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  • Die Weihnachtskrippe daheim - auf Weihnachtsgeschichten.org
    rauchten alle Kamine der Stadt bei Nacht waren alle Fenster erleuchtet Dies wurde durch ein Glutpfännchen mit Weihrauch oder einer kleinen Lampe bewirkt die er in das Innere der Stadt hineinstellte die aus Blech gefertigt und zierlich mit Farben bemalt war Unten im Tale befand sich auf einer Seite eine grüne Ebene mit vielen Schafen und Lämmchen und mit dem Hirten der auf einer Schalmei spielte Zur andern Seite war ein kleiner See von wirklichem Wasser in dessen Mitte so zart wie das feinste Silberfädchen ein Springbrunnen empor sprudelte Auf dem See befanden sich zwei Schwäne wenn man ihnen ein kleines rotes Stäbchen das bereit lag und an dessen Spitze etwas Brot befestigt war vorhielt so kamen sie herbei zeigte man ihnen aber den breiten Teil des Stäbchens so wichen sie zurück Diese Wunder des uns unbekannten Magneten erfreute uns Kinder sehr Die größte Freude aber machte und das göttliche Kind mit Maria und Joseph auch die anbetenden Hirten und die heiligen drei Könige die mit aller königlichen Pracht erschienen Noch jetzt zur Stunde erinnere ich mich an alles sehr klar und deutlich In Hinsicht der Kunst mochte dieses alles wohl keinen Wert haben In Bezug auf die Zeitverhältnisse war manches irrig und ganz verfehlt Aus den Mauern Bethlehems schauten zum Beispiel Kanonen hervor der ehrwürdige Greis Simeon hatte eine Brille auf die heiligen drei Könige waren mit dem doppelten Adler oder einem Ordenskreuz geschmückt Allein all dieses irrte und Kinder nicht Wir hatten dabei sehr andächtige Empfindungen die wohl nicht ohne Gewinn waren für das ganze Leben Weihnachten im deutschen Hause Gustav Freytag Bärbels Weihnachten Ottilie Wildermuth Weihnachten im Walde Guido Hammer Weihnachtszauber Agnes Günther Der heilige Abend Friedrich Naumannn Weihnachten bei Theodor Storm Gertrud Storm Friede auf Erden Adolf Schmitthenner Eine Weihnachtsreise ins altpreußische Land Bogumil Goltz Weihnachten

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  • Die erste Reise des Jesuskindes - auf Weihnachtsgeschichten.org
    teuren Kind nicht das geringste Unheil widerführe Wenn ich dies bedenke o allerliebster Jesus so muss ich mich über die schlechte Ehre so dir die Welt antut entsetzen Wo ist die Sänfte darin man dich tragen sollte Wo ist die Seidene Decke darin man dich einwickeln sollte Wo sind die Diener so dir aufwarten sollten Wo sind die Trabanten so dich geleiten sollten Wo sind die Ehrenpforten so man dir aufrichten sollte Und wo sind die Herren so dir entgegenkommen sollten O Gott erbarm Ich muss mich schämen wenn ich daran denke Wenn du das aller ärmste Kind der weiten Welt wärest könnte man dir keine geringere Ehre antun Deine köstliche Sänfte waren die Arme Mariä deine samtene Decke war ihr schlechter Mantel Deine edlen Hofjunker war der fromme Joseph deine königlichen Trabanten war der plumpe Esel O welch eine Verachtung der Welt O welch ein demütiger Aufzug O ihr heiligen Engel was denkt ihr O himmlischer Vater sieh was für einen schlechten Einzug dein Sohn in seine königliche Residenzstadt hält Weihnachten im deutschen Hause Gustav Freytag Bärbels Weihnachten Ottilie Wildermuth Weihnachten im Walde Guido Hammer Weihnachtszauber Agnes Günther Der heilige Abend Friedrich Naumannn Weihnachten bei Theodor Storm Gertrud Storm

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  • Frau Ursulas Bescherung - auf Weihnachtsgeschichten.org
    hinsah umso mehr verlor sie sich darin und legte unvermerkt den Maßstab davon an jene Bescherung die sie nach Hause trug um sie ihren Kindern zu schenken Hätten die Schätze eines Königreiches vor ihr ausgebreitet gelegen sie würde nicht so missgestimmt ja neidisch darauf geworden sein wie sie es hier war über diese Spielzeuge und die Zuckerherrlichkeiten denn nicht an sich dachte sie ja sondern einzig an ihre Kinder Es tat ihr heimlich weh dass sie zur Weihnacht mit so ärmlicher Gabe nur mit einem Lebkuchen ein paar schlecht gemalten Bogen und gewöhnlichen Äpfel sollten abgefunden werden indessen eine Menge Herrlichkeiten die ihr Mareili ihren Fritz und den kleinen Xaveri in den Himmel versetzt hätten hier in der Stadt unter der übrigen Masse gar nicht einmal bemerkt würden Mit dieser Verstimmung im mütterlichen Herzen und dem kleinen Päcklein dürftiger Weihnachtsherrlichkeiten im Korbe schritt Frau Ursula durch die Dämmerung ihrer ärmlichen Wohnung zu Sie wurde fast verstimmter als ihre Kinder sich freudig um die Mutter drängten und den Korb beguckten weil sie wohl vermuteten das heilige Weihnachtskindlein könnte ihnen was darin zugeschickt haben Ihn zu öffnen wagte freilich keines und so blieb denn der bedeutsame Korb ruhig auf dem Schranke stehen wohin er gleich gestellt worden Erst nach der Suppe die nun gekocht und gegessen wurde und nachdem die Kinder in die Nebenkammer zu Bette gegangen schritt Frau Ursula daran das magere in einen alten Gartentopf gepflanzte Tannenbäumlein mit den wenigen Gaben zu behängen alles an die äußeren Ästlein damit es doch ein wenig etwas vorstelle Als jedes hing und die zwei neuen Taschentüchlein die das Mareili noch beschert bekam um den Fuß des Baumes ziemlich breit hingelegt worden wurden zum Schluss noch etliche Kerzlein an die Zweige geklebt Während dieser Arbeit hatte sich das fast bittere Gefühl in ein mehr wehmütiges und in ein Paar feuchte Augen aufgelöst dann legte sich die gute Frau zu Bette müde an Leib und Seele um Not und Sorgen zu verschlafen Als Frau Ursula vor Mitternacht erwachte leise aufstand und sich ankleidete und die Kerzlein anzündete da sah ihr Gesicht noch recht verzagt und kleinmütig aus und blickte mehr traurig als heiter auf die Lichtlein welche die dürftige Bescherung recht sichtbar machten Nur die Besorgnis die kurzen Lichtstümpflein möchten unnütz verbrennen überwand ein längeres Zögern und ließ sie rasch die Kleinen wecken Mareili sprang als erste aus dem Bette war es doch schon eine Weile wach und hatte nur nicht dergleichen getan sondern nur verstohlen geblinzelt Bald war aller Schlaf aus den Äuglein gerieben und helle Freude dafür darin angezündet Wie schön waren doch die Lichtlein in den grünen Zweigen Wie appetitlich lachten die Äpfel mit ihren roten Backen Und dann der köstliche rote und weiße Gerstenzucker der an den Fäden dazwischen hing Und vor allem das Hauptstück der große Lebkuchenreiter mit vergoldetem Hut Und dies alles vom lieben Christkindlein gebracht Mareili konnte beinah den Blick nicht mehr wenden von den zwei rotgestreiften Taschentüchlein und ward nicht wenig stolz darauf dass es die nun

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  • Durch Nebel zur Klarheit - auf Weihnachtsgeschichten.org
    Vater war immer noch krank ja er wurde täglich kränker Nur noch stundenweise stand er aus dem Bett auf und saß auf der warmen Ofenbank Wenn er mit der Mutter allein war ward er leicht wehmütig und sprach dann vom Sterben Der Nebel hing immer noch vor dem Fenster und vor dem Herzen das alte Vertrauen zu Gott war noch nicht recht wiedergekommen Es war vier Tage vor Weihnachten da stellte sich Franz neben die Mutter an den Herd auf dem die Holzscheide knackten und sagte Du Mutter alle Leute feiern Christkindleins Geburtstag das können wir wohl auch nicht Das ist doch wert zu feiern Ganz herausfordernd schauten die blauen Augen die Mutter an Diese hatte das Gespräch von damals längst vergessen wusste also nicht worauf der Junge anspielte und sagte deshalb harmlos Gewiss ist das Christkind es wert dass man es feiert Wir alle sind ja so froh dass es kam Aber ob wir s nun feiern weiß ich nicht recht Weißt der Vater ist gar krank Ja aber erwiderte Franz der diesmal die Schlacht nicht gleich verlieren wollte alle Menschen feiern das Christkindlein Der Lehrer sagt es sei gekommen für die Reichen und für die Armen da ist es gewiss auch für die Kranken gekommen Meinst du nicht Ach Mutter lass mich aus dem Walde ein Bäumlein holen Du sollst gewiss keine Mühe damit haben nur ein paar Kerzenstümpfchen musst du mir schenken Bitte erlaub mir s Die Mutter schaute tief in das bittende Gesicht des Jungen und sagte Ja Sie wusste wie schwer man ein Kinderherz betrübt wenn man immer nein sagt und Franz musste das Wort oft genug hören Auch sehnte sich ihr eigen Herz so sehr nach einem Strahl der warmen treuen Gottesliebe dass es sich kindlich an die Hoffnung festklammerte er komme wirklich und gewiss in der Feier der seligen stillen Christnacht Sie schaute ganz dankbar und hoffnungsvoll dem fröhlichen Jungen nach der eifrig mit einer rostigen Axt davonrannte um den Gedanken so schnell als möglich in die Tat umzusetzen Es ist kalte sternklare Christnacht vom Kirchturm zu Bleikendorf tönen die Glocken herüber hell froh feierlich Der alte Vater sitzt auf seinem gewohnten Platz ganz allein in der leeren Wohnstube die von der kleinen Öllampe mühselig erleuchtet wird Er hört die Glockenklänge durch die Luft schweben eigen schlagen sie an sein altes Herz und pochen Mach auf dem Klang tu auf dem Ton wir feiern Christnacht Ach wenn er doch recht feiern könnte So viele Jahre hat er s froh getan und hat stets dem Herrn Jesus danken können dass er sein schönes Himmelreich verlassen habe um den alten sündigen Jörg selig zu machen Aber heute kann er s nicht Er hat all die vielen Wochen den Nebel stehen lassen zwischen ihm und dem Herrgott und hat in seinem Herzen gemurrt Wenn du mir so böse Schmerzen schickst dass es in den Gliedern zwickt und zwackt und mir nicht Ruhe lässt im Bett und nicht ruhe auf dem Stuhl so will ich jetzt grad

    Original URL path: http://www.weihnachtsgeschichten.org/durch-nebel-zur-klarheit.htm (2016-04-26)
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  • Eine Weihnachtsgeschichte - auf Weihnachtsgeschichten.org
    aber zum Weihnachtsfest auf die ich eigentlich sehnlich gehofft war nicht erfolgt Dachten sie meiner nicht in ihrer Feststimmung Der 24 brach trübe und neblig an Schnee war nicht gefallen Ich las in meinem Stübchen am offenen Fenster und zeichnete Ein gutes Feuer brannte im Kamin Ich fühlte mich unaussprechlich einsam Wollte denn kein Weihnachtsglanz für mich leuchten keine Weihnachtsfreude mein Herz erwärmen Da klopfte es Die Vorsteherin trat ein und fragte ob ich nicht Lust hätte sie bis Syddenham zu begleiten Von Brixton wo unser Pensionat lag konnten wir s in wenigen Minuten mit der Bahn erreichen Sie schlug mir vor ein paar Stunden in den Syddenham Kristallpalast zu gehen den ich oft und gern zu besuchen pflegte Nun für den Weihnachtstag hätte ich mir allerdings eine andere Freude gewünscht aber ich willigte ein da Miss Salmon meine Begleitung zu wünschen schien Es ist ein herrliches Gebäude dieser Kristallpalast So vollendet und groß steht er da mehr wie eine Schöpfung aus der Märchenwelt als ein mühevolles Machwerk von Menschenhänden Zu einer früheren Londoner Industrie Ausstellung erbaut ganz aus Glas ausgeführt nur das Gerippe von Eisen ist er jetzt zu eine Art Museum umgestaltet Langsam schlenderte ich durch die weiten Hallen Hier die schönsten einheimischen und ausländischen Gewächse zwischen denen schillernde prachtvoll gefärbte sowohl als auch sangreiche Vögel umherflattern Gruppen von ausgestopften Tieren Dromedare Gazellen usw und Menschen aus allen Zonen denen man s wahrlich nicht ansieht dass sie nur aus Holz gearbeitet sind so natürlich sind ihre Stellungen so ausdrucksvoll ihre Gesichter Für ein paar Augenblicke glaubt sich der Beschauer in ferne Länder versetzt die sein Fuß nie betrat Dort einzelne Gestalten und Gruppen aus Marmor Weiterhin die Bildergalerie Dann führt mich mein Weg in die Tropen Riesige Wasserbassins auf denen sich Lotosblumen schaukeln Auf dem Grunde des klaren Wassers schaut man die reichen Schätze die der Mensch aus der Meerestiefe hervorgeholt Stolze Palmen Bananen schattige Bosketts aus Lorbeer Zypressen Orangen Glänzende Blumen des Südens zwischen denen ganze Scharen Kanarienvögel und schimmernde Kolibris sich tummeln Ich ruhte ein paar Augenblicke auf einer der Moosbänke dem Plätschern der Springbrunnen und den weichen Klängen der Musik lauschend die aus dem Dunkel des Buschwerks ertönte ohne dass man die Urheber derselben sah Aber bald erhob ich mich wieder und trat in die großen hochgewölbten Hallen des Bazars Ein Laden neben dem andern Und welche Überraschung In der Mitte des Bazars erhob sich ein Riesentannenbaum weihnachtlich geschmückt der wie mir einer der umstehenden Diener erklärte am Abend für die vielen Deutschen die sich dann hier einfinden angezündet werden sollte Ein deutscher Weihnachtsbaum in fremden Lande Sollte ich bis zum Abend im Palast bleiben und mich den Heimatlosen zugesellen War ich doch einsam und heimatlos wie nur einer Meine guten Eltern ruhten längst auf dem Friedhof eure Mutter meine einzige Schwester war als Erzieherin in einem Pfarrhause nähere Verwandte hatte ich nicht die wenigen Freunde schienen mich vergessen zu haben Ich wollte die Frage noch nicht entscheiden Vielleicht wär s besser ich bliebe daheim

    Original URL path: http://www.weihnachtsgeschichten.org/eine-weihnachtsgeschichte.htm (2016-04-26)
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  • Gelobet seist du, Jesus Christ - auf Weihnachtsgeschichten.org
    Händen dasaß nahm die liebe Tochter die heilige Schrift und hub an Luk 2 Es begab sich aber zu der Zeit dass ein Gebot vom Kaiser Augustus ausging dass alle Welt geschätzt würde Und jedermann ging dass er sich schätzen ließe ein jeglicher in seiner Stadt Da machte sich auch Joseph aus Galiläa aus der Stadt Nazareth in das jüdische Land zur Stadt Davids die da heißt Bethlehem und so las sie die ganze heilige Festgeschichte Nun fingen die beiden Mutter und Tochter mit leiser Stimme an ihr Weihnachtslied zu singen wie es im Hause herkömmlich Gelobet seist du Jesus Christ Im hohen Zimmer hallte es seltsam wider wie die zwei anhuben Aber sieh es waren nicht mehr zwei es waren drei die die zweite Strophe sangen und der Dritte war der alte Vater selbst der mit zitternder Stimme einfiel Dass du Mensch geboren bist Denn während der Vorlesung hatte des Herren Engel der in der heiligen Nacht zu den Hirten getreten und gerufen Fürchtet euch nicht siehe ich verkünde euch große Freude es hatte der Engel des Herrn ihn berührt Jesus der neugeborne König hatte das Hephata über seinen betagten Knecht gerufen Er hörte und sang und singend betete er an und lobte Da feierten die drei den heiligen Abend so froh dass ihnen auch die hellen Freudentränen über die Wangen rannen und wohl mocht s schön ertönen als sie sangen Das hat er alles uns getan sein großes Lieb zu zeigen an Des freu sich alle Christenheit und dank ihm des in Ewigkeit Wie mancher Weihnachtsabend seit diesem über Vater Knesebecks Haupt in dieser Zeitlichkeit noch dahingegangen weiß ich nicht Doch aber weiß ich dass solcher Christgesang bei ihm geblieben ist die übrige Zeit seiner Wallfahrt und das glaube ich dass als er nun seinen Herrn mit der

    Original URL path: http://www.weihnachtsgeschichten.org/gelobet-seist-du-jesus-christ.htm (2016-04-26)
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  • Nun freut euch, lieben Christen g'mein - auf Weihnachtsgeschichten.org
    im Zug ist auch auf ihre Lieder Und wie das Gespräch auf das Lied kommt Nun freut euch liebe Christen g mein welches damals fast in allen Kirchen mächtig schallte so nennt er s ein Teufelslied Da ward s unserm Magister doch zu viel stund auf stellte sich vor den Mansfeldischen Bürgermann hoch hin wie ein Strafgericht Gottes hub feierlich seine Hand auf und sagte Nun wohlan Gott lässt sich nicht spotten und ehe ein Jahr zu Neige geht kann er s wohl beweisen und sich erschrecklich sehen lassen als der zu solcher Lästerung nimmer schweigt Wie lange Herr Cyriacus Spangenberg darnach noch in diesem Kloster verweilt hat kann ich nicht sagen Das ist auch keine Hauptsache sondern das ist die Hauptsache dass er richtig geredet hat denn der Herr vom Himmel hat seines Knechtes Wort wahr gemacht Nämlich ehe noch ein Jahr herum war ist s über den Mansfeldischen gekommen wie ein böser Geist Und einstmals wie er übers Feld gegangen es ist eine unheimliche schwarze Nacht gewesen da hat ihn der böse Geist gepackt Fromme Menschen haben ihn in einem Brunnen gefunden herausgezogen gepflegt Und hiermit hat s nun eine Wendung gegeben Denn siehe der arme Mann ist heil geworden leiblich und geistig hat erkannt den der die Sünde an ihm heimgesucht und ist aus langer Nacht ans Licht gekommen Und da ist er nun auf das Lied gefallen Nun freut euch lieben Christen g mein Nun war s kein Teufelslied mehr nein eine süße Wundertat Und unser Mansfeldischer hat nun zeitlebens die ersten vier Verse dieses Liedes gesungen davon der letzte heißt Da jammert Gott in Ewigkeit Mein Elend übermaßen Er dacht an sein Barmherzigkeit Er wollt mir helfen lassen Er wandt zu mir das Vaterherz Es war bei ihm fürwahr kein Scherz Er ließ s sein

    Original URL path: http://www.weihnachtsgeschichten.org/nun-freut-euch.htm (2016-04-26)
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  • Weihnachten an der Linie - auf Weihnachtsgeschichten.org
    laut auf dann rannten sie die Treppe hinunter Totenbleich standen Vater und Mutter unter der Tür Ein mächtiger Schneeberg türmte sich kaum hundert Schritte vor dem Häuschen auf Wie auf einer Rutschbahn war eine Schneemasse den Berghang heruntergekommen Felsblöcke Geröll und mächtige Tannen mit sich reißend Die eine Tanne lag quer über der Schiene die andere streckte ihr gewaltiges Wurzelwerk darüber hin dazwischen in Klumpen geballt Schnee und Steinmasse die Mutter bebte Ein paar Minuten später und du wärst getroffen worden sagte sie und suchte ihres Mannes Hand Gott sei Dank Der Mann aber fand die Besinnung wieder und den klaren Überblick Um Gotteswillen Frau in fünf Minuten kommt der Schnellzug von H her Wenn s nur nicht zu spät ist Wenn er aus dem Tunnel fährt ehe er mein Signal gesehen ist er verloren Dort gähnt der See Schnell die Laterne und dann hinaus Es gilt Menschenleben Er fasste seine Leuchte und stürzte fort Atemlos sah ihm die Frau nach Heute in der Christnacht ein Unglück es sollte es durfte nicht sein Sie zog ihre Kinder an sich die ängstlich hinausblickten und den Christbaum vergessen hatten Sie schauten wie der Vater bis tief über die Knie im Schnee versank wie er mühsam über den Stamm der Tanne kletterte und dann in der Tiefe verschwand Dem Mann dort draußen aber pocht das Herz Er strebt voran so schnell er kann er fühlt das Zittern des Bodens vom heranbrausenden Zug jetzt weiß er er hat den Tunnel erreicht er rennt was er kann hier eine Alarmpatrone auf die Schiene legend und dort wieder eine Sie wird platzen im letzten todbringenden Augenblick Er schwenkt die Laterne Sieht man ihn Nein der Tunnel verdeckt ihn noch Er erreicht den Tunnel gottlob da blitzen die feurigen Augen der Lokomotive ihm entgegen da schnaubt es neben seinen Ohren ein Knall ein Sumsen und Bremsen der Maschinist hat ihn gesehen und verstanden Die Maschine steht hart unterm Tunnelloch Eine Minute später und es wäre zu spät gewesen Was ist Was gibt s tönt s von der Maschine her Der Zugführer kommt dahergesprungen Die Wagenfenster fliegen auf Was ist Was gibt s Warum bleiben wir stehen So tönt s von allen Seiten Hartman berichtet dem führenden Personal den Vorfall Sie steigen ab Da überblicken sie die Gefahr der sie entgegenfuhren und der sie entronnen Was nun tun Eine kurze Beratung führt zum Beschluss hinüber zum Bahnwärterhäuschen dort signalisiert man nach der Station M Es ist am besten man wartet den Güterzug ab der um neun Uhr von M herüberfährt und wechselt die Passagiere Die Belastung der Linie ist zu groß als dass sie in kurzer Zeit freigemacht werden könnte Und die Passagiere in den Wagen Die können dort bleiben und schlafen oder aussteigen und herumgehen war die Antwort des Zugführers Die einen schimpften die andern dankten im stillen für die Bewahrung Es war ja freilich allen ein Strich in der Rechnung auf viele wartete der warme heimische Herd vielleicht der brennende Weihnachtsbaum Aber hier galt es sich

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