archive-org.com » ORG » W » WEIHNACHTSGESCHICHTEN.ORG

Total: 38

Choose link from "Titles, links and description words view":

Or switch to "Titles and links view".
  • Friede auf Erden - auf Weihnachtsgeschichten.org
    Blitzstrahl ein Seelenschrei in die Unendlichkeit Herr Gott ich muss der Altmutter zum Nachtmahl helfen Der Nachtwächter war langsam hinaufgestiegen auf den Kirchhofhügel Man sah dort am weitesten umher Er spähte in die schneelose Landschaft hinaus sein Blick weilte ein wenig bei den dunklen Tannen die das Wolfsloch zudeckten Dann ging der Mann langsam über den hellen Friedhof An einem großen Grabhügel stand er stille Hier lagen siebzehn die auf zwei Tage an der Pest gestorben waren Darunter auch sein Weib und zwei Mägdlein Ein drittes die Älteste hatte das Kriegsvolk mitgeschleppt Sie war nimmer heimgekommen Nimmer heimgekommen Da schnürte es ihm das Herz zu Er dachte an seinen Buben Aber wie er nun um von neuem zu spähen und zu lauschen das Antlitz hob leuchteten ihn die Sterne so mild und tröstlich an dass ihm die Augen feucht wurden Und mit einem Male fiel s ihm ein Heute ist der Heiland geboren Er schaute nach dem Stand der Gestirne Es war um die halbe Nacht Er nahm sein Horn und blies die zwölfte Stunde Dann schritt er den Hügel hinab Als er von der sternhellen Höhe in die finstere Dorfgasse getreten war hielt er stille und hub mit lauter Stimme zu singen an Vom Himmel hoch da komm ich her ich bring euch gute neue Mär der guten Mär bring ich so viel davon ich singen und sagen will Er wollte gerade weiterfahren Euch ist ein Kindlein heut geborn da sah er eine hohe Gestalt die Dorfgasse heraufkommen So hoch gewachsen ist nur einer jauchzte sein Herz mein Bub Mit raschen Schritten ging er ihm entgegen Der Bursche kam langsam er war barhäuptig die Arme über der Brust gefaltet Im Schatten einer Scheune stand er still Halb freudig halb verwundert trat der Vater ihm nahe Aber ehe er fragen mochte rief ihm der Sohn mit leiser fremdartiger Stimme Vater holt den Pfarrer die Altmutter kann zum Nachtmahl Und flüsternd fügte er hinzu s ist Friede Friede schrie der Mann und taumelte zurück Friede wiederholte er und die Tränen stürztem ihm aus den Augen und er zitterte wie im Fieberschauer Eine Weile stand er in sich versunken und murmelte vor sich hin immer nur das eine Wort Friede Dann raffte er sich auf und ging mit großen Schritten dem Pfarrhause zu Des Sohnes hatte er vergessen Der ging langsam zurück Oft blieb er stehen und presste die Hände auf die Brust Aber nach kurzer Weile ging er weiter vorbei am letzten Hause wo die sterbende Großmutter lag Zum Dorf hinaus dem Wolfsloch zu schleppte er sich Was trieb ihn an den grauenvollen Ort Wollte er dem erwürgten Feinde noch einmal ins verglaste bluttriefende Auge schauen Derweil hatte der Nachtwächter mit der Klinge der Hellebarde die Tür des Pfarrhauses aufgebrochen Seinem Klopfen ward nicht geöffnet worden Man kannte dies Pochen zur Nachtzeit Drinnen in der Stube lag der Pfarrer auf den knien und bat Gott um den Gnadenstoß Da rief des Nachtwächters bekannte Stimme in die Stube hinein Friede Der Pfarrer

    Original URL path: http://www.weihnachtsgeschichten.org/friede-auf-erden.htm (2016-04-26)
    Open archived version from archive

  • Eine Weihnachtsreise ins altpreußische Land - auf Weihnachtsgeschichten.org
    jedem Tritt widerhallende Erdboden weich und weiß mit Schnee überdeckt wird Und in solcher dicken Weihnachtsstimmung kommen wir zu dem Städtchen der Großeltern und durch das betürmte in Ritterzeiten gebaute Tor Aber wenn das auch nicht gewesen wäre so mussten wir doch alle von mancherlei Gefühlen bestürmt sein Meiner Mutter Heimat und ihre Geburtsstätte umfingen und hier Der Vater hatte hier um seine Lebensgefährtin gefreit er hatte in diesem Städtchen viele Jahre in Garnison gestanden und hier seine Jugendzeit verlebt ich selbst aber fuhr zum ersten Mal mit vollem Bewusstsein in die Stadt Wir schwiegen also alle mitsammen stille aber die Eltern hielten sich bei den Händen die Mutter brachte das Taschentuch an die Augen und ich hatte nicht Augen und Sinne genug um das zu bewältigen was jeden Augenblick an Wundern zum Vorschein kommen oder vielmehr auf uns losstürmen musste So stand s mit uns Mein Vater suchte wohl seine Rührung hinter den Versen eines alten Soldatenliedes zu verbergen von denen ich nur zwei Strophen behalten hatte die er allemal rezitiert hat wenn ihm so recht behaglich oder wundersam zumute war Mit tremolierender Stimme und halblaut sang der alte Herr vor sich hin O wunderbares Glück kehr noch einmal zurück Aber ich habe die Ankunft und den Empfang im großelterlichen Hause vergessen Ich war wohl zu schläfrig oder von der Ofenwärme wie von den großelterlichen Liebkosungen zu benommen um heute noch was Rechtes davon zu wissen Man hatte mich in einem Oberstübchen zu Bette gebracht und es geschah zum erstenmal dass ich unter dem frommen Gesange des Nachtwächters einschlief dessen zehnmaliges Pfeifen mir noch viel mehr zu schaffen gemacht hätte wenn ich nicht so todmüde gewesen wäre Am andern morgen aber weckte mich die Reveille des Trompeters auf den ich schon im Traume gehört Es waren mir entzückende und unbegreifliche Töne wie eines ungeheuren messingenen Hahns und als sie unter dem Fenster erschallten war es mir durchaus so als kämen sie geradewegs zur Stube herein und als schmetterten und krähten sie mir das Weihnachtswunder in den Kopf Nachdem es wieder still geworden war fühlte ich mich einen Augenblick wie berauscht und verwirrt Als ich mich aber ein wenig in meinen Bewußthaftigkeiten examiniert und zur süßen Gewohnheit des Daseins orientiert hatte brachte ich zu meiner dreifachen Wonne ordentlich heraus dass heute der erste heilige Christfeiertag dass ich bei den Großeltern einlogiert und in einer wirklichen Stadt angelangt sei Als ich nun so mit urdeutscher Gründlichkeit innegeworden war wo ich denn eigentlich befindlich und was mir alles in die nächste Aussicht gestellt sei da zappelte mir mein armes Herzlein wie ein Lämmerschwänzlein in der Brust Die obwaltenden Finsternisse disharmonierten allzu dusterlich mit den hellen Lichtern in meiner Weihnacht feiernden Seele Ich musste notwendig auch von draußen Licht haben um die altpreußische Wunderstadt oder doch die großelterliche Schlafgelegenheit zu besehen Ich musste mit der goldenen herzigen Mama vom Trompeter plaudern und in der Geschwindigkeit so ein paar Dutzend Fragezeichen und Wunder vom Herzen loskriegen bevor vielleicht der Papa und die halbe Welt

    Original URL path: http://www.weihnachtsgeschichten.org/eine-weihnachtsreise.htm (2016-04-26)
    Open archived version from archive

  • Weihnachten im Maschinenhaus - auf Weihnachtsgeschichten.org
    um nicht aufbrüllen zu müssen Heiligabend und die Freundin die Jugendfreundin die Kinderliebe Nachbarskind es brachte uns das Essen in die Fabrik auch sie wollte Heiligabend nicht mitfeiern wenn ich unterm Kessel liegen sollte Scheu und fremd das liebe Gesicht in ein Kopftuch gehüllt saß sie neben mir auf der Heizraumbank und wartete bis ich mein Essen heruntergewürgt Nicht einmal eine Hand konnte ich ihr geben die Gesellen hätten mich veräppelt die ganze Nacht Und dann um Mitternacht der Geselle hockte auf der Bank ich muckelte schläfrig und meine phantastische Seele lebte im Mysterium der heiligen Nacht ich sah das Feld von Bethlehem die Hirten die Weissagung klang ich sah im Heizraum schwärzer als der Mohrenkönig das ewige Licht dachte mir aus Wenn jetzt die Heilige Familie käme hier in diesem Kesselhaus fände sie noch Licht hier läuteten die Glocken unserer Hämmer Komm Komm Komm Komm Und ich hätte das Heizraumtor aufgemacht hätte nein ich hätte die weichesten Putzwollballen in den sauberen Maschinenraum geschleift ein Lager bereitet auf der Feldschmiede Kaffee gekocht unsere Nachtbutterbrote auf einen sauberen Lappen gelegt und ich sah den Glanz des ewigen Lichtes strahlen durch das Maschinenhaus Ich sah den Gesellen den halbbesoffenen gebändigt und von heißer Glut ernüchtert sah den Heizer kommen voll Staunen die schwarzen Kesselputzer wie wir rußbestaubt ein Dutzend schmieriger Gestalten fernab der Stadt einsam Ach wer sagt es dass die anderen nicht auch den Heiland erwarten sie waren doch auch alle des erbärmlichen Lebens satt und warteten auf den Erlöser Einfältiger waren sie als die Hirten denn sie glaubten noch den Reden der Herren die ihnen goldene Berge versprachen wenn sie selbst einmal reich und mächtig geworden Sie glaubten dem Menschenwort weil Gotteswort zu überirdisch klang Was war das ein Gang zur Mette Um drei Uhr Gesicht und Hände abgeseift immer noch schwarze Ringe um die Augen frisches Hemd Kragen des Überziehers aufgeschlagen den Ruß spürend in jeder Hautpore aus dem glühheißen Kessel in die morgenkalte Kirche Wie geschniegelt und gebügelt wie eitel geckenhaft kamen uns dann die Herren vor Modepuppen selbstgefällig ihre glatten Scheitel tragend wie schön die Frauen und Mädchen in ihren warmen Mänteln Wir trugen den Ruß den Schmutz nicht nur in unserer Haut nein bis in das was man Seele nannte wir fühlten in den Blicken der Neugierigen die uns müde Gestalten musterten ihr stört ja die Andacht und die Stimmung mit euren abgespannten Gesichtern Das strahlende Licht vom glühenden Stern über dem Altar schmerzte in den rußzerbissenen Augen Und die Orgel die Orgeltöne Sie rissen mir die Brust entzwei Freut euch Menschen die ihr wart verloren Wie gern wäre ich niedergekniet aber ich musste stehen bleiben die Müdigkeit kam hätte ich in einer Bank gesessen längst wäre ich eingeschlafen So hielt ich mich aufrecht bis die erste stille Messe vorüber war und das Hochamt in der Mette begann Dann schob ich mich mit unsäglich bedrückter Seele hinaus aus der Gemeinschaft der Christgläubigen hinein in die kalte Nacht zurück in die Fabrik Die junge fromme Seele suchte

    Original URL path: http://www.weihnachtsgeschichten.org/weihnachten-im-maschinenhaus.htm (2016-04-26)
    Open archived version from archive

  • Weihnachten - auf Weihnachtsgeschichten.org
    Man pflegt den Kindern die Geschenke zu geben die das heilige Christkindlein gebracht hat um ihnen Freude zu machen Das tut man gewöhnlich am heiligen Abend wenn die tiefe Dämmerung eingetreten ist Man zündet Lichter und meistens sehr viele an die oft mit den kleinen Kerzlein auf den schönen grünen Ästen eines Tannen oder Fichtenbäumchens schweben das mitten in der Stube steht Die Kinder dürfen nicht eher kommen als bis das Zeichen gegeben wird dass der heilige Christ zugegen gewesen ist und die Geschenke die er mitgebracht hinterlassen hat Dann geht die Tür auf die Kleinen dürfen hinein und bei dem herrlichen schimmernden Lichterglanze sehen sie dinge an dem Baume hangen oder auf dem Tische herumgebreitet die alle Vorstellungen ihrer Einbildungskraft weit übertreffen die sie sich nicht anzurühren getrauen und die sie endlich wenn sie dieselben bekommen haben den ganzen Abend in ihren Ärmchen herumtragen und mit sich in das Bett nehmen Wenn sie dann zuweilen in ihren Träumen hinein die Glocken töne der Mitternacht hören durch welche die Großen in die Kirche zur Andacht gerufen werden dann mag es ihnen sein als zögen jetzt die Englein durch den Himmel oder als kehre der heilige Christ nach Hause welcher nunmehr bei allen Kindern gewesen ist und jedem von ihnen ein herrliches Geschenk gebracht hat Wenn dann der folgende Tag der Christtag kommt so ist er ihnen so feierlich wenn sie früh morgens mit ihren schönsten Kleidern angetan in der warmen Stube stehen wenn der Vater und die Mutter sich zum Kirchgang schmücken wenn zu Mittag ein feierliches Mahl ist ein besseres als an jedem Tage des ganzen Jahres und wenn Nachmittags oder gegen den Abend hin Freunde und Bekannte kommen auf den Stühlen oder Bänken herumsitzen miteinander reden und behaglich durch die Fenster in die Wintergegend hineinschauen können wo entweder

    Original URL path: http://www.weihnachtsgeschichten.org/weihnachten.htm (2016-04-26)
    Open archived version from archive

  • Die Roratemesse - auf Weihnachtsgeschichten.org
    dem Gotteshause zu das vom Altar her mit wunderbarem Lichtglanz erhellt ist ein Zeichen und ein Bild wie Christus als Licht der Welt in die Nacht und Dunkelheit des Lebens hinein scheint Dieser Glanz des Gotteshauses wird dadurch noch vermehrt dass jeder für sich eine Wachskerze einen Wachsstock anzündet und vor sich auf seinen Kirchstuhl stellt So schimmern unendlich viele Lichter und die Gemeinde erscheint in dieser Lichtfülle so recht als eine Familie Nicht lange braucht man zu warten bis der Priester an den Altar tritt Und nun kann beim beginnenden Gottesdienst die Gemeinde sich nicht länger halten tief und freudig bewegt lässt sie ihr Inneres ausströmen in den Gesang Tauet Himmel den Gerechten Wolken regnet ihn herab Rief das Volk in bangen Nächten Dem Gott die Verheißung gab Einst den Mittler selbst zu sehen Und zum Himmel einzugehen Denn verschlossen war das Tor Bis der Heiland trat hervor Gott der Vater ließ sich rühren Dass er uns zu retten sann Und den Ratschluss auszuführen Trug der Sohn sich selber an Schnell flog Gabriel hernieder Brachte diese Antwort wieder Sieh ich bin des Herren Magd Mir gescheh wie Gott gesagt Da die Botschaft angekommen War Maria im Gebet Da das Wort Fleisch angenommen Ging sie zu Elisabeth Von dem Gruße ganz durchdrungen Ist Johannes aufgesprungen Der von Gott geheiligt war Eh die Mutter ihn gebar Dieser ließ die Stimm erschallen Sünder wacht vom Schlummer auf Denn es naht die Zeit uns allen Hemmet euren Sündenlauf Brüder lasst zu diesen Zeiten Unser Herz zur Buß bereiten Wandelt auf der Tugend Bahn Ziehet Jesum Christum an Lasst uns wie am Tage wandeln Nicht in Fraß und Tunkenheit Suchet um gerecht zu handeln Wahrheit Fried und Einigkeit Jenem gänzlich nachzuarten Dessen Ankunft wir erwarten Dieses ist der Christen Pflicht Wie es der Apostel

    Original URL path: http://www.weihnachtsgeschichten.org/die-roratemesse.htm (2016-04-26)
    Open archived version from archive

  • Bethlehem - auf Weihnachtsgeschichten.org
    Es muss aber dem christlichen Bethlehemiten ein eigentümliches Gefühl geweckt werden durch das Bewusstsein der leiblichen Abstammung nach denselben Geburtsort mit dem Heiland der Welt zu haben ein Landsmann von ihm zu sein auch in dieser Beziehung war mir der Anblick dieser schönen freundlichen Bewohner von Bethlehem interessant Bethlehem muss selbst dem Menschensohn in seiner Verherrlichung eine liebreiche Erinnerung von der Erde sein Dort kamen die Hirten und Weisen ihm als Kind zu huldigen die Bewohner von Bethlehem haben nicht wie die von Nazareth und Jerusalem ihn verfolgt ja die Kinder von Bethlehem waren seinetwegen die ersten Märtyrer Darum mag über diesem Ort jetzt noch immer ein freundlicher Segen des Herrn ruhen Bevor wir im Kloster einkehrten wollten wir vorerst den Ort besuchen wo die Engel ihnen die frohe Botschaft verkündigte Man steigt etwa 20 Treppen hinab Ich zweifle nicht dass dieses der richtige Ort war denn seit jener Zeit sind gewiss die Christusgläubigen bis auf den heutigen Tag in Bethlehem nicht mehr ausgegangen weshalb auch die Wissenschaft des Ortes nicht ausgehen konnte den die Hirten ihren Nachkommen zeigten dass dort die himmlische Erscheinung zu ihnen gekommen und geredet habe Später war von der Kaiserin Helena eine Kirche über dieser Höhle erbaut die Höhle ist geblieben die Kirche aber längst zerstört nur Steintrümmer und bis zum Boden abgebrochenes Gemäuer zeigen noch ihren Ort Ein alter Araber den ich in seinem Turban für einen Mohammedaner hielt zündete Lichter an zeigte uns die christliche Stelle an uns in lateinischer Sprache vorzubeten das Vaterunser den Englischen Gruß und den Glauben Es war schon tiefe Dämmerung geworden als wir uns auf die Rückkehr nach Bethlehem machten schon leuchteten angezündete Lichter von der Höhe herab die Stadt sieht kellerartig aus wie wenn sie aus lauter alten Burgen bestünde Eine milde weiche Luft war über das Tal ausgegossen der reine Himmel funkelte mit seinen stillen Sternen herab als wollte er uns leise mahnen auch still zu sein Da sahen wir wie wenn die Christnacht aufs neue angebrochen wäre neben unserem Weg Schafherden lagern und Hirten die dabei wachten In Rührung und Freude fühlte es die Seele Gott zeige uns hier nicht nur den Ort wo die heilige Nacht Weihnacht erschienen ist sondern wie ein Vater freundlich den Kindern ein schönes Bild zeigt so ließ uns Gott auch dort Hirten und Herden sehen ein Bild wie es in jener Nacht hier ausgesehen hat Als ich noch ein Kind war erzählte mir zur Weihnachtszeit gewöhnlich ein so genanntes Krippelein die Geschichte des Festes auf anmutige Weise Alles was nur eine Kinderphantasie zur hellen Flamme anfachen kann war da zu sehen die Engelerscheinungen und der Stern in der Höhe über den kristallfunkelnden Felsen die Stadt Jerusalem mit ihren Toren Türmen und Zinnen unten am Abhang weidende Schafherden im Talgrund der Stall mit dem Kinde Maria und Joseph den anbetenden Hirten und Weisen und allerlei Volk Marktleute selbst Jäger und Wild belebten die Wege welche sich den Berg hinaufschlängelten Das war für die Kinderseele Jetzt wollte mir der gütige Gott

    Original URL path: http://www.weihnachtsgeschichten.org/bethlehem.htm (2016-04-26)
    Open archived version from archive

  • Das erste Gebet Christi nach der Geburt - auf Weihnachtsgeschichten.org
    Kindlein sprach Mein herzallerliebster Vater dessen ist niemand anders Ursache als du selbst Denn dir zulieb und zu Ehren bin ich vom Himmel gestiegen und in dies Elend gekommen damit ich das arme Schäflein so du verloren hast suchen und dir die Ehre so dir die Menschen gestohlen haben wiedergeben kann Darum liege ich hier ganz nackt und bloß und bin in solche Armut geraten dass ich von allen Dingen dieser Welt kaum das Geringste für meine Notdurft habe Dies alles leide ich dir zulieb von Herzen gern und begehre als Lohn nichts anderes als dass du dich der armen Sünder erbarmen wolltest Ach um meinetwillen sei ihnen gnädig und denke nicht mehr an die große Schmach so sie dir zugefügt haben Durch dieses demütige Gebet wurde das väterliche Herz so sehr erweicht dass wenn ihm schon ein Sünder alles Leid zugefügt hätte so hätte er ihm doch um seines lieben Sohnes willen verziehen Weihnachten im deutschen Hause Gustav Freytag Bärbels Weihnachten Ottilie Wildermuth Weihnachten im Walde Guido Hammer Weihnachtszauber Agnes Günther Der heilige Abend Friedrich Naumannn Weihnachten bei Theodor Storm Gertrud Storm Friede auf Erden Adolf Schmitthenner Eine Weihnachtsreise ins altpreußische Land Bogumil Goltz Weihnachten im Maschinenhaus Heinrich Lersch

    Original URL path: http://www.weihnachtsgeschichten.org/das-erste-gebet-christi.htm (2016-04-26)
    Open archived version from archive

  • Die drei Opfergaben - auf Weihnachtsgeschichten.org
    lang die größte Freude machen Nun halt einmal ist es wahr macht es dir so große Freude und wünschtest du so sehr dem Jesuskinde etwas zu schenken Ist das gewiss wahr Wenn es so ist so weiß ich etwas für dich Denk nur ich weiß einen Ort wo man das Jesuskind noch antreffen kann und wo es noch so arm ist es ist nicht weit Sieh der Herr hat gesagt Was ihr dem Geringsten meiner Brüder tut das tut ihr mir und wer ein Kind in meinem Namen aufnimmt der nimmt mich auf Wenn du daher einem armen Kranken einen Groschen schenkst so ist das wie wenn du ihn Jesus in seiner Armut geschenkt hättest Und wenn du ein Schuhmacher bist und einem armen Kind das bei der Kälte barfuss läuft ein Paar Schühlein machst umsonst so ist das gerade soviel als wenn du dem barfüßigen Kind Jesus ein Paar Schuhe geschenkt hättest Und es ist auch in allen andern Dingen ebenfalls so was man Jesus wegen den Armen gibt und tut Und ist es nicht einmal wahr dass es gerade so ist wie wenn man es Jesus getan hätte es ist noch besser Denn es hat noch ganz besonders deshalb einen guten Geruch weil man Jesus so aufs Wort geglaubt hat und auf seine Anweisung hin die er vor achtzehnhundert Jahr im Gelobten Land gegeben hat heute noch einem Armen ein Stück Geld schenkt Vergiss nicht dass du am heiligen Dreikönigstag dich etwas kosten lassest und machest wie sie es gemacht haben und dem armen Kind Jesus Gold oder Silber oder sonst Geldeswert opferst Was hat denn der andere heilige Dreikönig in dem Ding drin das so raucht Es soll Weihrauch bedeuten du tätest es von weitem schon riechen wenn der Bildermacher auch den guten Geruch abbilden könnte Weihrauch aber opfert man nur Gott Die heiligen drei Könige müssen sonach gemerkt und geglaubt haben dass in dem Kind etwas Göttliches sei das haben sie auch schon dem Stern ansehen können Denn wegen eines gemeinen Menschenkindes wird kein besonderer Stern am Himmel aufgezündet Und doch wo sie in das Städtlein kommen und das Häuslein sehen und in die Stube hineintreten und die Mutter und das Kind antreffen so sieht auch da alles gar zu armselig aus und man muss sich schier verwundern dass diese Männer nicht zweifelhaft geworden sind in ihrem Kopf und nicht zueinander gesagt haben Wir müssen irre gegangen sein das wird das rechte Kind und das rechte Haus nicht sein Sie haben sich nicht scheu machen lassen von dem Auswenigen und haben treu und fromm das Kind angebetet und ihm Weihrauch geopfert und das ist gerade besonders schön an diesen edlen Männern gewesen dass ihr Glaube nicht schwächlich am Außenwerk erst sich heben und halten hat müssen sondern frei und stark weiter sah als die Augen des Leibes sahen Sie sahen im armen Kinde den König und ewigen Gott Sieh nun du Christ diese edle Glaubenstat kannst du auch täglich üben Erschien Christus den drei Weisen als

    Original URL path: http://www.weihnachtsgeschichten.org/die-drei-opfergaben.htm (2016-04-26)
    Open archived version from archive



  •