid Ihr ja verwandt Nur habt Ihr hier auf Erden bleiben müssen Als man uns wohnen hieß in Edens Land Doch blüh n nicht uns zulieb des Himmels Auen Auch ohne Engel gäb s ein Paradies Was aber wär die Erde ohne Frauen Ein sonnenloses trauriges Verlies O laßt nicht ab der Menschheit Weh zu lindern Nehmt Euch der Armen und Enterbten an Vergelten wird der Herr an Euren Kindern Was Ihr den Kindern Eures Volks getan Die Kerzen glüh n es glüh n die jungen Wangen Die kleinen Herzen pochen frohbewegt So kommt denn all das Schöne zu empfangen Das Euch die Liebe in die Hände legt Ihr aber milde Geber nehmt entgegen Das Allerschönste was das Christkind hat Die reichste Weihnachtsgabe Gottes Segen Und das Bewußtsein einer guten Tat Ottokar Kernstock Meiner lieben Frau zu Weihnachten In s Album deutscher Kunst und Dichtung 1876 Zum Fest das allen Heil und Frieden kündet Die reinen Herzens guten Willens sind Nimm als ein kleines liebes Angebind Dies Buch worin auf s engste du verbündet Zwei Künste siehst die gleichem Geist entsprungen Dem Höchsten Besten treulich nachgerungen Es ist der Geist des Guten Wahren Schönen Der wie die Sonn in tausend Strahlen sprüht In tausend Formen dringt in das Gemüt Und kund sich gibt in tausendfachen Tönen Um Geist und Herz zu läutern zu erheben Zufriedenheit und Glück zu streu n in s Leben Ob Religion ob Poesie ob Liebe Wovon das Herz in rasch ren Pulsen schlägt Was dich in s Reich der Ideale trägt In Schlummer wiegt die niedern Erdentriebe Das waren Stimmen die gleich Engelszungen Von eines Gottes Nähe dir gesungen Und Weihnacht bleibt es ewig im Gemüte Das gläubig dieser Offenbarung lauscht Des Alltagslebens wüster Lärm verrauscht Der gift gem Mehlthau gleich die schönste Blüte Versengt daß Wohlgeruch und Glanz entschwinden Begeist rung nur lehrt wahres Glück uns finden Josef Bendel Weihnacht Wo sonst zu frohem Weihnachtfeste Das Haus von Lichtern sich erhellt Da tönt Gesang da jubeln Gäste Da jauchzt die sel ge Kinderwelt Die Kinderwelt die gleich den Dichtern Den Himmel noch im Herzen führt Und noch an Tand und bunten Lichtern Ein

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  • Lustige Weihnachtsgedichte, witzige Weihnachtsgedichte
    glimmte petroleumbetrunken Später der Lampendocht Ich saß in Gedanken versunken Da hat s an die Türe gepocht Und pochte wieder und wieder Es konnte das Christkind sein Und klang s nicht wie Weihnachtslieder Ich aber rief nicht Herein Ich zog mich aus und ging leise Zu Bett ohne Angst ohne Spott Und dankte auf krumme Weise Lallend dem lieben Gott Joachim Ringelnatz Vorfreude auf Weihnachten Ein Kind von einem Schiefertafel Schwämmchen Umhüpft rennt froh durch mein Gemüt Bald ist es Weihnacht Wenn der Christbaum blüht Dann blüht er Flämmchen Und Flämmchen heizen Und die Wärme stimmt Uns mild Es werden Lieder Düfte fächeln Wer nicht mehr Flämmchen hat wem nur noch Fünkchen glimmt Wird dann doch gütig lächeln Wenn wir im Traume eines ewigen Traumes Alle unfeindlich sind einmal im Jahr Uns alle Kinder fühlen eines Baumes Wie es sein soll wie s allen einmal war Joachim Ringelnatz Die Weihnachtsfeier des Seemanns Kuttel Datteldu Die Springburn hatte festgemacht Am Petersenkai Kuttel Daddeldu jumpte an Land Durch den Freihafen und die stille heilige Nacht Und an dem Zollwächter vorbei Er schwenkte einen Bananensack in der Hand Damit wollte er dem Zollmann den Schädel spalten Wenn er es wagte ihn anzuhalten Da flohen die zwei voreinander mit drohenden Reden Aber auf einmal trafen sich wieder beide im König von Schweden Daddeldus Braut liebte die Männer vom Meere Denn sie stammte aus Bayern Und jetzt war sie bei einer Abortfrau in der Lehre Und bei ihr wollte Kuttel Daddeldu Weihnachten feiern Im König von Schweden war Kuttel bekannt als Krakehler Deswegen begrüßte der Wirt ihn freundlich Hallo old sailer Daddeldu liebte solch freie herzhafte Reden Deswegen beschenkte er gleich den König von Schweden Er schenkte ihm Feigen und sechs Stück Kolibri Und sagte Da nimm du Affe Daddeldu sagte nie Sie Er hatte

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  • Traurige Weihnachtsgedichte, Traurige Weihnachtsverse
    Hurra ins Gesicht geschrieen Von neuem dich zum Schädelberg getragen Und mit Granaten an das Kreuz geschlagen Dich zwischen deinen Sternen ausgebreitet Und einen Holzstoss unter dir gescheitet Und während Flammen deinen Glanz belecken Frieden auf Erden unsre Zähne blecken Peter Baum Der Mutter Weihnacht Ich kann nur immer wieder trostlos weinen Seh in der Lade ich in hundert Dingen Die bunte Trödelwelt der toten Kleinen Was ihr das Liebste war will ich ihr bringen Zur Heiligen Nacht mit Christbaumlichterscheinen Wenn feiernd froh die Festesglocken klingen Dann soll ihr durch des Winters schneeig Leinen In kalte Gruft die Glut der Liebe dringen So hab ich mich denn heute aufgemacht Mit einem Bäumchen licht von bunten Kerzen Ich habe Puppen Spielzeug mitgebracht Und trag es liebverwahrt am Mutterherzen Wie wunderklar die Welterlösernacht Sternwärts gezogen weinen alle Schmerzen So schreit ich stumm durch alter Gassen Schacht Sie träumen noch von ihrem Lachen Scherzen Einsam ihr Grab so kalt und weißbestaubt Ich pflanz das Bäumchen zitternd auf den Hügel Nun spielt der Schein wohl um dein stilles Haupt Du fühlst ihn wohl wie eines Engels Flügel Und hier dein Schatz Es ward dir nichts geraubt Ich hielt ihn sorgsam unter Schloß und Riegel Dein Kindermärchenland dem du geglaubt Du siehst es um dich wie im Zauberspiegel Die Sterne leuchten meinem Weg nach Haus Des Todes Grauen ist in s Nichts gesunken Leer ist dein Platz doch löscht kein Schmerz mehr aus Der Grabesfeier lichte Weihnachtsfunken Aus Winterschnee erblühte mir ein Strauß Von seinem Duft ist meine Seele trunken Köstlich Geheimnis birgt des Herzens Klaus Im Trost der Liebe ist der Gram versunken Emil Doernenburg Weihe Nacht Sylvesterstimmung Am Weihnachtsbaum erloschen leis die Kerzen Dein Haupt sank stumm um sich an meins zu lehnen Der Christnacht Leuchten stand in unsren Herzen Und unser Träumen hielt ein gleiches Sehnen Und doch war unser Herz von Angst zerrissen Der Stunde Glück gab gleichen Schmerz uns beiden Der Lichter Löschen sprach vom Sterben Müssen Und unsere wunde Seele sang vom Scheiden Reinhold Eichacker Weihnachten 1844 Bei einer Zurücksetzung im Dienste Am heil gen Christtagabend Den Kindern man beschert Da ist dann eitel Freude An Wägelchen und Pferd Am heil gen Christtagabend Obgleich ich längst kein Kind Hat man mir auch bescheret Gut wie die Menschen sind Man gab mir einen Kummer Man gab mir eine Qual Die tief am Leben naget Das längst schon geht zu Thal Man gab mir die Gewißheit Mein Streben sei verkannt Und ich ein armer Fremdling In meinem Vaterland Man hat beim nah nden Winter Verweigert mir das Nest Und hieß mich weiter wandern Für meines Lebens Rest Doch ist s der Lauf der Zeiten Ein Trost nur stellt sich dar Bin ich auch nichts geworden Ich blieb doch der ich war Franz Grillparzer Im Schnee Ein Wandrer lenkt die müden Schritte Mit Mühe durch den hohen Schnee Tief unten in des Tales Mitte Sein Ziel ist dort das Dorf am See Er hat sich lange bange Jahre In Arbeit redlich hart

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  • Kritische Weihnachtsgedichte, Weihnachtsverse, Weihnachtsreime
    Kind im Stroh Wie in jener alten blitzenden Nacht Und es nähm Dich ein Geißlein zuerst in acht Dann ein Melkbub und dann eine Hirtenmagd Und es hätt in der großen allweisen Stadt Ein Senne der Milch zu vertragen hat Dein erstes Grüßchen angesagt Meinst Du nicht es klänge im alten Ton Das ist ja doch nur des Zimmermanns Sohn Und kämest Du wieder In den Zeitungen wär beim Vermischten zu lesen Eine Frau ist von einem Knäblein genesen Das munter wie alle Bübchen ist Sie aber nennen es den Heiligen Christ Und von hoher Kanzel würd heilig gewarnt Passet auf daß der Schwindel euch nicht umgarnt Und von der obersten Polizei Kämen sicher schnauzwirbelnde zwei oder drei Und schnarrten Auf allerhöchsten Befehl Muß Euer Junge in Staatskuratel Und kämest Du wieder Die da sitzen in Gold und Kranz und Schrift Die Dein Pochen um Einlaß am lautesten trifft Sie stopften die Ohren sie brüllten Dich nieder Besudelten schlügen Dich kreuzigten wieder Und stemmten sich hart aufs versiegelte Grab Und nur ein paar Fischer ein paar Fabrikler Verschupfte und Sieche und Straßenpickler Und die Kinder auch knieten vor Dir ab Doch die übrige Welt würd nicht reiner und runder Durch tausend Jahre und tausend Wunder Und kämest Du wieder Doch Du hast an der einen Weihnacht genug An einem Kreuz woran man Dich schlug Man hat Dich gesehen und gehört und gefühlt Wie eine Sonne die brennt wie ein Meer das kühlt Und es funkelt davon und kühlet noch immer Durch alle vielwinkligen Erdenzimmer So daß nur die wollenden Tauben und Blinden Deine seligen Spuren noch heute nicht finden Sie sind kein zweites Christkind wert Ihr Los ist Christus mit dem Schwert Heinrich Federer Bürgerliches Weihnachtsidyll Was bringt der Weihnachtsmann Emilien Ein Strauß von Rosmarin und Lilien Sie geht so fleißig auf den Strich O Tochter Zions freue dich Doch sieh was wird sie bleich wie Flieder Vom Himmel hoch da komm ich nieder Die Mutter wandelt wie im Traum O Tannebaum O Tannebaum O Kind was hast du da gemacht Stille Nacht heilige Nacht Leis hat sie ihr ins Ohr gesungen Mama es ist ein Reis entsprungen Papa haut ihr die Fresse breit O du selige Weihnachtszeit Klabund Christbaumfeier Piano Geige Hupf mein Mädel forte Im Christbaum zucken gelblich ein paar Lichter Und an die Rampe tritt Kommis und Dichter Und stottert stockend tannendufte Worte Man trampelt Bravo Bravo mit den Füßen Und prostet mit den Krügen nach dem Helden Indem sich schon zwei weiße Fräuleins melden Mit Stille Nacht die Menge zu begrüßen Man säuft man schreit man giert und man verlost Die Lebenslust Rosa unwiderstehlich Bringt lächelnd ihrem Buben bei allmählich Daß er mich Papa ruft Na danke Prost Klabund Weihnachten Liederklänge Lichtgefunkel Frühling in der Winternacht Warum nicht in jedes Dunkel Bahnt Ihr Euren Weg mit Macht Warum wollt Ihr nur der Reichen Der Gesunden Freude sein Warum fällt nicht auf des bleichen Elends Antlitz Euer Schein Erbarmt Euch der niedern unfreundlichen Fenster Und bannet die

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  • Religiöse Weihnachtsgedichte - religiöse Verse, Reime, Texte zu Weihnachten
    wir doch fromm und rein Hat er gelehrt uns glücklich sein Bertha Brandt Wer ist denn Christ Wer ist denn Christ der Weihnachtsmann So fragt wohl manches Kind jetzt an Der Christ das war ein Mensch wie wir Doch immer fromm das merke Dir Er liebte Gott als höchste Macht Und ehrte was der hat geschafft Auch dankbar war er jederzeit Er lebte unserm Gott zur Freud Er liebte auch die Menschen sehr Um sie war ihm das Herz oft schwer Nicht leidend konnt er Menschen seh n Nicht ohne Trost von ihnen geh n Und wo er Menschen sah in Not Da gab er selbst sein letztes Brot Er lehrte sie auch Gott versteh n Und wollte Alle glücklich seh n Die Freunde liebten ihn wohl sehr Sie wollten werden so wie er Doch böse Menschen gab es auch Die kreuzten seinen Lebenslauf Sie quälten ihn auf Erden sehr Und machten ihm das Leben schwer Bis sie zuletzt in wilder Wut Noch dürsteten nach seinem Blut Das war das Ende Jesus Christ Daß er um uns gestorben ist Und ohne Haß und ohne Groll Dem Beispiel jeder folgen soll Wer so wie er hier lebt und stirbt Sich erst den Namen Christ erwirbt Denn nicht das Wort die That beweist s Ob einer Christ ob Heide heißt Wir nennen es die Weihnachtszeit Wo Christ geboren ist zur Freud Da zünden wir viel Lichter an Und Jeder spendet was er kann Zu thun so recht nach Christus Sinn Giebt Mancher auch das Letzte hin Das ist der Geist von Jesus Christ Der in uns auferstanden ist Bertha Brandt Weihnachtsglocken Tauchet heil ge Klänge wieder ganz in meinen Glauben mich Quellet quellt ihr alten Lieder füllet ganz mit Reinheit mich Daß ich in die Kniee fallen Ein Mal wieder beten kann Ein Mal wie ein Kind noch lallen und die Hände falten kann Denn ich fühl s die Liebe lebet die in Ihm geboren worden ob sie gleich in Rätseln schwebet ob gleich Er gekreuzigt worden denn ich sehe fromm sie werden heute Ewig fromm die Menschen wenn es klinget Fried auf Erden und ein Wohlgefall n den Menschen Richard Dehmel Weihnachten Es gibt wohl kein süsseres Fest auf der Welt Als das sich dem Winter gerade gesellt Da mitten in dunkler Nacht ein Licht Aus überirdischer Ferne bricht Das Kindlein ward geboren Des Name Jesu Christ Zum Heil es uns erkoren Zum Heil es worden ist Das Fest es heisst Weihnachten Wie waren die Seelen so schwer und bang Wie hatten sie sich gesehnt schon so lang Nach Botschaft vom wahren lebendigen Gott Wie füllte sie Graun vor dem nahenden Tod Da ist das Heil geworden Des Name Wunderbar Die finstern Todespforten Durchleuchtet himmlisch wahr Das Fest es heisst Weihnachten Sie schlugen zurück sich welch lichtvoller Glanz Erhellte die Nacht Von Engeln ein Kranz Im seligsten Scheine erfüllte den Raum Das Hoffen auf Gott war fürder kein Traum Es war das Heil zu schauen Des Name Gottes Licht Die drin

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  • Weihnachtserzählungen in Versen - Geschichten und Erzählungen
    Herz ja in meiner Brust Du auch das meine tragen musst Froh mir ein hellwarmes Lächeln dankt Fest mich ihr rundvoller Arm umrankt Tief saugt ihr Blick sich in meinen ein Nein oh du Meiner wir sind nicht allein Wandern zurück wir durch Nebel und Wind Lacht an der Seite mir selig das Kind Otto Julius Bierbaum Zeichen der Zeit Weihnacht 1899 Am Himmel seh ich Flammenzeichen Auf Erden wird es wunderlich Es wetterleuchtet Wolken schleichen Unheimlich und verbünden sich Wie ferne Donner dröhnen Klagen Und weit und weiter wird die Kluft Ein wirrer Knäuel dunkler Fragen Durchschwirrt mit Sturmgebraus die Luft Es wanken Säulen welche trugen Den Bau mit stolzer Sicherheit Es knarrt und kracht in allen Fugen Mit Macht stürmt an die neue Zeit Es brodelt längst in dunklen Schlünden Schon zucken Flammen blutig rot Die Unheil und Verderben künden Die Boten sozialer Not Wann wird das Sturmsignal ertönen Der Ruf der rings die Reihen schließt Wann wogt der Strom von Blut und Thränen Der tropfenweis schon heute fließt Doch horch ich höre Weihnachtslieder Die Menschheit lauscht dem süßen Klang Wer gab der Welt den Frieden wieder Die Liebe die den Haß bezwang Wilhelm Edelmann Hubert in Hof Zur Begrüßung Huberts v H am 2 Weihnachtsfeiertag 1887 Hubert der Maler am Isarstrand Sitzt er in Bajuvarenland Er sitzt und sinnt wohl bin ich froh In der Mönchestadt in Monaco Wohl trink ich hier Weihen Stephan am Quell Und doch mein Aug es wird trüb und hell Mein Aug es sieht als wär es im Traum Am Lützowplatz einen Weihnachtsbaum Es geht nicht länger ich will nach Haus Mir geht hier Laun und Stimmung aus Ich reis anch gleich ohne lange zu schreiben Und wenn fünf Minuten in Hof wir bleiben So telegraphir ich nach Berlin West Komme noch heute komme zum Fest Hubert in Hof Gesagt gethan Er nimmt ein Billet Ei das Reisen es ist doch nett Der Wagen ist warm die Sitze sind breit Und draußen so still Und wie hübsch es schneit Ich mache mir nichts aus Sturm und Regen Aber Schnee der komme meinetwegen Den schüttelt man ab der macht nicht naß Schneewetter vor allem lieb ich das Schnee dämpft selbst des Eilzugs Gestöhn und Gedröhn Schnee ist blos hübsch Schnee ist blos schön So Hubert als er in erster Stund In Nähe von Freysing sich befund Auch in Ingolstadt noch Aber schon bei Fürth Die Sache ziemlich bedenklich wird Es schneit und schneit es fällt und fällt Ein Schneehaufe wird die ganze Welt Bäume Dächer Kirchthurmspitzen Alle schon tief in der Kappe sitzen Und als die Maschine die längst nicht mehr fleucht Sich bis nach Hof hin durchgekeucht Da sitzen sie fest der Zug steht still Die Wand nicht weiter sich öffnen will Und die Schaffner rufen Aussteigen zu Nacht Wird vorläufig hier Quartier gemacht Entsetzen Lachen Fluchen Gewimmer Alles stürzt in das Wartezimmer Nur einer kennt eine höhere Pflicht Er telegraphirt Erwartet mich nicht Eingeschneit Macht Euch keine Sorgen Ich sitze hier

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